Theoretische Informatik

Begriffe zur Vorlesung "Theoretische Informatik" an der ETHZ, HS18

Begriffe zur Vorlesung "Theoretische Informatik" an der ETHZ, HS18


M. L.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über theoretische Informatik auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Algorithmen, Sprachen, Mengen und ihre Eigenschaften, einschließlich rekursiver Sprachen, Homomorphismen und Optimierungsproblemen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Informatik, die sich mit theoretischen Grundlagen vertraut machen und ihre Kenntnisse in algorithmischer Komplexität, Sprachtheorie und Mengenlehre vertiefen möchten.
Karten
35
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.11.2018 / 22.01.2021

Lernkarten

Alphabet

Endliche nichtleere Meenge E (Epsilon)

Buchstaben (Zeichen, Symoble)

Elemente eines Alphabets

Wort

Endliche, eventuell leere Folge von Buchstaben aus dem Alphabet

leeres Wort

λ, leere Buchstabenfolge (in jedem Alphabet enthalten)

Länge eines Wortes

|w|: Anzahl Buchstaben in w (|λ| = 0)

Σ*

Menge aller Wörter über Σ

Σ+

Σ* - {λ}

Konkatenation (von Wörtern)

Verkettung für ein Alphabet Σ ist eine Abbildung Kon: Σ*xΣ* -> Σ*

Umkehrung (Reversal) von a

a^R (alle Buchstaben in umgekehrter Reihenfolge)

Teilwort

v heisst ein Teilwort von w <=> w = xvy

Präfix

v heisst Präfix von w <=> w = vy

Suffix

v heisst ein Suffix von w <=> w = xy

echtes Teilwort

v (nicht λ) heisst echtes Teilwort von w <=> v != w und v Teilwort von w

|x|a

Anzahl der Vorkommen von a in x

Kardinalität

|A| (Anzahl Elemente in einer Menge)

Potenzmenge

P(A) = {S|S ist Teilmenge von A}

kanonische Ordnung

kurze Wörter zuerst, gleiche Wörter lexikographisch geordnet

Sprache

L, Teilmenge von Σ*

Komplement

LC = Σ* - L

Leere Sprache

L = {}

Konkatenation von Sprache

L1*L2 = {vw| v von L1 und w von L2}

Kleene'scher Stern von L

L*

Homomorphismus

Ein Homomorphismus von Σ1* nach Σ2* ist jede Funktion h: Σ1* -> Σ2* mit den Eigenschaften (i) h(λ) = λ (ii) h(uv) = h(u)+h(v)

Äquivalenz zweier Algorithmen

Zwei Algorithmen A und B sind äquivalent, wenn sie über dem gleichen Eingabealphabet arbeiten und A(x) = B(x)

rekursiv

Eine Sprache, wenn ein Algorithmus existiert, welcher die Sprache erkennt

Optimierungsproblem

Ein 6-Tupel U (Σ1, Σ0, L, M, cost, goal)

(i) Σ1: Eingabealphabet

(ii) Σ0: Ausgabealphabet

(iii) L: Sprache der zulässigen Eingaben

(iv) M: Menge der zulässigen Lösungen für x

(v) cost: Kostenfunktion

(vi) goal ist das Optimierungsziel (entweder min oder max)

optimale Lösung eines Optimierungsproblems

eine Lösung heisst optimal, wenn cost = goal

Knotenüberdeckung

Jede Knotenmenge U, so dass jede Kante aus E zu mindestens einem Knoten aus U inzident ist

Klausel

beliebige endliche Disjunktion von Literalen

Konjunktive Nornmalform (KNF)

Verundung von Veroderungen

Aufzählungsalgorithmus

Ein Algorithmus, der für jede Eingabe n die kanonisch n ersten Wörter ausgibt (Sprache L ist rekursiv <=> es existiert ein Aufzählungsalgorithmus für L

Kolmogorov-Komplexität

K(x): das Minimum der binären Längen der Pascal-Programme, die x generieren

K(n) der natürlichen Zahlen

K(n) = K(Bin(n))

Lemma 2.5

Es existiert für jede Zahl n ein nichtkomprimierbares Word der Länge n)

Primzahlsatz

lim(n->inf) Prim(n) / n/ln n = 1

Lernen