Zusammenfassungen Compendio


G. G.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Konzepte der Teamführung und -dynamik. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Führungsstile, Rollenmodelle wie Belbin und Brocher, sowie Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman. Die Karteikarten beleuchten auch die Bedeutung von Sitzungsmanagement, Erfolgsfaktoren wie 'Ich', 'Wir', 'Aufgaben' und 'Umfeld', und Ansätze zur Mitarbeiterbeurteilung. Ideal für Führungskräfte und Projektleiter, die ihre Teams effektiv führen und entwickeln möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
05.02.2019 / 10.05.2022

Cartes-fiches

Aus welchen 5 Elementen setzt sich 'Führung', gemäss St. Galler Managementlehre, zusammen?

  • Managementfunktion
  • Ziel- und ergebnisorientiert
  • Verhaltensbeeinflussung
  • Strukturierte Arbeitssituation

Welche 2 Führungarten gibt es? Erläutere die Unterschiede der Führungsarten

Indirekte Führung
Legt Rahmenbedingungen für die Gestaltung der indirekten Führung fest:

  • Was: Strategie in Form von strategischen Zielen
  • Wie: Strukturen der Prozesse und Zuständigkeiten
  • Warum: Kultur als sinnstiftender Ausdruck der übergeordneten Werte und Verhaltensgrundsätze

Direkte Führung
Interaktion zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden zur Aufgabenerfüllung:

  • Aufgabenbezogene Lokomotivfunktion: Ziel- und ergebnisorientiert lenken durch Planen, Entscheiden, Umsetzen und Kontrollieren.
  • Mitarbeiterbezogene Kohäsionsfunktion: Ein vertrauensvolles, kooperatives Arbeitsklima gestalten und entwickeln durch Motivieren, Fördern und Wertvermittlung.

Die bekanntesten Führungstechniken (Management-by-Konzepte) sind:

  • MbO (by Objectives): Führen durch Zielvereinbarung
  • MbD (by Delegation): Führen durch konsequente Aufgabendelegation
  • MbE (by Exception): Führen durch Ausnahmen und Abweichungskontrolle
  • MbDR (by Decision Rules): Führen durch detaillierte Anweisungen und Regeln
  • MbR (by Results): Führen durch Ergebnisorientierung

Was bedeutet Macht im Zusammenhang mit der Führungsrolle?

Macht bedeutet, andere gezielt beeinflussen zu können.
Durchsetzung bestimmter Befugnisse auch gegen den Willen anderer.

Welche Machtformen gibt es?

Legitimationsmacht
Auch formelle Macht genannt: Spezielle Entscheidungs- und Anordnungsbefugnisse haben.

Sanktionsmacht
Die Befugnis, andere zu belohnen, aber auch zu bestrafen (Sanktionen) und dadurch Zwang oder Druck auszuüben.

Informationsmacht
Zugang zu wichtigen Informationen haben und die Möglichkeit, diese weiterzugeben oder auch nicht (auch« Wissen ist Macht »genannt).

Expertenmacht
Sich dank Fachkompetenz und Erfahrung bei anderen durchsetzen.

Beziehungsmacht
Seine persönlichen Verbindungen zu einflussreichen Personen nutzen (auch« Vitamin B »genannt).

Referenzmacht
Auch Identifikationsmacht genannt: Einfluss auf andere als Vorbild haben.

Charismatische Macht
Dank der persönlichen Ausstrahlung andere in eine bestimmte (positive oder negative) Richtung beeinflussen

Was bedeutet Autorität?

Autorität ist die Einflussmöglichkeit einer Person, die auf ihrem Ansehen beruht.

Welches sind 3 typische Autoritätsformen?

Die formelle, die fachliche und die persönliche Autorität.

Welche Eigenschaften muss eine gute Führungsperson mitbringen? (gem. Tom Peters)

Bescheidenheit
Eine Führungsperson kann noch so brillant sein, sie hängt immer von anderen ab. Sie muss darum Leute finden, die sich für sie ins Zeug legen und die sie wachsen lässt, bis sie im Idealfall besser werden als sie selbst.

Tempo
Die Energie für innovative Lösungen einsetzen, nicht für Perfektionismus. Den Mut haben, etwas auszuprobieren, statt zu planen, was man sowieso nicht planen kann.

