Pflegetechniken Injektionen
ZHAW Pflege 1. Semester
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Cartes-fiches
Aus welchem/welchen vorrangigen Grund/Gründen dürfem einem Patienten mit Herzinfarkt keine i.m.-Injektionen verabreicht werden?
Die intramuskuläre (i.m.) Gabe unterscheidet sich von der intravenösen (i.v.) Gabe von Medikamenten durch...
Welche Vorteile bietet die i.v.-Gabe eines Arzneimittels gegenüber anderen Methoden (z.B. oraler Gabe)?
Die verschiedenen Applikationsformen eines Arzneimittels haben unterschiedliche Geschwindigkeiten bezüglich des Wirkungseintritts.
Welche Reihenfolge ist richtig (links am schnellsten - rechts am langsamsten)?
Welche Injektionsstellen sind für eine s.c.-Injektion geeignet?
Je grösser der Gauge-Wert ist, umso...
Welches ist die korrekte Vorgehensweise bei einer Stich- und Schnittverletzung?
Für eine i.m.-Injektion soll das Bein innenrotiert liegen.
Die Wahl es Muskels ist abhängig von der zu injizierenden Menge und vom Produkt.
Bei der Injektion in den Gesässmuskel sollte der Patient das Bein strecken, da so die Muskulatur entspannt wird.
Bei s.c.-Injektionen besteht eine erhöhte Gefahr von Spritzenabszessen.
Intramuskulär sollten möglichst nicht mehr als 2 - 4 ml Flüssigkeit gespritzt werden, da bei grösseren Mengen eine höhere Komplikationsrate besteht.
Injektionsort nach Hochstetter:
Dreieck zwischen Spina iliaca anterior superior, Crista iliaca und Trochanter major.
Bei der i.m.-Injektion kann zwischen Haut und Kanülenkonus ein maximal 2 mm grosser Sicherheitsabstand belassen werden.
Eine Embolia cutis medicamentosa (Nicolau-Syndrom) entsteht durch die subcutane Applikation einer ursprünglich intracutan beabsichtigten Medikamentengabe.
Mögliche Komplikationen einer i.m.-Injektion können sein:
Subakuter Schmerz, Lähmung infolge der Deponierung des Medikamentes in unmittelbarer Nähe des Nervs.
Um einen Injektionsort sorgfältig zu lokalisieren, wird die Stelle mit dem Fingernagel oder farbigem Desinfektionsmittel markiert.
Um das Risiko einer Arzneimittelverwechslung zu verringern, muss vor jeder Injektion, wie vor jeder Medikamentengabe, die 5-R-Regel beachtet werden.
Vorteile parenteraler Verabreichung von Medis:
- Schneller Wirkungseintritt
- Kaum Wirkstoffverlust—exakte Dosierung möglich
- Steuerung Wirkungseintritt (nach einigen Sekunden) und der Wirkungsdauer, bekannte Resorptionszeit
- Unabhängig von Ressourcen der Pat
- Umgehung des Magen-Darmtrakts und so Vermeidung von Magen-Darm-Beschwerden
Nachteile von parenteraler Verabreichung von Medis
- Eingriff in Unversehrtheit des Menschen
- Kann nicht rückgängig gemacht werden
- Infektionsgefahr bei Injektionen
- Unverträglichkeitsreaktionen, bei Injektion jedoch sehr schnell, zeichen dafür: Hauterscheiungen wie Rötungen, Flecken, Juckreiz, Kopf, Gelenk und Gliederschmerzen, Unruhe, Angst, Erbrechen, Übelkeit, Temperaturanstieg, Hitzewallungen, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, ausgeprägte Kreislaufschwankungen bis hin zum Schock
- Falscher Injektionsort
Nenne Kontraindikationen für Injektionen --> Lokal
