Standards & Systeme “Basics”
Grundlagen des GS1 Systems Strichcodesymbologie, GS1 128 Radiofrequenztechnik EPCglobal/RFID eCom/EDI
Grundlagen des GS1 Systems Strichcodesymbologie, GS1 128 Radiofrequenztechnik EPCglobal/RFID eCom/EDI
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Flashcards
was ist ein Barcode?
Ein Barcode enthält Informationen, die nach bestimmter Vorschrift
verschlüsselt wurden und stellt diese Daten innerhalb des
Barcodefeldes in Form von gefärbten Strichen und farblosen Lücken
graphisch dar.
...oder einfacher:
Ein Strichcode ist eine in Balken und Zwischenräumen gespeicherte
maschinenlesbare Information.
Was ist ein Zweidimensionale Datenträger ?
`Im Gesundheitswesen hat sich die Weiterentwicklung der Strichcodes durchgesetzt,
die 2D-Symbole.
Die physischen Einheiten im GS1 System wären?
Verbrauchereinheit : Multipack, Set, Einzelartikel
Handelseinheit: Lieferanteneinheit, Display, Sortimente
Transporteinheit: Paletten, Pakete, Rolcontainer und Container
Definition GTIN?
Definition
Eine Handelseinheit ist jede Einheit eines Produktes oder einer
Dienstleistung, für die die Weitergabe von Stammdaten erforderlich
ist und für die an irgendeinem Punkt der Versorgungskette ein Preis
kommuniziert wird oder die bestellt, verrechnet oder berechnet
werden kann.
Jede Handelseinheit in der offenen Distribution braucht zwingend
eine Global Trade Item Number (GTIN).
Die GTIN ist der Oberbegriff für alle GS1 Identifikationsnummern
von Handelseinheiten mit weltweiter Gültigkeit.
Eindeutigkeit der GTIN und deren Hierarchie
Es gibt zwei Ansätze für den korrekten Aufbau von eindeutigen GTINs:
• "Item Reference" Methode
- GTIN-8
- GTIN-12
- GTIN-13
- GTIN-14
• "Indicator digit" Methode
- nur GTIN-14
Die "Item Reference" Methode muss zwingend für Handelseinheiten, welche am
Point-of-Sale (POS) gescannt werden, verwendet werden.
GS1 Schweiz empfiehlt, nur die "Item Reference" Methode anzuwenden. Es muss
jedoch damit gerechnet werden, dass am Wareneingang GTINs verarbeitet werden
müssen, welche nach der "Indicator digit" Methode generiert wurden.
Der EAN-13-Strichcode heisst?
Dieser dient ausschliesslich zur Darstellung der GTIN-13. Dieser Strichcode ist nicht nur für die Einzelhandelskasse
geeignet, sondern wird auch in höheren Verpackungsstufen eingesetzt. Der EAN-13-Strichcode ist omnidirektional
(lageunabhängig) von Scannern lesbar. Um eine fehlerfreie Verarbeitung gewährleisten zu können,
sind die Richtlinien für die Grössen, Farb- und Qualitätsvorgaben strikt einzuhalten. Die Anbringung des Symbols
am Artikel bzw. der Verpackung ist in den Platzierungsrichtlinien des GS1 Systems geregelt.
Der EAN-8-Strichcode?
Der EAN-8-Strichcode ist der Datenträger für die GTIN-8. Neben der restriktiven Vergabe dieser GTIN gelten
dieselben Rahmenbedingungen wie für den EAN-13-Strichcode.
Der GS1-128-Strichcode?
Dieser Strichcode kann neben einer GTIN eine Vielzahl an Zusatzinformationen (z.B. Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum,
Chargennummer...) standardisiert darstellen. Diese Symbologie wurde von GS1 speziell für die Abdeckung
logistischer Bedürfnisse entwickelt. Die Zusatzinformationen werden mit Hilfe von Application Identifiers
(AIs), die den Dateninhalt genau festlegen, beschrieben.
Was ist ein GS1 Application Identifier?
Ein GS1 Application Identifier (AI) ist eine zwei-, drei- oder vierstellige Nummer vor einem Datenfeld.
