HF 18 Block 02 Vorlesung Virale Infektionen

Lernkartei zur Vorlesung Virale Infektionen

Lernkartei zur Vorlesung Virale Infektionen


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über virale Infektionen, insbesondere Hepatitis, und sind für den Mittelschulunterricht geeignet. Sie behandeln die verschiedenen Arten von Hepatitis (A, B, C, D, E), deren Übertragungswege, Symptome, Behandlungsmethoden und Präventionsmaßnahmen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über virale Lebererkrankungen vertiefen und verstehen möchten, wie man Infektionen verhindert und behandelt.
Flashcards
42
Students
7
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
07.12.2018 / 06.06.2023

Cartes-fiches

Wie vermehren sich Viren?

Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und brauchen einen Wirt (Wirtszelle) zur Vermehrung. Die Wirtszelle stirbt dabei ab und neue Viren werden freigesetzt.

Viren sind biologisch gesehen keine Lebewesen, da sie keinen Stoffwechsel haben und sich nicht selber Fortpflanzen können. 

Worüber infiziert man sich meistens mit Viren?

Über die Schleimhäute

Viren überleben nicht lange in der Umwelt. Wieso?

Sie sind empfindlich gegenüber Austrocknung.

Viren sind kleinste Zellen.

Viren sind immer unbehüllt.

Hepatitisviren kommen aus verschiedenen Virusfamilien. 

Was macht, das wir uns bei einer Virusinfektion krank fühlen?

- Körpereigene Reaktion auf das Virus

- Die Zerstörung der Körpereigenen Zellen durch die Viren, die sich in ihnen vermehren. 

bei bakteriellen infektionen beginnen die Symthome in der Regel langsamer, als bei viralen infektionen.

Warum bilden bakterielle infektionen mehrheitlich eitrige Beläge?

Weil baktereien von Makrophagen (unspezifische Abwehr) gefressen werden.

Ein Viraler schnupfen zeigt sich durch eher klaren Auswurf beim Husten.

Was bedeuted Leber auf Lateinisch?

Hepar

Die Leber ist die kleinste Verdauungsdrüse.

Welche Stoffe produziert die Leber?

- Bluteiweisse  (Albumin, Gerinnungsfaktoren, Komplement)

- Cholesterin

- Galle

- Glukose

Was speichert die Leber?

- Glucose

- Fett

- Vitamine

Welche Stoffe baut die Leber ab, wo ist sie an der Entgiftung beteiligt?

- Bilirubin

- Hormone

- Medikamente 

- Gifte

- Alkohol 

Was ist eine Hepatitis?

Entzündung des Lebergewebes, welche mit einer Zerstörung der Hepatozyten einhergeht und zu entsprechenden, mehr oder weniger ausgeprägter Funktionsstörungen der Leber führt

Eine Hepatits kann auch nicht infektös sein. Was heisst das?

Es muss nicht umbedingt eine infektion vorliegen. Gifte, wie Alkohol, Medikamente und andere Ursachen können eine Hepatitis auslösen.

Welche anderen Mikrooranismen können eine Hepatitis auslösen?

Bakterien, Pilze, Parasiten. 

Welche drei Verlaufsformen der Hepatitis gibt es?

• fulminante Hepatitis: innert Tagen, sehr schlechte Prognose (akutes Leberversagen)

• akute Hepatitis: Dauer < 6 Monate, gute Prognose

• chronische Hepatitis: Dauer > 6 Monate, schlechte Prognose

Welche drei Phasen gibt es bei einer akuten Virus-Hepatitis?

1. Frühphase (Tage – Wochen): Übelkeit, Erbrechen, Apetittlosigkeit, Fieber, Oberbauchschmerzen, Myalgien

2. Ikterusphase (1 - 2 Monate): abdominaler Druckschmerz, Juckreiz, Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute, acholischer Stuhl (hell), Haut-Juckreiz (Ablagerung von Gallesalzen)

3. Erholungsphase (Wochen bis Monate): Schwäche, Müdigkeit, Erschöpfung 

Was macht den Stuhl braun und den Urin gelb?

Die Ausscheidung von Bilirubin.

Welches sind zwei Folgen (auch in Kombination) der chronischen Hepatitis?

- Leberzirrhose

- Leberzellkarzinom

Was ist Leberzirrhose?

Eine vernarbung der Leber durch: Alkoholmissbrauch (60%), Virushepatitis (30%), andere Ursachen (10%).

Wie viele Hepatitis Viren gibt es nach dem heutigen Forschungsstand?

5: A, B, C, D, E

Was sind die Hauptübertragungswege von Hepatitis A?

- verunreinigtes Trinkwasser

- kontaminierte Lebensmittel (z.B. Muscheln)

- Schmierinfektion (fäko-oral)

Hepatitis A verläuft meist akut.

Was sind die Symptome der Hepatitis A?

- Übelkeit

- Erbrechen

- Bauchschmerzen

- Diarrhoe

- Müdigkeit, Abgeschlagenheit

Wie Therapiert man Hepatitis A?

- symptomatisch

- körperliche Schonung, Bettruhe

- keine lebertoxischen Substanzen (Alkoholkarenz)

Man kann sich gegen Hepatitis A nicht impfen. 

Wie wird Hepatitis B übertragen?

- Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma Urin, Speichel, Tränen, Galle Muttermilch)

- iv-Drogenkonsum - sexuell (kleine SH-Verletzungen)

- Rasierapparat, Tätowiergeräte, Piercing-Instrumente, Akupunktur

-->Bei Nadelstich: 10 – 30%! 

 60% -70 % der Hepatitis B erkrankungen verlaufen asymptomatisch.

Hepatitis D kommt immer mit Hepatitis B vor. 

Wie wird akute Hepatitis B therapiert?

- symptomatisch

- Bettruhe

- keine lebertoxischen Substanzen

--> spontane Heilung in 90 – 95% 

Wie wird chronische Hepatitis B behandelt?

- Interferone (regen das Immunsystem an, effektivere Abwehr)

- Nukleosidanaloga (Lamivudin, Adefovir Entecavir, Telbivudin, Tenofovir;

Hemmung der Virenvermehrung) KEINE kurative Wirkung (Heilung)! Verzögern die Erkrankung und Senken das Risiko für Spätfolgen (Zirrhose, Karzinom

Wie verläuft Hepatitis C normalerweise?

chronisch

Wie wird Hepatitis C übertragen?

- iv-Drogenkonsum (60 – 90% sind positiv!)

- nasaler Drogenkonsum (Röhrli) - Blut (Nadelstichverletzung)

- sexuell durch Blut (SH-Verletzung)

- Rasierapparat, Tätowiergeräte, Piercing-Instrumente, Akupunktur

- Geburt (5%)

Bei Nadelstich: 3 - 10%! 

Man kann sich gegen Hepatitis C impfen.

chronische Hepatitis C ist sehr schwer behandelbar und nicht kurativ.

Was sind die wichtigsten Präventionsmassanem um eine Ansteckung mit Hepatitis C zu verhindern.

- Kein Kontakt mit Blut

- Handpflege (CAVE Mikroverletzungen, rissige Haut)

- Schutzmassnahmen: Handschuhe, ggf. Mundschutz / Brille, Nadelabwurfbehälter......

- Impfung gegen impfbare Hepatitiden (A + B) • Geschützter Geschlechtsverkehr (Kondome) v.a. bei entsprechenden Praktiken (Analverkehr)

- CAVE bei Tätowieren, Rasieren, Piercen ...... (v.a. im Ausland, Feriendestinationen)

- Verwendung von Einmalspritzen bei iv-Drogenkonsum  

Étudier