Stoffe und Teilchen

Reinstoffe&Gemische, Teilchenmodell&Aggregatzustände, Atome-Moleküle-Ione, organisch/anorganische Stoffe

Reinstoffe&Gemische, Teilchenmodell&Aggregatzustände, Atome-Moleküle-Ione, organisch/anorganische Stoffe


Reto Döbelin
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Chemie und Biologie für die Mittelschule. Sie konzentrieren sich auf die Eigenschaften von Stoffen, Teilchen, Atomen, Ionen, Molekülen und Verbindungen, sowie auf deren Reaktionen und Aggregatszustände. Besonders betont werden die Unterschiede zwischen organischen und anorganischen Stoffen, die Rolle von Kohlenstoff und Wasserstoff, sowie die Bildung und Eigenschaften von Salzen und Molekülverbindungen. Ideal für Schüler, die ein solides Verständnis der chemischen Grundlagen erlangen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
22.10.2018 / 22.10.2018

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Reinstoffe

Weil der Begriff Stoff auch für Stoffgemische wie Milch oder Luft verwendet wird, nennt man Einzelstoffe wie Gold, Eisen, Sauerstoff, Wasser, etc. Reinstoffe

Eigenschaften von Reinstoffen

Ein Reinstoff besitzt typische Eigenschaften, an denen er zu erkennen ist. Wichtige Kenngrössen: Schmelztemperatur (Smt), Siedetemperatur (Sdt), Dichte (Masse von 1cm^3 oder 1l), Härte, Farbe, Geruch, Wasserlöslichkeit. Bei Stoffeigenschaften, die sich mit der Temperatur und/oder dem Druck ändern, müssen die Messbedingungen angegeben werden.

Gemische

Reinstoffe kommen in der Natur meist nicht einzeln sondern in Gemischen vor. zB Wasser in Seen hat andere Stoffe drin, auch Trinkwasser ist mit Kalk vermischt. Eisen (ugs.) ist nicht reines Eisen (wäre zu weich)

Gemische lassen sich physikalisch trennen Die Reinstoffe ändern sich weder beim mischen noch beim trennen. Die Eigenschaften des Gemischs variieren jedoch je nach Mischverhältnis.

Heterogen und Homogen

Heterogene Gemische: (uneinheitlich) es ist von blossem Auge zu erkennen, dass es kein Reinstoff ist (Gemisch)

Homogene Gemische: (einheitlich) man erkennt nicht, dass mehrere Reinstoffe enthalten sind.Scheinen eineitlich.

Lösungen

Eine Lösung ist ein Gemisch, bei dem mind. 1 Stoff in einem Lösungsmittel (zB Wasser) gelöst wird. Die Lösung unterscheidet sich in ihren Eigenschaften vom Lösungsmittel

Teilchenmodell

  • Stoffe bestehen aus winzig kleinen Teilchen
  • Zwischen den Teilchen wirken Anziehungs- und Abstossungskräfte, die von der Art der Teilchen und von ihren Abständen abhängig sind
  • Die Eigenschaften aller Teilchen eines Stoffes sind gleich
  • Eigenschaften wie Grösse, Masse und Form der Teilchen bestimmen die Eigenschaften eines Stoffes

Winzige Teilchen

Die Teilchen, aus denen Stoffe bestehen, können Atome, Moleküle oder Ionen sein.

Sie sind immer in Bewegung und die Heftigkeit der Bewegung steigt mit der Temperatur.

Aggregatszustand Fest

Teilchen nahe beieinander, Kräfte sind stark.

Jedes Teilchen wird vom Nachabrn festgedrückt oder gezogen, nur leicht bewegungsfähig.