Der GS1 Application Identifier Standard beschreibt die Bedeutung, Struktur und Funktion der einzelnen Datenfelder (Identifikationsnummern, Charge, Gewicht, Datum etc. ) im GS1 System, damit diese in den entsprechenden Benutzeranwendungen verarbeitet werden können. Der Application Identifier (AI) gibt nicht nur Auskunft über den Inhalt des Datenfelds, sondern auch über fixe oder variable Datenfeldlängen und ob die Daten im Datenfeld numerisch oder alphanumerisch sein können.
Verwendung der AI ?
Application Identifier dienen der Darstellung der Datenelemente in den Sym bolen GS1-128, GS1 DataBar Expanded und GS1 DataMatrix. Die Datenelemente werden aneinandergefügt. Variable Datenelemente sind mit einem Trenn zeichen abzuschliessen, ausser das Datenelement befindet sich an letzter Stelle.
Für was stehen die AI ( Application Identiefer) Nummern
01 / 02/ 37 / 00/ 15/ 17/ 10
00 = Serial Shipping Container Code SSCC
01 = GTIN
02 GITN der Handelseinheit
37 = Menge der Handelseinheit, enthalten in der logistischen Einheit
15 = MHD
17 = Verfallsdaten
10 = Chargennummer
Unterschied MDH und Verfallsdaten?
MHD= Mindesthaltbarkeit bedeutet, dass das Produkt bis zu diesem Datum in seiner Qualität unverändert ist, wenn es richtig gelagert wird.Bereits vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man immer prüfen, ob Lebensmittel einwandfrei sind. Verpackungen können beispielsweise beschädigt sein und zu einem schnelleren Verderb führen. Auch nach Ablauf des MHD sind Lebensmittel noch genießbar.
Wann wird das Verbrauchsdatum angegeben?
Bei leicht verderblichen Lebensmitteln muss die Haltbarkeitsdauer als Verbrauchsdatum „zu verbrauchen bis…“ angegeben werden. Gleichzeitig erfolgt ein Hinweis wie das das Lebensmittel gelagert werden soll. Diese Angabe ist zum Beispiel auf Hackfleisch, Geflügelfleisch, Fertigsalaten oder Rohmilch zu finden. Es handelt sich hierbei um Lebensmittel, auf denen sich Keime und Bakterien leicht vermehren. Aus diesem Grund ist eine Gefährdung der Gesundheit nach Ablauf des Datums nicht mehr auszuschließen. Nach Ablauf des Verbrauchdatums darf das Produkt nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Sie sollten Produkte dann nicht mehr essen, sondern entsorgen.
Das GS1 DataMatrix-Symbol?
Im Gesundheitswesen wird diese zweidimensionale Symbologie eingesetzt. Voraussetzung dafür ist der Einsatz
von Bildscannern - die herkömmlichen Laserscanner können diese Symbole nicht decodieren.
Strichcodes im GS1 System
Die GTINs für die Identifikation von Konsumenten-/Handelseinheiten können maschinenlesbar in einem Strichcodesymbol
dargestellt werden. Diese Datenträger ermöglichen die automatische Lesung der Identifikationsnummer
über Datenerfassungssysteme (Scanning) und die Weiterverarbeitung dieser Daten in EDV-Systemen.
Der Serial Shipping Container Code (SSCC)
Der Serial Shipping Container Code (SSCC) ist die weltweit eindeutige Identifikation einer Transporteinheit.
Dieser Identifikation kann von allen Teilnehmern in der Versorgungskette angewendet werden, um Transporteinheiten
eindeutig auszuzeichnen und zu identifizieren. In Verbindung mit elektronisch übermittelten Lieferpapieren
kann durch Scannen des SSCC jederzeit der Warenein- und -ausgang kontrolliert, das Inventar nachgeführt,
Waren sortiert und deren Transportwege verfolgt werden.
Definition logistische Einheit?
Die logistische Einheit oder Transporteinheit ist eine Einheit mit beliebiger Zusammensetzung, die für den Transport und/
oder die Lagerung innerhalb der Versorgungskette bestimmt ist.
Der Prozess am Point of Sale?
Scanning erlaubt:
• die automatische Preisfindung der Artikel
• eine Fehlerreduktion dank der automatisierten Eingabe (Eliminierung der Tippfehler an
der Kasse)
• Das zur Verfügung Stellen von Abverkaufsdaten je Artikel
Die Daten werden vom Kassensystem an ein ERP-System (Enterprise Resource
Planning System) übergeben.
