P-GG-02Prüfung 11.01.19

Geologie der Schweiz Verwitterung & Erosion Wasser als exogene Kragt Glaziologie und Naturgefahren

Geologie der Schweiz Verwitterung & Erosion Wasser als exogene Kragt Glaziologie und Naturgefahren


A. L.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über geographische Phänomene und Prozesse, die für die Mittelschule relevant sind. Sie behandeln Themen wie Flüsse, Gletscher, Gebirge, Wüsten und deren spezifische Formationen wie Tafelberge, Dünen und Moränen. Die Karteikarten eignen sich für Schüler, die sich mit den Grundlagen der Geographie vertraut machen und die verschiedenen Landschaftsformen und deren Entstehung verstehen möchten.
Karten
108
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
19.11.2018 / 07.03.2023

Lernkarten

Molasse

Ablagerungsschutt von angrenzenden Gebirgen (Alpen), der sich im Vorland (Mittelland) eines sich bildenden Gebirges ablagert. Molasse besteht aus Nagelfluh, Sandstein und Mergel. Die Korngrösse nimmt generell mit grösserem Abstand zum Gebirge ab. 

Orogenese

Gebirgsbildung durch plattentektonische Vorgänge.

Verwitterung

Überbegriff aller Prozesse die Zerlegung des Gesteins an Ort und Stelle z.B. durch chemische Auflösung / Veränderung oder mechanische Zersörung zur Folge haben. 

Ersosion

Zerstörung des Gesteins durch Verwitterung und Abtransport (fluvial, glazial, äolische oder Denudation)

Karstverwitterung

Kohlensäureverwitterung

CaCO3 + CO2 + H2O <--> Ca2+ + 2 HCO3-

Gleichgewichtsreaktion, bei Entzug von CO2 reagieren mehr Ionen zu Kalk zurück. 

Entzug von CO2 möglich durch Algen oder Erhitzen von Wasser. 

Rauchgasverwitterung

Abgase wie SO2 und NOX reagieren mit Regenwasser zu Säuren (H2SO4 und HNO3) welche als saurer Regen Gesteine angreifen können. 

Oxidationsverwitterung

Oxidation eisenhaltiger Gesteine, verleiht ihnen rostrote Farbe

Frostsprengung

Volumenzunahme des Wasser beim Gefrieren um 9%, welches in kleinste Poren, Risse und Klüfte eindringen kann und dann Sprengwirkung entfaltet. Dies führt zu grösseren Falten und schlussendlich zum Zerfall des Gesteins. 

Wurzelsprengung

Wurzeln junger Pflanzen dringen ins Gestein ein, werden immer dicker und sprengen Gestein auf. 

Salzsprengung

Gelöste Ionen dringen mit Wasser in Gestein ein, beim verdunsten dieses Wasser kristallisieren diese zu Salz aus und wachsen. Feine Risse werden ausgeweitet. 

In ariden Gebieten vorherrschend

In welchen Klimazonen / Regionen herschen welche Verwitterungsformen vor?

Hohe Temperaturen + starke Regenfälle + vorhandensein von Boden -> chemische Verwitterung

kalt + trocken -> mechanische Verwitterung

Fluvial

Gestaltung der Landoberfläche durch Formen und Prozesse im Zusammenhang mit Fliessgewässern wie Bächen, Flüssen und Strömen

Stromstrich

Linie im Fluss, wo Wasser am schnellsten durchfliesst

Gerade: in der Mitte

Kurve: durch Zentrifugalkraft zum äusseren Rand verlagert

Gegen Ufern und Boden: Durch Reibung abnehmend

Wie, wo und wieso entsteht ein Sohlental?

Nahe bei der Erosionsbasis ist das Gefälle und somit die Erosionskraft des Flusses meisten nicht mehr sehr stark, neben Tiefenerosion macht er auch vermehrt Seitenerosion. Damit entsteht zwischen Fluss und Talseitenhängen die Talsohle. So kann der Fluss innerhalb des Tals auch die Seite ändern oder sich in mehrere Arme aufteilen. 

Wie entsteht ein Mäander?

Verlagert sich der Stromstrich auf einer Geraden wegen eines nicht abtragbaren Hinderniss auf eine Seite, ist die Erosionskraft wo der Stromstrich aussen ist grösser und macht mehr Seitenerosion (Prallhang). Dort entsteht die Kurvenaussenseite. Dieser Effekt wird durch die Zentrifugalkraft verstärkt und der Fluss legt sich in die Kurve. 

Auf der gegenüberliegenden Uferseite fliesst der Fluss langsam, seine Kompetenz nimmt ab und Kies- und Sandbänke können aus den Sedimenten entstehen. 

Umlaufberg

Isolierter Talsporn bei Talmäandern, wenn Schlinge abgeschnürt wurde und zum Altwasser wurde. 

Kompetenz eines Flusses

Fähigkeit, Material einer bestimmten Partikelgrösse zu transportieren. Hängt von der Fliessgeschwindigkeit des Flusses ab. 

