BIO124

Dozent: Hans-Dieter Mutschler

Dozent: Hans-Dieter Mutschler


D. B.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Biologie auf universitärem Niveau. Sie beleuchten die Perspektive der Naturwissenschaft im Vergleich zur Lebenswelt, wobei die Werte und Geltungsansprüche der Wissenschaft im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten diskutieren auch die Darwinsche Theorie, die Natur als eine Mischung aus Zufall und Notwendigkeit ohne Teleologie oder höhere Organismen beschreibt. Sie eignen sich für Studierende und Forscher, die ein tieferes Verständnis der biologischen Prinzipien und ihrer philosophischen Implikationen erlangen möchten.
Karten
8
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.02.2019 / 02.09.2019

Lernkarten

Wozu naturwissenschaftliche Philosophie?

Wir besitzen die präzisen Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie etc.). Sie beruhen auf Empirismus. Die klassische Philosophie hingegen ist rationalistisch. Die Naturwissenschaften können die Natur nicht vollständig erklären.

Schelling und die naturwissenschaftliche Philosophie

Schelling kreierte phantastische philosophische Sätze aufgrund rationaler Gedankengängen. Nach seinem Tod begannen die Naturwissenschaftler seine Thesen zu hinterfragen und realisierten die unlogischen Schlüsse seiner rationalen Gedanken. Danach entschieden sich die Wissenschaftler sich nur noch auf empirischen Aussagen zu beruhen und verwarfen die klassische Philosphie für die Natur.

Die Natur bezüglich Darwin

Die Natur besitzt keine Ziele, Werte, Zwecke in der Natur. Keine Teleologie. Die Natur ist nicht auf etwas ausgerichtet. Sie ist nur rein kausal decodierbar. Mischung aus Zufall und Notwendigkeit (beide blind).

Nach Darwin bestehen keine höhere und tiefere Organismen. Die Finalität der Tierarten, dass Tiere einen finalen Zustand anstreben, scheitert an der Darwin'schen Theorie.

Der Widerspruch des Lebendigen zwischen Praxis und Theorie

Theorie: Lebendiges hat keinen Wert

Praxis: Lebendiges hat intrinsischen Wert.

Differenz zwischen Wissenschaft und Lebenswelt 

Die Lebenswelt besitzt Werte, welche die Wissenschaft nicht besitzt. Alles was in der Lebenswelt erwähnt wird, soll die Biologie ergänzen und nicht ersetzen. 

Wissenschaft: Wertfrei

Lebenswelt: Wertbehaftet

Der Geltungsanspruch der Wissenschaft

Der Geltungsanspruch der Wissenschaft muss eingegrenzt werden. Die Werte der Wissenschaft entsprechen einer schwa-weiss-Zeichnung. Es fehlen bestimmte Qualitäten. Wird keine Eingrenzung durchgeführt, so muss die Biologie als absolut akzeptiert werden.

Perspektiven aus der Wissenschaft und der Lebenswelt

Die Perspektive der 3. und 1. Person = Beobachter- vs Betroffenenperspektive (Wissenschaft vs Lebenswelt). Entspricht auch Sein - Sollen. In der Wissenschaft muss die Beobachterperspektive eingenommen werden. Sonst ist sie nicht objektiv.  

Richard Dawkins: "Der blinde Uhrmacher"

Die Natur geht nicht in der Naturwissenschaft auf. Nach Darwin besitzt sie keine Ziele, Werte. Keine Teleologie (Entwicklung durch gewisse Zwecke oder Anstrebung Endzustände). Die Natur ist rein kausal decodierbar. Mischung aus Zufall und Notwendigkeit (beide blind). Es bestehen keine höheren oder tiefere Organismen.

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