Nähe zu den Leuten
Je mehr Macht eine Führungsperson hat, desto isolierter ist sie. Immer weniger Leute sagen ihr ehrlich ihre Meinung, obschon alle vorgeben, es zu tun. Nähe kann die Führungsperson nur in der täglichen Arbeit erreichen, indem sie zu den Leuten geht und ihre Anliegen ernst nimmt.

Welches sind die 4 Schritte des Rekonstruktionsprozesses der Wahrnehmung (Menschenkenntis)

  1. Wahrnehmung
  2. Interpretation
  3. Gefühle
  4. Beurteilung

 

Unter welchen zwei Ausprägungen der Menschenbildern wird nach McGregor unterschieden?

  • Theorie X: Der Mensch hat eine angeborene Abneigung gegen die Arbeit und muss daher kontrolliert und geführt werden.
  • Theorie Y: Der Mensch will sich in seiner Arbeit verwirklichen, deshalb muss vor allem seine Eigeninitiative und Verantwortungsbereitschaft gefördert werden.

In der heutigen Arbeitswelt treffen drei Generationen mit teilweise unterschiedlichen Werten aufeinander, auch jene hinsichtlich der Arbeit. Nenne die 3 Generationen und deren Prägungen.

  • Babyboomer (ca. 1945 – 1965), durch Umwälzungen in der Folge der 1968er-Bewegung und des Kalten Kriegs geprägt
  • Generation X (ca. 1965 – 1980), durch die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) geprägt
  • Generation Y (ca. 1980 – 2000), durch die Entwicklung des Internets und die Folgen der Globalisierung geprägt

Nenne die vier Arten von Erwartungen, die menschliche Beziehungen prägen. Erkläre diese anhand von Beispielen.

Kommunizierte Erwartungen
Kommunizierte Vorgaben, Zielvereinbarungen, Verhaltensregeln, Qualitätsansprüche usw

Unausgesprochene Erwartungen
Viele Führungspersonen sind enttäuscht, dass ihre Mitarbeitenden zu wenig unternehmerisch denken. Sie übersehen dabei, dass sie nie klar ausgesprochen haben, was genau sie damit meinen.

Uneingestandene Erwartungen
Viele Mitarbeitende streiten ab, dass sie regelmässig gelobt werden wollen:« Ist nicht nötig, ich weiss schon selbst, was ich kann!»Trotzdem leiden sie unter der mangelnden Anerkennung.

Unbewusste Erwartungen
Viele unbewusste Erwartungen sind bereits in der frühen Kindheit entstanden. Im Führungsprozess helfen vor allem die Feedbacks, diese unbewussten Erwartungshaltungen besser zu erkennen.

Aus welchen Schlüsselkompetenzen (Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten) setzt sich ein Kompetenzprofil zusammen? Nenne die Kompetenzen inkl. eine kurze Definition (1-2 Sätze).

Selbstkompetenz
Umgang mit sich selbst (Selbstbild, Einstellungen, Werte, Auftreten)

Sozialkompetenz
Umgang mit Menschen (Denken, Fühlen, Handeln, Verständigung, Beziehungsfähigkeit)

Methodenkompetenz
Selbst- und Arbeitsorganisation (Arbeitsweise, Vorgehenssystematik, Einsatz von Hilfsmitteln)

Fachkompetenz
fachliche Qualifikationen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten)

Handlungskompetenz
situative Problemlösung dank der Verknüpfung der Selbst-, Sozial-, Methoden- und Fachkompetenz

Im Kontinuum-Modell (Tannenbaum/ Schmidt) werden 7 Führungsstile unterschieden, welche sind es?

  • Autoritär
  • Patriarchalisch
  • Konsultativ
  • Kooperativ
  • Partizipativ
  • Delegativ
  • Demokratisch

Wann spricht man von einem autoritären Führungsstil?

Von einem autoritären Führungsstil spricht man, wenn die Führungsperson die meisten Entscheidungen allein fällt und diese mittels Anordnungen bei den Mitarbeitenden durchsetzt. Der autoritäre Führungsstil oft mit 'Kommandieren – Kontrollieren – Korrigieren' gleichgesetzt

Welches sind wichtige Eigenschaften des kooperativen Führungstils?

  • Einbezug der Mitarbeitenden bei Entscheidungsfindung
  • Führungsperson kümmert sich um den Interessenausgleich im Team und vertritt es nach aussen
  • Schlagwörter (3 K): Kommunizieren – Koordinieren – Kooperieren

Nenne mögliche Ursachen für einen vorwiegend autoritären Führungsstil.

