Parasitologie

BsC Pflege, ZHAW, 1. HS

BsC Pflege, ZHAW, 1. HS


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über parasitäre Erkrankungen wie Skabies, Amöbiasis und Malaria, die den Menschen betreffen. Sie behandeln Symptome, Diagnostik, Behandlungsstrategien und Präventionsmaßnahmen, wobei auch seltene Komplikationen wie Leberabszesse und zerebrale Toxoplasmose berücksichtigt werden. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die sich auf Infektionskrankheiten spezialisieren.
Karten
43
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
29.10.2018 / 06.08.2025

Lernkarten

Protozoen 

  • Tiereische Einzeller
  • Fortgbewegung durch Geisslen, Wimpern oder fusförmige Ausläufer 

Malaria 

  • schwere Infektionskrankheit der warmen Erdzonen
  • durch wiederholte Fieberschübe gekennzeichnet 
  • Erreger Plasmoiden.
    • Nachweis ist meldepflichtig 

Plasmoidenarten 

  • Plasmodium falciparum
    • als Erreger der Malaria tropica (sie ist die am häufigsten eingeschleppte und gleichzeitig die gefährlichste Malariaart) 
  •  Plasmodium vivax und Plasmodium ovale
    • als Erreger der Malaria tertiana 
  • Plasmodium malariae
    • als Erreger der Malaria quartana. 

Entwicklungszyklen der Plsamoiden 

  • gebunden an ein Wirtswechsel zwischen Menschen und Anoptheles Mücke 
  • Mücken weibchen sauten Blut eines infizierten
    • nehmen Entwicklungsformen der Plasmoiden auf 
  • Plasmoiden durchlaufen weitere Entwicklungsschritte in der Mücke 
  • Übertragung der Parasiten auf den Menschen beim nächsten Stick
    • Entwicklungszyklus schliesst sich ¨

Symptome und Untersuchungsbefund der MAlaria 

  • Inkubationszeit 1 - 5 Wochen bis zu einem Jahr 
  • Beginn: Kopf- Gliederschmerzen und Fieber 
  • Weiterer Verlauf 
    • hohes Fieber
    • Malaria tropica kein regelmässiger Rhythmus
    • Malaria quartana und tertiana mit Fieberryhthmus 
  • Rückfall unbehandlet viele Jahre lang 

Komplikationen der MAlaria 

 

  • Akutes Nierenversagen 
  • Zerebrale Malaria mit enzephalitisartiger ZNS-Beteiligung
  • Gerinnungsstörungen (Verbrauchskoagulopathie) 
  •  Schwarzwasserfieber durch Hämolyse (massenhafter Zerfall der roten Blutkörperchen) mit Vielfachschädigung innerer Organe. 

Diagnostik der Malaria 

  • mikroskopische Blutuntersuchung zum Nachweis der Erregung 
  • Kontrolle der Parasitenzahl: Wiederholung der Blutuntersuchung alle 1 -2d 

Behandlungsstrategie 

  • schwieriger da Resistente Stämme zunehmen 
  • Chloroquin (z.B. Resochin®), Chinin (z.B. Chininum dihydrochloricum „Buchler”®), Halofantrin (Halfan®), Mefloquin (Lariam®) und Fansidar®.
  • Malaria tertiana 
    • Nachbehandlung mit Primaquin um überlebende Plasmoiden in der Leber abzutöten 

Allgemeinmassnahmen bei Malaria 

 

  • Häufige Temperaturkontrolle
  • Flüssigkeitsbilanzierung un Nierenkomplikationen früh zu erfassen
  • Beobachtung des Bewusstseinszustandes  
  •  Engmaschige Puls- und Blutdruckkontrollen wegen häufiger Kreislaufkomplikationen 
  •  Beobachtung auf Zeichen einer erhöhten Blutungsneigung 
  • Je nach Zustand des Patienten Unterstützung oder Übernahme der Körperpflege sowie Durchführen notwendiger Prophylaxen wie Pneumonie-, Dekubitus- und/oder Thromboseprophylaxe. 