- Hämatome,
- Ödeme,
- paretische Körperteile,
- Hautverletzungen (zb Ekzeme, Vernarbungen, Wunden),
- Gebiete nach Lymphektomien (Bsp Abltio mammae),
- Infiziertes Gewebe,
- Frakturen,
- Schockzustände
nenne Kontraindikationen für Injektionen --> Systemisch
- Schockzustände,
- bei OAK: keine Injektionen in Bauchdecke
Komplikationen nach s.c.-Injektion
- Brennen während und nach der Injektion,
- Schmerzen während Einstechen,
- leichte Nachblutungen,
- lokale Hämatome/Bauchwandhämatome,
- Verhärtungen,
- Selten:lokale Infektionen, allergische Reaktionen (Rötung, Schwellung, Juckreiz etc)
I.m Injektionen—Wahl der Injektionsstelle
- Des Medikamentes
- Muskel: m. glutaeus medius bzw m. glutaeus minimus (vgl), m vastus lateralis (OS), m. deltoideus (Oberarm)
- Der Medikamentenmenge (1-2ml in m.deltoideus), 2-4ml in m. glutaeus medius bzw minimus
- Der Medikamentenkonsistenz (Irritierende, hohe Viskosität oder ölige Substanzen nur in M. glutaeus
- Des Alters
- Evt Pat.-wunsch einbeziehen
Kontraindikationen i.m. Injektionen
- Pat. Mit erhöhter Blutungsneigung
- Verdacht auf Myokardinfarkt bei bevorstehender Lysentherapie, würde auch CK-Wert fälschlicherweise erhöhen
- Bei Hämophilie
- Bei Pat. Mit Varikothrombose, bei denen evt eine Trombolyse oder Heparinbehandlung notwendig ist
- Bei atrophiertem (schlechte Resorption) oder gelähmten Muskel
- Unruhiger Pat
Komplikationen nach i.m Injektionen
- Hämatombildung
- Nervenschäden: sofort Sz oder subakuter SZ
- Infekt (lokal oder generalisiert)
- Aseptische Nekrosen
- Intraarterielle InjektionàEmbolia cutis medicamentose
- Subkutane Injektion
- Septischer Spritzenabszess
- Trombose
Injektionsnadelfarben
Weiss: Aufziehkanüle
gelb: i.v./ i.m( Gesäss bei übergewichtigem Pat.)
Grün: i.m (OS, Oberarm)
schwarz: i.m (OS)
blau: s.c./i.m. (OS), i.v.
braun: Insulin
Intrakutane Injektion
- 15 Grad Winkel, in das Korium (Bsp für Sensibilisierungstests, systemische Langzeitkonzentration
- Empfängnisverhütung für 3 Jahre) etc,
- kann überall durchgeführt werden, hauptsächlich in: Aussenseite des OS im proximalen Abschnitt, Streckseite des Oberarms, obere Hälfet der Beugeseite des Unterarms
Subkutane Injektion
- 45-90 Grad Winkel, in die Subkutis,
- bsp Heparine, Insuline, Analgetika,
- Wirkungseintritt nach 20-30 Min
Intramuskulär Injektion
- 90 Grad, in die Muskulatur,
- Impfungen, Vitamine, ölige Substanzen, Depomedikamente,
- Wirkungseintritt 10-15min, bei öligen Substanzen verzögert
was ist wichtig bei Insulininjektionen/Heparininjektionen?
Heparininjektionen ist es wichtig die Stelle immer wieder zu wechseln, da ansonsten die Gefahr einer Verödung der Injektionsstelle und eine Lipodystrophie oder eine Lipohypertrophie. Auch muss der Resorptionsunterschied beachtet werden, da zb der verlangsamt ist, wenn der Pat in eine Lipohyperthropie spritzt.
Weiter zu beachten:
- Im Bauch, rascheste Resorption
- OS, bei Ruhe langsamere Resorption, bei Bewegung gesteigerte Resorption
- Oberarm, mittlere Resorptionsgeschwindigkeit, gesteigert ist sie bei stärkerer Bewegung