Übersicht Ernährung

Übersicht Ernährung - Med2 HS18 UniFr

Übersicht Ernährung - Med2 HS18 UniFr


M. B.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Regulation der Nahrungsaufnahme auf universitärem Niveau. Sie behandeln sowohl die kurzfristige als auch die langfristige Regulation, wobei zentrale Konzepte wie die Rolle des Ncl. arcuatus, des Hunger- und Sattheitszentrums, sowie die Bedeutung von Hormonen wie Leptin, Insulin und Ghrelin im Fokus stehen. Zudem werden die biologischen Wertigkeiten von Proteinen und die Funktionen von Ballaststoffen und Lipiden erläutert. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die ein tiefes Verständnis der physiologischen Prozesse der Nahrungsaufnahme und deren Regulation erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
29.12.2018 / 16.01.2019

Cartes-fiches

Aufzählen der nichtessentiellen Nahrungsbestandteile

Aufzählen der essentiellen Nahrungsbestandteile

Gliedern der Mineralstoffe

Spurenelemente (z.B. Cobalt, Eisen, Iod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium und Zink)

Mengenelemente (z.B. Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel)

Funktion, täglicher Bedarf und Quellen von Kohlenhydraten beschreiben?

Funktion: Wichtigste Energielieferanten der Zelle. Wir sind obligate Glucoseverwerter: Das Nervengewebe, Nierenmark und die Erythrozyten sind auf die Versorgung mit Kohlenhydraten angewiesen (Lediglich in Ausnahmefällen (z.B. langes Fasten) kann das Nervengewebe auch Ketonkörper als Energielieferanten nutzen)

Täglicher Bedarf: Etwa 55 - 60% des Energiebedarfs sollten durch Kohlenhydrate gedeckt werden (Da bei mangelhafter Kohlenhydratzufuhr im Rahmen der Gluconeogenese Proteine zu Glucose verstoffwechselt werden, gibt es keine absolute Bedarfsgrenze für Kohlenhydrate)

Quellen: Bspw. Zucker oder Getreide

Funktion, täglicher Bedarf und Quellen von Proteinen nennen

Funktion:

  • Energielieferanten
  • Zufuhr essentieller Substanzen wie essentielle AS und anorganische Stickstoffverbindungen wie z.B. Ammoniak (benötigt um Proteine, Aminoalkohole, Purine und Pyrimidine zu synthetisieren)

Täglicher Bedarf:

  • Etwa 10–15% des Energiebedarfs
  • Bilanzminimum: 30–40 g
  • Optimum: 1 g/kg Körpergewicht

Quellen: Bspw. Fleisch oder Milchprodukte

Funktion, täglicher Bedarf und Quellen vo Lipiden nennen

Funktion:

  • Energielieferanten
  • Absorbtion fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K)

Täglicher Bedarf:

Quellen: Linol- und Linolensäure: Pflanzliche Öle und Fisch

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind pflanzliche Nahrungsbestandteile, die nicht im Dünndarm verdaut werden können. Zumeist handelt es sich dabei um nicht verdaubare Kohlenhydrate wie bspw. Zellulose, Pektine oder Chitin.

Was ist die Funktion, der tägliche Bedarf und Quellen von Ballaststoffen?

Funktion:

  • Förderung des Sättigungsgefühls
  • Verringerung des Blutglucosespiegels
  • Reduktion der Cholesterinabsorption
  • Verringerung der Passagezeit des Stuhls durch das Colon

Täglicher Bedarf: Mind. 30g

Quellen: Vollkorn, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte

Inwiefern verringern Ballaststoffe die Passagezeit des Stuhls durch das Colon?

Ballaststoffe quellen durch ihre hohe Wasserbindungskapazität im Darm auf. Dies bewirkt eine weichere Stuhlkonsistenz und eine Erhöhung des Chymusvolumens, wodurch die Darmmotilität angeregt wird.

Was ist die biologische Wertigkeit von Proteinen?

Proteine sind aus verschiedenen Aminosäuremustern aufgebaut. Je mehr die Aminosäurezusammensetzung dem Aminosäurebedarf des Körpers ähnelt, desto höher ist die sog. biologische Wertigkeit des Proteins. Sie beschreibt also, wie gut sich aufgenommene Proteine in körpereigene Proteine umwandeln lassen.

Wie lässt sich die biologische Wertigkeit von Proteinen errechnen?

Da Proteine die primäre Stickstoffquelle für den Körper sind, lässt sich die biologische Wertigkeit anhand der Stickstoffaufnahme und -abgabe berechnen.

Grobe Beschreibung der Regulation der Nahrungsaufnahme?

Für die Regulation der Nahrungsaufnahme sind die Gefühle „Hunger“ und „Sättigungsgefühl“ von wichtiger Bedeutung, da durch sie das Körpergewicht in einem gesunden Rahmen gehalten wird. Es gibt Regulationszentren im Hypothalamus und in der Medulla oblongata, die über Regelkreise die Nahrungsaufnahme steuern. Unterschieden wird dabei eine Kurzzeit- und eine Langzeitregulation.

Welche Regulationszentren existieren zur Nahrungsaufnahmeregulation?

