Atmungssystem Anatomie

ZHAW BsC Pflege 1. HS

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M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie des Atmungssystems, geeignet für medizinische und biologische Studien. Sie behandeln zentrale Themen wie die Funktion der Lunge, den Gasaustausch, die Rolle von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) sowie die Regulation der Atmung durch das Zwerchfell und die Atemwege. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Atemphysiologie vertiefen möchten, um Krankheiten und Störungen des Atmungssystems besser zu verstehen und zu behandeln.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
23.10.2018 / 19.10.2025

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Funktion des Atmungssystem 

  • Äussere Atmung: Gasaustausch zwischen Blut und Umgebung 
    • Lunge: nimmt O2 auf und gibt CO2 ab 
    • CO2 wichtig für Säure- Basen Haushalt 
  • Innere Atmung: Herstellung des ATP in der Zelle 

Einteilung 

  • Obere Atemwege:
    • Nase, Nasennebenhöhle und Rachenraum
  • Untere Atemwege:
    • Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge

Lunge und Umwelt 

  • Lunge ist eine Grenzfläche zur Umwelt 
  • Viele Erkrankungen der Lungen entstehen durch den Kontakt mit der Umwelt

sichtbare äussere Teil der Nase 

  • Nasenlöcher, Nasenflügel, Nasenspitze, Nasenrücken und Nasenwurzel

Nasenknorpel 

  • prägt die äussere Form der NAse 

Nasenhöhle 

  • Über dem harten Gauen
  • Nasenhöhlendach: Seitenwände der Nasenhöhle mit der Siebbeinplatte der Schädelbasis 

Nasenscheidewand 

  • septum nase
  • trennt die rechte und linke Nasenhälfte

Choanen 

  • hintere Nasenöffnungen
  • Concha nasalis inferior, media und superior: untere, mittlere und obere Nasensmuschel
    • Vergrössern die Nasenhöhlen

 

Funktionen der Nase 

  • Erwärmung, Voreinigung und Anfeuchtung der Atemluft 
  • Beherbergung des Riechorgans 
  • Resonanzraum der Stimme 

Erwärmung, Vorreinigung und Anfeuchtung der Atemluft 

  • Mehrreihiges Flimmerepithel
    • An der Wand der Nasenhöhle
    • Bewegen sich rhythmisch zum Rachen hin àaufgenommene Staub und Bakterien werden verschluckt 
  • Becherzellen
    • Zwischen den Flimmerhärchen 
    • Produzieren Muzin
  • Reinigung und anfeuchten der Atemluft
    • Durch die Flimmerhärchen und das Muzin 
  • Vorwärmung 
    • Durch ein dichtes Geflecht von feinen Blutgefässen in der Nasenschleimhaut
    • Je kälter die Atemluft, desto stärker wird die Nasenschleimhaut durchblutet 

Riechfunktion 

  • Riechschleimhaut: 
    • Unter der Siebbeinplatte Lamina cribrosa
    • Riechzellen
      • Eingestreut
      • Zellkörper des Riechnerv N. olfactorius
    • Riechfäden: Fila olfactoria
      • Fasern des Riechnervs
      • Steigen in die vordere Schädelgrube auf 
      • Meldet Reize an das Riechhirn 

Nasennebenhöhlne 

  • Funktion:
    • Gewichtsverminderung des Schädels 
    • Resonanzraum der Stimme 
  • Stirnhöhle, Kieferhöhle und Siebbeinzellen mit dem mittleren Nasengang in Verbindung 
  • Keilbeinhöhlengang mündet oberhalb der oberen Nasenmuschel 

Tränennasengang 

- mündet in den unteren Nasengang 

- enges Röhrchen

- mit Schleimhaut ausgekleidet 

- Tränenflüssigkeit aus dem inneren Augenwinkel kann in die Nasenhöhle abgeleitet werden 

Rachen 

Pharynx

  • Muskelschlauch von der Schädelbasis bis zur Speiseröhre
  • Vor der Halswirbelsäule und hinter der Nasen und Mundhöhle
  • Kreuzung des Luft- und Speisewege
    • Kehldeckel schützt vor dem Verschlucken 

Nasopharynx 

  • Oberer Drittel des Rachenraumes 
  • Mündung der 
    • Choanen und 
    • Ohrtrompeten (Eustachische Röhren, Tubae auditivae)
      • Belüftung des Mittelohres 
      • Ausgleich von Druckunterschieden 
  • Rachenmandeln (Tonsilla pharyngea)
    • Infektabwehr 

