Psychiatrie

Psychische Krankheiten

Psychische Krankheiten


S. V.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über psychische Störungen und Persönlichkeitsmerkmale auf Berufslehre-Niveau. Sie behandeln Themen wie Schizophrenie, depressive Stimmungen, Angststörungen und verschiedene Persönlichkeitstypen, einschließlich hysterischer, zwanghafter und paranoider Persönlichkeiten. Die Karteikarten eignen sich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit den Ursachen, Symptomen und Verläufen psychischer Erkrankungen vertraut machen möchten.
Karten
14
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
07.01.2019 / 20.12.2025

Lernkarten

ursachen psychische störungen

Mögliche Ursachen psychischer Störungen • Somatogenen Störungen • Psychogenen Störungen • Exogenen Störungen • Endogenen Störungen

paranoide persönlichkeit 

Paranoide Persönlichkeit Paranoide Persönlichkeit (Wahnhafte Störung) Tritt meist im Jugendalter auf. Betroffenen zeigen starke Empfindlichkeit für Misserfolge und Demütigungen. Freundliche und neutrale Handlungen werden als feindlich oder verächtlich missdeutet.

zyklothyme persönlichkeit 

 

Zyklothyme Persönlichkeit
(Manisch-depressive Verstimmung)
Ausgeprägte Abnormität der Stimmung, die das ganze Leben lang bestehen kann. Stimmung kann ständig depressiv oder gehoben sein oder sie schwankt zwischen diesen Extremen

Schizoide persönlichkeit

Schizoide Persönlichkeit Neigung sich von emotionalen-, sozialen- und anderen Kontakten zurückziehen, leben in der eigenen Phantasiewelt, zurückgezogen, mit u. U autistischen Zügen. Sie ist keine Vorstufe zur Schizophrenie

erregbare/aggressive persönlichkeit 

Erregbare/ aggressive Persönlichkeit Unbeständigkeit der Stimmung, Neigung zu Ausbrüchen von Ärger, Gewalttätigkeit, sowohl verbal als auch körperlich.

Zwanghafte persönlichkeit 

wahnhafte Persönlichkeit Unsicherheit, Selbstzweifel, Unvollkommenheitsgefühle, die zur übetriebenen Gewissenhaftigkeit, Kontrollzwängen, Eigensinn oder Vorsicht führen können.

hysterische persönlichkeit 

Hysterische Persönlichkeit Labile Gefühlslage, Abhängigkeit von Anderen, Verlangen nach Anerkennung und Aufmerksamkeit mit oft theatralischem Verhalten.

Borderline

Alle Störungen, die sich im Grenzbereich von Psychose, Neurose und Persönlichkeitsstörung bewegen. Der Begriff entwickelte sich in den 60er Jahren, mit dem Hintergrund, dass sich die Störung in keine der drei relativ gut abgrenzbaren Kategorien zuordnen lässt. Es wird heute als eigenständiges psychisches Krankheitsbild verstanden. • Störung des Sozialverhaltens • Verantwortungsloses , asoziales Verhalten, Rücksichtslosigkeit • Kein direkter Zusammenhang mit einer schizophrenen oder manischen Krankheitsperiode.

neurotische entwicklung/neurose

Neurosen, neurotische Entwicklung Der Neurosenbegriff ist in der Psychiatrie uneinheitlich. Zahlreiche Theorien zur Entstehung der Neurosen wurden entwickelt (Neurosenlehre). Bei neurotischen Entwicklungen sind die zugrundeliegende Entstehungsreize den Patienten aber nicht bewusst, nach tiefenpsychologischer Ausdrucksweise "verdrängt". Dieses Verdrängte wird auch als "Komplex" bezeichnet. Menschen, die zu neurotischen Entwicklungen neigen unterscheiden sich von anderen dadurch, dass: • Ihnen das psychische Trauma unbewusst oder unbekannt ist • Sie unter dem traumatischen Erlebnis lange leiden

psychoneurosen

Psychoneurosen Sie entstehen durch akut oder chronisch einwirkende Ereignisse die häufig in der Vergangenheit liegen: • Phobien: gr. Phobos = Angst und Furcht ( Agoraphobie, Klaustrophobie, Angst vor Hunden) • Angstneurosen: Angst und Panikattacken mit vegetativen Erscheinungen ( Schweiss, Diarrhoe, Atemnot) • Zwangsneurosen: Handlungen und Vorgänge, die als lästig und über den Verstand als unsinnig erkannt werden: Kontrollzwang, Waschzwang, Personen neigen zu Pedanterie und sind Unsicher.

