Nierenerkrankungen

1.HS BsC Pflege ZHAW

1.HS BsC Pflege ZHAW


M. V.
Diese Lernkarten behandeln die Diagnose, Symptome und Therapie von Nierenerkrankungen, darunter Nierenversagen, Niereninsuffizienz und Pyelonephritis. Sie decken auch die Auswirkungen auf den Körper, wie Harnstoff- und Kreatininwerte, sowie Behandlungsmethoden wie Dialyse und deren Komplikationen ab. Medizinisches Fachpersonal und Studierende profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis der Nierenfunktionen und -erkrankungen zu vertiefen.
Flashcards
54
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
06.11.2018 / 29.08.2019

Flashcards

Miktionsstörungen 

  • Restharnbildung: Blase nicht vollständig entleert 
  • Harnverhalt: Unfähigkeit, die gefüllte Blase zu entleeren
  • Pollakisurie: Häufiges Wasserlassen kleiner Mengen 
  • Enuresis (noctura): Nächtliches Einnässen
  • Algurie: Schmerzhaftes Wasserlassen
  • Dysurie: schmerzhaftes u/o erschwertes Wasserlössen 
  • Nykturie: vermehrtes nächtliches Wasserlassem 

Pathologische Veränderungen des Urins 

  • Hämaturie:
    • Pathologische Ausscheidung von roten Blutkörperchen
  • Leukozyturie:
    • Pathologische Ausscheidung von weissen Blutkörperchen 
  • Pyurie:
    • Eiterharn
  • Bakterurie:
    • Vorhandensein von Bakterien im Urin
  • Prtoeinurie
    • Pathologische Ausscheidung von Eiweiss 

Störungen der Urinproduktion 

  • Polyurie:> 3 000 ml/24 Std. 
  • Oligurie: < 100 - 500 ml/24 Std. 
  • Anurie: < 100 ml/24 Std.

Bestandteile und Veränderungen des Urins 

Diagnose eines HWI 

  • Urikult 
  • Teststreifen 
  • zu berücksichtigen Faktoren
    • fälschlich zu hohe Keimzahlen: durch Entnahme und Transportfehelr 
    • faläschlich zu niedrige Keimzahlen: bei Polyurie, Pollakisure, feheldem Konzentrierungsvermögen, Antibiose, Abgekapselte Abszesse, Ureterverschluss und HWI im Kindesalter 

Urogramm mit Normalbefund 

Folgen der Nierenschädigung

  • beeinträchtig die Durchblutung, die globeruläre oder tubuläre Funktion 
  • inadäquate Zusammensetzung des Urins führt zur Nierensteinen 
  • herabgesetzte Ausscheidungsfunktion (Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin, Fremdstoffe)
    • Verminderung der Ausscheidung schädlicher Substanzen
    • Anstieg der Plasmakonzentration
    • beeinträchtigt den Wasser-, Elektrolyt-, Mineral und pH Haushalt und die Blutdruckregulation 
  • defekte Glomeurlärer Filter
    • Proteinverluste 
  • gestörte tubuläre Resorption
    • vermehrte Ausscheidung von Elektrolyten, Mineralien, Bicarbonat, Glucose und AS

Formen der Dehydratation 

Ödemursachen 

  • Eiweissmangel im Blut durch
    • verminderte Proteinverlust
    • Proteinverlust 
  • erhöhter hydrostatischer Druck durch
    • Rechtsherzinsuffizinz
    • linksherzinsuffizienz
    • venöse Abflusstörung 
  • Lymphstau
  • erhöhte Kapilläre Durchlässigkeit
    • Entzündungen 

Nephrotisches Syndrom Definition 

 

Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen, die mit massiven Eiweißverlusten über die Nieren und mit Ödemen einhergehen. 

