Neuralgische Diagnostik

ZHAW, BsC Pflege, 1. HS

ZHAW, BsC Pflege, 1. HS


M. V.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Diagnostik neurologischer Erkrankungen. Sie behandeln verschiedene Untersuchungsmethoden wie Lumbalpunktion, Elektroenzephalographie und Kernspintomographie, sowie die Interpretation von Liquorbefunden und die Unterscheidung zwischen zentralen und peripheren Lähmungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf neurologische Diagnostik spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Symptomen, Befunden und diagnostischen Verfahren bieten.
Flashcards
28
Students
0
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
03.01.2019 / 03.01.2019

Flashcards

Untersuchung der Motorik 

  • Feststellung von Lähmungen 
  • Prüfung des Muskeltonus 
  • Beobachtung von Muskelatroohien und faszikulationen 
  • Beobachtung unwillkürlicher Bewegungen 

Paresen 

  • Störungen der Motorik mit einer Lähmung einzelner Muskeln, bzw Muskelgruppen der Extremitäten oder des Rumpfes 
  • Unterscheidung von spastischen und schlaffen Lähmungen 

Quantitative Untersuchung der Muskelkraft 

Untersuchungen zum Nachweis einer latenten Parese 

  • Armhalteversuch
    • Pronations und Absinktendenz als Hinweis auf eine latente Parese 
  • Beinhalteversuch
    • Absinken des Unterschenkels als Hinweis auf eine latente Parese 

zentrale und periphere Lähmung Unterschiedung 

  • Schädigungsort 
    • Zentral: Pyramidenbahn, extrapyramidales System 
    • peripher: 2. motorische Neuron 
  • Muskeltonus
    • Zentral: spastische Tonuserhöhung, Rigor, Zahnradphänomen
    • perioher: schlaffe Lähmung 
  • Muskeleingenreflexe:
    • zentral: gesteigert, Fremdreflexe abgeschwächt 
    • peripher: abgeschwächt bis fehlend 
  • Babinski Reflex
    • zentral positiv 
    • peripher: negativ 
  • Muskelatrophie
    • Zentral: keine 
    • peripher: neurogenen Muskelathrophie

Zentrale und periphere Lähmung 

Ursachen von Paresen 

  • Myogene Lähmungen
    • z.B die Erregungübertragung im Skelettmuskel ist gestört 
    • Folgen ähneln den peripheren Lähmungen 

Verteilung von Lähmungen 

Pathologie des Muskeltonus 

  • Spastizität: 
  • Rigor: zittern
  • Zahnradphänomen: bleibt im zittern stecken 
  • Choriea: unwillkürliche, unregelmässige, kurze, raste, distal betonte Bewegungen
  • Ruhetremor 
  • Kloni: rhythmische Zuckungen nach einer Reflexzuckung 

Lumbalpunktion 

  • Punktion des liquorhaltigen Duralsackes im LW säulenbereich
  • zu diagnositischen und oder Therapeutischen Zwecken 
  • Indikation:
    • infektöse oder entzündliche Erkrankrungen des ZNS
    • onkologische Erkrankunten mit Infiltration ins ZNS 
  • Typische Beschwerden:
    • Kopfschmerzen und Übelkeit 
  • Komplikationen: 
    • Hirnhautentzündungen: 

Liquorbefunde, Normalbefund

  • Inspektion:
    • Der Liquor sieht klar aus 
  • Mikroskopische Untersuchung:
    • Die Auszählung der im Liquor befindlichen Zellen.
    • Bei Gesunden enthält der Liquor nur sehr wenige Zellen (bis 4/mm3 = 4/ml). 
  • Laboruntersuchung:
    • Der Eiweißgehalt beträgt ca. 0,2-0,4g/l, 
    • der Liquorzucker ca. 50-60% des Blutzuckers 
  • Mikrobiologische/serologische Untersuchung:
    • In der Liquorkultur wachsen keine Bakterien. 
    • Antikörper können nachgewiesen werden.

Wichtige pathologische Befunde im Liquor

  • Inspektion:
    • Trübung
    • Eiter
    • Blutiger Liquor z.B. bei einer Subarachnoidalblutung(SAB) 
    • Liegt eine Blutung einige Zeit zurück, ist der Liquor gelblich gefärbt (=xanthochrom) 
  • Mikroskopie: Pathologische Befunde
    • erhöhte Zellzahl bei entzündlichen Erkrankungen des Gehirns, 
    • Auftreten abnormer Zellen (z.B. bei Leukämie) oder
    • Nachweis von Bakterien
  • Laboruntersuchung: 
    • Erhöhter Eiweißgehalt des Liquors ist bei einem Hindernis im Rückenmarkskanal (z.B. einem Tumor) 
    • erniedrigter Liquorzucker bei bakteriellen und tuberkulösen Entzündungen durch Glukoseverbrauch der Bakterien
  • Mikrobiologie/Serologie: 
    • In der Liquorkultur wachsen Bakterien, oder es können Antikörper gegen Bakterien nachgewiesen werden.