Oropharynx 

  • Mittlerer Rachenabschnitt mit einer weiten Öffnung zum Mundraum 
  • Gemeinsamer Passageabschnitt für Luft und Nahrung 
  • Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae)
    • Teil des lymphatischen Rachenringes 
  • Zungenmandeln: Tonsilla lingualis
    • Teil des lymphatischen Rachenringes 
    • Aus den Seitensträngen und den Zungenbälge 
  • Angina tonsillaris 
    • Mandelentzündung 

Larnygopharynx 

  • Unterster Abschnitt des Rachenraums 
  • Reicht vom Zungenbein bis zum Kehlkopf 
  • Hier erfolgt der Schluckakt 

Funktionen des Kehlkopfs 

  • Verschliesst die Atemwege und schützt so vor Aspiration 
  • Hauptorgan der Stimmbildung 

Aufbau des Kehlkopfs 

  • Röhrenförmiges Knorpelgerüst 
  • Beim Mann durch den Adamsapfel leicht tastbar 
  • Vom Zungengrund bis zur Luftröhre 
  • Wichtigste Strukturen
    • Kehldecken 
    • Stimmbänder 
    • 9 Knorpel

Schildknorpel des Kehlkopfes 

Cartilago thyroidea

  • Grösster Knorpel 
  • Bildet den Adamsapfel 
  • Gibt dem Kehlkopf seine 3 eckige Struktur 

Kehldeckel des Kehlkopfs 

  • Kehldeckel (Epiglottis)
    • Schaltstelle der Kreuzung zwischen Luft uns Speiseweg 

Ringknorpel des Kehlkopfes 

  • Ringknorpel (Cartilago cricoidea) 
    • Gelenkig mit dem Schildknorpel verbunden
    • Basis des Stellknorpels 

Stellknorpel des Kehlkopfes 

  • Stellknorpel (Cartilagines arytaenodiea)
    • Verantwortlich für die Stellung und Spannung der Stimmbänder 

 

Stimmbänder und Stimme 

  • Stimmfalten (Plica vocales) 2 Waagrechte Falten des Kehlkopfes 
  • Taschenfalten (Plica vestibulares): über den Stimmfalten 
  • Kehlkopftasche (Ventriculus laryngis) zwischen Taschen- und Stimmfalte 
  • Stimmbänder (Ligamenta vocalica)
    • In der Mitte des Kehlkopfinnern 
    • Von Schildknorpel zu Stellknorpel 
      • Bewegung der Stimmbänder indirekt über den Stellknorpel 
  • Stimmritze
    • Zwischen den Stimmbändern 
  • N. recurrens;
    • Innerviert die meisten Kehlkopfmuskeln 

 

Laryngoskopie 

  • Spiegeluntersuchung des Kehlkopfes 
  • Zur Diagnostizierung von Entzündungen, Tumoren und Beurteilung der Beweglichkeit der Stimmbänder 

Bewegung der Stimmbänder 

  • Atemluft muss die Stimmritze passierren 
  • Bei ruhiger Atmung werden die Stimmbänder in einer Mittelstellung gehalten 
  • Verengung der Stimmritze
    • Durch Verkürzung des M. circoarytenoideus lateralis
    • Für bestimmte Wortbildungen wie Otto oder Affe 
  • Weitstellung der Stimmritze 
    • Durch den M. circoarytenoideus posterior
      • Einziger Muskel der die Stimmritze öffnet 
    • Für Hauchlaute 

Stimmbildung (Phonation)

  • Stimmbänder werden durch einen Luftstrom in regelmässige Schwingungen versetzt 
  • Beeinflusst die Höhe, Lautstärke und Klang der Stimme 
    • Höhe: durch die Änderung der Stimmbandspannung reguliert 
      • Stärkere Spannung = höherer Ton
    • Lautstärke: abhängig von der Schwingungsamplitude und dadurch von der Stärke des Luftstroms 
    • Klang: beeinflusst durch den Resonanzraum

Lautbildung, Artikulation 

  • Die im Mund-, Nasen und Rachenraum enthaltene Luft wird durch Bewegungen der Hals und Kopfmuskulatur in eine bestimmte Form gebracht und in Schwingung versetzt 
  • Schwingung geht von den Stimmbändern oder andere Strukturen (Zähne o Lippe) aus 