Weil nah beieinander, haben feste Stoffe eine hohe Dichte und lassen sich kaum zusammendrücken. fixe Form, fixes Volumen

Wenn ein fester Stoff erwärmt wird bewegen sicch die Teilchen schneller. Irgendwann halten die Teilchen nicht und er schmilzt

Aggregatszustand Flüssig

Teilchen bewegen sich deutlich stärker, können aber nicht weit voneinander weg. Keine stabile Form.Volumen stabil, weil Abstände zwischen Teilchen konstant. Flüssigkeiten kann man weder dehnen, noch auf ein kleineres Volumen zusammendrücken.

variable Form, fixes Volumen

Aggregatszustand Gasförmig

Keine fixe Form, Verteilen sich gelichmässig im ganzen Raum, Abstände zwischen Teilchen sind gross

Atome

winzig kleine Teilchen, bestehen aus noch kleineren Elementarteilchen, gibt über 100 verschiedene Atomsorten die sich in Anzahl Elementarteilchen und dadurch Grösse und Masse unterscheiden.

Sind chemisch nicht spalt/teilbar.

Elektrische Ladung

  • Zwei Arten elektrischer Ladung: positiv (+), negativ (-)
  • Teilchen mit unterschiedlicher Ladung ziehen sich an
  • Teilchen mit gleicher Ladung stossen sich ab
  • Teilchen können unterschiedlich hohe Ladungen tragen. Die Ladung eines Protons bzw. Elektrons ist die kleinstmögliche Ladung. Man nennt sie Elementarladung

Proton

Proton (p+), einfach positiv geladen --> Ladung +1

Neutron

Neutron (n) haben keine Ladung, sind elektrisch neutral. Masse ist etwas grösser als eines Protons.

Elektron

Elektronen (e-) sind viel kleiner als Protonen. Sind einfach negativ geladen --> Ladung -1

Atomsorten

Anhand der Anzahl Protonen unterscheidet man etwa 100 Atomsorten

zB Kohlenstoff-Atome = 6 Protonen, Stickstoff-Atome = 7 Protonen, Blei-Atome = 82 Protonen

Die Anzahl Elektronen ist gleich gross wie die Anzahl Protonen. Atome sind als Ganzes ungeladen.

Isotope

Die Zahl der Neutronen ist meist etwas höher als der Protonen und kann bei Atomen der gleichen Atomsorten verschieden sein. Man nennt Atome mit gleicher Protonen- und verschiedener Neutronenzahl Isotope

Elemente

Reinstoffe, die nur aus einer Atomsorte bestehen. zB Kohlenstoff aus Atomen mit 6 Protonen.

Jedes Element hat einen Namen und Symbol bestehend aus einem Grossbuchstaben oder aus Gross- und Kleinbuchstaben (werden einzeln ausgesprochen) Elementsymbol = Atomsymbol

Bis auf wenige Ausnahmen wie Stickstoff, Sauerstoff und Edelmetalle kommen sie nicht als freie Elemente sondern in Verbindungen vor.

Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff sind die häufigsten Elemente in Lebewesen (ca. 99%)

Zwei grosse Gruppen: Metalle und Nicht-Metalle

Was Atome können

Atome können durch Abgabe oder Aufnahme von Elektronen zu Ionen werden. Ionen sind elektrisch geladene Teilchen

Atome können sich zu Molekülen verbinden

Anzahl Protone bleibt unverändert. Elemente können sich nicht durch chemische Vorgänge in andere Elemente verwandeln.

Moleküle

Moleküle sind ungeladene Teilchen aus mehreren Atomen, die sich zu einer Einheit verbunden haben.

zB Wassermälekül aus 2 Wasserstoff und 1 Sauerstoffatom

Molekülformel

Formel setzt sich aus allen Symbolen der enthaltenen Atome. Sind mehrere vom gleichen vorhanden wird ein tiefgestellter Index benutzt zB H2O

Molekülmodelle

Mit dem Molekülmodell werden Moleküle dargestellt. Meistens wird es mit Kalotten dargestellt.