  • Krankheitsentstehung 
    • die sehr dichten Wände von Kapillarwänden und Bowman-Kapseln werden stark durchlässig,
    •  hohen Eiweißverlusten über den Urin 

Ursachen des nephrotischen Syndroms 

  • Primäre Nierenkrankheiten
    • Glomerulonephritis
    • akut chronisch fokal
  • Stoffwechselkrankheiten
    • Diabetes Mellitus 
  • Systemkrankheiten
    • Lupus 
  • Muliples Myelom 

Symptome des Nephrotischen Syndroms 

  • Leitsymptome: Ausgepräge Ödeme
    • später generalisiert mit Aszitits, Pleuraergüsse, Lungen und Hirnöden
    • zuerst der Lider und Gesicht 
  • unwohlsein
  • Müdigkeit
  • Schwäche 

Diagnostik des nephrotischen Syndrom 

  • Proteinurie >3,5g/d
  • Hypoproteinämie
    • durch den Eiweissverlust wird der kolloid- osmotischer Druck erniedrigt 
  • Erhöhung der Blutfette
    • besonder des Cholesterins 

Akutes Nierenversagen (ANV)

  • gekennzeichnet durch eine rasche, im Prinzip reversible Abnahme der Nierenfunktion 
  • Anstieg des Serumkreatinins um >0,5mg/dl
  • Anstieg des Serumkreatinins umd 25% des Ausgangswerts 
  • Anurisch, Oliguriesch Nichtoligurisch 

Ursachen des Nierenversagens 

  • prärenal
    • Zirkulatorisch ischämische Störung 
      • anaphylaktischer Schock
      • Nierengefässverschlüsse 
  • Renal 
    • Toxisch allergische Schäden 
      • Arzneimittel:
      • Intoxikation
      • Schwangerschaftsgestosen
      • Infektionen 
    • Entzündungen der Niere
      • Glomerulonephritis
  • Postrenal
    • bds Harnleiterverschluss
    • bds Hanrleiterkompression
    • vergrösserung der Protstata 
    • Harnröhrenverengung 

Akute Tubulusnekrose Symptome und Unersuchungsbefund 

  • Leitsymptom Oligurie oder Anurie (85% der Betroffenen)
  • Wasser und Elektrolythaushalt eingleisen rasch 
    • überwässerung: Lungenödem mit Luftnot und schneller Atmuing 
    • Hyperkaliämie
      • Durch Hypertonie und Ödeme 
      • Symptom: Herzryhthmusstörungen 
    • metabilische Azidose
      • verminderte H+ Ausscheidung
  • Anreicherung harnpflichtiger Substanzen
    • Kreatinin, Harnstoff, Urämietoxinen

ANV Basisdiagnostik 

  • Anamnese und Untersuchung 
  • Urin
    • Stix, Sediment, Kreatinin, Na+, FE
  • Blut
    • BB, Kreatinin, Harnstoff, Elektrolyte, Blutgase, Calcium, Phosphat, CK, LDH, Lipase, Elektrophorese, Blutkultur
  • Ultraschall Abdomen
  • EKG
  • Röntgen Thorax 

Stadien des aktuten Nierenversagens 

Akutes Nierenversagen Phase 1 

Akutes Nierenversagen Phase 2 

Akutes Nierenversagen Phase 3 

Akutes Nierenversagen Phase 4 

  • Erhohlung
    • Resorption und GFR nomalisiert 

Prognose des ANV

  • 50% Sterblickeit meist infolger der schweren Grunderkankungen 

Indikationen für die Dalysetherapie beim ANV 

  • urämiesymptome
    • Perikarditis, Übelkeit, neurolog. Symptome 
  • Hyperkaliämie > 6 - 6,5 mmol/l
  • Diuretika restistente Überwässerung 
  • Therapierefraktöre metabolische Azidose 
  • Harnstoff > 200mg/dl?

Keimspektrum und Häufigkeit bei HWI 

Weitere Ursachen der Zystitis  bei der Frau 

  • deszendierende Infektionen via Ureter
    • TB
  • Inasion aus Nachbarorganen 
  • Trauma, chirurgie oder Unfallbedingt
  • keine ätiologischen Faktoren ersichtlich
    • begünstigt durch Diabetes, Kachexie 
  • Stein oder Fremdkörper
  • Neoplasma 
  • Restharn 
    • Abflusshindernis
    • Harnretetion 
  • Aszendierende Urethritis
  • instrumenteller Eingriff
  • vaginale Infektion 

