Infektionen in der Schwangerschaft
ZHAW, BsC Pflege, 1. HS
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M. V.
M. V.
Diese Karteikarten behandeln Infektionen während der Schwangerschaft und deren Auswirkungen auf Mutter und Kind. Sie konzentrieren sich auf Erreger wie Herpes, Varizellen und Hepatitis B, sowie deren Diagnose, Therapie und präventive Maßnahmen. Die Lernkarten sind besonders nützlich für medizinisches Fachpersonal, das sich mit der Betreuung schwangerer Frauen und Neugeborener beschäftigt, um Infektionsrisiken zu minimieren und geeignete Behandlungsstrategien zu entwickeln.
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Lernkarten
Aufsteigende Infektionen und Zeitpunkt der Schwangerschaft, sowie mögliche Folgen
- 1. und 2. Trimenom:
- Muttermund geschlossen
- Infektion kann nicht in die Gebärmutter eindringen
- 3. Trimenom
- Muttermund offen
- ggf aszendierende Infekt. Amnioninfektionssyndrom
- fetale Infektion
- Vorzeitige Wehen
- Neugeborenen Sepsis
Mögliche Auswirkungen maternofetaler Infektionsüberragung
- Fruchttod und Resorption
- Früh- und Spätabort
- Intrauteriner Fruchttod
- Entwicklungsanomalien
- Frühgeburt
- Retardierung
- Intrauterine Infektion
- Kongenitale Infektion
- Normale nichtinfizierte Neugeborene
Einflussfaktoren auf die maternofetalie Infektionsübertragung
- Virulenz des Erregers
- Phase der Infektionsübertragung in der Gravidität
- Phase der Infektion
- akut, chronisch- rezidivierend, persistierend, progredient
- Zielgewebe des Erregers
- Koinfektionen
- Geburtsmedizinische Ereignisse
Varzizellen
- Erreger: VZV
- Übertragung: Tröpfcheninfektion
- Mutter:
- inkubationszeit 11 - 15d
- Klinik: typisches Exanthem, Juckreiz, Fieber
- Kind:
- Embryo und Fetus: kongenitales Varizellen Syndrom (Tod vor 3. Lj)
- Fetus und perinatal:
- Konnatale Varizellen
- Schädigung von Lunge, Thymus, Nieren, Nebennieren
- tödlich in 30%
Diagnostik und Therapie der Varizellen
- Diagnostik
- typ Klinik
- evt lgM Nachweis
- Therapie
- ggf prophylaktisch VZV Immunglobulin
- therapuetisch Aciclovir
Verläufe der Neonatale Varizellen
- Leichte Form:
- einzelne typische Varizellen- Effloreszenzen der Haut
- Schwere Verläufe
- wenn Mutter Windpocken 4- 7 d vor und 2d nach der Entbindung oder Erkankung 5 -10d nach der Geburt
- Fieber
- Varizellenexanthem breitet sich schnell aus, wird hämorrhagisch
- Infiltration sämlicher Organe
- Pneumonie mit respiratorischer Insuffizienz
- Enzephalitis und Tod bei 1/3 der Kinder
Perinatale Infektionen mit Herpes simplex Viren
- Herpes simplex Infektionen bei Neugeborenen
- 85% perinatale Infektioenen
- 5% transplazentare oder aszendierende pränatale
- 10% postnatale
- meist Herpes Labialis
- Infketionsquelle jede Kontaktperson mit Herpes Erkankung möglich
HSV2 Infektionsrisiko nach Zeitpunkt und Verlauf der mütterlichen Infektion
- genitalen Primärinfektion: 50%
- nach der 32 SSw: höchste Virusausscheidung und Antikörper fehlen
- rekurrierendem Herpes simplex 5%
- Virusausscheidung nur 25d
- menge der HSV Ausseidung ist Geringer
- Foetus hat protektive Antikörper
Parovirus B18
- Erreger des Erythema infectiosum (Ringelröteln)
- Inkubationszeit 1 -2 Wochen
- Übertragung
- Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch
- Indirekt durch infizierte Blut und Plasmaprodukte
Erythema infectiosum
- Ringelröteln
- Infektiosität am höchsten vor Ausbruch des Exanthems
- Erstinfektion in der Schwangerschaft
- 10% zu Hydrops fetalis mit intraueterinem Fruchttod
- fetale Komplikationen am häufigsten bei Infektionen zwischen der 13 - 20 SSW
Hepatitis B in der Schwangerschaft
- ohne postnatale Impfung
- perinatale oder frühkindlichen Infektionen mit chronischen Hepatits B
- Komplikationen wie Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom
- Überüprüfung auf das HBSAG um die 35SSW
- Epidemiologie
- perinalte Übertragung ist bei einer Vaginalen Geburt gehäuft
- 80 - 90% bei HBe Ag positiver Mutter
- 60% bei akuter Hepatits B im 3. Trinom
- 10 - 15% bei HBs Ag positiver Mutter
- Gering bei Anti HBsAG der Mutter
- perinalte Übertragung ist bei einer Vaginalen Geburt gehäuft
Präbention/ Prophylaxe bei Hepatitis B
- Indikationen:
- Mutter ist HBsAg und HBeAg positiv
- Zeitpunkt
- innerhalt spätestens 12h nach der Geburt
- Passive Impfung
- Hep B Immunglobulin
- kombination mit einer kontralateralen aktiven Impfung
- Aktive Impfung
- Geimpfte Kinder dürfen gestillt werden
Symptome pränataler Infektion mit CMV
- Frühgeburt; bis zu 30%
- Hepatomegalie (Lebervergrössung)
- Splenomegalie
- Thrombozytenverminderung
- Petechien über WOCHEN
- Hämolytische Anämie
Lues
- Syphillis
- Sattelnase bei Säuglingen
- Füsse schält sich die Haut
Puerperalfieber
- Alle Infektionen die von Genitale ausgehen und zu Temperaturen über 38°C führen
- an den 2 ersten 10 Tagen des Wochenbettes mit ausschulss der ersten 24h
Puerperalsepsis
- Erreger
- aerob: e.coli, Proteus, Klebsiellen, Pseudomonas, Streptokokken, Staphylokokken
- anaerob: Bacteroides, Clostridien, Peptostreptokokken
Entstehung des perperalfiebers
- Exogene/ endogene Faktoren
- Eigenkeime von Vulva, Vagina, Rektum
- disponierende Faktoren
- langandauernde Geburt (>18h)
- erhöhte Anzahl von Untersuchungen
- Interne CTG Ableitung
- grosser Blutverlust, Anämie
- traumatische Geburt
- vorzeitiger Blasensprung
- Inektion des Fruchwasser (AIS)
- Sektio: häufigste Ursache!
Symptome des Perperalsepsis
- Schüttelfrost, hohes Fieber > 39°C
- Tachykardie,
- Hypotonie,
- Tachypnoe
- Leukozytose > 20 Gpt/l;
- Leukopenie < 8 Gpt/l
- Transaminasen-und Bilirubinanstieg, Niereninsuffizienz
- Disseminiert Gerinnungsstörung (DIC) Thrombozytopenie
- Endotoxinschock,
- Multiorganversagen
Toxoplasmosefetopathie
- oft Früh und oder Mangelgeburt
- Hydrozephalus, intrazerebrale Verkalkung
- Chorioretinits (Ader- Netzhaut Entzündung)
- Leber und Milzvergrösserung
- Ikterus
- Entwicklungsstörung