Sepsis

BsC Pflege 1. HS ZHAW

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M. V.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über Sepsis, eine lebensbedrohliche Infektion, die zu Organdysfunktionen und Schock führen kann. Sie behandeln Ursachen, Symptome wie Fieber, Tachykardie und Organversagen, sowie Therapien wie Antibiotika und supportive Maßnahmen. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Sepsis vorbereiten.
Karten
24
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
06.11.2018 / 06.11.2018

Lernkarten

Ätiologie der Sepsis 

  • Ursache ist meist eine Infektion mit Baktetrien, selten Viren oder Pilze
  • Ausgangslunkte sind unterschiedlichste Infektionsstellen 

Lokale infektion 

  • sind durch natürliche Gewebearchitektur begrenzte Infektionen 
  • verbleiben im Bereich der Eintrtittspforte 
  • es kommt zu Entzündsreaktionen 
  • allgemeine Reaktionen möglich
    • Fieber, Leukozytose, Anstieg der BSG, Aktivierung des Stoffwechsels 

Lymphangitis- adenitis 

  • Komplikationen der lokalen Infektionen 
  • Lymphangitis:
    • rote Streiffen im Verlauf der Hauptlymphgefässe 
  • Lymphadenitis 
    • wenn die Infektion die regionalen Lymphknoten ereicht 
    • die Lymphknoten schwellen druckdolent an 

Erreger der Lymphangitis und adenitis 

  • hpts Streptokokken aber auch Staphylokokken 
  • Eintrittspforten sind kleine Verletzungen, Insektenstiche, Bissverletzungen 

 

Therapie der Lymphangitis- adenitis 

  • Behandlung der auslösenden Entzünsungen 
    • Antibiotisch
  • Lymphangitis: Ruhigstellung der betroffenen Extremitäten 
  • Bei Einschmezlung und Abszedierung benötigt es chirurgische Massnahmen 

Entzündungsursachen 

systemische Infektion 

  • Streuung der Erreger in eines oder mehreren Organsysteme 
  • Kann zu Organdysfunktionen bis hin zum Mulitorganversagen führen 
    • durch vermehrte, systemische Freisetzung von Zytokine
  • Ausläsende Faktoren können Endotoxine oder grosse Gewebetraumen sein 

Übersicht über die Sepsie 

Sepsis 

  • bei einer Sepsis wird der ganze Körper von Erregern überschwemmt 
  • Symptome 
    • heftigen Entzüsnungen
    • innere Organe schwellen an 
    • Kreislauf kollabiert 
    • Blutgerinnung wird überaktiv --> Thrombus gefahr 

Definition sepsis 

Sepsis ist definiert als eine lebensbedrohliche Organdysfunktion,hervorgerufen durch eine inadäquate Wirtsantwort auf eine Infektion.

  • Eine schwere Sepsis 
    • zusätzlich mindestens ein Organ in seiner Funktion akut eingeschränkt ist.
  • Ein septischer Schock 
    • dadurch charakterisiert, dass zusätzlich (trotz Infusionstherapie) eine Hypotension vorliegt.

Besonders gefährdet von Sepsis sind 

  • Frühgeborene 
  • sehr alte Patienten 

Ausweitung der lokalisierten Infektion durch

  • nekrotisierende Infektionen
  • Abszesse 
  • Ausbreitung über das Lymphsystem oder die Blutbahn 

Ätiologie der Nosokomialen Sepsis 

Übersicht über die Sepsis 

Ablauf der Sepsis 

  1. Infektionsherd
  2. Erreger oder Erregerprodukte tritt in die Blutbahn über 
  3. überschiessende Produktion von zytotoxischen Substanzen 
    • Kapillarendothel wird geschädigt 
    • Ödeme bilden sich im Interstitium
    • Sauerstoffversorgung des Gewebes ist beeinträchtigt 
    • Blutgerinnung wird aktiviert 
    • Fibrinolyse ist gehemmt 
  4. Thromben bilden sich in den Kapillaren 
  5. Durchblutungsstörungen verstärken den Sauerstoffmangel im Gewebe 
  6. Blutdruck sinkt durch Verringerung des Gefässwiderstands durch Stickstoffmonoxid aus dem Endothel 
  7. Minderversorgung der Organe mit Sauerstoff 
    • Organschädigung
    • Kreislufversagen 

