Biologie 1

1.Semester (Evolution)

1.Semester (Evolution)


T. G.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der universitären Biologie ab. Sie behandeln Themen wie Populationen, Mutationen, Selektion und die Evolution von Arten, wobei auch zelluläre Prozesse und genetische Variabilität eine Rolle spielen. Die Karteikarten erklären die Bedeutung von Homologie, Genflüssen und der synthetischen Theorie der Evolution, einschließlich natürlicher Selektion und ihrer verschiedenen Typen. Sie eignen sich für Studierende, die ein tieferes Verständnis der biologischen Grundlagen und evolutionären Prozesse erlangen möchten.
Karten
16
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.10.2018 / 02.12.2019

Lernkarten

Allel

alternative Varianten eines Gens

Locus/ Loci

Bestimmter Genort auf einem bestimmten Chromosom

Spezies (Art)

= Aussehen, Erscheinung

Phänotyp

Erscheinungsbild

Genotyp

genetische Konstitution

Gen

DNA- Abschnitt für vererbliche Merkmale

Genpool

Gesamtheit aller in einer Population vorhandenen Gene und Allele

Bedeutung von Evolution (inklusive Mikro/ Makroevolution)

Veränderungen der Populationen im Laufe der Zeit durch Variation, Mutation und Selektion aufgrund ihres Anpassungsbedarfs an eine sich ständig ändernde Umwelt.

• Mikroevolution: Veränderung der Allelfrequenz in einer Population im Laufe der Zeit

• Makroevolution: grossen evolutiven Entwicklungsschritte, die völlig neue und auch sehr erfolgreiche Organismengruppen hervorgebracht haben

Unterschiede zwischen den Theorien von Lamarck und Darwin 

Natürlichen Selektion

  • Natürliche Selektion vergrössert die Häufigkeit adaptiver Genotypen und führt daher zu einer adaptiven Evolution

 

3 Typen der natürlichen Selektion 

1. Gerichtete (dynamische) Selektion:

Führt zu einer Förderung solcher Merkmalsträger, die zuvor an eine extreme Umweltsituation angepasst waren, nun aber bei einer neuen Umweltsituation besser adaptiert sind.

2. Stabilisierende Selektion:

Wirkt gegen beide extremen Phänotypen und bevorzugt die durchschnittlichen 17

3. Disruptive Selektion:

Wenn die Umweltbedingunen Individuen beider Extreme eines phänotypischen Spektrums gleichzeitig gegenüber Individuen eines durchschnittlichen Phänotyps begünstigen.

Genetische Variabilität durch Mutation im Sinne der Evolution

• Mutation und sexuelle Fortpflanzung sorgen für die genetische Variabilität, die Evolution möglich macht.

• Sämtliche neuen Allele gehen auf Mutation zurück.

• Bei vielzelligen Organismen, können nur Mutationen in Zelllinien, die Gameten erzeugen, an die Nachkommen weitergegeben werden.

• Mutationsraten bei Tieren und Pflanzen sind im Allgemeinen gering: 1 Mutation pro 100.000 Gene und Generation

• Bei Prokaryoten sind die Raten niedriger -> schnellere Generationsfolge ermöglicht genetische Variabilität in kurzer Zeit.

Prozesse der synthetischen Theorie der Evolution

• Natürliche Selektion

• Mutation

• Genetischer Drift: bei Naturkatastrophen, wobei eine Gruppe von Trägern bestimmter Merkmale plötzlich aussterben. Dadurch verschiebt sich die Zusammensetzung des Genpools. Sie ist in kleinen Populationen viel wirksamer als in grossen.

• Genfluss durch Migration zwischen Populationen: Transfer von Allelen zwischen Populationen. Die Angehörigen einer Art ähneln einander deshalb, weil ihre Populationen durch Genfluss miteinander verbunden sind.

• Nicht-zufällige Paarung

Endosymbiontentheorie 

Sie nimmt an, dass Mitochondrien und Plastiden früher Prokaryoten waren, die durch grössere Zellen gefressen und unverdaut wurden und begannen in den grösseren Zellen weiter zu leben.

Endosymbiont= Zelle, die in einer anderen Zelle überlebt.

Hierarchische Klassifiktion

Taxonomie ist das wissenschaftliche Fachgebiet, das sich mit der Benennung und Klassifizierung von Lebewesen befasst  -> umfasst vom Allgemeinen zum Speziellen: Domäne, Organismenreich, Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art.

Merkspruch: Die ART des GATTEN, die FAMILIE in ORDNUNG zu halten ist KLASSE und STAMMT aus REICHER Erfahrung 

 

Kriterien um Stammbaum zu erstellen

Bei der Rekonstruktion phylogenetischer Stammbäume müssen Ähnlichkeiten danach unterscheiden werden, ob sie auf Homologie oder Analogie zurückgehen

• Homologie: Ähnlichkeiten, die auf gemeinsame Vorfahren zurückgehen

• Analogie/Konvergenz: Ähnlichkeiten systematisch nicht näher verwandter Taxa

• Rudimente: verkümmerte Reste von Strukturen, die bei den Vorfahren des betreffenden Organismus wichtigen Funktionen dienten

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