Atemschutz

Beladungsgruppe 1

Beladungsgruppe 1


N. B.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anwendung und den Umgang mit Atemschutzgeräten, insbesondere im technischen Bereich. Sie decken Themen wie die verschiedenen Arten von Atemschutzgeräten, Einsatzgrundsätze, Sicherheitsmaßnahmen und die physiologischen sowie physikalischen Eigenschaften von Atemgiften ab. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Feuerwehrleute und Rettungskräfte, da sie essentielle Kenntnisse vermitteln, die für den sicheren und effektiven Einsatz von Atemschutzgeräten in gefährlichen Umgebungen entscheidend sind.
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Allemand
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Autres
Créé / Mis à jour
29.10.2018 / 22.02.2019

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Nennen Sie die Atmungsorgane anhand der Grafik.

Zusammensetzung der Luft (Einatem- und Ausatemluft)

  • Einatemluft:
    • 21 % Sauerstoff
    • 0,04 % Kohlenstoffdioxid
    • 78 % Stickstoff
    • 0,96 % Edelgase
  • Ausatemluft:
    • 17 % Sauerstoff
    • 4,04 % Kohlenstoffdioxid
    • 78% Stickstoff
    • 0,96 % Edelgase

Wie hoch ist der Luftverbrauch bei

  • Ruhe
  • leichter Arbeit
  • mittlerer Arbeit
  • schwerer Arbeit

  • Ruhe = 10 l/min
  • leichte Arbeit = 20 l/min
  • mittlere Arbeit = 40 l/min
  • schwere Arbeit = 80 l/min

Wie genau nennt man den Bereich, in dem die nicht verwendete Atemluft bei einem PA-Träger ist? 
(Beide Begriffe)

  • Gerätetechnischer Totraum
  • Anatomischer Totraum

Nennen Sie die Ursachen für eine Atemkrise.

  • Leistungsaufwand zu hoch
  • Leistungsgrenze nicht rechtzeitig erkannt
  • falsche Atemtechnik (zu flache Atmung)
  • unkontrolliertes Atmen

Welche Maßnahmen schaffen Abhilfe bei einer Atemkrise?

  • häufiges Üben unter Einsatzbedingungen
  • rechtzeitiges Erkennen der Leistungsgrenze
  • richtige Atemtechnik
  • umsichtiges Verhalten im Einsatz

Von welchen Faktoren ist die Zusammensetzung und Konzentration des Brandrauchs abhängig?
Nennen Sie 5 Beispiele für Atemgifte im Brandrauch.

Faktoren:

  • Luftzufuhr
  • Temperatur
  • brennbarer Stoff

Beispiele:

  • CO2
  • CO
  • Salzsäure
  • Nitrose Gase / Stickoxide
  • Blausäure
  • Wasserdampf
  • Stickstoff
  • Ruß, Teer

Definiere: Atemgift

Atemgifte sind in der Luft befindliche Fremstoffe, die über die Atemwege in den Körper gelangen und dort schädigend wirken.
Sie können fest, flüssig und gasförmig sein.

 Nennen Sie die physikalischen Eigenschaften eines Atemgifts.

  • Dichte (leichter / schwerer)
  • Brandverhalten (brennbar / unbrennbar)
  • Mischbarkeit (wasserlöslich / wasserunlöslich)

Nennen Sie die physiologischen Eigenschaften eines Atemgifts.

  • Gruppe 1: erstickende Wirkung
  • Gruppe 2: Reiz- und Ätzwirkung
  • Gruppe 3: Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen

Nennen Sie eine Schädigung durch Atemgifte, die Fachbegriffe für die Aufnahme durch die Haut und die Intervallzeit. 

  • Lungenödem:
    Austreten von Blutflüssigkeit aus den Kapillargefäßen in die Alveolen der Lunge.
  • Latenzzeit:
    Intervall zwischen einer Noxe und dem ersten Auftreten von Beschwerden.
  • Haut resorption:
    Aufnahme von Stoffen durch die Haut.

Noxe = Strahlung, Gift, mechanische Belastung,...

Wie werden die Atemschutzgeräte Eingeteilt?

