D3 Medikamentengruppen


C. C.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zu Medikamentengruppen in der Pflege, insbesondere bei Herzinsuffizienz, Angina pectoris und weiteren Erkrankungen. Sie erklären Wirkungen, Anwendungen und Prophylaxen von Mitteln wie Nitraten, Diuretika oder Antihypertensiva und zeigen deren Bedeutung für die Behandlung und Therapie auf. Ideal für Auszubildende in der Pflege, um Medikamentengruppen gezielt einzusetzen und deren Effekte zu verstehen.
Karten
26
Lernende
435
Sprache
Deutsch
Kategorie
Pflege
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
12.11.2018 / 23.09.2026

Lernkarten

Analgetika (nichtopioide)

Brufen, Voltaren

Wirken vorwiegend peripher durch Hemmung der Schmerzübertragung im peripheren Nervensystem.

Analgetika (opioide)

Morphin, Durogesic

Wirken vorwiegend im zentralen Nervensystem, indem sie die Schmerzempfindung unterdrücken.

Antibiotika

Co-Amoxi-Mepha, Ciproxin

Substanzen gegen bakterielle Infektionen; stören gezielt die Stoffwechselvorgänge von Bakterien bei vergleichsweise geringer Schädigung des menschlichen Organismus.

Antidementiva

Aricept, Ebixa

Symptomatische Behandlung von Demenzerkrankungen; können vorübergehend eine Besserung der Symptome oder eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs bewirken.

Antidiabetika (Insuline)

Lantus, NovoRapid

Senkung des Blutzuckerspiegels bei Klienten mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus. Da Insulin durch die Verdauung unwirksam wird, kann es nicht oral eingenommen werden.

a) Langwirkendes Insulin (Verzögerungsinsulin)

b) Kurzwirkendes Insulin

c) Mischinsulin

Antidiabetika (oral)

Glucophage, Amaryl

Sind nur wirksam, wenn die körpereigene Insulinproduktion noch teilweise funktioniert; die Wirkung ist je nach Medikament unterschiedlich (reduzierte Blutzuckerneubildung, Verstärkung der Glukoseaufnahme ins Gewebe, Wirkungsverstärkung blutzuckersenkender Substanzen im Körper).

Antiemetika

Motilium, Zofran

Hemmung von Nausea und Brechreiz durch zentrale Wirkung auf das Brechzentrum im Gehirn und durch Beschleunigung der Magenentleerung.

Antihypertensiva (ACE-Hemmer)

Reniten, Lopirin

Wirken blutdrucksenkend durch Vasodilatation der peripheren Gefässe; verbessern zudem die Pumpleistung des Herzens und wirken so den Symptomen einer Herzinsuffizienz entgegen.

Antihypertensiva (Angiotensin- Rezeptorblocker)

Diovan, Blopress

Wirken blutdrucksenkend durch Vasodilatation der peripheren Gefässe; verbessern zudem die Pumpleistung des Herzens und wirken so den Symptomen einer Herzinsuffizienz entgegen.

 Antihypertensiva (Betablocker)

Concor, Beloc ZOK

Herzmedikamente, die den Puls verlangsamen und den Blutdruck senken; das Herz hat während der Diastole mehr Zeit, sich zu füllen, wodurch die Auswurfleistung gesteigert wird; wirken zudem gegen Herzrhythmusstörungen und Angina pectoris.

Antihypertensiva (Calciumantagonisten)

Adalat, Norvasc

Hemmen den Calciumeinstrom in die Muskelzellen der Arterien, was eine Vasodilatation und eine Senkung des Blutdrucks zur Folge hat; verbessern zudem die Durchblutung des Herzmuskels und sind somit gegen Angina pectoris wirksam.

Antikoagulanzien (Cumarine)

Marcoumar, Sintrom

Herabsetzung der Blutgerinnung zur Prophylaxe und Therapie thromboembolischer Erkrankungen; Langzeittherapie; Cumarin ist ein Wirkstoff, der direkt die Bildung von Gerinnungsfaktoren in der Leber hemmt.

 

Antikoagulanzien (Heparine)

Clexane, Fraxiparine

Herabsetzung der Blutgerinnung zur Prophylaxe und Therapie thromboembolischer Erkrankungen; zeitlich beschränkte Therapie.

Antimykotika Anwendung lokal oder systemisch

Ampho-Moronal, Mycamine

Zur Behandlung von Pilzinfektionen durch Wachstumshemmung oder Abtötung.

Antipyretika

Novalgin, Dafalgan

Senken das Fieber oder schützen vor Fieber durch erhöhte Wärmeabgabe und vermehrte Schweisssekretion.

Antitussiva

Resyl plus, Sinecod

Dämpfen den Hustenreflex und vermindern so den Hustenreiz.

Benzodiazepine

Temesta, Dalmadrom

Helfen bei Anspannungs- und Angstzuständen und Schlafstörungen, sinnvoll in Krisensituationen oder wenn der Schlafrhythmus gestört ist.

Bronchospasmolytika

Ventolin, Serevent

Führen zur Erschlaffung der Bronchialmuskulatur und erweitern dadurch die Atemwege, zum Beispiel bei Asthma.

Diuretika

Torem, Lasix

Fördern die Harnausscheidung und werden häufig bei Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz eingesetzt.

Glukokortikoide

Prednison, Pulmicort

Wirken entzündungshemmend und antiallergisch; werden bei Asthma, Allergien, Hauterkrankungen und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.

Laxantien

Dulcolax, Bulboid

Fördern die Stuhlentleerung; zur Therapie und Prophylaxe von Obstipation.

Nitrate

Nitroderm TTS, Nitroglycerin Streuli

Erweitern die Blutgefässe und verbessern dadurch die Sauerstoffzufuhr; häufige Anwendung bei Angina pectoris und Herzinsuffizienz.

Psychopharmaka (Antidepressiva)

Remeron, Saroten

Gegen depressive Verstimmungen; wirken stimmungsaufhellend, angstlösend, antriebssteigernd oder antriebshemmend.

Psychopharmaka (Neuroleptika)

Zyprexa, Haldol

Antipsychotische und beruhigende Wirkung; zum Beispiel zur Behandlung von Wahnvorstellungen.

Thrombozytenaggregationshemmer

Plavix, Aspirin cardio

Verhindern das Aneinanderhaften von Thrombozyten und werden unter anderem zur Prophylaxe und Therapie von thromboembolischen Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt eingesetzt.

Zytostatika, Chemotherapeutika

Hycamtin, Leukeran

Substanzen, die das Zellwachstum oder die Zellteilung hemmen, wobei sich ihre Wirkung gezielt auf die krankheitsverursachenden Zellen richtet; werden zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt.

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