Malariaprophylaxe 

  • Schlafen unter einem Moskitonetz
  • Tragen langer Kleidung am Abend 
  • Insektenabweisende Substanzen 
  • Medikamentöse Prophylaxe 

Toxoplasmose 

  • Meist asymptomatische Infektion durch Toxoplasma gondii.
  • Bedeutung inbesondere für abwehrgeschwächte Patienten und Ungeborene, dann in der Regel als zerebrale Toxoplasmose auftretend. 
  • Toxoplasmose gondii ist Meldepflichtig 

 

Infektion mit Toxoplasmose 

  • durch infizierte Klatzenkot , rohes Fleisch oder verseuchte Rohkost. 
  • Diplanzentare Infketion
    • ab der 16. Schwangerschaftswoche
    • überlebender Foetus kann blind und geistig behindert sein 
  • Infkeiton abwehrgeschwächte Patienten 
    • Entwicklung einer Toxoplasmose Enzephalitis möglich 

Diagnostik der Toxoplasmose 

  • serologische Diagnostik 
  • Toxoplasmose Enzephalitis
    • CT und Liquoruntersuchung 
    • Oft bleiben Dauerschäden zurück 

Patienteninformation bei Toxoplasmose 

  • keine Schutzimpfung 
  • Schwangere
    • sollten Katzenklos nicht putze oder nur mit Handschuhen und Mundschutz
    • keine Fremde Katzen streicheln 
    • kein rohes Fleisch essen  

Amöbiasis 

  • (Amöbenruhr, Amöbenkolitis, tropische Ruhr):
  • Infektiöse Erkrankung vorwiegend des Dickdarms,
  • v.a. in warmen Ländern und bei schlechten hygienischen Verhältnissen weit verbreitet.
  • Sie wird durch Entamoeba histolytica, die wichtigste menschenpathogene Amöbe, hervorgerufen 

 

Übertragung und Krankheitsentstehung der Amöbiasis 

  • symptomlose Dauerausscheider sind die wichtigste Infektionsquelle 
    • Zysten im Darm werden mit dem Stuhl ausgeschieden 
  • Zysten werden aufgenommen über Wasser oder Nahrung 
  • Übertragung auch durch Fliegen oder Mensch zu Mensch 

Symptome der Amöbiasis 

  • Wenn im Darm die Magnaform der Amöben gebildet wurde 
    • bewirkt ulzeröse Entzündungen 
  • beginnt langsam mit schleimigen Durchfällen und Blutbeimengungen 
  • kein Teills chronifizieren
    • Durchfall wechselt sich mit Verstopfung ab 

Komplikation der Amöbiasis 

  • Amöbenabszesse der Leber 
  • Symptome 
    • Fieber 
    • Schmerzen im rechten Oberbauch
    • evt Ikterus 

Diagnostik der Amöbiasis 

  • Nachweis von Zysten und Magnaformen der Amöben im Stuhl 
    • Stuhl muss warm untersucht werden 
  • Lebeabszesse: serologische Test 

Behandlung der Amöbiasis 

  • Gabe von Metronidazol (z.B. Clont®).
  • Chirurgische Maßnahmen sind z.B. bei Durchbruch eines Leberabszesses erforderlich.

Prognose und Patienteninformation bei Amöbiasis 

  • Auf den Darm beschränkt 
    • bei rechtzeitiger Behandlung gut 
  • Leberabszesse
    • Prognose zweifelhaft 
  • Gehirnkomplikationen schlecht 
  • Prophylaxe: bei Reisen cook it, peel it or leav it. 

Skabies 

  • (Krätze):
  • Durch die Krätzemilbe hervorgerufene, ansteckende Hauterkrankung mit starkem Juckreiz. 

 

Entwicklungszyklus und übertragung der Skabies 

  • Krätzenmilbe 
    • einziger Wirt ist der Mensch
    • Paarung auf der Hautoberfläche, danach sterben die Männchen und die Weibchen graben sich in die Epidermis ein und legt eier. 
    • Aus den Eiern entwickeln sich zuest Larven und dann Nymphen
    • Nymphen wohnen mit den Männchen in den Hornschuppen
      • nach ca 3 Wochen geschlechtsreif und Zyklus wiederholt sich 
  • übertragung 
    • direkter Köperkontakt, selten Bettwäsche oder Kleider 

Erscheinungsbild der Skabies 

  • Symptome Juckreiz 
  • Prädilektionsstellen
    • Interdigitalfalten an Händen und Füssen
    • Nabelregion
    • Handgelenke Ellenbeugen
    • innere Fussrand 
    • Brustwarze und Penisschaft 
  • Milbengänge
    • kleine, bräunliche Linien , am Gangenge ein dunkles Pünktchen 
  • pruriginöses, papulovesikulöses Exanthem als Ausdruck der immunologischen Auseinandersetzung mit der Milbe
  • Bakterielle Superinfektion häufig.
    • eitrig krustige Here 
  • bei abwehrgeschwächten Personen kann die hochansteckende krustöse Skabies sich entwicklen 

Diagnostik der Skabies 

  • Inspektion der Haut nach Milbengänge und Milben 
  • Nachweis der Milbe aus dem Nilbenhügel oder ein Tesafilmabriss der Haut 

