Jagdprüfung AG
Praktische Prüfung
Praktische Prüfung
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Cartes-fiches
6er Regel Ansprechen des Wildes
Vor dem Schuss
Sauberes Ansprechen: Ist das Tier vom Gesetz her erlegbar?
Schussdistanz, sicheres Erlegen möglich: Stimmt die Schussdistanz? Steht das Wild schussgerecht (Trefferlage)?
Freie Flugbahn: Hat mein Geschoss freie Flugbahn?
Kugelfang vorhanden: Habe ich einen geeigneten Kugelfang hinter dem Tier?
Keine Gefährdung: Gefährde ich ausser dem Wild, das ich zu erlegen beabsichtige, niemanden und nichts?
Bergen möglich: Kann ich das Wild nach dem Erlegen bergen?
Nach dem Schuss
(S. 231 ff.)
Bei Schwarzwild Trichinenprobe (wie?) wegen der afrikanischen Schweinepest (was ist das?) -> was ist zu beachten bei asp?
Im September alle erlaubt
- X) nur mit Kugel (Schrot auf Rehwild ist von Oktober bis Dezember erlaubt
- 1) Bejagung/Management richtet sich nach kant. Massnahmenplan
- 2) nur Kugel oder FLG, Frischlinge auch mit Schrot
- 3) Haubentaucher, Blässhuhn und Wildenten (u.a. Stock-, Reiher-, Tafelente; weitere gem. Art...)
Würdest du schiessen?
Nein, kein Kugelfang
Nein, beide Rehscheiben zu nah beieinander
Nein, ...
Fangschussgeber (Revolver)
Immer auf gewachsenen Boden!
Mit der rechten Hand, Finger lang, die drei unteren Finger am Griff, den Revolver aufnehmen, mit der linken Hand die Trommel öffnen. Achtung: Nicht vor den Lauf greifen!
"LAUF FREI" "Trommel leer" -> auf gewachsenen Boden gerichtet!!!
erklären: Trommel füllen (alle), schliessen, ein wenig drehen, bis er einrastet
dann ins "Holster" stecken (so heben, als wäre es im Holster), dem zu erlösenden Tier von hinten nähern
Revolver darauf richten, mit der linken Hand umgreifen
Mit etwa 30cm Abstand zum Haupt (Rückseite) zielen, Abdrücken. (Tier ist tot oder so melden)
Trommel öffnen, leeren, ins ins Holster stecken und zurück laufen
"LAUF FREI" "Trommel leer"
Auf den Tisch legen richtung gewachsenen Boden (NIE Richtung Experten)
Sauer 101 (unvollständig)
Repetiererbüchse
0.308 Winchester
Direkte Schlagbolzensicherung, zusätzlich interne Zündstiftsicherung (verhindert eine Schussauslösung bei nicht komplett geschlossener Kammer)
Verschlussart: Zylinderverschluss mit direkter Warzenverriegelung im Lauf
Abzug: Direktabzug ohne Vorweg (Schuss wird ausgelöst nach der Überbrückung des Widerstandes)
Beretta 691
Kaliber 12/76
Bockdoppelflinte
Chokes: oben: 1/4, unten: 3/4 (nochmals nachschauen!)
Sicherung: Schlagstücksicherung
Beschusszeichen:
Beschuss: Stahlschrot, 12/76, 12/70, Fangschussgebereinsatz, FLG
Abzug: Einabzug mit Umschaltung
Munition (Rottweil Hase)
12/70
36 Gramm
Nummer 3
3.5 mm
V0 = 395 m/s
Anzahl Kugeln:
Schrot Munition
Anzahl gleich grosser Kugeln aus einem englischen Pfund Blei -> Durchmesser einer Kugel = Laufinnendurchmesser:
12 = 18.53 mm / 16 = 16.84 mm / 20 = 15.63 mm
12/70 -> 70 = Hülsenlänge in mm der verschossenen Hülse mit geöffnetem Verschluss
Mindestanforderung Auftreffenergie
Mindestanforderung Auftreffenergie:
Hirsch + Wildschwein mind. 2000 Joule auf 200 m
Gämse: mind. 1500 Joule auf 150 m
Reh mind. 1000 Joule auf 100 m
Max. Schuss Distanz
Schrot: 30 m
FLG: 50 m
Kugeln: 200 m
Was gilt für Waffen und Munition
1 Jagdwaffen und Munition müssen auf die geeignete Distanz tödlich wirken.
2 Das Rehwild darf nur in den Monaten Oktober bis Dezember mit Schrot beschossen werden.
3 Wildschweine dürfen mit Kugel oder Flintenlaufgeschoss, Frischlinge auch mit Schrot beschossen werden.
4 Hirsch und Gämse dürfen nur mit Kugel beschossen werden.
5 Für den Fangschuss aus naher Distanz sind Faustfeuerwaffen und Einsatzpatronen in Flinten (Mindestkaliber .22) gestattet.
