BsC Pflege, ZHAW, 1. HS


M. V.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Infektionslehre, geeignet für Fortgeschrittene. Sie beleuchten wichtige Begriffe wie Immunisierung, Infektion, Übertragung und spezifische Abwehrmechanismen des Körpers. Die Karteikarten behandeln auch die Diagnose von Infektionskrankheiten, Prophylaxemaßnahmen und verschiedene Arten von Übertragungswegen. Ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsfachleute, die ihr Verständnis von Infektionskrankheiten vertiefen möchten.
Karten
41
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
16.10.2018 / 02.10.2025

Flashcards

Infektion 

Infektion im medizinischen Sprachgebrauch bezeichnet 

  • Die übertragung 
  • Das Haftenbleiben
  • Das Eindringen und 
  • Die Vermehrung von Mikroorganismen im menschlichen Körper 

Pathogenität und Virulenz 

obligat pathogene Keime 

  • stark krankmachendem Potential
  • bei entsprechender Keizahl entsteht immer eine Infektion 

Fakultativ pathogene Keime 

  • Führen abhängig vom Ort das Auftretens zu Krankheiten 

Virulenz

  • ausprägung krankmachender Eigenschaften eines Krankheitserregers 

Oppertunisten 

  • Gelegenheitskeime
  • können nur durch eine lokale oder allgemeine Abwehrschwäche, nicht jedoch bei Gesunden, zu einer Infektion führen 

Nosokomiale Infektionen 

im Krankenhaus erworbene Infektion 

Epidemie

  • in zeitlichen und örtlichen Zusammenhang gehäuft (mindestens 3 Fälle) auftretende Infektionskrankheit 

Pandemie 

  • Weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit 

Endemie 

  • Auftreten einer Infektionskrankheit in einem abgegrenzten Gebiet 

Kontaktepidemie 

  • langsame aber stetige Zunahme von Krankheitsfällen durch Tröpfchen- oder Schmutz- Schmierinfektion 

Explosionsepidemie 

  • plötzliches, massives Auftreten einer Infektionskrankheit, zB bei Lebensmittel oder Trinkwasservergiftung 

Kolonisation 

Mögliche Eintrittsorte eines Mikroorgansmus 

Direkte Übertragung 

  • Übertragung von einer Infektionswuelle direkt auf den Empfänger 

Indirekte Übertragung 

  • Übertragung von einer Infektionsquelle mittels Übertragungsmedium oder Vektor auf den Empfänger 

exogene Infektion 

von ausserhalb des körpers kommende Infektion 

Endogene Infektion

von innerhalb des Körpers kommende Infektion mit körpereigenen Keimen

Infektionskette 

  • Weg des Erregers einer Infektion nämlich;
    • Infketionsquelle 
    • übertragungsweg
    • Empänger, der wieder infektionswuelle sein kann 

Homologe Infektionskette 

  • Übertargung innerhalb einer Spezies 

Zoonosen

  • Heterologe Infektionsketten
  • übertragung zwischen mehreren Spezies 

Übertragungsmöglichkeiten 

  • Kontaktinfektion
  • Schmierinfektion
  • Tröpfcheninfektion
  • Aerogene Infektion
  • orale Infektion
  • Übertagung durch Bisse oder Stiche 
  • parenterale Übertragung 
  • sexuelle Übertragung 

Ablauf einer Infektionskrankheit 

  • Invasion (Ansteckung)
    • Krankheitserreger dringt in den Organismus ein 
  • Prodromalstadium
    • Vorstadium mit unspezifischen Symptomen
  • Inkubationsphase
    • nach Stunden oder Tagen
    • Krankheitserreger beginnen sich zu vermehren 
  • Inkubationszeit
    • zeitlicher Abstand zw Ansteckung und Kranheitsausbruch
  • Krankheitsphase: manifeste Infektion
    • Auftreten von leichten bis schweren Kranheitszeichen 
    • akut, subakut, chronisch oder rezidivierend 
  • überwindungsphase 
    • Krankheitserreger wird aus dem Körper entfernt 
  • Immunität 
    • spezifische Widerstandsfähigkeit 

Massnahmen der Infektionsprophylaxe 

  • allgemeine Dispositionsprophylaxe 
    • generelle Stärkung des Immunsystems
    • gesunde Lebensweise, Senkung der Krankheitsbereitschaft oder Impfung 
  • Spezifische Dispositionsprophylaxe/ Infektionsprophylaxe 
    • Spezifischer Schutz durch Impfungen

