Allgemeine Tumorlehre

ZHAW, BsC Pflege, Tumorlehre

ZHAW, BsC Pflege, Tumorlehre


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Tumorlehre und richtet sich an Medizinstudenten und Fachpersonal. Sie behandeln die Entstehung, Diagnose und Therapie von Tumoren, einschließlich Chemotherapie, Strahlentherapie und Hormontherapie. Besondere Aufmerksamkeit wird auf Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen gelegt, sowie auf die Metastasierung und die verschiedenen Tumorstadien. Die Karteikarten helfen, die komplexen Zusammenhänge der Onkologie zu verstehen und anzuwenden.
Karten
47
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
26.10.2018 / 03.01.2024

Lernkarten

Verteilung von Krebeserkrankungen bei Erwachsenen und Kindern 

Tumor

  • geschwulst
  • pathologische Zellamsammlung durch eine überschiessendes, ungehemmtes Wachstum körpereigener Zellen
  • atypische Zellen 

Beningne Tumore 

  • gutartige 
  • wachsen verdrängend
  • bedrohen das Leben des erkrankten nur bei ungünstiger Lokalisation 

 

Maligne Tumore 

  • bösartige Tumore 
  • wachsen invasiv und destruierend
  • Führen unbehandelt in der Regel zum Tod 

Semimaligne Tumore 

  • halb Bösartige Tumoren
  • Wachsen am Entstehungsort invasiv und destruierend 
  • metastasieren in der Regel nicht 

Formen der Mutationen 

  • Genmutation 
  • Chromosomenmutation 
  • Genommutation 
  • Indirekte DNA Schädigung 

mutagenität Grundlagen 

Die Entwicklung eines Tumors im Überblick 

Ursachen der Tumorentstehung 

  • Viren
  • Abwehr
  • Gene
  • Strahlen 
  • Nahrung 
  • ??

Regulation der Zellproliferation

Onkogen 

  • dominantes Gen
  • trägt zur Transformation der Zelle bei
  • können Unterschiedliche Proteine kodieren 
    • Wachstumsfaktoren, Rezeptoren, Proteinkinasen 

Einteilung der Onkogene 

Viren als Ursache der Tumorentstehung 

  • Hepadnavirus: Hepatitis B --> hepatozellläres Karzinom
  • Papovavirus: HPV -->Zervix, Vulva, Penis, Perinal und Anal Karzinom 
  • Herpesviren: EBV, HHV --> Burkift Lymphom, Nasopharnyxkarzinom, Kaposi Sarkom 
  • Onkobirus Typ C: HTLV -1 --> adulte T Zell Leukämie 
  • Lentivirus: HIV 1 --> Burkit Lymphom 

Strahlen als Ursache der Tumorentstehung 

  • ionisierende Strahlung
  • Röntgenstrahlung
  • UV Licht

Kanzerogenität wichtigste Uraschen 

Kanzerogenität Mechanismen 

Zusammenfassung der Tumorentstehung 

  • Unabhängigkeit von Wachstumssignalen 
  • Intensivität gegen Wachstumsinhibitoren 
  • Umgehung des programmierten Zelltods 
  • unbegrenzte Replikationspotential 
  • Gewebeinvasion und Metastasierung 
  • erhöhte Angiogenese 

Vergleich benigne und maligne Tumoren 

Tumorstadien 

  • Präkanzerose: Vorkrebs 
  • Carcinoma in situ Cis)
    • präinvasives Karzinom, oberflächenkarzinom

Metastasierung maligner Tumore 

  • 3 Metastasierungswege
    • Lymphogene Metastasierung 
    • Hämatogene Metastasierung 
    • Metatstasierung als Gesamtheit 

Hämatogene Metastasierungwege 

  • Arterielle Typ
    • über das line Herz
    • in ZNS, Skelett, Leber und Nebenniere 
    • hpts Bronchial CA
  • Hohlvenen Typ
    • über die Hohlvene zur Lunge 
    • weiter wie arterieller Typ
    • hpts Leber und Nieren Ca
  • Pfortader Tyo
    • über die Pfortader zur Leber 
    • dort weiter wie Hohlvenen Typ 
    • hpts Magen, Kolon, Rektum Ca 
  • Vertebralvenen Typ
    • zum Venensystem der Wirbelsäule ins Skelett 
    • hpts Mama ca und Prostata Ca 

Metastasierung als Gesamhtiet 

  • Durch Invasion und Destruktion des Nachbargewebs 
  • Gutartig
    • verdrängendes (expansives) Wachstum
    • Tumor scharf begrenzt
    • kein Einbruch von Gefässen
    • keine Metastasierung 
  • bösartiger Tumor 
    • Invasive und destrierendes Wachstum
    • Tumor unscharf begrenzt 
    • Einbruch in Gefässe und umgebendes Gewebe
    • metastasierung 

Übersicht über die Metastasierung als Gesamtheit 

Hauptbeschwerden und LEitbefunde des hämatologisch- onkoloischen Patienten 

  • diffuse Beschwerden 
  • Fieber und Nachtschweiss 
  • Anämie 
  • Infektionsneigung 
  • Lymphom 
  • Milzvergrösserung 
  • unerklächrlicher Leistungsknick
  • ungewollte Gewichtsabnahome 
  • paraneoplastische Syndrome 

paraneoplastische Syndrome 

  • endokrine Störungen: zB ACTH Produktion mit nachfolgendem Cushing Syndrom 
  • Funktionsstörungen des peripheren oder zentralen Nervensystem sowie der Muskulatur
    • Polyneuropathien, Dermatomyositis  
  • Blutveränderungen und Gerinnungsstörungen
    • Petechien bei Thrombozytopenie 