 

Computertomographie 

  • Hauptindikationen
    • Schlaganfälle, Gehrinblutungen, Tumore, Notfallsituationen, Bandscheibenvorfälle 
  • i.v Kontrastmittelgabe 
    • verbessert die Aussagekraft bei einigen KRankheitsbildern 
  • 3D Hirngefäss Darstellung 
    • durch weiterberarbeitung mit Hilf entsprechender Computer 

Kernspintomographie 

  • übertrifft das CT bei Erkrankungen der schädelbasisnahen Gehirnabschnitten und des Rückenmarks 
  • keine stördene überlagerung durch die Knochen
  • Zum Nachweis von MS Herde, Bandscheibenerkrankungen, Hirntumoren, Darstellung der Hirngefässe 

Positronenemessionstomographie PET 

  • Zur Messung von Durchblutung, Sauerstoffverbrauch und Glukosestoffwechsel
  • bei Hirninfarkt 

Doppler Sonographie 

  • nicht invasives Ultraschallverfahren zur Erkennung von Gefässverengung oder Gefässverschlüsseen 
  • Transkranielle Dopplersonographie TCD
    • Darstellung intrakranieller Gefässe 
    • bei Verdacht auf eine Minderdurchblutung des Gehrins: zB bei Schlaganfall 

Angiographie 

  • Gefässdarstelung mit Kontrastmittel 
  • Vorteil: 
    • ermöglich bei Gefässstenosen und Gefässaneurysmen oft eine schonende endovaskulräre Behandlungen (interventionelle Neuroradiologie)

Elektroenzephalogramm EEG 

  • kontinuierliche Registrierung und Aufzeichnung der durch die Aktivität von Nervenzellen im Bereichder Hirnrinde auftretenden elektrischer Spannungen 
  • Indikation
    • Diagnostik und Verlaufskontroller bei Epilepsie 
    • Beurteilung der Gehrinaktivität im Koma 
    • Feststellung des dissoziierten Hirntodes 

EEG; Beispiele physiologischer Muster

Elektroenzephalographie Normalbefund beim Erwachsenen

  • typisches altersabhängiges Wellenmuster beim ERwachsenen
    • mit geöffneten Augen hochfrequenter Beta Rhythmus 
    • Geschlossene Augen und entspannter Patient: niederfrequente Alpha Wellen 
  • Gamma und Delta Wellen
    • am langsamsten
    • nur im Tiefschlaf 

Vigilanz 

  • Wachheitszustand 
  • kann durch die Ableitung des EEG untersucht werden 

Elektroenzephalographie Typische pathologische Befunde

  • Epilepsie 
    • zwischen den Anfällen typisch veränderte Kurvenmuster (Krampfpotentiale) aus Spikes und Waves 
    • Provokation durch Schalfentzug oder Lichtreize 

Visuell evoziertes Potential (=VEP)

  • Bei den visuell evozierten Potentialen(kurz VEP) wird der Sehsinn z.B. durch das Betrachten von Schachbrettmustern erregt. 
  • Die Untersuchung wird bei Verdacht auf Multiple Sklerose zum Nachweis einer Sehnervenentzündung eingesetzt, die oft Erstsymptom der Multiplen Sklerose ist

akustisch evozierten Potentialen (kurz AEP)

  • werden dem Ohr definierte Schallreize zugeführt.
  • Die Untersuchung ist z.B. bei Verdacht auf Hirnstammschädigung angezeigt, etwa nach einem Schädel-Hirn-Trauma. Sie ermöglicht eine objektive Gehörprüfung z.B.  bei Kleinkindern

Somato-sensibel Evozierte Potentiale

  • Die Ableitung der somatosensibel evozierten Potentiale (kurz SSEP) erfordert eine direkte Nervenreizung
  • bei Verdacht auf eine Störung der Leitung im Rückenmarks-oder Gehirnbereich indiziert (etwa bei Rückenmarkstumoren).

Elektroneurographie ENG 

  • Ableitung und Registrierung der Aktionsströme eines Nerven 
  • Erlaubt die Berechnung der Nervenleitgeschwindikgeit (NLG) 
    • z.B beim Verdacht auf Polyneuropathie 

Anwendungsbereiche des EMG's

Muskel und Nervenbiopsien 

  • invasiv und bei Nervenbiospie immer kelien Ausfälle zurückbleiben, darum am Ende aller mögichen Untersuchungen 
  • Hirnbiopsien:
    • praktisch nur bei Tumorverdacht um die Art des Tumors herauszufinden und eine otpimale Behandlungsplanung zu ermöglichen 

Study