  • Die Führungsperson ist unsicher, überfordert oder unfähig, kooperativ zu führen.
  • Die Führungsperson ist autoritär und machtbewusst.
  • Die Führungsperson hat ein eher negatives Menschenbild (Theorie X).
  • Die Mitarbeitenden wären mit einem kooperativen Führungsstil überfordert.
  • Die Unternehmenskultur und die Strukturen begünstigen einen autoritären Führungsstil.
  • Die zu bewältigenden Aufgaben erfordern einen autoritären Führungsstil (z. B. Hilfeleistungen in Notsituationen).

Nenne mind. 2 typische Voraussetzungen für einen kooperativen Führungsstil.

  • Die Unternehmenskultur und die Strukturen fördern den Einbezug der Mitarbeitenden bei Entscheidungsprozessen.
  • Alle sind sich bewusst, dass sie die gesetzten Ziele nur gemeinsam erreichen können.
  • Die Führungsperson und die Mitarbeitenden zeigen eine grosse persönliche Reife und Selbstständigkeit.

Was sagt das Kontinuum-Modell nach Tannenbaum/Schmidt aus im Zusammenhang mit Entscheidungsspielraum von Mitarbeiter und Vorgesetzte?

Je mehr Entscheidungsspielraum der Vorgesetzte hat, desto autoritärer ist der Führungsstil; je mehr Entscheidungsspielraum die Mitarbeitenden haben, desto kooperativer ist der Führungsstil.

Nenne min. 3 Führungsmodelle und dessen Merkmale.

Kontinuum-Modell (Tannenbaum/ Schmidt)
Merkmal: Beteiligungsgrad der Mitarbeitenden an Entscheidungsprozessen

Demokratisch Managerial Grid (Blake/ Mouton)
Merkmal: zwei Dimensionen Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung

Reifegradmodell (Hersey/ Blanchard)
Merkmal: individuelle Reife (Entwicklungsstufe) der geführten Person, die sich aus der Kompetenz und der Motivation zur selbstständigen Aufgabenerfüllung ergibt.

Transaktionale Führung
Merkmal: ziel- und ergebnisorientierte Führung

Transformationale Führung (Bass/ Avolio)
Merkmal: werte- und zielverändernde Führung

Welches sind die vier typischen Führungsfunktionen (Managementkreislauf)?

Planen, Entscheiden, Umsetzen und Kontrollieren

Welches sind die 4 Führungsstile im Reifengradmodell?

  • Anleiten (telling)
  • Überzeugen (selling)
  • Unterstützen (participating)
  • Delegieren (delegating)

Wie lauten die Planungsregeln?

Eine umsichtige Planung ist realistisch, erfolgt gemeinsam und risikobewusst.

Nenne die Aktivitäten der Führungsfunktion 'Planen'.

  • Vorhaben konsequent durchdenken
  • Zielsetzungen definieren
  • Planungsregeln befolgen
    • Realistisch
    • Miteinbezug Mitarbeitende
    • Risikobewusst

Nenne die wichtigsten Aktivitäten bei der Führungsfunktion 'Entscheiden'.

  • Entscheidungen vorbereiten – treffen – kommunizieren.
  • Entscheidungsregeln befolgen:
    • Ausgewogen
    • Gemeinsam
    • Schnell, aber nicht vorschnell
    • Falsche Entscheidungen korrigieren – Konsequent

Nenne die wichtigsten Aktivitäten bei der Führungsfunktion 'Umsetzen'.

  • Ergebnisorientierung: Effizienz
  • Durchsetzungsvermögen
  • Regeln der Auftragserteilung:
    • Vollständig und klar
    • Angemessen
    • Begründet

Nenne die wichtigsten Aktivitäten bei der Führungsfunktion 'Kontrollieren'.

  • Kontrollregeln befolgen:
    • Angemessen
    • Adäquat
    • Ergebnisorientiert
  • Kontinuierlichen Verbesserungsprozess anwenden: Plan (Planen) – Do (Tun) – Check (Prüfen) – Act (Umsetzen)

Welches sind die Bedürfnisse gemäss Bedürfnispyramide nach Maslow?

  1. Grundbedürfnisse
  2. Sicherheitsbedürfnisse
  3. Kontakt- oder soziale Bedürfnisse
  4. Bedürfnisse nach Achtung und Anerkennung
  5. Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung

Was sind die Unterschiede zwischen Hygienefaktoren und Motivatoren gemäss Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg.

