3 - Wildbiologie
Lernkarten: Jagen in der Schweiz
Lernkarten: Jagen in der Schweiz
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Flashcards
Baummarder sind „Allesfresser“. Sie verzehren hauptsächlich Mäuse und gerne auch reife Früchte.
Der Habicht ist ein natürlicher Feind des Baummarders.
Baummarder leben in der ganzen Schweiz (bis Baumgrenze). Er meidet Siedlungen. Als Schlaf- und Ruheplätze dienen ihm erhöhte Verstecke (Spechthöhlen, Krähenhorste, Eichhörnchenkobel und im Winter auch Erdhöhlen). Im Gegensatz zum Steinmarder ist er ein Kulturflüchter.
Baummarder: kastanienbraunes Fell, grosse Ohren mit hellem Rand, gelber und ungegabelter Kehlfleck, dunkle Nasenspitze, Vorderpfoten-Unterseite behaart. Steinmarder: graubraunes Fell, breite kurze Ohren ohne gefärbten Rand, weisser Kehlfleck, i.d.R. gegabelt, helle Nasenspitze, Vorderpfoten-Unterseite unbehaart
Der Ausdruck für die Pfoten ist„Branten“
Steinmarderrüden werden bis zu 2 kgschwer.
Fähen erreichen bis 1.7 kg.
Steinmarder ranzen im Juli/August.
Die Tragzeit beträgt 8 – 9 Monate inkl. der Keimruhe bis im Dezember.
2 bis 5 Welpen kommen zwischenMärz und Mai zur Welt.
Steinmarder sind „Allesfresser“. Er wählt die Nahrung der Verfügbarkeit entsprechend, z.B. Kleinnager, Vögel, Regenwürmer, Früchte, Beeren Vogeleier, Küchenabfälle.
Fuchs und Habicht gehören zu den Feinden des Steinmarders.
Steinmarder kommen in der ganzen Schweiz vor. Sie leben auch über 2000m ü.M. Sowohl in Wäldern wie in Siedlungen fühlen sie sich wohl. Sie leben im Unterschied zum Baummarder auch gerne in Dachstöcken usw. und profitieren als typische Kulturfolger vom Menschen.
Steinmarder zerbeissen z.B. Autokabel, durchlöchern Hausisolationen, erbeuten Haustiere (z.B. Hühner, Kaninchen), hinterlassen Kot und können nachts Lärm verursachen.
Einzig wirksame und nachhaltige Verhütungsmassnahmen sind das Verschliessen von Öffnungen in Dächern und Unterdächern sowie Vorkehrungen, die das Hochklettern an Fassaden verhindern. Das Einfangen von Tieren bringt nur kurzzeitig Erfolg, da freie Territorien schnell wieder besetzt werden.
Der Steinmarder wird auf dem Ansitz und in Siedlungsräumen mit Kastenfallen (Lebendfang) bejagt. Auch gezieltes Aufstöbern ist möglich (z.B. Ausfährten im Schnee).
Iltis-Rüden werden bis zu 1.5 kgschwer.
Fähen erreichen ein Gewicht von bis zu1 kg.
Die Paarungszeit ist im März und April.
Die Tragzeit beträgt 42 Tage.
Der Iltis hat keine Keimruhe (im Unterschied zu den anderen heimischen marderartigen)
Zwischen Mai und Juni kommen 3 - 7 Welpen zur Welt.
Iltisse sind Fleischfresser, ernähren sich aber fast ausschliesslich von Fröschen und Mäusen. Beute wird oft in Nahrungsdepots für den Winter angelegt.
Zu den natürlichen Feinden des Iltisses gehören Fuchs, Marder und Uhu.
Der Iltis ist wesentlich kleiner als der Baum- und Steinmarder. Er hat einen kurzen, kaum buschigen Schwanz und einen dunkelbraunen Balg mit hell durchscheinender Unterwolle. Er trägt KEINEN Kehlfleck, dafür besitzt er eine auffällige Gesichtsmaske.
Iltisse leben an Waldrändern, in gebüschreichen Uferzonen, in Hecken und Gärten. Sie meiden dichte Wälder und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Tagsüber schlafen sie z.B. in Ast- oder Komposthaufen.
Baummarder: geschickter Kletterer, bewegt sich aber vorwiegend am Boden. V.a. nacht-, teils auch tagaktiv.
Steinmarder: sehr geschickte Kletterer, sehr nachtaktiv.
Iltis: klettert kaum, nachtaktiv.
Der Iltis ist eidgenössisch geschützt und nicht jagdbar!
Hermelin-Männchen wiegen bis zu300 g.
Weibchen erreichen ein Gewicht von bis zu 200 g.
Die Ranzzeit fällt in die Monate April bis Juli.
Die Tragzeit beträgt 280 Tage. Hermeline haben eine sehr lange Keimruhe von 250 Tagen.
Die Jungen kommen im April - Mai zur Welt. Der Wurf hat eine Grösse von3 – 7 Tieren.
Hermeline gelten als Nahrungsspezialisten. Dank dem langen, schlanken Körper sind sie perfekt für das Jagen von Feldmäusen geschaffen, denen es durch ihre Gänge folgen kann
Zu den natürlichen Feinden des Hermelins gehören Fuchs, Marder und grössere Greifvögel.
Hermeline kommen in der ganzen Schweiz bis 3‘000 m ü.M. vor. Sie leben in reich strukturierten Lebensräumen mit Wiesen, Gebüschen, Steinhaufen usw.
Gemieden werden Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften.
Hermeline haben einen lang- gestreckten, dünnen Körper. So kann es den Mäusen in die Gänge folgen. Im Sommer ist der Balg oben braun und unten weiss. Im Winter ist das Hermelin komplett weiss. Einzig die Schwanzspitze bleibt ganzjährig schwarz.
Hermeline sind eidgenössisch geschützt und dürfen nicht bejagt werden!
Der Kuder erreicht ein Gewicht von bis zu 32 kg. Die Kätzin (Luchsin) bis zu 21 kg.
Der Luchs hat etwa 4 cm lange Haarbüschel auf den Ohrenspitzen (Pinsel) und einen kurzen Schwanz.
Luchse ranzen zwischen Februar und April.
Die Luchsin ist 10 Wochen trächtig.
Die Wurfzeit fällt in die Zeit von Ende Mai bis anfangs Juni. Die Luchsin bringt 2 – 4 Junge zur Welt.
Die Säugezeit beträgt 9 Wochen.