motorisches System

ZHAW, BsC Pflege, 1. HS

ZHAW, BsC Pflege, 1. HS


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über das motorische System, insbesondere auf fortgeschrittenem Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Anatomie und Funktion von Nerven, Muskeln und deren Versorgung, wie etwa den Pyramidenbahnen, den Plexus-Nerven und den verschiedenen Reflexen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis der motorischen Kontrolle und Pathologien vertiefen möchten.
Flashcards
34
Students
0
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
20.11.2018 / 20.11.2018

Flashcards

Vorausssetzung für Bewegung 

  • Gehirn muss ständig über die Umwelt, die Lage des Körpers und dessen Bewegung informiert sein 
  • 4 Funktionen müssen erfüllt werden 
    • Information: durch Afferenzen (zB Sehorgan)
    • Anpassung und spezifische Veränderung des Bewegungsbefehls in motorischen Zentren des ZNS 
    • Reafferenz: rückmeldung bewegungsspezifischer Veränderungen an motorischen Zentren des ZNS 
    • Effernzkopie: Kopie des ursprüngliches Bewegungsbefehls der zum Korekturabgleih dient 

Reflexe 

  • einfachste motorische Reaktionen 
  • Anwort der Effektoren des Körpers auf eine Erregung von Rezeptoren 

Bestandteile eines Reflexes 

  • Rezeptor (Sensor)
  • Afferenz: zum RM führende Nervenfaser 
  • Symapse: im Vorderhorn des RM 
  • Efferenz: vom RM wegführende NErvenfaser 
  • Effektor: Skelettmuskel
     

Reflexbogen 

Reflexbogen eines Eigenreflexes 

Muskeldehnungsreflex, Eigenreflex 

  • dient dazu, die Länge eines Muskels konstant zu halten 
  • Rezeptor und Effektor sind ein- und derselbe Muskel 
  • Gleichzeitig erschlafft der antagonistischer Muskel 

Eigenschaften der Eigenreflexe 

  • Reizaufnahme und Reizantwort des Effektors erfolgt am selben Organ 
    • gedehnte Muskel kontrahiert sich 
  • Monosymaptisch im Vorderhorn des Rückenmarkssegments 
  • Reflexzeit ist kurz 
  • ermüden nicht
  • zB: Patellarsehnenreflex, Achillessehnenreflex, Bizepssehnenreflex, Trizepssehnenreflex 

Flexorreflex 

  • typischer Schutzfeflex 
  • meist durch Schmerzreize an der Haut ausgelöst 
  • Reflexantwort ist eine Kontraktion der Flexoren und eine Relaxation der Extensoren 

gekreuzter Streckreflex 

  • zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes 
  • aktiviert die Extensoren und hemmt die Flexoren der gegenüberliegenden Seite 

Eigenschaften von Fremdreflexen 

  • Fremdreflexen: Reizaufnahme und Reizantwort finden an unterschieldichen Organen statt 
  • Refelxbogen verläuft über mehreren Schaltstellen zwischen sensiblen und motorischen Neuronen 
  • polysynaptische Reflexe 
  • Reflexzeit länger als bei Eigenreflexe 
  • häufig Schutzreflexe 
  • Reaktionsstärke kann bei wiederholter Reizung zu- oder abnehmen 

Beispiele für Fremdreflexe 

  • Bauchhautreflex 
  • Hustenreflex 
  • Schluckreflex
  • Niesreflex 
  • zahlreiche vegetative Reflexe 

Pyramidenbahn 

  • Befehlt für die Muskelkontraktion von der primär motorischer Hirnrinde in Gyrus praecentralis
  • Axone steigen in der Pyramidenbahn ins Rückenmark zum Hirnnervenkernen im Hirnstamm auf 
  • 80 - 90% der Pyramidenbahnen kreuzen sich in der Medulla oblangata auf die Gegenseite 
    • ziehen als Pyramidenseitenstrang abwärts 
  • ungekreuzte Fasern ziehen als Pyramidenvorderstrang abwärts 
  • Pyamidenbahnfaser enden direkt oder indirekt an den motorischen Vorderhornzellen des Rückenmarks 

efferente motorische Bahnen 

  • tractus corticospinalis lateralis und Tractus corticospinalis anterior 
    • hpts aus Pyramidenbahnen (willkürmotorik)
  • das mediale motorische System: tractus reticulospianlis und Tractus tectospinalis und tractus vestibulospinalis 
    • innerviert hpts medial liegenden Motoneuronen für die Rumpf und Standmotorik 