Hygienefaktoren
Hygienefaktoren verringern die Unzufriedenheit, bewirken jedoch nicht mehr Leistungsbereitschaft.

Motivatoren
Motivatoren wirken sich positiv auf die Zufriedenheit und die Leistungsbereitschaft aus.

 

 

Welche 3 Bedingungen müssen erfüllt sein, damit man für eine Leistung motiviert ist (einfache Formel)?

Bereitschaft × Fähigkeit × Möglichkeit.

Wie ensteht die Motivationsdynamik und was kann diese auswirken?

Die Motivationsdynamik entsteht aufgrund der Einstellung und Erwartungshaltung der Führungsperson, die sich auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden überträgt.

Auswirkungen:
Positive Dynamik
Vertrauen der Führungsperson wirkt motivierend und verbessert die Mitarbeiterleistungen. Die Führungsperson wird in ihrer positiven Einstellung bestätigt.

Negative Dynamik
Misstrauen der Führungsperson wirkt demotivierend und führt zu schlechteren Mitarbeiterleistungen. Die Führungsperson wird in ihrer negativen Einstellung bestätigt, ein Teufelskreis entsteht.

Demotivation als antriebsloses Verhalten kommt einer inneren Kündigung gleich. Die Ursachen können bei der Person selbst liegen. Nenne 2 weitere Ursachen.

  • Unzulänglichkeiten in der Führung
  • Fehlenden Identifikation mit dem Unternehmen

Als wichtige Motivationsinstrumente im Führungsprozess gelten:

  • Motivierende Ziele setzen
  • Verantwortungsvolle Aufgaben delegieren
  • Anerkennung zeigen
  • Entwicklungsmöglichkeiten bieten

Das Führungsmodell Management by Objectives (MbO) sieht Zielvereinbarungen als Arbeits- und Beurteilungsgrundlage vor. Vier Schlüsselelemente des MbO sind:

  • Zielvereinbarungen statt Zielvorgaben
  • Handlungsspielräume
  • Selbstkontrolle
  • Rahmenbedingungen sicherstellen

Der Zielvereinbarungsprozess im MbO umfasst sieben Schritte:

  1. Unternehmensziele als Vorgaben.
  2. Geschäftsbereichs- und Teamziele aus den Unternehmenszielen herunterbrechen.
  3. Zielvorstellungen definieren (Führungsperson, Mitarbeitende).
  4. Zielvereinbarung treffen (verbindliche Ziele aushandeln, schriftlich festhalten).
  5. Leistung erbringen (Ziele umsetzen) mit einer regelmässigen Standortbestimmung, um Veränderungen zu berücksichtigen.
  6. Periodische Kontrollen durch die Führungsperson.
  7. Erfolgskontrolle der Zielvereinbarung und Entwicklungsmassnahmen ableiten.

Definition der SMART-Formel in Bezug auf Zielformulierung

  • Spezifisch und konkret: ein eindeutiger Gegenstand bzw. Schwerpunkt
  • Messbar: ein klarer Massstab oder Leistungsstandard
  • Attraktiv und erreichbar: eine realistische und motivierende Herausforderung
  • Resultatorientiert: ein definiertes Ergebnis oder Endprodukt
  • Terminbezogen: ein eindeutiger Zeitraum oder ein definierter Termin

Unterjährige Zielanpassungen sind in welchen Fälle notwendig?

  • wenn die ursprünglichen Ziele aufgrund von Fehlannahmen, Ressourcenproblemen, veränderten Rahmenbedingungen oder unvorhergesehenen Ereignissen nicht erfüllbar sind
  • oder wenn neue Erkenntnisse oder Methoden sie verändern oder überflüssig machen

Welches sind delegierbare Aufgaben?

  • Routine-, Detailaufgaben
  • Selbstständige Erledigung
  • Spezial- oder Projektaufgaben
  • Arbeits- oder Projektgruppen

Welches sind nicht delegierbare Aufgaben?

  • Direkte Führungsaufgaben
  • Repräsentative Aufgaben
  • Heikle, streng vertrauliche Aufgaben
  • Persönliche Aufgaben

Vorteile der Aufgabendelegation

  • Entlastung des eigenen Zeitbudgets
  • Zeitgewinn für Führungsaufgaben
  • Motivation und Förderung der Mitarbeitenden
  • Profitieren vom Können und von den Erfahrungen der Mitarbeitenden

Étudier