Urogenitalsystem

ZHAW, BsC Pflege, 1.HS

ZHAW, BsC Pflege, 1.HS


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Funktionsweise und Störungen des Urogenitalsystems. Sie behandeln Themen wie die Regulation des Blut-pH-Werts, die Ausscheidung von Ionen und die Rolle der Niere bei der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Verständnis der physiologischen und pathologischen Prozesse im Urogenitalsystem vertiefen möchten.
Cartes-fiches
82
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
03.10.2018 / 10.01.2020

Cartes-fiches

Funktion des Harnsystes 

 

  • Ausscheidung von Stoffwechselprodukten
  • Ausscheidung von Fremdsubstanzen wie Medis und Umweltgiften 
  • Regulation des Elektrolytkonzentrationen
  • Regulation des Blutdruckes
  • Konstanthaltung des Wassergehaltes und des osmotischen Druck 
  • Aufrechterhaltung des Säuren Basen Gleichgewichtes und des pHs
  • Bildung des Enzyms Renin und Hormon Erytrhopoetin
  • Umwandlung einer Vitamin D Vorstufe in das Vitamin-D.Hormon Kalzitrol

Äussere Gestalt der Niere 

  • Links und rechts neben der WS unter dem Zwechfell
    • Links vom 11. BW bis 2. LW
    • Rechts: einen Wirbel tiefer durch die Leber 
  • Grosse Bohne
  • Retroperitonealraum

Nierenhilum und Nierenkapsel

Nierenhilum

  • Nischenförmige Vertiefung am Rand
  • Stelle des Nierenbecken
  • Eintrittsstelle der Nerven, Lymph und Blutgefäse

Nierenkapsel

  • Derbe, transparente Bindegewebshülle
  • Darum herum eine Schicht Fettgewebe und ein Bindegewbe
    • Schutz vor Stossverletzungen
    • Verankerung an der hinteren Bauchwand

Innerer Nierenaufbau 

Von innen nach aussen: 

  • Nierenbecken (Pelvis renalis)
  • Nierenmark (Medulla renalis)
  • Nierenrinde (Cortex renalis)
  • Nierensäulen (Columna renales ): ziehen von der Rinde zum Nierenbecken
    • Gliedert die Markschicht in die Markpyramiden 
  • Nierenpapillen (Palillae renales)
    • Spitzen der Markpyramiden
    • Öffnungen enden im Nierenkelch
    • Nierenkelch fängt den Harn auf und leitete ihn ins Nierenbecken 
  • Markstrahlen
    • Fortsetzung des Nierenmarks in der Rindenzone

Blutversorgung der Niere

  • 20% des Herzminutenvolumen fliesst durch die Niere
  • A. renalis: rechts und links
    • Direkt aus der Aorta
    • Verzweigt sich in den Zwischenlappenarterien (Aa interlobelares)
  • Aa interlobares
    • Steigen zwischen den Markpyramiden und Rinden auf
    • Geben die Bogenarterien (aa arcuatae) ab
  • Aa. Arcuatae
    • Verzweigen sich in Zwischenläppchenarterien (Aa interlobulares)
  • Zwischenläppchenarterien
    • Ziehen zu Nierenkapseln 
    • Kleine Arteriolen zweigen ab und Versorgen die Nierenkörperchen mit Blut

Blutversorgung der Nierenrinde 

  • Vas afferens 
    • Zuführende Nierenkörperchen
    • Bilden den Glomerulus: Knäuel von Kapillaren
  • Vas efferens
    • Glomerulus münden hier hinein
    • Zweigen sich auf zu zweitem Kapillarnetz zum peritubulären Kapillaren (Vas recta)
  • Zur Filtration des Primärhans

 

Arterielles Wundernetz (Rete mirabile)

  • Arterie àKapillarnetz àArterie

Blutversorgung des Nierenmarks 

  • Juxtamedulläre Glomeruli
    • Abführende Arteriolen der Nierenrinde nahe des Markes 
    • Bilden lang gestreckte und gerade Gefässe (Vasa recta)
  • Vasa recta
    • Reichen weit ins Nierenmark
    • Kapillare umschliengen die Sammelrohre
  • Wichtig für die Harnkonzentrierung 