Behandlungsstrategien der Skabies 

  • Antiparasitikum äusserlich 
  • während der Behandlung keine Kosmetika oder Hautpflegemittel verwenden 
  • Kinder und in der Schwangerschaft 
    • Behandlung mit Benzylbenzoat oder Schwefelanwendung 
  • Alle Kontaktpersonen untersuchen und bei Verdacht mitbehandlen 

Allgemeintherapie bei Skabies 

Regeln für die Körperpflege währen der Behandlung mit einem Antiparasitikum 

  • Vor dem Auftragen des Lokaltherapeutikums mit einem Detergens duschen (Stoff, der die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzt und so die Wasserbenetzbarkeit des Körpers erhöht), um Hautfett und Salbenreste zu entfernen, welche die Resorption des Lokaltherapeutikums erhöhen 
  • Dann den Körper vom Hals abwärts mit dem Antiparasitikum einreiben, dabei besonders auf die Prädilektionsstellen achten 
  •  Nach 12 - 24 Stunden die Salbenreste abduschen 
  • Nach drei Tagen die durch das Antiparasitikum gereizte und ausgetrocknete Haut mit Ölbädern, Pflegesalben und bei starken Ekzemen glukokortikoidhaltigen Salben (Arztanordnung) nachbehandeln. 

Hygienemassnahme bei Skabies 

  • Bettwäsche und alle Wäschstücke mit direktem Hautkontakt täglich wechseln und auskochen
    • nicht waschbare Wäsche über Nacht in den Gefrierschrank legen 
  • Alle Flächen routinemässige reinigen 
  • Polstermöbel absaugen 
  • Gebräuchliche Instrumente sterilisieren 
  • Patientengeschirr mit dem anderen Geschirr in der Spühlmaschine reinigen 
  • Abfall des Patienten nur verschlossen transportieren 
  • Matratze, Kissen und Decke mit Dampf desinfizieren 
  • Schutz des Pflegepersonals durch Schutzkilttel 

Pedikulose 

  • Erkrankungen durch Läuse, beim Menschen durch die Kopflaus, die Filzlaus und die Kleiderlaus.
  • Insbesondere die Kopflauserkrankungen haben in den letzten Jahren an Häufigkeit zugenommen. 
  • Läuse können außerdem in seltenen Fällen Krankheiten übertragen,
    • z.B. das Rückfallfieber durch Borrelien, das Fleckfieber und Fünftagefieber durch Rickettsien.

 

Entwicklungszyklus und Übertragung der Pedikulose 

  • befruchtete Weibchen legen die Niessen an die Kopf- oder Schammhaare oder in die Kleidsäume 
  • nach 8d schlüpfen die Larven 
  • nach 2 -3 Wochen sind sie geschlechtsreif 
  • ernähren sich durch das Blut der Wirte 
  • Übertagung durch direkten Kontakt, Kleidung, Bettwäsche oder gemeinsame Utensilien 

Erscheinungsbild der Pedikulose 

  • kopfläuse 
    • hpts hinter dem Ohr 
    • hochrote, quaddelähnliche Papeln, starker Juckreiz 
    • Durch Kratzen Hautwunden und Entzündungen und verflitze Haare 
  • Filzläuse 
    • in Gebieten mit Duftdrüsen. Genitalbereich, Achseln, Brust und Bauchhaare 
    • Kinder am Kopf, Wimpern und Augenbrauen 
    • mässiger Juckeiz
    • typische bläuliche Flecken (Marculae coeruleae) 
  • Kleiderläsue 
    • Rötungen, Quaddeln und Knötchen mit starkem Juckrzeit 
    • Kratzen: entzündliche Veränderungen 

Diagnostik der Pedikulose 

  • durch mikroskopischen Nachweis von Läusen und Nissen
  • Nissen lassen sich nicht von den Haaren abstreifen, Schuppen schon 
  • Filzläuse: Marcuale coerulea wichtige diagnostische Hinweise 

Behandlungsstrategien der Pedikulose 

  • Vergleichbare Präparate wie bei den Milben 
  • Wiederhohlung der Behandlung nach 8 - 10d 
  • Säuglinge stationär behandlet 
  • Lösung der toten Nissen nach 3 Tägiger Behandlung mit Essigwasser und Entfernung mit Kamm 
  • Kleidung desinfiziert
  • Bis zu Ausheilung dürfen keine Schulen oder Kindergärten nicht besucht werden 

Grundbau der 3 Wurmarten 

Übersicht Lambiliose 

Übersicht der Ascardiose 

Übersicht Oxyuriasis 

Übersicht Enterobiasis und Oxyuriasis 

Aufbau der Cestoden 

Entwicklungszyklus des Bandwurms 

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