6 Die Verwendung von Bleischrot für die Wasserjagd ist verboten.
7 Im Übrigen gelten die bundesrechtlichen Bestimmungen bezüglich verbotener Hilfsmittel
Chokes
Auf kurze Distanzen und sehr kleine, schnelle Ziele ist eine starke Streuung vorteilhaft (Zylinderbohrung, 1/4 Choke). Für weite Schüsse empfehlen sich engere Chokes mit kleiner Streuung.
1. Zylinderbohrung (ohne Verengung)
2. ¼ Choke: leichte Laufverengung
3. Halbchoke: mittlere Laufverengung
4. ¾ Choke: starke Laufverengung
5. Vollchoke: grösstmögliche Verengung
Pitch, Senkung, Schrägung
Pitch = Winkel, in dem die Schaftkappe zur Laufschiene gestellt ist.
Senkung = senkrechte Abwinkelung des Schaftes
Schrägung = seitliche Abwinkelung des Schaftes
Stahlschrot
Zur Wasserjagd (Bleifrei)
Gefährdungsdistanzen
Distanz, welche noch tödlich wirkt
Büchsengeschoss: bis zu 6.5KM
FLG: bis zu 1.5KM
Schrot: Schrotdurchmesser mm x 100 = Gefährdungsdistanz in Metern (3.5 x 100 = 350 m)
Kategorien von Langwaffen bzw. Jagdgewehre
Kugelgewehre (Büchsen)
Schrotgewehre (Flinten)
Kombinierte Gewehre (z.B. Drillinge, Bockbüchsflinten)
Warum Schussdistanz bei Schrot wichtig
Rasante Abnahme von Energie der Schrote; zusätzlich wird Streuung zu gross
Diese Faktoren reduzieren die tödliche Wirkung
Alternativen zu Stahlschrot
Bismut, Zinn, Wolfram und Kupfer oder Legierungen dieser Metalle
In welche 3 Kategorien sind die Waffen/Waffenbestandteile im eidg. Waffengesetz eingeteilt?
1. Verbotene Waffen & -bestandteile (Seriefeuerwaffen, Dolche, Schalldämpfer, Nachtsichtzielgeräte)
2. Bewilligungspflichtige Waffen (Vorderschaft- & Unterhebelrepetierer, Selbstladegewehre, Pistolen, Revolver)
3. Meldepflichtige Waffen (Flinten, Drillinge, Bockbüchsflinten, Handrepetiergewehre)
Aus welchen Elementen besteht eine Schrotpatrone?
Hülse, Bodenkappe mit Zündhütchen, Treibladung, Zwischenmittel (Filzpfropfen), Schrotkörnern
Fangschussgeber
Kurze, kleine Einsteckläufe, die in einem Flintenlauf eingesteckt werden können zum Verschiessen kleinkalibriger Kugelpatronen. Aus einer Flinte wird sozusagen eine Büchse. Dem verletzten Wild kann so der Fangschuss aus kurzer Distanz angetragen werden.
Wie handeln bei flüchtigem Wild
1. Anschussstelle & Fluchtrichtung einprägen, auf Geräusche achten
2. Sichern/entspannen der Waffe
3. Eigenen Stand markieren ("Verbrechen")
4. Nach Wartezeit: Anschussort mit geladener & gesicherter Waffe aufsuchen und verbrechen: Gibt's "Schuss- oder Pirschzeichen" (z.B. Knochensplitter)? Vorsicht: Anschussort nicht zertrampeln!
5. Kontaktaufnahme mit Schweisshundeführer (dieser übernimmt Kommando)
Schrotgrössen und Schrotnummern; Anzahl Schrotkugeln
4.0mm / Nr. 1 / ca. 96 Schrote
3.75mm / Nr. 2 / ca.
