Urologie

BsC Pflege, ZHAW, 1.HS

BsC Pflege, ZHAW, 1.HS


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Urologie, insbesondere die Anatomie und Pathologien des männlichen Genitaltraktes. Sie behandeln Erkrankungen wie Hodentorsion, Hodenbruch, Phimose, und Prostatavergrößerung, sowie deren Symptome, Diagnosen und Behandlungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf Urologie spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu häufigen und seltenen urologischen Erkrankungen liefern.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
06.11.2018 / 17.12.2018

Cartes-fiches

Männliche Hormondrüsen 

Regulation männlich Hormondrüsen 

Männliche Geschlechtshormone 

  • Gn-RH
    • stimuliert die männlichen Geschlechtshormon
    • Gonadoliberin 
  • FSH
    • zur Spermienreifung in den Sertolizellen des Hodens 
  • LH
    • Testosteronbildung in den Leydig Zwischenzellen des Hodens 
  • Aus dem Hypophysenvorderlappen 

Hormoneller Regelkreis beim Mann 

Testosteronwirkung übersicht

Testosteronwirkung 

  • während der Pubertät:
    • Wachstum von Hoden und Penis 
  • Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale
    • Tieferwerden der Stimme, Bartwuchs, Zunahme der Körperbehaarung, Knochen-und Muskelwachstum)
  • Stimulation des Geschlechtstriebs (Libido)
  • Einfluss auf geschlechtsspezifische Verhaltensweisen. 
  • Zusammen mit FSH setzt Testosteron die Spermienreifung in Gang.

Spermatogenese 

  • Die Entwicklung der unreifen männlichen Keimzellen zu befruchtungsfähigken Spermien 
  • beginnt in der Pupertät in den Hodenkanälchen 
  • dauert ca 3 Monate 

Ejakulat besteht aus 

  • Sperma 
  • Sekrete von Nebenhoden, samenbläschen, Prosata ua Drüsen 

Fertilitäat 

  • Fruchtbarkeit, beim Mann auch Zeugungsfähigkeit oder Potentiagenerandi
  • Geschlechtliche Vermehrungsfähigkeit.

Fertalitätsdiagnostik beim Mann 

 Fertilitässtörungen beim Mann Ursachen 

  • Psychisch
  • Medikamentös-toxisch
    • Nikotin, Rauschgift, Alkohol, Arzneimittel (Zytostatika , Beruhigungsmittel , H2-Blocker) 
  • Durchblutungsbedingte (=Vaskuläre)  
  • Weitere Ursachen, 
    • z.B. Varikozele des Hodens 
    • Nicht oder zu spät behandelte Störungen des Hodenabstiegs (=Hodenretention) , Hodenentzündungen, 
    • Samenleiterverschluss z.B.  nach Prostaaentzündung
    • Antikörperbildung gegen das eigene Sperma 
    • Neurologisch, z.B. Querschnittslähmung 
    • Allgemeinerkrankungen, z.B. Diabetes mellitus. 

Geschlechtsdrüsen 

  • Prostata 
    • bilden ein dünnflüssiges, schwach saures Sekret 
  • Samenbläschen (Vesicula seminales)
    • Sekret ist Voraussetzung für die Beweglichkeit der Spermien in den weiblichen Geschlechtsorgane
  • Cowper Drüsen 
    • im Beckenboden 
    • produziert bei Erregung ein klares, visköses Sekret 
    • Dient der Befeuchtung und Spühlung der Urethra vor der Ejakulation 
    • erhöht die Gleitfähigkeit 

Lageanomaliene des Hodens 

  • Hodenretention (Retnetio testits) 
    • Ausbleiben des physiologischen Hodenabstikgs über den Leistenkanal in das Skrotum 
  • Geithoden 
    • Leistenhoden der in das Skrotum hinuntergezogen werden kann, sich dann aber zurückzieht 
  • Pendelhoden 
    • liegt teils im Hodensack, wander aber bei Kälte hoch in die Leiste