  • Atemschutzgeräte für flüssige Umgebung
  • Atemschutzgeräte für gasförmige Umgebung
    • Abhängig von der Umgebungsatmosphäre
      • Filtergeräte
    • Unabhängig von der Umgebungsatmosphäre
      • Isoliergeräte:
        - Schlauchgeräte
        - Behältergeräte
        - Regenerationsgeräte

Nennen Sie die verschiedenen Formen des Atemanschlusses.

  • Halbmaske
  • Vollmaske
  • Mundstückgarnitur
  • Schutzhaube / -anzug

Aus welchen bestandteilen besteht eine Vollmaske.

  • Maskenkörper
  • Dichtramen
  • Trageband
  • Kopfbebänderung
  • Sichtscheibe
  • Innenmaske
  • Anschlussstück
  • Vorkammer (gleicht die Trägheit des Ausatemventils aus)
  • Federbelastetes Ausatemventil
  • Einatemventil
  • Sprechmembran

Nennen Sie zwei Filterarten und deren Filtrationsprinzip.

  • Partikelfilter
    Filtern durch Festhalten der Partikel an einem Maschengewebe
  • Gasfilter
    Filtern durch:
    • Adsorption (physikalische Bindung) = Ablagerung der Moleküle von Flüssigkeiten oder Gasen an einer festen Oberfläche.
    • Absorption (chemische Bindung) = Diffusion von Molekülen in das Innere eines Festkörpers oder einer Flüssigkeit.

Welche Filterart wird bei der Feuerwehr eingesetzt?

  • Kombinationsfilter (ABEK)
    A1 - B2 - E1 - K1 - CO HG P3
  • Brandfluchthaube S-CAP
    Partikelfilter und CO-Filter
    Nur zur Selbstrettung und "Flucht"!

Nennen Sie die 3 verschiedenen Arten von Schlauchgeräten.

  • Frischluft-Schlauchgeräte
  • Frischluft-Druckschlauchgeräte
  • Druckluft-Schlauchgeräte

Beschreiben Sie das Funktionsschema eines Pressluftatmers.

Was sind Regenerationsgeräte?

Lungenautomatisch arbeitendes Atemschutzgerät mit Rückgewinnung von Sauerstoff aus der Ausatmluft.

  • Einsatzzeit: 3 - 4 Stunden
  • Funktion: Kreislauftechnik
  • Nachteil: Die Aufbereitete Luft erwärmt sich und kann bis zu 55 °C warm werden.

Was sind Behältergeräte?

Stahl oder Komposit Vorratsflasche, die mit Atemluft gefüllt ist.

  • Einsatzzeit: 30 min / 60 min
  • Funktion: Ventiltechnik
  • Beachten:
    • Warneinrichtung bei 50 bar Flaschendruck
    • Flaschen unter 270 bar nicht benutzen (-10 % der vollen Flasche: 300 bar)

Welche Anforderungen werden an einen Atemschutzgeräteträger gestellt?

  • Ausbildung FwDV2, UVV, FwDV7
  • Mindestens 18 Jahre alt
  • Tauglichkeitsuntersuchung G26.3
  • Feuerwehrgrundausbildung
  • Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger
  • Jährliche Übungen und Unterweisungen
  • Körperliche Leistungsfähigkeit
  • Disziplin und Zuverlässigkeit
  • Kein Bart und Koteletten

Was ist die G26.3 Tauglichkeitsuntersuchung?

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für Träger von Atemschutzgeräten für Arbeit und Rettung.

Normales Atemzugvolumen
+ tiefste Einatmung
+ tiefste Ausatmung
+ Restvolumen                        
= Vitalkapazität (min. 3 Liter)

Einsatzgrundsätze: Geräteträger

  • Gerätesichtprüfung
  • Einsatzkurzprüfung vor dem Einsatz
  • Regelmäßige Prüfung des Luftvorrats bei Isoliergeräten während des Einsatzes
  • Beginn und Ende des Atemschutzeinsatzes bei der verantwortlichen Führungskraft Melden
  • Wartung des Atemschutzgerät und Atemanschlusses nach Gebrauch veranlassen
  • Festgestellte Mängel melden