Scanning ist damit auch die Grundlage für automatisierte Bestellungen!
Was heisst EPC/RFID?
EPC steht für "Electronic Product Code" und RFID steht für "Radio Frequency Identification".
Nenne mir 5 Vorteile vom FRID?
- Reduktion der Lagerbestände – Infos über Abverkauf liegt direkt vor
- Stets bekannt, welche Artikel sich wo befinden
- Eine Sichtpüfung nicht nötig
- Menschliche Fehler werden vermieden
- Nahezu fehlerfreier Datenaustausch
- Reduktion von Personal
- Hohe Leistungsfähigkeit der Technik
Nenne mir 5 Nachteile vom FRID?
- Kosten für Hardware, Software, Anpassung der Infrastruktur
- Geht nur, wenn Händler und produzenten mitspielen und die Geräte einen RFID Code haben
- Fehlende Standardisierung der Systeme
- Unterschiedliche Frequenzen und Protokolle, die nicht miteinander kompatibel sind
- Auch international unterschiedlich – Internationalisierung schwer möglich
- Hacker-Angriffe und Ausspäen von Daten möglich
- Andere Daten können auf die Chips eingespeist werden
- Der Chip kann entfernt werden
Drei Mögliche Argumente für den Einsatz des RFID.
■ Mehr Effizienz im Warenfluss
Korrekte und rasche Warenein- und -ausgangskontrollen, Warenverfolgbarkeit und Warenrückruf über die
gesamte Supply Chain.
■ Geringerer Verwaltungsaufwand
Die laufende Inventur durch lückenlose Erfassung der Produkte sowie deren einfache Identifikation
verringern den Zeitaufwand und die Administrationskosten.
■ Schutz vor Markenpiraterie
RFID wirkt wie ein elektronischer Fingerabdruck: die Identifikation ist einzigartig und das schützt vor
Fälschungen und Imitaten resp. deckt solche auf, indem durch geeignete Netzwerke entsprechende
Abfragen zur Verifizierung gemacht werden können.
■ Optimierter Diebstahlschutz
Dank der genauen Aufzeichnung des Warenflusses kann RFID als unbestechlicher "Zeuge" an Ausgängen
eingesetzt werden ohne Zusatzkosten für Warensicherungen zu verursachen.
■ Höhere Kundenzufriedenheit
Sofern die Aufzeichnung des Warenflusses bis zum Regal erfolgt, hilft RFID, leere Regale zu vermeiden
(Out of Stock). Zusätzlich können Produktinformationen und moderne Wegeleitsysteme angeboten
werden.
Was ist EDI?
EDI (Electronic Data Interchange) ist der Teil des GS1 Systems, der sich mit globalen Standards für eCommerce
befasst. Im Zentrum stehen die klassischen EDI Standards (Electronic Data Interchange), basierend auf
UN/EDIFACT oder XML Technologie.
Warum werden EDI Standards eingesetzt?
Man spricht also von klassischem EDI, wenn zwei Systeme vollautomatisch ohne den Eingriff eines Menschen
miteinander kommunizieren (z.B. Bestellungen, Bestellbestätigungen, Lieferavis, etc.). Mit EDI soll die Kommunikation
beschleunigt werden und Fehler vermieden werden. Durch die Automation kann der Faktor "Mensch"
ausgeschaltet werden.
Warum werden EDI Standards eingesetzt?
Man spricht also von klassischem EDI, wenn zwei Systeme vollautomatisch ohne den Eingriff eines Menschen
miteinander kommunizieren (z.B. Bestellungen, Bestellbestätigungen, Lieferavis, etc.). Mit EDI soll die Kommunikation
beschleunigt werden und Fehler vermieden werden. Durch die Automation kann der Faktor "Mensch"
ausgeschaltet werden.
Nenne mir 4 Voraussetzungen für EDI ?
Damit der elektronische Datenaustausch mit einem Handelspartner eingerichtet werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
Partner Der elektronische Datenaustausch kann nur effizient funktionieren, wenn alle beteiligten Partner den Sinn einsehen und davon überzeugt sind. Alle beteiligten Partner können von einer EDI-Verbindung profitieren.
