Allg. II 60-90

Eder, Motivation und Emotion; Fragen zur VL

Eder, Motivation und Emotion; Fragen zur VL


P. L.
Diese Lernkarten behandeln zentrale Theorien und Konzepte der Motivationspsychologie auf universitärem Niveau, wobei intrinsische und extrinsische Motivation, Bedürfnishierarchien sowie kulturelle und evolutionäre Einflüsse im Fokus stehen. Sie analysieren Leistungsmotivation, Selbstbestimmungstheorie und historische Experimente wie Harlows Affenstudien, die behavioristische Annahmen widerlegen. Studierende profitieren von den klaren Abgrenzungen zwischen Motivationstypen und deren Auswirkungen auf Verhalten und Wohlbefinden.
Cartes-fiches
30
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Psychologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.02.2019 / 26.05.2026

Cartes-fiches

Als Lobbyist einer Tierschutz-Organisation drängen Sie darauf, dass ein beantragtes Verfahren zur genetischen Veränderung von Legehühnern nicht genehmigt wird. Welches „Framing“(Gewinne, Verluste) würden Sie für ihre Forderung wählen, um eine Entscheidung in Ihrem Sinne herbeizuführen? Formulieren Sie ein entsprechendes Antragsschreiben (in wenigen Sätzen).

 

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Gewinn-Framing:

Wenn wir auf die genetische Veränderung verzichten, können wir sicherstellen, dass alle Käufer der Eier gesund bleiben.

- Konzentration auf die NEGATIVEN Folgen einer genetischen Veränderung
- können nur verhindert werden, wenn der Antrag nicht genehmigt wird

Unterscheiden Sie zwischen ultimaten und proximalen Funktionen von Motiven.

Ultimates Ziel: Gurndlegend; Endgültiges ziel

Erhöhung der „evolutionären Fitness“ von Individuen und Gemeinschaften (Weitergabe des Erbguts)

proximales Ziel:unmittelbare Ziele

 Affektveränderung als Anreiz motivierten Verhaltens,

z.B.- Leistung: Stolz, Hoffnung (Erfolg), Scham, Angst (Misserfolg)
      -Anschluss: Geborgenheit, Vertrauen, Unsicherheit, Einsamkeit 

      - Macht: Überlegenheit, Demütigung

Wofür stehen die Begriffe SS und LL in Versuchungssituationen? Skizzieren Sie entsprechend dem Modell der hyperbolischen Diskontierung graphisch den Verlauf von Präferenzen in Abhängigkeit von der zeitlichen Entfernung in einer Situation, in der ein SS und ein LL Anreiz miteinander konkurrieren.

SS: Smaler-Sooner(kleinerer Wert, aber schneller zu erreichen)

LL: Larger-Later (Größerer Wert, aber erst später zu erreichen

Worin besteht eine Versuchungssituation? Wie kann man erklären, dass man einer Versuchung nachgibt? Welcher Zeitraum ist besonders kritisch?

Eine Versuchungssituation umfasst eine Konkurrenz zwischen einem geringeren, aber sofort realisierbaren Anreiz (smaller-sooner, SS) und einem hohen, aber erst später realisierbaren Anreiz (larger-later, LL). Der SS hat reinen geringeren Wert, aber ist schneller zu erreichen als ein LL.

  • LL wird bevorzugt, solange beide Reize noch recht weit entfernt, aber Bevorzugung von SS, wenn dieser in kritischer Nähe

  • Man gibt bei SS Dominanz nach, also wenn Wert eines kurzfristigen Anreizes das des längerfristigen (weiter weg und damit abgewertet) übersteigt-> Delay of gratifikaction

     -> Kritisch ab dem Zeitpunkt, ab dem der eigentlich unterlegende Anreiz (schwacher Anreiz der auch in der Zukunft liegt), zeitlich näher rückt und sein Wert gleichzieht oder sogar größer als der längerfristige ist (kritische Nähe).

Auf welchen Dimensionen können kulturübergreifende Bedürfnisse und Wertvorstellungen verortet werden? Erläutern Sie beide Dimensionen.

Identifikation von universellen Zielen in 15 Kulturen

2 Dimensionen:

1)  intrinsisch vs. extrinsisch (sind Bedürfnisse eher auf das Selbst - Selbstakzeptanz- oder auf das Leben im sozialen Kontext und Wahrnehmung durch andere gerichtet - Beliebtheit.)

2)  selbst-bezogen vs. selbst-transzendent (Bedürfnisse sind auf Physisches, direkt fassbares - Gesundheit - vs. auf Transzendentes, spirituelles und abstraktes bezogen -Spiritualität)

Erläutern Sie die Annahmen von Erwartungs-mal-Wert Theorien. Was ist Erwartung? Was ist Wert?

Motivation als Ergebnis einer Wechselwirkung zwischen zwei intervenierenden Variablen:

1. Erwartung: Wissen über kausale Beziehungen zwischen Handlungen und ihren Folgen (Handlungs-Folge-Kontingenz)

2. Wert: Motivational-affektive Bewertung der Folgen (Anreiz)

Handlungsmotivation ergibt sich aus dem Produkt vom Wert der Handlungsfolgen und der subjektiven Erwartung, mit dem Verhalten die erwünschten Folgen zu erzielen. (M = W x E)

-> keine Handlungsmotiovation ohne die Erwartung von Folgen und ohne Erwünschte Folgen (Anreiz)