Phflenophritis Symptome und Untersuchungsbefund 

  • Fieber über 38° 
  • AZ stakr beeinträchtigt
  • Oft Übelkeit und Erbrechen 
  • Eine oder beide Nieren sind klopfschmerzhaft 
  • Rücken und Flankenschmerzen 
  • Zusätzlich meist zeichen einer Zystitis 

 

Mögliche Wege der Pyelonephritis 

  • hämatogen
  • aszendirend 

Akute Pyelonpehrtitis Definition und Krankheitsentstehung 

  • Definition: Meist bakteriell bedingte Entzündung des Nierenbeckens und Nierenparenchyms.
  • Krankheitsentsehtung 
    • meist durch das Aufsteigen von Krankheitserregern bei einer Zystitis 

Prädisponierende Faktoren der Pylonephritis 

  • Anomalien der Niere u/o des Ureters 
  • Steine 
  • Abflusshindernis in jeder mögliche Höhe
  • Diabetes mellitus 
  • Schangerschaft
  • instrumentelle Eingriffe
  • neurogene Blase 

Klinisches Bild und Laborbefunde der Pyelonphritis 

  • Fieber
  • hpts bei Frauen 
  • Lenden oder Leibschmerzen (Druckempfnindlichkeit
  • Tenesmen, Schmerzen u/o Brennen bei der Miktion 
  • Harnuntersuchung 
    • Bakteriurie 
    • Proteinurie minimal oder fehlen
    • Leukozyten und Leukozytenzylinder 

Chronische Pyelonephritis 

Chronische, bakterielle Entzündung von Nierenbecken und Nierenparenchym. 

  • Entstehung:
    • nicht ausgeheilte Harnwegsinfekte, z.B. bei Harnabflussbehinderung d
  • Risikofaktor: Diabetes mellitus. 
  • Symptome: (häufig nicht so ausgeprägt wie die der akuten Form): 
    • Unwohlsein, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, 
    • häufiger Kopfschmerzen 
    • Abnorme Blässe 
    • erhöhter Blutdruck 
  • Urinbefund: Leukozyturie und Bakteriurie. 
  • Sonographie: je nach Dauer der Erkrankung Vernarbungen der Nieren

Prognose der chronischen Pyelonephritis 

  • verlauf unterschiedlich
  • Prognose gut wenn die begünstigten Faktoren ausgeschaltet werden kännen
  • es kommt zur zunhemenden Vernarbung, Zerstörung von Nierengewebe und langsam zur chronischen Niereninsuffizienz mit Dialysepflicht

Definition chronische Niereninsuffizienz 

  • (kurz CNI, auch chronisches Nierenversagen, kurz CNV): 
  • Langsam zunehmende Nierenfunktionsstörung auf dem Boden zahlreicher Grunderkrankungen,
  • die zum völligen Funktionsverlust beider Nieren mit terminaler Niereninsuffizienz und Dialysepflicht fortschreitet.

Leitsymptome der chronischen Niereninsuffizienz 

  • urämie (Harnvergiftung 
    • durch Anreicherung harnpflichtiger Substanzen bei fortgeschritener Niereninsuffizienz bedingter Symptomkomplex

Hauptursachen der chronischen Niereninsuffizienz 

  • Chronische Hypertonie 
  • Chronische Glomerulonephritiden 
  • Diabetische Nephropathie 
  • chronische Pyelonephritis 
  • schmerzmittelbedingte Nierenschädigung (=Analgetika-Nephropathie). 
  • Seltener: Zystennieren oder obstruktive Uropathie 

Glomerulonephritis GN 

  • Abakterielle Entzündung der Niere mit primärere Schädigung der Nierenkörperchen
  • Akute Glomerulonephritis 
    • häufig im Rahmen einer fehlgeleiteten Immunreaaktion 1 -4 Wochen nach einer Infektion 
    • Selten Folge einer Autoimmunkrankheite mit rascher verschlechterung der Nierenfunktion 

Symptome der akuten Glomerulonephritis 

  • Zylindrurie, Mikrohämaturie
  • Makrohämaturie
  • Oligurie: leich, mässig oder schwer 
  • Ödem 
  • Hypertonie

Analgetika Nephropathie mit Papillennekrosen 

Obstruktive Uropahtie 

  • Definition: Durch Verlegung oder Verengung der Harnwege entstandene Nierenschädigungen 

Study