Delta

Schwemmfächer von einem Fluss beim Einmünden in ein stehendes Gewässer gebildet wurde. Beim Auftreffen auf das stehende Wasser verliert der Fluss an Kompetenz, muss mitgeführte Fracht vor eigentliche Mündung bereits ablagern und sich neue Wege suchen. Dabei trägt er Schicht für Schicht der Ablagerungen ins stehende Gewässer ab und die charakteristische Deltaschichtung entsteht. 

Gleithang

Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser langsam vorbeigleitet und deshalb Material in Kiesund Sandbänken abgelagert wird.

Prallhang

Seite eines Mäanders, an der das Flusswasser eine grössere Erosionskraft (Seitenerosion) ausübt.

Schlucht

Auch Klamm genannt. In den festen Untergrund tief eingeschnittenes Erosionstal.

Schwemmfächer

Fächerförmige Ablagerungen anstellen, wo ein Fluss aus dem Gebirge in die Ebene eintritt. Dabei verliert er so viel an Gefälle (Kompetenz), dass er einen Teil seiner Flussfracht ablagern muss. Dabei stellt er sich selber ein Hinderniss auf und muss sich neue Wege rundherum suchen, was zu einer Fächerform führt. 

Seitenerosion

Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers nach der Seite.

Sohlental

Talform, bei der die Erosion vorwiegend seitwärts wirkte.

Tiefenerosion

Einschneidende Wirkung fliessenden Wassers in die Tiefe.

V-Tal

Auch Kerbtal genannt. In Lockergestein tief eingeschnittenes Erosionstal.

Drumlin

Lang gestreckter, stromlinienförmiger Hügel, bestehend aus Grundmoränenmaterial und Schotter, welches sich unter Längsspalten ansammelt. Bei einem späteren Überfliessen durch den Gletscher wurde das Material zusammengeschoben und die typische Form (stromlinienförmig, lang gestreckt, kurze, steile Luvseite und lange, flache Leeseite) geschaffen.

Exogene Kräfte

Von aussen auf die Erdoberfläche einwirkende Kräfte. Dazu werden gezählt: Sonne, Wind, Wasser, Eis, Schwerkraft.

Findling

Auch erratischer Block genannt. Felsbrocken, der im Gebirge auf einen Gletscher herabstürzte und anschliessend vom Eis ins Zehrgebiet befördert wurde. Als Leitgestein kann fliessen der Gletscher während des Pleistozän nachvollzogen werden. 

Firn

Zwischenprodukt beim Bildungsprozess (durch Verdichtung) von Schnee zu Gletschereis.

Gletscherspalten

Spalten auf dem Gletscher, die durch unterschiedliche Fliessgeschwindigkeit und Gefälle entstehen. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Längs- und Querspalten.

Gletschertypen

Unterscheidung nach Grösse und Vorkommen der vergletscherten Gebiete. Man unterscheidet: Talgletscher (Gletscherzunge bis ins Tal), Hänge- oder Kargletscher (fast bis auf Nährgebiet zurückgeschmolzen) und Inlandeis (gewaltige Eisdecken in der Antarktis und Grönland).

Kar

Durch den Gletscher in seinem Nährgebiet erodiertes, halbkugelförmiges Becken. Beim Abschmelzen des Gletschers sammelt sich im Kar Wasser, ein Karsee entsteht.

Moränen

Sammelbezeichnung für den von Gletschern mitgeführten unsortierten Gesteinsschutt. Nach ihrer Lage in Bezug auf den Gletscher werden unterschieden: Grundmoräne, Seitenmoräne, Mittelmoräne und End-/Stirnmoräne.

Nährgebiet

Gebiet des Gletschers, in dem Gletschereis gebildet wird.

Pleistozän

Zeitepoche der Eiszeiten. Sie begann vor etwa 1.7 Mia. Jahren und endete vor ca. 10 000 Jahren. Während des Pleistozäns, gab es mehrere Eiszeiten und Zwischeneiszeiten.

Rundhöcker

Erosionsform des Gletschereises. Ein Felsblock wurde vom Gletscher überfahren weil er nicht von Unterlage losgelöst werden konnte. Seine Luvseite ist lang, flach und durch Schrammspuren gekennzeichnet; die Leeseite ist kurz und steil.

Sander

Fluvioglazialer Schuttfächer, bestehend aus im Vorfeld des Gletschers abgelagertem, sortiertem Schutt, Kies, Sand und Schlamm.

Toteissee

Dieser entstand, als im Grundmoränengebiet grosse Gletscherteile vom fliessenden Eis abgespaltet und unter Schutt begraben wurden. Beim späteren Abschmelzen des Eises bildete sich ein See. Tateisseen sind keine grossen Seen, sondern eher kleine Weiher.

Trogtal

Durch die Erosion eines Gletschers entstandene Talform. Der Gletscher erodierte das vorgeprägte V-Tal v. a. seitlich. Es entsteht ein breitsohliges U-Tal mit relativ steilen Wänden. Nach Rückzug des Gletschereises wird der Talgrund aufgeschottert, die Nebentäler münden als Hängetäler oder Stufenmündungen ein. 

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