Venöses System der Niere 

  • Zwischenläppchenvenen (vv interlobulares)
    • Der Vasa recta und peritubulären Kapillaren
  • Verlauf
    • Vv interlobulares à(Zwischenlappenvenen) Vv. Interlobares àBogenvene (vv arcuatae) àNierenvenen (V. renalis) àV. cava inferior

Nephron 

  • Aufgebaut aus Nierenkörperchen und dem Tubulusapparat (Harnkanälchen)
  • Funktion: Harnbildung, eigentliche Funktions und Baueinheiten der Niere
    • Niernkörperchen: Primärharn wird gewonnen durch Filtratrion des Blutes
      • Durch glomeruläres Gefässknäuel
    • Tubulsapparat
      • Bildung von Sekundärharn
        • Konzentration des Primärharns durch Reabsorption
        • Anreicherung des Sekretionsvorgänge 

 

Produktion des Glomerulusfiltrats 

  • Bowman- Kapsel
    • Umgibt den Glomerulus
    • Aus innerer und äusseren Kapselblatt

Harnbildung 

  • Abpressen des Ultrafiltrats ins Nierenkörperchen
  • Filtration durch die Blut- Harn- Schranke)
    • Endothelzellen des Blutes: 
    • Grosse Poren, nur für Zellen eine Barriere
  • Basalmembran
    • Relativ dick
    • Enthält viel negative Ladung àhindern negativ Geladene Proteine am Durchtritt
  • Inneres Blatt der Bowman Kapsel
    • Podozyten: 
      • sternförige Zellen, 
      • bedecken die Glomeruluskapillaren mit ihren Ausläufern
    • Schlitzmembran 
      • Zwischen den Ausläufern
      • Verhindert den Proteindruchtritt 

Ultrafiltrat 

  • Nach der Filtration
  • Konzentration entspricht der Plasmaflüssigkeit
  • Enthält keine Blutzellen oder grosse Plasmaproteine àZellfrei und eiweissarm

Gefäss und Harnpol des Nierenkörperchens 

  • Gefässpol: vas afferens und efferenz nahe zusammen
    • Zeigt in Richtung Nierenrinde
  • Harnpol
    • Zeigt Richtung Niernmark
    • Kapselraum geht in den prox. Tubulus über à1. Abschnitt der Harnkanälchen

Bau des Tubulussystems 

  • System aus Harnkanälchen
  • 1. proximaler Tubulus
  • 2. Intermediärere Tubulus
  • 3. Distaler Tubulus
  • Henle Schleife
  • juxtaglomerulären Apparat 

proximaler Tublus 

  • Im Rindenbereich stark gewunden
  • Gerader Teil: läuft zum Nierenmark
    • Umschlungen vom Kapillarnetz aus den efferenten Arteriolen
    • Zum Flüssigkeitsaustausch
    • Kubisches Epithel
    • Verengt sich 

Intermediärer Tubulus 

  • Platte Epithelzellen
  • Sehr dünn
  • Macht einen Bogen und steigt auf 

Distaler Tubulus 

  • Aufsteigender Schenkel 
  • Zieht zurück in die Nähe des Nierenkörperchens 
  • Windet sich auf höhe der Henle Schleife
  • Berührt die Vas affarens 

Henle Schleife 

  • Gebildet durch den intermediären Tubulus, gerader Anteil von prox und dist. Tubulus

Juxtaglomerulärer Apparat JGA

  • An Kontaktstellen von distalem Tubulus und zuführender Arteriole
  • Macula densa: 
    • Zellen des distalen Tubulus 
    • Höher, schmaler und spezialisiert 
    • Regelt die Zusammensetzung die Zusammensetzung der Flüssigkeit im distalen Tubulus und so den Filtrationsdruck
  • Epitheloidzellen (myoepitheliale Zelle)
    • Umgewandelte, glatte Muskelzellen
    • Hpts in den zuführenden Arteriolen
    • Enthält Granula mit enzymatisch wirkende Renin
      • Hier gebildet und sezerniert 
  • Reninfreisetzung
    • Zur Regelung des Blutdruckes 
    • Regelung des Wasser- und Elektrolythaushalts
  • Mesangiumzellen
    • Liegen zwischen Tubluszellen und Arteriole
    • Eigenschaften: Phagozytose, kontratil und Fähig auf Hormonreize zu reagieren