Stimmbruch 

  • Kehlkopf und Stimmbänder nehmen in der Pubertät an Länge und Gewicht zu 
    • Jungen stärker als Mädchen 

Hustenreflex 

  • Wenn ein Fremdkörper in den Kehlkopf oder die tieferen Atemwege gelangt 
  • --> Stimmbänder legen sich durch starke Muskelspannung aneinander --> reflektorischer Hustenreiz --> Fremdkörper mit einem kräftigen Atemstoss zurückgeschleudert 
  • Zur Reinigung des Bronchialbaums 

Luftröhre, Trachea 

  • Unterhalb des Ringknorpels 
  • Aus C förmigen, durch glatte Muskulatur verbundenen Knorpelstpangen 
    • 16 – 20 
    • Halten die Luftröhre auch bei Unterdruck offen 
  • Elastisches Bindegewebe: 
    • Zwischen den Knorpelspangen 
    • Verleiht Quer und Längselastizität 
      • Querelastizität ist wichtig beim Husten 
  • Flimmerepithel mit Becherzellen 
  • Trachealdrüsen 
    • Unter dem Flimmerepithel
    • Zur Befeuchtung der Schleimhaut 

 

Bronchien 

  • Hauptbronchien 
    • Aufteilung der Trachea auf höhe des 5. Brustwirbel 
    • Carina: keilartig herfvorragendes Knorpelstück 
    • Bifurcatio tracheae (Luftröhrenbifurkation)
  • Rechter Hauptbronchus 
    • Weiter und steiler als der linke 
    • Deshalb rutschen Fremdkörper eher in den rechten 
  • Aufteilung  in Lappenbronchien
    • Rechter Hauptbronchus in 3 Hauptästen für die 3 Lappen 
    • Linker Hauptbronchus in 2 Hauptäste für die 2 Lappen 
  • Segmentbronchien
    • Aufteilung der Hauptäste
  • Je kleiner die Bronchien, desto einfacher und dünnwandiger wird der innere Aufbau 

Wandbau der Bronchien 

  • Knorpelstangen 
  • Schleimhaut mit Flimmerepithel 

Bronchoskopie 

  • Bis zu dem Subsegementbronchien
  • Unter Sedation mit einem flexiblen Bronchoskop
  • Therapeutisch: Schleim absaugen oder Tumore abtragen 
  • Starres Bronchoskop
    • Unter Vollnarkose 
    • Nur bis zu den Lappenbronchien 

Bronchiolen 

  • Kleinste Verzweigungen der Bronchien 
  • Innendurchmesser unter 1mm
  • Keine Knorpeleinagerungen 
  • Glatte Muskelfaserzüge zur Regulierung des Zu- und Abstroms der Atemluft

Alveolen 

  • Verzweigungen der Bronchien in Bronchioli respiratorii
  • Gehen in die Alveolen über 
  • Aufbau
    • Traubenförmig 
    • Dicht gepackt 
    • Um die Alveolargänge und Bronchioli respiratorii 
    • Blut- Luft Schranke 
      • Dünne Schicht aus Alveolarepitehl, Basalmembran und Kapillarendothel 

Aurfactant Faktor 

  • Alveolarwand 
    • nur etwa 1um dick 
    • eine plattenförmige Deckzellenschicht 
  • Innenfläche 
    • Ausgekleidet mit Surfactant, gemisch aus Phospholipden 
    • Vermindert die Oberflächenspannung und ermöglicht die Entfaltung der Alveolen ohne grosser Energieaufwand 

Atemnotssyndrom bei Neugeborenen 

  • Surfactant wird im letzen 1/3 der Schwangerschaft gebiltet 
  • Bei Frühgeborenen nicht ausreichend àAtemnotsyndrom 
  • Lungenreifung: über die Gabe von Glukokortikoiden über den Blutkreislauf der Mutter 
    • Fähigkeit zur Surfactant Bildung 

 

Funktion der Lunge 

  • Gastransport durch die Atemwege 
  • Gasaustausch durch Alveolargewebe 

Lage der Lunge 

  • Seitlich des Mediastinum 
  • Liegt an der Aussenseite der Rippen an 
  • Nach unten von Zwerchfell begrenzt 
  • Zwischen der linker und rechter Lunge liegt das Herz 

Étudier