Lageanemalien des Hodens Übersicht 

Hypospadie 

  • (untere Harnröhrenspalte):
  • Angeborene Verschlussstörung der Harnröhre mit Mündung der Harnröhre an Penisunterseite oder Skrotum.
  • Häufigkeit ca. 0,5% der Neugeborenen Knaben.
  • Therapie:
    • operative Korrektur der Fehlbildung mit Harnröhrenneubildung und Penisaufrichtung. 
    • Bei leichten Formen der glandulären Hypospadie ist keine Behandlung erforderlich

Epispadie 

  •  (obere Harnröhrenspalte)
  • Angeborene Verschlussstörung der Harnröhre mit Mündung der Harnröhre an der Penisoberseite.
  •  Harnröhrenmündung am Penisrücken, und die Harnröhre liegt rinnenförmig frei.
  • In schweren Fällen reicht die Verschlussstörung bis zum Blasenschließmuskel. 
  • Der Übergang zur Blasenekstrophieist fließend.
  • Die Behandlung ist operativ.

Übersicht über die Penisfehlbildungen 

Phimose 

  • Angeborene oder erworbene Verengung der Vorhaut.
    • Erworben z.B. als Folge von Entzündungen des Penis oder von zu frühen Versuchen während der Kindheit, die Vorhaut zurückzuziehen.
  • Therapie: Zirkumzision
  • Bei neugeborenen Knaben besteht physiologischerweiseeine Verklebung von Vorhaut und Eichel, die sich in der Regel innerhalb der ersten zwei Lebensjahre spontan löst.

Balanitis (Balanophisthitis

  • Entzündung von Eichel und Vorhaut.
  • Folge einer unzureichenden Genitalhygiene.
  • Begünstigend sind Phimose  und Diabetes mellitus.

Symptome:

  • Eichel und Vorhaut sind gerötet, 
  • Jucken und Schmerzen.
  • übel riechender Ausfluss

Diagnose:

  • Abstrichentnahme, Urinkultur zur Erregeridentifizierung. 
  • STDs werden ausgeschlossen,

Behandlung:

  •  Systemische Antibiotikagabe. 
  • Bei einer Phimose erfolgt nach Abklingen der Entzündung eine Zirkumzision.

Paraphimose 

  • Schnürringbildung hinter der Eichel durch zu enge Vorhaut.
  • Bei relativer Vorhautenge kommt es beim Zurückstreifen der Vorhaut zur Bildung eines Schnürrings und einer schmerzhaften ödematösen Schwellung von Eichel und Vorhaut (der arterielle Zufluss ist frei, der venöse Abfluss unterbrochen). 

Therapie:

  • Manuelle Reposition unter Analgetika.
  • Bei Erfolglosigkeit Inzision auf der Penisoberseite und spätere Zirkumzision erforderlich

Prostatitis 

  • Entzündung der Prostata 
  • akute Prostatis: 
    • durch grammnegative Bakterien verursacht 
    • steigen über die Harnröhre au 
  • chronische Prostatis 
    • meist eine nicht ausgeheilte aktue Prostatitis 
  • Symptome 
    • Dysurie (=Störungen des Wasserlösens) , 
    • Häufiger Harndrang (=Pollakisurie), 
    • evtl. Blut im Urin (=Hämaturie) / Ausfluss aus der Harnröhre 
    • Spannungs-und Druckgefühl in der Dammregion 
    • Stuhldrang, Schmerzen beim Stuhlgang 
    • Bei der akuten Prostatitis zusätzlich allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber (ggf. mit Schüttelfrost). 
    • rektale Untersuchung: Prostate druckschmerzhaft und vergrössert 

Prostathyperplasie 

  • die harnröhrennahen Drüsen der Prostata vergrössert sich 
  • Harnröhre wird zunehmend eingeengt 
  • ca 50%  der über 50 Jährigen 

Prostatahyperplasie und Blasendruckprofil 

Tranurethrale Ausschälung der Prostata TUR 

Prostataresektion 

  • radikale Prostaovesikulektomie 
    • Entfernung der Prostat und ihrer Kapsel, der Samenblasen und der durch die Prostata verlaufende Harnröhrenabschnitten 
  • Nebenwirkungen
    • Zeugungsunfähigkeit 
    • Impotenz
    • Inkontinenz 