Einsatzgrundsätze: FwDV7

  • Jeder Atemschutzgeräteträger ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich.
  • Atemschutzgeräte außerhalb des Gefahrenbereichs anlegen
  • Einsatzkurzprüfung durchführen
  • Zwischen zwei Atemschutzeinsätzen eine Ruhepause einlegen
  • Flüssigkeitsverlust durch geeignete Getränke ausgleichen
  • Hygiene beachten (Vor der Einnahme von Essen und Trinken)

Einsatzgrundsätze: Filtergeräte

  • Filtergeräte nur bei ausreichendem Luftsauerstoff einsetzen
  • Filtergeräte nicht einsetzen, wenn Art und Eigenschafft der Atemgifte unbekannt sind
  • Filtergeräte nicht einsetzen, wenn Filter vor der Art und Konzentration nicht schützt
  • Nicht bei starker Flocken- oder Staubbildung einsetzen
  • Gasfilter nur gegen Atemgifte einsetzen, die der Geräteträger bei Filterbruch riechen oder schmecken kann
  • Einsatzgrenzen beachten (Im Zweifel: Isoliergeräte benutzen)
  • Auf Funkenflug und offenes Feuer achten
  • Gebrauchte Atemfilter für neuen Einsatz unbrauchbar machen
  • Immer truppweise vorgehen (1x Truppführer, min. 1x Truppmann)

Einsatzgrundsätze: Isoliergeräte

  • Einsatzkräfte unterstützen sich insbesondere beim Anschließen des Atemanschlusses und kontrollieren gegenseitig den sicheren Sitz der Atemschutzgeräte
  • Trupp bleibt im Einsatz eine Einheit und tritt auch gemeinsam den Rückweg an
  • In besonderen Lagen kann ein Mann alleine mit Sicherung vorgehen (Behälter, Schächte)
  • Innerhalb des Trupps gleiche Atemschutzgerätetypen verwenden
  • Mindestens ein Sicherheitstrupp bereitstellen
    • Je nach Risiko erhöhen
    • In Ausgehnten Objekten erhöhen
    • Für jeden Angriffsweg einen Sicherheitstrupp bereitstellen
    • Ausrüstung je nach entsprechener Notlage
    • Ohne Gefährdung des Atemschutztrupps kann auf den Sicherheitstrupp verzichtet werden (Im Freien)
    • Sicherheitstrupp muss voll ausgeräustet mit durchgeführter Einsatzkurzprüfung und Materialien bereitstehen
  • Erst nach Stillstand des Feuerwehrfahrzeugs die Gerätearretierung lösen
  • Atemschutzgerät ist nicht einsatzbereit, wenn es bei Einsatzbeginn weniger als 90 % des Nennfülldrucks anzeigt
  • Truppführer überwachen vor und während des einsatzes die Einsatzbereitschaft (-> Insbesondere Behälterdruck)
  • Für Rückweg muss die doppelte Atemluftmenge (des Hinwegs) eingeplant werden
  • Einsatzdauer richtet sich nach der Einsatzkraft mit dem größten Atemluftverbrauch
  • Jeder Atemschutztrupp muss mit einem Handsprechfunkgerät ausgerüstet sein
  • Ohne Atemschutzüberwachund kann auf ein Handsprechfunkgerät verzichtet werden
  • Meldung an die Atemschutzüberwachung bei:
    • Anschluss des Atemanschlusses
    • Erreichen des Einsatzziels
    • Antritt des Rückwegs
    • weitere Lagebedingte Meldungen
  • Erreichbarkeit über Funk ist laufend zu Prüfen
    Bricht funkverbindung ab muss Sicherheitstrupp soweit vorgehen bis Funkverbindung wieder steht
    -> Neuer Sicherheitstrupp bereitstellen
  • Rückzugsweg sichern (Schlauch oder Leine)
    Funkverbindung, Wärmebildkamera sind keine Sicherung des Rückwegs
  • Treten Unregelmäßigkeiten auf ist das unmissverständlich dem Truppmitglied zu melden
    Trupp verlässt so schnell wie möglich den unmittelbaren Einsatzbereich und meldet sich
  • Nach Unfällen:
    • Öffnungszustand des Ventils kennzeichnen
    • Behälterdruck schriftlich festhalten
    • Atemschutzgerät und Atemanschluss sicherstellen

Étudier