Prüfungsfragen


M. G.
Diese Lernkarten behandeln psychologische Störungen und Therapien auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie decken Themen wie Schizophrenie, Angststörungen, Essstörungen und Traumata ab, wobei Modelle, Symptome und Behandlungsmethoden im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Psychologie, da sie fundierte Einblicke in die Diagnose und Therapie psychischer Erkrankungen bieten.
Karten
39
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
22.11.2018 / 04.02.2023

Lernkarten

Suizidprävention kennen. Wie steht es mit Suizid und alten Leuten?

Direkte Präventionsmassnahmen = Begleitung einer Person nach Suizidversuch
Indirekte Präventionsmassnahmen = Förderung von Gesundheit, Angebot von Notfallnummern)
Verfügbarkeit von Selbsttötungsmitteln einschränken (strengere Schusswaffengesetze, Sicherheitsmassnahmen bei Brücken)
Risikogruppen: Psychiatrische Spitex nach Suizidversuch, Gesprächscafés nach Verlust eines Partners

 

Was sind Voraussetzungen, für eine Wirkung von Entspannungsverfahren?

Die Person muss bereit sein, sich auf den Prozess von Entspannung innerlich einzulassen und dies regelmässig zu wiederholen.

Wann redet man vom erfolgreichen altern?

Wenn eine alternde Person einen Zustand der Zufriedenheit empfindet, weil es ihnen gelingt, sich an Lebenssituationen im Alter anzupassen.

Was ist Psychologie?

Psychologie setzt sich mit dem Erleben, Verhalten und mit geistigen Prozessen des Menschen auseinander.

Wie altert man erfolgreich? Was ist typisch für alte Leute?

Gesundheitsbewusst leben, Eigenverantwortung übernehmen, Kontakte pflegen, erhalten sie ihre Selbstständigkeit, sportlich aktiv sein. Auch wenn eine ältere Person Altersdiabetes hat und trotzdem glücklich ist.

 

Was ist klinische Psychologie?

Mit was beschäftigt sich diese?

  • Setzt sich mit den biologischen, sozialen, entwicklungs- und verhaltensbezogenen sowie kognitive und emotionalen Grundlagen psychologischer Störungen auseinander.
  • Und setzt sich mit der Auswirkung dieser Störungen auseinander.
  • Setzt sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen auseinander.

Was ist Demenz? Wie kommt es zum Delir(ium)?

Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten (kognitiv: Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache. Sonstige: Depression, Wahn, Halluzinationen, Desintresse, Agressivität) Delir(ium): Störung des Bewusstseins, der Orientierung, der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, Sprache, Psychomotorik, Emotionalität und Schlaf-, Wachrythmus

Was ist der Unterschied zwischen Psychiater und Psycholog?

  • Psychiater: Studiert Medizin, und darf Medikamente verschreiben.
  • Psycholog: Studiert Psychologie, und lässt Medikamente vom Psychiater verschreiben.

4 Begriffe der Epidemiologie

Morbidität = Erkrankungsrate, Anteil der Erkrankten an einer definierten Population während eines bestimmten Zeitraums.

Prävalenz = Bestandsrate, Anteil der Erkrankten an der Gesamtrisikopopulation während eines bestimmten Zeitraums.

Inzidenz = Neuerkrankungsrate, Anteil der Neuerkrankten an der Gesamtrisikopopulation während eines bestimmten Zeitraums.

Mortalität = Sterberate, Anteil der Sterbefälle an einer definierten Population während eines bestimmten Zeitraums.

Therapie von Essstörung

1. Ernährungsumstellung 2. Einstellung ändern gegenüber Figur und Gewicht 3. Stressbewältigung (z.B. Probleme lösen, ohne zu Essen)

 

Was ist eine Psychische Störung?

Man spricht erst von einer psychischen Störung, wenn die Probleme eine entsprechende Intensität annehmen.

Über einen längeren Zeitraum mit bestimmten Symptomen.

Was sind die Kriterien bei bulemia vermosa?

1. Häufige Fressatacken 2. Andauernde Beschäftigung mit dem Essen (Gier und Zwang zu essen) 3. mit Gegenmassnahmen der Gewichtszunahme entgegen zu wirken: selbst verursachtes Erbrechen, Abführmittel Missbrauch, Hungerperioden 4. Selbstwahrnehmung als zu Fett (Furcht zu dick zu werden)

 

Was ist die Verhaltenstherapie?

Befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der Probleme des Menschen, und das Verhalten. 