Sammelrohe 

  • Anschliessend an die distalen Tubuli
  • Mehrere Tubuli bilden eine Sammelrohr
  • Funktion:
    • Ableitungswege des Harns 
    • Wirkungsform vom Adiuretin (ADH)
      • In Hypophyse gebildet
      • Beeinflusst die Menge des Harns durch Stimulierung der Rückresorption von Wasser in distalen Tubulus und Sammelrohr

Glomerulärer Filtrationsdruck 

  • Glomerulärer Filtrationsdruck = eigentlich wirkender Filterdruck mit dem der Primärharn abgepresst wird 
  • Glomerulärer Bludtruck: Am Anfang 50mmHg, am Ende 48mmHg
    • Drücke die entgegenwirken
      • Kolloidosmotische Druck: durch Bluteiweisse
        • Anfang der Kapillarschlinge ca 20mmHg
        • Ende 36mm Hg
        • Unterschied durch das Abpressen von Flüssigkeit
      • Hydrostatischer Druck in der Bowman Kapsel
  • Effektiv Wirksamer Filtrationsdruck ist am Ende der Glomerulusschlinge auf 0

Glomeruläre Filtrationsrate GFR

  • Volumen des Glomerulusfiltrates beider Nieren pro Zeiteinheit 
  • Junge Erwachsene ca 120ml/min
    • 180l/d 
  • Blutplasmavolumen wird täglich 60 Mal filtriert und zu 99% rückresorbiert

Autoregulation der Nierendurchblutung und der Glomerulären Filtration 

  • Autoregulation:
    • BD in den Glomeruluskapillaren und die glomeruläre Filtration wird konstant gehalten 

Mechanismen die die  glomerulären Fitrationsrate bestimmen 

  • Glatte Muskelfasern der zu- und abführenden Arteriolen
    • Autoregulatorische Weite
    • Am Anfang der Glomeruluskapillare ca 50mmHg
    • Myogene Durchblutungsregelung 

Ansteigende Kochsalzkonzentration im distalen Tubulus 

  • Macula Densa führt zur Verengung der zuführenden Arteriole
  • Verringerung der glomeruläre Filtrationsrate 
  • Filtration und Salzausscheidung aufeinander 

Atriale nariuretische Peptide (ANP, Atriopeptin) 

  • Regulation der Filtrationsrate
  • Blutvolumen + àANP + àErhöhung der glomerulären Filtrationsrate àSteigerung der Natriumausscheidung àH2O Ausscheidung + 

Überschreitung der autoregulatorischen Blutdruckbereichs 

  • Glomeruläre Filtrationsrate steigt àhohe Filtratvolumina àüberforderung des Transportprozesses 

 

Druckdiurese 

  • Bei BD über 95mmHg
  • Nierenmark wird ausgewaschen
  • Verstärkte Harnausscheidung ¨

Primärharn 

  • Primärharn (Glomerulusfiltrat) gelangt aus dem Kapselraum ins Tubulussystem
    • Veränderung der Zusammensetzung und Konzentration

Sekundärharn 

  • 1% des Primärharnvolumens
  • Bis zu 4 Mal die Osmolarität des Plasmas 
  • Rückresorption: Wiedergewinnung lebenswichtiger Elektrolyte, Glukose und AS
    • Chlorid, Bikarbonat, Natrium, Kalium und Kalzium aktive Rückresorption
      • Aus dem Tubuluslumen ins Blut 
      • H2O folgt tlw passiv 
    • Aminosäuren und Glukose
      • Aktiv rückresorbiert 
      • Hat eine maximale Transprotkapazität (Schwellenwert)
        • Überschuss wird mit dem Harn ausgeschieden

Tubuläre Sekretion 

  • Abgabe von Stoffen ins Tubuluslumen
  • Hpts zur Beschleunigung der Aussscheidung körperfremder Substanzen , Harnsäure und Ammoniak
  • Sekretion von H+: bei azidotischen Stoffwechsellagen