Spezifische Infektionsabwehr 

  • Impfungen
    • aktive Immunisierung und passive Immuniserung 
  • Aktive Immunisierung (Schutzimpfung)
    • Organismus erhält die Fähigkeit Antikörper selbst zu bilden
    • Lebendimpfstoff, abgeschwächte Krankheitsereger 
    • Totimpfstoff abgetötete Krankheitserreger 
    • Toxoidimpfstoffe: Bestandteile von Toxinen 
    • Immunität kann Monate bis Jahre andauern 

Einteilungen vom Impfungen 

  • Standardimpfungen
    • empfohlene Impfungen
  • Indikationsimpfungen
    • werden unter bestimmten Umständen empfohlen
    • Sonderimpfungen:
      • für eine bestimmte Personenkreis empfohlene Imfpung
      • Grippeimpfung, Tollwutimpfung 
    • Reiseimpfungen

passive Immunisierung 

  • Antikörper eines anderen Organismus werden verabreicht 
  • Infektionsschutz setzt nach wenigen Stunden ein, hält aber nur Wochen 
  • passive Immunisierung mit Standardimmunoglobulie (Gammaglobulinen)
    • Werden aus Seeren gewohnen, enthält ein Spektrum von Immunoglobuline
    • Anwendung
      • Nach erfolgter Infektion 
      • prophylaktisch Anwendung bei angeborenem Antiklörpermangelsyndrom oder HIV infizierten 

impfstoffarten 

Verlauf der Antikörperantwort 

Primär und Sekundärantwort 

  • primärantwort:
    • auf ein Impfstoff ist relativ schwach
  • Sekundärantwort 
    • nach einer Zweitinjektion 
    • verläuft rascher, steiler und die Affinität der Antiköper nimmt zu 
    • vermehrte Bildung von IgG Antikörper
  • Boosterung 
    • wenn nach einem Gewissen Zeitabstand eine 3 Inketion durchgeführt wid 
    • Immunität kann jahrelang andauern 

Massnahmen der Infektionsprophylaxe 

  • Expostionsprophylaxe 
    • Vermeidung einer Antsteckung durch vermeiden des Kontaktes mit Krankheitserregern
    • z.B Isolierung erkrankter Personen 
  • Chemoprophylaxe
    • Einnahme von Medis die eine Krankheitsentstehung vermeiden können
    • zB Malariaphrophylaxe

Bundesgesetzt über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen 

Abwehrlinien des Menschen 

  • 1. Abwehrlinien 
    • Inakter Haut oder Schleimhaut
    • Säuremantel der Haut 
    • Antibakterielle Fettsäuren der Talgdrüsen
    • Flüssigkeitsstrom nach aussen von Schleimhäuten und Flimmerepitheline
    • Standortflora
  • 2. Abwehrlinie
    • unsüezische Abwehrfaktoren des Blutes wie Serumbakterizide und Phaogzytose
    • Entzündungsreaktionen
    • Begrenzung des Infkeitonsprozesses durch Eiter oder Fibrinbildung 
  • 3. Abwehrlinie
    • spezifische, humorale und zelluläre Abwehrreaktion

Ursachen erworbener Abwehrdefekte 

  • Trauma, Verbrennungen
  • Fremdkörper
    • Katheter, Tubus, Prothesen, Steine, 
  • Protein und Kalorien Mangelernährung 
  • Massiver Immunglobulinverlust:
    • exsudative Entheropathie, neprotisches Syndrom, exfoliative Dermatitis
  • Alter:
    • unreife Neugeborene, Greise, Schwangerschaft
  • neoplastische Erkrankungen
  • Infektionen: 
    • HIV, Masern, Mupmps, Röteln, Hepatitis etc

Diagnose erregerbedingter Erkrankugen umfasst

  • klinische Diagnostik durch Anamnese und Befunderhebung 
  • Gewinnung geeingneter Untersuchungsmaterialien zum Erregernachweis 
  • Versand der Proben an ein mikrobiologisches Labor 
  • Mikrobiologische Analyse des Untersuchungsmaterials 
  • Interpretation des mikrobiologischen Befundes für das Krankheitsbild 

Serumprotiene in der aktuten Phase 

  • Zusammensetzung der Serumproteine verändert sich durch:
    • Infektion, Trauma, Herzinfarkt, operativer Eingriff, Marathon 
  • CRP
    • steigt innerhalb weniger Stunden nach dem Entzündungreiz
    • Abhängig vom Ausmass der Schädigung 
    • schnelle Absenkung 
  • BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
    • erhöht sich erst Tage nach der Schädigung 
    • fällt erst spät wieder ab 

Diagnostik von Infektionkrankheiten in der Anamnese 

Möglichkeiten für die mikrobiologische Labordiagnose 

Untersuchungsmaterialien zur Erregerbestimmung und Verarbeitung im Labor 

Study