Was ist das Vulnerabilitäts-Stress-Modell?

Vulnerabilitäts-Stress-Modell (Diathese-Stress-Modell):

  • Psychische Störungen entstehen in diesem Modell immer durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren.
  • Die Menschen haben eine unterschiedliche Verletzlichkeit (Vulnerabilität)
  • Nachteil ist: Verlauf der Störung kann ist im Modell nicht ersichtlich. (keine aufrechterhaltenden Faktoren)

Esstörungen Kriterien

• Überbewertung von Figur und Körpergewicht
• Hoher Gesellschaflticher Druck
• Schlankheitsideal entsprechen
• Überbewertung der Figur von Seiten der Mutter
• Leistungsorientierung und Perfektion.

Was sind die Kriterien von bulemia vermosa?

1. Häufige Fressatacken 2. Andauernde Beschäftigung mit dem Essen (Gier und Zwang zu essen) 3. mit Gegenmassnahmen der Gewichtszunahme entgegen zu wirken: selbst verursachtes Erbrechen, Abführmittel Missbrauch, Hungerperioden 4. Selbstwahrnehmung als zu Fett (Furcht zu dick zu werden)

 

Welche Diagonose gehören zu Anorexia vermosa (ICD 10 Kriterien!)

Anorexia nervosa, auch Magersucht genannt, ist eine Essstörung, die durch das krankhafte Bedürfnis gekennzeichnet ist, Gewicht zu vermindern. Häufig sogar bis hin zur lebensbedrohlichen Unterernährung oder anderen schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. 

 

Ätiologie von PTBS (PostTraumatischeBelastungsStörung)

1. Zwei-Faktoren-Theorie der Angst nach Mowrer:
DFür die PTBS nimmt es hier an, dass mittels klassischer Konditionierung ein ursprünglich neutraler Reiz (Bsp.: Parfüm des Vergewaltigers, Dunkelheit) an ein traumatisches Ereignis (Vergewaltigung) gekoppelt wird
2. Furchtstrukturmodell von Foa und Kozak:
Das Furchtstrukturmodell von Foa und Kozak geht von der Annahme aus, dass sich durch das Trauma die Gedächtnisstrukturen der Betroffenen verändern

Welches sind die Therapeutischen Grundrichtungen?

  • Psychoanalyse / Tiefenpsychologie:

Enträtselung der Seele. Zusammenhang zwischen Wünsche, Bedürfnisse und den Erlebnissen aus der Vergangenheit.

  • Humanistische Psychologie / Gesprächstherapie:

Herausfinden weshalb ist die Person mit sich nicht zufrieden → Ziel ist, dass die Menschen ihre eigenen Fähigkeiten entfalten.

  • Gestalttherapie

Bestimmte Übungen sollen dazu dienen, sich und seine Gefühle besser zu verstehen. (Erleben innerhalb der Therapie) Ein gleichzeitiges Erleben und Bearbeiten der Gefühle.

  • Behaviorismus / Verhaltenstherapie

Verhalten/Einstellung neu erlernt und negatives Verhalten verlernt wird (Hilfe zur Selbsthilfe)

Auf motorische (Essen, Lernverhalten), Emotionale, Kognitive (Erinnerugen) und Physiologische (Schweissausbruch) –Ebene.

  • Systemische Therapie:

Psychische Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Familienmitgliedern (Zusammenleben, Zustandekommen)

 

Was bewirken Entspannungsverfahren?

Unterstützen bei Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen, Hypertonie. Erregungsniveau wird gesenkt, körperliche Reaktionen dämpfen.

Was ist eine progressive Muskelrelaxion?

Ein Mensch der innerlich angespannt ist, ist meist auch muskulär angespannt.

Psyche wirkt auf den Körper und umgekehrt.

Was sind Somatoforme Störungen? (Soma=Körper)

Körperliche Störungen die sich nicht auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen.

(Sind keine vorgetäuschten Störungen)

Durch medizinische Untersuchungen keine körperliche Störung festgestellt werden kann.

Ich kann ein Trauma dem Typen zuordnen

Typ 1 Trauma: Akzidentelle Traumen = Schwere Verkehrsunfälle, Berufsbedingte Traumen (Polizei, Feuerwehr, Sanität. Interpersonelle Traumen = Sexuelle Übergriffe, kriminelle und körperliche Gewalt.
Typ 2 Trauma: Akzidentelle Traumen = Langandauernde Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmung), Technische Katastrophen (z.B. Giftgaskatastrophe). Interpersonelle Traumen = Sexueller oder körperlicher Missbrauch in der Kindheit oder erwachsenen Alter, Kriegserleben, Folter und politische Inhaftierung

 

Was bedeutet Affekt / Affektive Störung?