Ionen

Atome können Elektrone aufnehmen oder abgeben --> elektrisch geladene Teilchen: Ionen

Beispiele:

Wasserstoff-Atom gibt einziges Elektron ab --> Wasserstoff-Ion mit Ladung 1+

H - e- = H+

Sauerstoff-Atom nimmt zwei Elektronen auf --> Sauerstoff-Ion mit Ladung 2-

O + 2e- = O2-z

Ionen mit gleicher Ladung stossen sich ab. Ionen mit gegensätzlicher Ladung ziehen sich an

Stoffe die aus Ionen bestehen heissen Ionenverbindungen oder auch Salze 

Synthese und Analyse

Bei der Analyse wird eine Verbindung durch eine chemische Reaktion in ihre Elemente zerlegt. Die Bildung einer Verbindung durch eine chemische Reaktion nennt sich Synthese

Verbindungen

Reinstoffe, die durch chemische Reaktionen (Synthese) aus 2 oder ehr Elementen bestehen.Lassen sich durch Analyse (chemische Reaktion) wieder in Elemente zerlegen.

Anders als Gemische wo die kompenenten in einem beliebigen Verhältnis gemischt werden können, sind in einer Verbindung die Elemente als solche nicht mehr vorhanden. Sie haben zu einem neuen Stoff mit eigenen definierten Eigenschaften reagiert.

Verbindungs-Arten

  • Molekül- und Ionenverbindungen
  • organische und anorganische Verbindungen
  • Organische Verbindungen ordnet man nach Eigenschaften und Bau ihrer Moleküle in Stoffklassen ein. zB Alkohole, Aminosäuren, Fette, Kohlenhydrate, Proteine etc.
  • Nach dem chemischen Verhalten fasst man in Gruppen wie Säuren und Basen zusammen

Salze / Ionenverbindungen

Verbindungen aus Ionen (geladene Teilchen) bekanntester Vertreter: Kochsalz

Bei raumtemperatur fest und kristallin. Haben hohe Schmelz und Siedetemperaturen

Wasserlöslich

Salzlösungen leiten elektrischen Strom und werden dabei zersetzt. Man nennt diesen Vorgang Elektrolyse und zählt die Salze zu den Elektrolyten.

Salzkristalle

Da sich In Ionenverbindungen positiv und negativ geladene Ionen anziehen (und gleich geladene abstossen) wechseln sich diese immer und regelmässig ab. So bilden sich die Salzkristalle

Die Salzformel

Alle Salzkristalle sind als ganzes ungeladen. Deshalb ist in einem NaCl-Kristall, die Anzahl der Na+-Ionen gleich gross wie der Cl--Ionen.

In einem Kristall aus Ca2+- und Cl--Ionen muss die Anzahl an Cl--Ionen also doppelt so hoch sein, damit die Ladung im ganzen neutral ist. CaCl2 

Molekülverbindungen

Verbindungen aus Molekülen

Haben die gleiche Formel wie ihre Moleküle. zB H2O steht für den Stoff Wasser und für ein Wasser-Molekül.

Molekülformel zeigt aus welhen Atomen ein Molekül aufgebaut ist.

Molekülverbindungen mit kleinen Molekülen (H2O, CO2, CH4) sind in der Regel gasförmig oder flüssig. Solche mit grossen Molekülen können fest sein (Glucose). Die Kristalle sind äusserlich nicht von Salzen zu unterscheiden.

Lösen sich aber in Moleküle und nicht Ione auf. Zeigt sich, dass sie dann nicht elektrischen Strom leiten.

Organische und Anorganische Stoffe

Organische Stoffe sind ausschliesslich aus Kohlenstoffverbindungen (Moleküle enthalten immer Kohlenstoff-Atome)  ABER: Nur FAST alle Kohlenstoff-Verbindungen sind organisch. Ausnahmen: Kohlenstoff-Dioxid und -monoxid, Kohlensäure und Carbonate sind anorganische Stoffe.

Ausserdem sind die meisten organischen Stoffe nicht hitzestabil. Zersetzen sich bei starker Hitze und verkohlen schliesslich. (Kohlenstoff erkennt man an der schwarzen Farbe)

Bildung organischer Verbindungen aus anorganischen Verbindungen geschieht in der Natur nur in Lebewesen.

Étudier