Zugangswege bei Prostataresektion 

Hoden und Nebenhodenentzündung 

  • Orchitis: Hodenentzündung 
  • Epidiymitis: Nebenhodenentzündung 

Krankheitsenstehung der Hoden und Nebenhodenentzündungen 

  • Orchitis
    • meist durch hämatogene Erregerstreuung bei Allgemeininfekten 
  • Epididymits
    • durch fortgeleitete Infektionen von Prostat und Harnwege 
  • Symptome
    • Zunehmende Schwellung des Hodens bzw Nebenhodens mit Rötung der Skrotalhaut 
    • Starke Schmerzen im Hodenbereich und Ausstrahlung in Samenstrang und Leiste 
    • Allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber 

Diffenteialdiagnose der Hodenentzündung 

  • Hodentumore
  • Hoden bzw Skrotalhämatome 
  • Skrotalhernien
  • Hydrozele
  • Hodentorsion 

Hodenbruch (Leistenbruch)

  • Definition: Vorgall von Bauchinhalt in den Processus vaginalis 
  • Pahtogenese 
    • Vorfall von Bauchinhalt in das Skrotum
    • Inkarzeration
    • Durchglutungsstörungen 
  • Symptome 
    • umfangsvermehrtes Skrotum
    • Kolik 

Hodentorsion (Samenstrangtorsion) 

  • Drehung von Hoden und Samenstrang um die Längsachse 
  • Akutes Krankheitsbild das sofort behanldet werden muss 
  • Betroffene sind Säuglinge, Jugendliche und junge Männer 
  • Krankheitsenstehung 
    • abnorme Beweglichkeit des Hodens
    • Untergang von Hodengewebe durch Unterbrechung des Blutflusses 
    • schmerzende Hoden steht höher als der gesunde 
    • betroffenes Skrotum ist bläuchlich verfärbt 
    • Prehn- Zeichen ist negativ. dH das Anheben des Hodens führt zu einer Schmerzverstärkung 

Symptome und Untersuchungsbefunden der Hodentorsion 

  • plötzliche Einsetzen der Beschwerden im betroffenen Hoden 
  • starke Schmerzen im betroffenen Hoden, einseitig im Unterbauch und in der Leistenregion 
  • Übelkeit und Erbrechen 
  • Patient kann kaum noch laufen 

Behandlungsstrategie der Hodentorsion 

  • Frühoperation innerhalb der ersten 4 - 6h nach beginn der Symptome 
  • Stieldrehung des Hodens wird gelöst und der Hoden wird fixiert (Orchidopexie)
  • Je früher der OPs, desto grösser die Chance den Hoden zu retten 

Varikozele 

  • Krampfaderatige Erweiterung, Verlängerung und Schlängerlung der Hodenvene und des Venengeflechts im Hodensack 
  • Altersgipfel 15 - 25 Lebensjahr
  • Symptome, Befund und Behandlungsstrategie 
    • bei zunehmenden Beschwerten, unerfüllten Kinderwunsch und pathologischem Spermiogramm 
    • Sklerosierung der V. resticularis durch Inketion eines Verödungsmittels nach einer kleinen Inzision im Skrotalbereich

Varikozele 

Hyrocele 

Hyrozele 

  • Defintion
    • Ansammlung seröser Flüssigkeit im Processus vaginalis 
  • Pathogenese
    • im Zusammenhang mit Aszities und Skrotalädem 
    • ideopathisch 
  • Symptome 
    • umfangsermehrtes Skrotum
    • meist nicht schmerzhaft 
  • Untersuchung 
    • Adspektion, Palpation, Sonographie, Punktion 
  • Therapie 
    • Grundleiden, Punktion 

Übersicht über Hodenveränderungen 

Bösartige Hodentumoren 

  • Hodentumore sind meist bösartig 
    • nur 5% gutartig 
  • meist von den Keimzellen ausgehender, bösartiger Tumor des Hodens 
  • zählt zu den häufigsten Bösartigen Tumoren junger Männer 
  • Altersgipfel 20 - 40 Jahre 

Erkankungen des Nebenhodens 

  • segmentale oder totale Aplasie 
  • Epididymitis 
  • Spermatocele, Spermagranulom, Samenstauung 

Étudier