Warnzeichen der Sepsis 

  • Körpertemperatur: 
    • unter 36 oder über 38,5 °C 
  • Erhöhte Atemfrequenz 
  • Tachykardie 
  • Veränderter Mentaler Status 
    • Erhähte Schläfrigkeit, Letharglie 
  • Verzögerte kapilläre Füllungsweite 
  • Risikopatienten
    • unter 3 Monate alt oder ältere Patienten 
    • chronische Krankheiten 
    • kürzliche Operiert 
    • Immunsupprest 

 

Symptome der Sepsis 

  • Fieber (≥ 38,0 °C) mit Schüttelfrost oder Hypothermie (≤ 36,0 °C)
  • Tachykardie (Herzfrequenz ≥ 90/min)
  • Tachypnoe (Frequenz ≥ 20/min) 
  • Dyspnoeoder Hyperventilation 
  • Hypotonie systolischer Blutdruck < 100 mmHg
  • Schmerzen
  • Extremes, nie gekanntes Krankheitsgefühl
  • Unruhe, Verwirrthei tDesorientiertheit 
  • leichte Benommenheit, bis hin zum Koma
  • Exsikkose
  • Periphere Minderdurchblutung, verfärbte Haut

Mögliche Laborveränderungen bei einer Sepsis 

  • arteriellen Blutgasanalyse mit PaCO2 ≤ 4,3 kPa bzw. 33 mmHg
  • Leukozytose (≥ 12 000/mm.) oder
  • Leukopenie(≤ 4 000/mm.) oder 
  • mehr als 10 % unreife Neutrophileim Differenzialblutbild
  • Thrombozytopenie

Hyperdynamischer Schock 

  • auch warmer oder roter Schock 
  • Symptome:
    • Tachykardie 
    • Hypotonie 
    • gut durchblutete, warme Haut 
    • erhöhte Pumpleistung des Herzens 
  • Unterscheidet sich von anderen Schocksymptomen
  • nur möglich wenn des Gefässystem genügend mit Blut gefüllt ist (Normvolämie) und das Herz ausreichend arbeitet 

Hypodynamischer Schock 

  • auch kalter oder weisser Schock 
  • Entsteht aus dem hyperdynamischen Schock 
  • zeigen teils entgegengesetze Symptome 
    • schlecht durchblutete, blasse und kalte Haut 
    • Herzinsuffizienz 

septischer Schock Pathogenes und Pathophysiologie 

Test der Rekapillarisierung 

septischer Schock Therapie 

  • schnelle Therapie 
    • schon innerhalb der ersten Stunden kann sich eine akuter lebensbedrohlicher Zustand entwickeln 
  • Bekämpfung der Ursache der Infektion 
    • Antibiotika über 7 bis 10 Tagen 
    • Wirkung muss alle 2 bis 3 Tage neu bewertet werden um die Behanldung gezielt auf die Erreger abzustimmen 
  • weitere Massnahmen 
    • Nierenersatzverfahren (Dialyse, Hämofiltration)
    • Beatmung 
    • ersatz von Blutzellen- und Stoffen 
  • verantwortliche Infektiionsquelle vollständig heilen 

Komplikationen der Sepsis 

Nach wenigen Stundensind Organe wie Lunge, Herz undLeberbefallen und versagen –infolge der Blutvergiftung kommt es alsozu:

  • Kreislaufschock
  • Nierenversagen
  • Lungenversagen
  • Leberversagen

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