Der Hypothalamus und die Medulla oblongata.

Wo liegt das Hungerzentrum des Hypothalamus? Welche Hormone spielen hier eine Rolle?

Hungerzentrum: Laterale Hypothalamusfelder und Perifornikalregion

  • Hormone: Orexin und MCH (Melanin-Concentrating-Hormon)

Wo liegt das Sattheitszentrum des Hypothalamus? Welche Hormone spielen hier eine Rolle?

Sattheitszentrum: Ncl. ventromedialis und Ncl. paraventricularis

Was ist die Aufgabe des Ncl. arcuatus? Welche Hormone spielen hier eine Rolle?

Ncl. arcuatus: Erhält Informationen aus der Körperperipherie und stimuliert das Hunger- bzw. das Sattheitszentrum

  • Hormone
    • α-MSH (α-Melanozyten-stimulierendes Hormon): Stimuliert das Sattheitszentrum
    • NPY (Neuropeptid Y), AgRP (Agoutirelated-Peptide): Stimulieren das Hungerzentrum

Was ist die Rolle der Medulla oblongata (welcher Teil davon) in der Regulation der Nahrungsaufnahme?

Medulla oblongata: Ncl. tractus solitarii

  • Integration und Weiterverarbeitung von Efferenzen aus dem Hunger- und Sattheitszentrum sowie der Körperperipherie (mechanische und chemische Reize)

Worüber erfolgt die Kurzzeitregulation der Nahrungsaufnahme?

Über mechanische und chemische Reize aus dem Gastrointestinaltrakt

Beschreiben der mechanischen Reize (Registrierung, Weiterleitung und Vermittlung) bei der Kurzzeitregulation der Nahrungsaufnahme?

Mechanische Reize: Nahrungsbedingte Dehnung von Magen und Dünndarm

Wie funktionieren die chemischen Reize im Bezug auf die Kurzzeitregulation der Nahrungsaufnahme? Welche chemischen Reize sind hier wichtig?

Chemische Reize: Nahrungsbestandteile oder durch sie freigesetzte Mediatoren als chemische Signale.

  • Anstieg des Blutzuckerspiegels
  • CCK (Cholezystokinin)
  • PYY (Neuropeptid YY)
  • GLP-1 (Glucagon-like peptide 1)
  • Ghrelin

Was geschieht beim Anstieg des Blutzuckerspiegels im Bezug auf die kurzzeitige Regulation der Nahrungsaufnahme?

Wann und wo findet die Sezernierung von CCK statt? Was ist seine Wirkung auf die kurzzeitige Regulation der Nahrungsaufnahme?

CCK wird von den enteroendokrinen I-Zellen des Dünndarms sezerniert, nachdem sie mit Nahrungsbestandteilen in Kontakt gekommen sind .

  • Hemmt über die Ncll. tractus solitarii den Hunger

Was macht PYY im Bezug auf die kurzzeitige Regulation der Nahrungsaufnahme?

Was macht GLP-1 im Bezug auf die kurzzeitige Regulation der Nahrungsaufnahme?

Hemmt über die Ncll. tractus solitarii direkt den Hunger

Was macht Ghrelin im Bezug auf die kurzzeitige Regulation der Nahrungsaufnahme? Was ist speziell an Ghrelin?

Ghrelin ist das zuerst entdeckte Hungerhormon und wird aus endokrinen Zellen des Magens freigesetzt. Die Freisetzung nimmt bei Nahrungszufuhr ab.

Worüber erfolgt die langfristige Regulation der Nahrungsaufnahme?

Das Fettgewebe ist die größte Energiereserve des Körpers. Die langfristige Regulation des Körpergewichts erfolgt deshalb über die Regulation der Fettmasse des Körpers mithilfe der Hormone Leptin und Insulin.

Welches sind die Hormone der Langzeitregulation der Nahrungsaufnahme?

  • Leptin
  • Insulin
  •  

Wo wird Leptin synthetisiert und wo wirkt es?

Wo wird Insulin synthetisiert und wo wirkt es?

Was ist die zentrale Wirkung von Leptin und Insulin? Wirkt Insulin überall gleich?

Umstellung von einer anabolen auf eine katabole Stoffwechsellage. An den peripheren Zielorganen wirkt Insulin hingegen anabol.

Was geschieht bei einer Errung der Leptin-, bzw. Insulinrezeptoren im Ncl. arcuatus?

Ausschüttung von α-MSH (α-Melanozyten-stimulierendes Hormon) → Stimulation der Neurone im Sattheitszentrum → Die Transmitter des Sattheitszentrums Oxytocin, TRH und CRH hemmen über den Ncl. tractus solitarii die Nahrungsaufnahme

Direkte Hemmung des Hungerzentrums durch Bindung von α-MSH an den Melanocortin-Rezeptor-4.

Was geschieht bei einer Hemmung NPY- und AgRP-Neurone im Ncl. arcuatus?

Hemmung der NPY- und AgRP-Neurone im Ncl. arcuatus → Hemmung der Orexin- und MCH-Neurone im Hungerzentrum → Hemmung des Hungergefühls

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