Harnkonzentrierung im Gegenstromprizio 

  • Aufsteigender und absteigender Schenkel der Henle Schleife und Sammelrohr verlaufen parallel mit gegensätzlicher Flussrichtung 
    • Effektive Konzentrierung 

Ablauf der Harnkonzentrierung 

  1. Absteigender Schenkel der Henle Schleife: 
    1. Harn hat die gleiche Osmolarität wie das Plasma
  2. Aufsteigender Schenkel 
    1. Resorption NaCl aus dem Tubulus 
    2. H2O undurchlässig
    3. àHarn wird hyperton
  3. Aufsteigender Schenke lder Henle Schleife 
    1. Resorption von NaCL
    2. H2o undurchlässig
    3. àHarn wird hyperton
  4. Sammelrohr
    1. Parallel zur Henle Schleife
    2. Osmotischer Entzug von H2O
    3. àKonzentration 
  5. H2O diffuntiert  in die peritubuläre Kapillaren, 
    1. Abtransport mit dem Blut 

Diurethikatherapie 

  • Erhöhen das Urinvolumen 
  • Funktion: Senkung der Hypertonie, Senkung der Volumens in den Gefässen àEntlastung des Herzens und Steigerung der Urinproduktion 
  • Häufig durch Veränderung der Sekretions und Rückresorptionsmechanismen
  • Schleifendiruetika (Furosemid z.B Lasix)
    • Reduziere die Rückresorption von Na, Ka und Cl
    • Wirkung relativ kurz, aber rasch und ausgeprägt
  • Thiazide 
    • Hemmung die Rückresorption von NaCl im distalen Tubulus 
  • Risiken: Veränderung der Elektrolytbalance
    • Hypokalämie

Hanrpflichtige Substanzen 

  • Im Blut
  • Substanzen die nur über die Niere ausgeschieden werden 
  • Nierenfunktionsstörung: vermehrte Anreicherung im Blut 
  • Kreatinin: aus dem Muskelstoffwechsel
  • Harnstoffspiegel: aus Proteinstoffwechsel
    • Weniger empfindlich
  • Konzentration erhöht, wenn GFR vermindert ist 

Clearence Untersuchung 

  • Auskunft über die Geschwindigkeit mit der die Niere bestimmte Stoffe entfernt 
  • Abhänig von:
    • Filtration im Glomerulus 
    • Resorption aus dem Tubulusapparat
    • Sekretion in den Tubulusapparat 
  • Am einfachsten bei Substanzen, die glomerulär filtriert, aber weder sezerniert noch resorbiert werden-
    • Clearane entspricht der glomerulären Filtrationsrate
    • Z.B Kreatinin

Renin 

  • Bildung in Epitheloidzellen des Vas affarens 
  • Stimuliert durch Abnahme des Gefässdruckes im Vas afferens 
    • Bei BD abfall oder verminderter Blutzufluss
    • Sympathikus 
  • Hemmend: Angiotensin II und Aldosteron 

Renin Angiotensin- Aldosteron System RAAS 

  • Wichtige Rolle bei der Regulation des Salz- und Wasserhaushaltes und des BD 
  • Renin àAngiotensin, Abspaltung von Angiotensin I à
  • Angiotensin – converting Enzym (ACE) àAbspaltung von AS aus Angiotensin I àAngiotensin II
  • Angiotensin II à
    • Vasokonstriktion, Durst, stimmuliert die Na+ Reabsorption und Ausschüttung von Aldosteron   und ADH
    • àBD+

Hemmstoffe des RAAS 

  • Zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz 
  • ACE Hemmer
    • Hemmen das Angiotensin convertinge Enzym 
    • Unterdrückn die Bildung von Angiotensin II
  • Angiotensin II Rezeptoren Blocker
    • Blockieren die Angiotensin II Rezeptoren an den Gefässmuskelzellen

 

Erytropoetin EPO

  • Bildung hpts in der Niere und geringe Teile der Leber
  • Stimulierung durch Sauerstoffmangel àBildung von EPO àstimuliert die Bildung von Erythrozyten im KM àSauerstoffkapazität des arteriellen Blut erhöht 
  • Gentechnologisch hergestelltes EPO
    • Behandlung von Anämie, chronischen Nierenversagen, Tumorpatienten, Doping

Étudier