organneurosen

Organneurosen Sie verursachen Symptome, die an bestimmte Organe oder Organsysteme gebunden sind ( Herzschmerzen, Durchfall, Missempfindungen, Atemstörungen, oft wechselnde, funktionelle Beschwerden)

endogene psychosen

Endogene Psychosen Sammelbezeichnung für psychiatrische Erkrankungen, denen sich keine körperliche Störung zuordnen lässt. Sie lassen sich aber auch nicht duech psychische Traumata erklären und werden daher als kryptogen bezeichnet Wichtige Faktoren • Familiäre Häufung, Erbfaktoren, Zwillingsforschung • Auftreten völlig grundlos und plötzlich • Gehäuftes Auftreten on biologischen Belastungszeiten oft erste Warner für eine beginnende Schizophrenie

zyklothymie/dystymie

Zyklothymie/ Dysthymie, manisch depressive Iresein Häufigkeit: 1-20% der Gesamtbevölkerung, grosse Unterschiede in Ländern und Kulturkreisen, unbekannte Dunkelziffer Depressive und manische Phasen wechseln sich ab. Ursachen --> Unbekannt, aber jeder Depression geht ein schwerwiegendes Ereignis voraus, Konflikte, Ansehensverluste, Kränkung, Trennung, Tod eines nahen Menschen, zwischenmenschliche Bindung war in Gefahr oder ging verloren. Symptome • Grundlose Traurigkeit, Gleichgültigkeit, Apathie • Gefühle von Angst und Schuld " durch mein Verhalten bin ich an allem Schuld" • Tagesschwankungen, schlimmer Morgen • Denkhemmung, Antriebshemmung • Schlafstörungen, Einschlafstörungen, frühes erwachen mit Gedankenkreisen • Absolute Ausweglosigkeit " dieses mal wird es nicht besser" Es besteht Schuldunfähigkeit und Geschäftsunfähigkeit ( Stgb Art. 10) Therapie: frühzeitige Einweisung in eine geschlossene Anstalt und späte Entlassung ( Zwangseinweisung durch den Arzt). Dies daher, weil der eigene Zustand bagatellisiert wird und bei Besserung auch die Hemmung nachlässt ----> Suizid

schizophrenie

Schizophrenie Bewusstseinsspaltung. Führt zu charakteristischen Symptomen mit Wahn, Denkstörungen, Ich-Störungen, Halluzination, Affektstörungen. Nachweisbare körperliche Ursachen fehlen. Sie gilt als schwerste psychische Erkrankung, bei der anlagebedingte Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Ursache: unbekannt Erbliche Belastung ist nachweisbar, genetische Teilursache wird in versch. Studien dokumentiert. Eineiige Zwillinge ca 50% Konkordanz. Perinatale Schädigungen, virale Infekte im Mutterleib, psychogene Einflüsse können Auslöser sein, biochemische Vorgänge werden diskutiert. Symptome: • Gedankenjagen, Gedankenabreissen, Gedankenentzug • Wahnvorstellungen, die durch keinerlei logische Argumente wiederlegt werden können. • Wortneubildungen: " Die Weltnährungsapotheke Jerusalemswird ihren Gesetzmakler per Luftpferde auf die Erde, ja die Erde, die Erdbälle, auf alle Fälle, die Felltiere sind nahrungsüberwunden in die Gesetzeskapitel des Nordpols zusammengewechselt." • Halluzinationen • Impulshandlungen und Erregungszustände • Grimassen, bei der Begrüssung gibt man nur die linke Hand, weil die rechte nicht von herzen kommt. • Depersonalisierungen: " diese Beine gehören nicht mit, sie gehen wohin sie wollen" Verlauf: Kann plötzlich oder auch langsam chronisch auftreten. Schubweiser Verlauf nur mit Defektheilung, im Anfangsstadium kommen auch Spontanheilungen vor, nach fünf Jahren praktisch nicht mehr, d.h lebenslanger Verlauf. Dazwischen auch suizidale Phasen.^ Therapie: • Teils in geschlossenen Anstalten, teils Ambulant • Im akuten Stadium ganz im Vordergrund: Neuroleptika, Medis die Erregungszustände beruhigen • Im akuten Schub: Valium Psycho- und Soziotherapie in "Ruhephasen", Verhaltenstherapie

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