Staging 

  • Bestimmung der Ausdehnung eines bösartigen Tumors und seine Einordnung in das Klassifikationssystem

TNM System 

  • T: Grösse des Tumors 
  • N: Nodi: befall der regionären Lymphknoten 
  • M: Metastasierung 

Stadieneinteilung durch;

 

  • Bestimmung der Tumorgrösse und Tumorausdehnung 
  • Lymphknotenenthame, Sentinel- LK- Szintigrapie
  • Metastasensuche: Sonographie, Röntgen, CT, MRI, Szintigraphie 

Sentinel Lymphknoten 

  • Lymphabfluss eines malignen Tumors erfolgt primär zu einer Lymhknotenstation 
  • Sentinel: Wächter 
    • erster Lymkhnotenstation 
    • ist er negativ, ist mir keinen weiteren Lymphknotenmetastasen zu rechnen 

Wahrscheinlichkeit des Tumorbefalls des SLK abhängig von 

  • Tumorgrösse 
  • Mulitfokalität 
  • peritumorale vaskuläre Invasion (PVI)

Knochenmarkbiopsie

  • Gewebeentnahme aus dem Knochenmark
  • zur Knochenmark Hystolgie 

Therapieform des Tumors 

  • Operation 
  • Bestrahlung 
  • Chemotherapie 
  • Immuntherapie 
  • Stammzellentransplantation 
  • Wachstumsfaktoren
  • Gentherapie 
  • Hormontherapie 
  • Supportive Behandlung 
    • schmerztherapie, Biphosphonate 

Zell Zyklus spezifische Chemotherapeutike CCS 

Allg Schädigung des gesunden Gewebes bei Chemotherapie 

  • Früh: Übelkeit, Erbrechen, Frösteln, Schwitzen, Fieber, Allerg. Reaktionen 
  • Gastroenteral System
    • Mukositis, Enteropathie, Diarhhoe, Malabsorption 
  • Haut
    • Alopezie
  • Gonaden
    • Sterilität, Amenorrhoe, Embryophatihe
  • Blut
    • Granuloctyopenie
    • Infektanfälligkeit
    • Lymphozytenpenie
    • Thrombozytenpenie
    • Anämie

Strahlentherapie 

  • bei malignen Tumoren vor oder nach einer Chemotherapie u/o Operation als alleinige Behandlung 
  • Strahlenkater
    • führ generalisierte Nebenwirkung 
    • Hptsymptome: Müdigkeit, Appetitlosikgeit, Übelkeit und Erbrechen 

Alleinige Bestrahlung bei 

  • Prostata Karzinom
  • Lymphome 
  • ältere Patienten
  • Patienten in schlechtem Allgemeinzustand 
  • Palliative Bestrahlung 

Indikationen zur Palliativen Radiohterapie 

  • Schmerzen
  • Frakturgefahr/Spontanfraktur 
  • Dyspnie/ Atelektase/ Hämoptoe
  • Einflussstau
  • Querschnitt: akut 
  • Hirndruck /neurologische Symptomatik 
  • störende Raumforderung

Lokale Nebenwirkungen der Strahlentherapie 

  • Haut:
    • Rötung, Dermatitis, Epitphelablösung, Haarausfall, Pergamenthaut 
  • Mundschleimhaut
    • Geschmacksverlust, Mundtrockenheit, Dysphagie, Verschleimung, Paradontose, Stomatitis, Ulzerationen, Soor 
  • Lunge 
    • Husten, Dyspnoe, Strahlenpneumontitis, Lungenfibrose 
  • Dünndarm
    • übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Meteroismus, Tenesmen, Blut und Schleim im Stuhl 
  • Rektum
    • häufige, schmerzhafte Stuhlgänge, zT Blutig, Obstipation 
  • Blase
    • Pollakisurie, blutiger Urin 
  • Blut
    • Leukozytopenie, Thrombozytopenie, Blutungsneigung, erhöhte Infektanfälligkeit, Fieber, Leistungsschwäche 
  • ZNS
    • Hirnödem, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, zerebrale Krampfanfälle, Konzentrationsstörungen

Hormontherapie 

wenn Tumorzellen die Hormonempfnidlichkeit der Ursprungsgewebe beibehalten, wachsen sie bei Hormozufuhr bestärkt und bilden sich bei Fehlen des Hormons zurück 

  • Hormonabhängige Tumoe 
    • Mammakarzinom
    • Endometriumkarzinom
    • Prostatakarzinom 

Schmerztherapie 

  • 60 - 90% aller Krebspatienten leiden unter chronischen Schmerzen
    • 40% durch Knochenmetastasen
  • Grundregel
    • orale Applikation bevorzugt
    • Regelmässige Analgetika Gabe nach 24h Zeitschema 
    • lang wirkende Präparate bevorzugt 
    • Individuelle Dosierung 
    • bei besonderen Schmerzypen modifizierte Schmerztherapie 

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