  • Gefühlszustand (von besonderer Stärke)
  • Affektive Störung = Stimmungsveränderung

Symptome einer Schizophrenie

  • Im frühen Alter starke Abfall des psychosozialen Funktionsniveaus (Schule/Beruf, Freundschaften, Selbstversorgung) ohne ein bekanntes Trauma.
  • Störung des Denkens und der Wahrnehmung
  • Störung des Gefühlszustands
  • Wahn = falsche Überzeugungen
  • Halluzinationen = Wahrnehmungsstörung

Therapie von Zwangsstörungen

• Motivation zur Therapie
• Konfrontation mit den Zwangsgedanken und –handlungen
• Korrektur der dysfunktionalen Annahmen

Unterschiedliche Phasen der Schizophrenie

  • Prodromalphase: (Vor-Phase)

Noch keine Schizophrene Symptome

Leistungsniveau sinkt, haben Schwierigkeiten Aufgaben zu erfüllen, Wahnstimmung vorhanden

  • Floriden Phase:

Blühende Phase, treten unterschiedliche schizophrene Symptome auf

  • Residualphase:

Symptome sind ähnlich wie bei der Prodromalphase, jedoch wird der Zustand der Prodromalphase nicht vollständig erreicht.

Was sind Zwangsstörungen, mit Unterteilungen

Zwangsgedanken: unwillkürliche Gedanken, Impulse oder bildhafte Vorstellungen, die bei dem Betroffenne grosses Unbehagen auslösen.
 
Zwangsimpulse: Aggressive Handlungsimpulse, die sich immer wieder aufdrängen, aber selten zur Handlung führen.
 
Zwangshandlungen: Reduzieren kurzfristig die Angst oder Spannung, welche sich auf Zwangsgedanken aufbaut
 
Zwei Faktoren Modell (Mowrerschen Modell): Ist das vereinfachte Modell
Kognitiv-behaviorale Modell: Ursprung sind aufdringliche Gedanken

Subtypen der Schizophrenie?

  • Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie = Wahnideen, Halluzinationen
  • Hebephrene Schizophrenie = Ausdrucksstörung
  • Katatone Schizophrenie = Psychomotorische Störung

Zwei Therapieverfahren Exposition in vivo, systematische (in senso) Sensibilisierung kennen

Mit Konfrontation (in sensu und in vivo) Erkenntnis erlangen, dass die Angst von alleine weggeht, wenn man sich ihr stellt.
• In sensu: Person wird aufgefordert, sich bildlich eine beängstige Situation vorzustellen
• In vivo: Situation wird aufgesucht und erlebt

Wie therapiert man Schizophrenie?

  • Früherkennung ist besonders wichtig
  • Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung
  • Motivation für die Medikamenteneinnahme
  • Patienten über Krankheit aufklären

Was ist eine Agoraphobie?

• (Angst vor dem Marktplatz)
• Anhaltende Furcht vor: Menschenmengen, öffentliche Plätze, allein reisen, Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause.

Zu welcher Kategorie gehört die Schizophrenie?

Affektive Störung

Was haben alle Phobien gemeinsam?

Angst, als Selbstschutz

Was ist eine generalisierte Angststörung

• «Sich-Sorgen-Machen», setzt ein Teufelskreis in Gang
• Extreme Wachsamkeit in Bezug auf Gefahren.
• Zusammenbruch der Konzentration

Was ist eine Bipolare Störung

= Manisch-Depressive Störung, schneller Wechsel von hypomanisch zu depressiven Stimmungen

Mahnie einordnen, Überkategorie

Verhaltensebene

Wie und auf welcher Ebene äussert sich eine Depression?

  • Gedanklich (kognitiv) = negatives Selbstbild, negative Sicht von Umwelt, und Beziehungen zu anderen, aussichtslose Zukunftssicht.
  • Verhaltensebene = Rückzug, weniger positive Momente in Gesellschaft
  • Physiologisch = sich nicht wehren können, Machtlosigkeit, weil sie bereits solche Erfahrungen gemacht haben.

Kognitive Verhaltenstherapie: Pyramide Personen, Umwelt, Zukunft, kennen.

Eigene Vorstellungen erkennen, überprüfen und relativieren.
• Negatives Selbstbild
• Negatives Bild der Umwelt
• Negative Sicht auf die Zukunft

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