Hardware Für eine EDI-Verbindung müssen entsprechende Server und Internetverbindungen (oder andere Telekommunikationsverbindungen) Bestehen
Software Um Den automatisiert austauschen zu können, müssen die Daten in einer strukturierten Form in einem ERP-System verwaltet werden. Das ERP-System muss fähig sein, die Daten auszugeben (z.B. in einem internen Datenformat wie SAP iDoc). Das interne Datenformat muss dann über einen EDI-Converter in ein EDI-Standarddatenformat (z.B. EANCOM) übersetzt werden und dann durch den EDI-Server verschickt werden.
EDI Dienstleister Ein EDI-Dienstleister ist ein Dienstleister, der bei der Umsetzung von EDI zur Hilfe beigezogen werden kann. Er kann einfach nur als single point of entry fungieren oder auch andere Dienstleistungen wie Mappings, etc. übernehmen. Oft wird ein EDI-Dienstleister eingesetzt, weil Unternehmensintern das nötige Knowhow nicht aufgebaut werden kann und weil ein Dienstleister auch 24/7 Support für die Schnittstellen anbieten kann.
Nenne mir 4 Vorteile des EDI ?
Die Vorteile von EDI sind vielseitig, hängen aber von der Ausgangssituation eines Unternehmens ab. Wie sind Prozesse definiert? Mit wie vielen Partnern macht EDI Sinn?
Kundenbindung Wer mit einem Handelspartner eine EDI Verbindung aufgebaut hat, wird diese nicht ohne weiteres aufgeben. Die Prozesse wurden aufeinander abgestimmt und beide Seiten profitieren von der EDI Verbindung.
Genauigkeit Da Systeme direkt miteinander kommunizieren, werden Daten nicht mehr von Menschen interpretiert, sondern direkt von Systemen verarbeitet. Dadurch steigt die Genauigkeit der Daten.
Weniger Fehler Durch EDI werden manuelle Fehleingaben und die Interpretation von Daten reduziert. Spätere Korrekturaktivitäten fallen weg.
Automatischer Datenaustausch Durch die Automation des Datenflusses müssen die Daten nicht aktiv vom Menschen verschickt werden, sondern Systeme kommunizieren automatisch miteinander. Die Kommunikation wird zuverlässiger.
Schnelligkeit Die Kommunikation zwischen zwei Handelspartnern kann beschleunigt werden. Bestellungen kommen schneller an, Lieferavis geben Planungssicherheit beim Wareneingang und Rechnungen können mit Bestellungen automatisiert verglichen werden und auch umgehend bezahlt werden.
Zeichne mir den möglichen Prozess beim Warenausgang.
Eine Palette wird zusammengestellt (homogen oder gemischt). Die Palette wird im System mit einem SSCC verknüpft und der SSCC wird mit dem Logistiklabel auf der Palette angebracht. Der Lieferant weiss also, welche Produkte (GTIN, Batch, MHD,…) mit welcher Palette (SSCC) an welchen Kunden (GLN) geliefert wurden.
Der SSCC dient als Referenz, um die gespeicherten Informationen wiederzufinden. Die beim Lieferanten gespeicherten Informationen werden mit dem Despatch Advice (DESADV) an den Kunden übertragen. Jetzt weiss auch der Kunde, welche Informationen (Produkte, etc.) sich hinter einem SSCC verstecken.
Zeichne mir den möglichen Prozess beim Wareneingang
Der DESADV wird im Wareneingangssystem abgelegt. Bei Ankunft der Palette wird der SSCC auf dem
Logistiklabel gescannt und dadurch ist bekannt, welche Waren zu welcher Bestellung geliefert wurden. In der Regel werden nach einer Stichprobenprüfung die Waren im System eingebucht. Manuelles Erfassen und aufwendige Kontrolle der Ware am Wareneingang sind nicht mehr nötig
Erklärt oder Zeichne einen typischen elektronischen Ablauf von Bestellung bis Zahlung (Basisprozess)
ORDERS Bestellung vom Käufer an den Verkäufer
ORDRSP Bestellantwort, Abweichung/Fehler pro Bestellposition vom Verkäufer an den Käufer
ORDCHG Bestelländerung vom Käufer an den Verkäufer
DESADV Lieferinformation vom Verkäufer an den Käufer
RECADV Wareneingangsmeldung vom Käufer an den Verkäufer
INVOIC Rechnung
REMADV Zahlungsavis