3.5mm / Nr. 3 / ca. 143 Schrote
Welche drei Geschosstypen unterscheidet man
Vollmantel-, Teilmantel- und Vollgeschoss
Vor- und Nachteile von Bleischrot
Vorteile: Blei ist schwer und es entwickelt sich viel Energie (hohe Durchschlagskraft). Es ist zudem weich (verformt sich gut = grosse Energieabgabe im Tier und wenig Querschläger und Abpraller)
Nachteile: Kann zu Vergiftungen führen
Welche Faktoren müssen erfüllt sein, damit ein Schrotschuss sofort tödlich wirkt?
genügend energiereiche Schrotkörner gleichzeitig auf den Wildkörper auftreffen. Die Schrotgarbe breitet sich schnell stark aus. Die Wirkungsenergie der Schrote und das Wirkungsfeld nehmen schnell ab. Deshalb gilt die maximale Schussdistanz von 30 m.
Kaliber .308 win.
0.308 Zoll = 7.62 mm (Geschossdurchmesser) x 51 mm) = Hülsenlänge
Win. Steht für den ursprünglichen und abgekürzten Markenname Winchester.
Wie wird die Streuung der Schrotgarbe beeinflusst?
Länge der Läufe
Laufbohrung (Choke)
Art der Patrone (Ladung, Gewicht, Schrotgrösse, Zwischenmittel)
Welche Kriterien muss ein Jäger erfüllen, damit er eine Jagdwaffe erwerben oder verkaufen kann?
Der Jäger kann meldepflichtige Waffen samt Munition frei erwerben, sofern keine allgemeinen Ausschlussgründe gm. Waffengesetz vorliegen. Keine Waffen erwerben dürfen unter 18Jährige, Bevormundete, Personen, die sich oder andere gefährden und solche, deren Strafregister nicht i.O. ist
Was ist unter „Waffenerwerb“ zu verstehen?
Als Waffenerwerb gilt jegliche Handänderung: Kauf, Tausch, Schenkung, Erbschaft, Miete und das Ausleihen. Allesamt sind in einem schriftlichen Vertrag zu regeln und der kantonalen Behörde zu melden (geschieht im Waffengeschäft automatisch)
Was muss der Jäger hinsichtlich der Aufbewahrung von Waffen und Munition beachten?
Jeder Waffenbesitzer ist verpflichtet Waffen und Munition getrennt und sicher aufzubewahren. Dazu eignet sich ein Waffentresor. Verluste sind unverzüglich der Polizei zu melden.
Wie sind Waffen zu transportieren und wann darf eine Waffe geladen sein?
Waffentransporte haben auf direktem Weg zu erfolgen (Schiessstand, Waffengeschäft, Jagdgebiet). Je nach Kanton sind Waffen verschlossen, in jedem Falle aber ungeladen zu transportieren. Waffen dürfen nur während des direkten Einsatzes geladen sein (Jagd, im Schiessstand)
Welche zwei Funktionen muss ein Verschluss erfüllen?
1. Der Verschluss verschliesst so dicht, damit garantiert ist, dass die enormen Kräfte (Gasdruck) nach vorne den Lauf verlassen
2. garantiert ein schnelles und einfaches Einsetzen der Patronen und Entfernen der leeren Hülse
Wie funktioniert ein Direktabzug?
Der Abzug wirkt direkt auf die Abzugsstange, welche das Schlagstück auslöst (wird v.a. bei Flinten, seltener bei Kugelwaffen verwendet). Die Vorteile liegen in der einfachen Handhabung, der geringen Gefahr einer Fehlmanipulation und der schnellen Schussbereitschaft.
Welche Sicherungstypen kennt man bei Jagdwaffen?
- Abzugssicherung: blockiert NUR den Abzug. Ein Schuss kann sich durch einen Schlag auslösen, da die Waffe wohl gesichert, nicht aber entspannt ist
- Sicherung des Schlosses mittels Spannschieber (Handspannwaffen, z.B. Blaser R93): Waffe wird von Hand erst kurz vor dem Schuss gespannt
Weshalb ist es wichtig, das passende Kaliber zu verwenden und die Vorgaben der Beschusszeichen zu beachten?
Beim Verschiessen von Jagdpatronen treten im Waffeninneren enorme Kräfte auf. Die Munitionskomponenten müssen exakt auf die Waffe zugeschnitten sein. Ansonsten besteht die Gefahr einer übermässigen Druckentwicklung und einer Laufsprengung
Weshalb ist es wichtig, dass ein Ausschuss am Wildkörper entsteht (vollständige Durchdringung der Kugel durch den Wildkörper)?
Dies ist für allfällige Nachsuchen sehr wichtig. Durch den Ausschuss tritt viel Schweiss aus, was das Auffinden des geflüchteten Wildes erleichtert.