Pathologie der Hirnnerven III und VI 

  • Aduzensparese: 
    • betroffenes Auge weicht nach medial ab 
    • Beteiligung des N. trigeminus (V) können Schmerzen über dem Auge oder im Gesicht auftreten 
  • Okulomotoriusparese:
    • Blickabweichung nach lateral und unten, Pupille weit 

weitere Funktionen des N. trigeminus 

  • sensible Versorgung der Schleimhaut in Nasen- und Mundhöhle 
  • Sensible Versorgung der Zunge 
  • motorische Versorgung der Kaumuskulatur 

N. fascialis 

  • versorgt motorisch die mimische Muskulatur des Gesichts 

periphere Faszialislähmung 

  • Ausfall der gesamten mimischen Muskultaur der gleichen Gesichtsseite 
  • Lidschluss ist beeinträchtigt 
  • Stirnrunzeln nicht möglich 
  • ein Mundwinkel häng herab
  • Artikulation beeinträchtigt 
  • Tränen- und Speichelsekretion und die Geschmacksempfindung in den vorderen 2/3 der Zunge fallen aus 

N. Glossopharyngus 

  • parasympathische Fasern der Speicheldrüsen 
  • afferente Fasern für den Würgerefles 
  • Sensibilität von Mittelohr und Ohrtrompete 
  • viszeroafferene Geschmacksfasern von hinteren Zungendrittel 
  • viszeroafferente Fasern von Chemorezeptro und Pressorrezepter aus der Carotisgabel 

Viscerosensible und visceromotische Versorgungsgebiete des N.vagus 

  • Sensibilität von unterem Rachen und Kehlkopf 
  • Sensibilität von Hautareal vor dem Ohr und Gehörgang 
  • Viszeroafferente Geschmacksknospel des Kehldeckels 
  • Chemo und Pressorrezeptoren im glomus aorticum 
  • Hirnhaut und hintere Schädelgrube 

N accessorius 

  • verorgt motorisch den M. sternocleidomastoideus und den ;. Trapecius 

N. hypoglossus 

  • N. XII
  • versorgt motorisch die Zungenmuskulatur 

Spinalnerven 

  • treten seitlich des Rückenmarkes aus 

Plexus cervialis 

  • Rückenmarksnerven aus dem Halsmakr 
  • wichtigster Nerv ist der N. phrenicus 
    • versorgt das Zwerchfell motorisch 

Plexus brachialis 

  • Rückenmarksnerven des unteren Halsmarks 
  • daraus gehen 3 grosse Armnerven hervor 
    • N ulnaris 
    • Nl radialis 
    • N medianus 

N. radialis 

  • Verläuft an der Rücksite des Oberarms zum Epicondylus lateralis ulnae und von dort entlang des Radius zum Handrücken 
  • versorgt die Streckmuskulatur von Ober und Unterarm 

N. meidanus 

  • zieht an der Vorderseite des Oberamrs in die ellenbeuge, danach an die Vorderseite des Unterarms in die Handfläche 
  • Versorgt die Beuger des Unterarms die ersten 3 Finger und die Pronatoren 

N ulnaris 

  • schlingt sich in einer Furch um den Process coracoideus der Ulna 
  • versorgt die Handmuslen und einige Beuger des Unterarmes 

Plexus lumbalis 

  • beidseit der Lendenwirbelsäule, aus dem Lumalmark 
  • wichtigster Ast der N. femoralis 

N. ischiadicus 

  • aus dem Plexus sacralis 
  • verläst das Becken durch das Foramen ischiadicum majus 
  • Abgang des N. cutaneus femoris posterior 
  • Zielt in die Kniekehle teilt sich in
    • N. tibialis 
    • N. peronaeus 
  • Versorgt die grossen Gesässmuslekn
  • Versorgt alle Muskel des Beines 
    • Ausnahme der vorderen Oberschenkelmuskulatur 

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