Anatomie; Blut Immunsystem
Vorlesung Pflege HS 18, KW 39
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Lernkarten
Aus was setzt sich das Blut zusammen?
55% Plasma (Wasser, Plasmaproteine --> Albumine, Globuline, Fibrinogen, Regulatorproteine)
< 1% Thrombozyten, Leukozyten
45% Erythrozyten
Was ist Albumin und für was ist es zuständig?
Albumin ist ein Plasmaeiweiss.
Es ist für die Erhaltung des Plasmavolumens im Kreislauf verantwortlich.
--> Albuminmangel kann Ödembildung zur Folge haben
Erythrozyten: Definition
Aufgaben:
Definition: rote Blutkörperchen
Aufgaben: transportieren mit Hilfe von Hämoglobin O2 und CO2
Hypoxie
O2- Mangel
Erythropoese
Erythrozytenbildung
Erkläre den Osmotischen Druck
Der osmotische Druck ist derjenige Druck, der durch die in einem Lösungsmittel gelösten Moleküleauf der höherkonzentrierten Seite verursacht wird und den Fluss des Lösungsmittel (in der Regel Wasser) durch eine semipermeable Membran antreibt.
Das Lösungsmittel strömt von der Seite mit geringerer Teilchenkonzentration durch die genannte Membran zur Seite mit dem höheren osmotischen Druck, also zur höheren Teilchenkonzentration. Für die Teilchen selber ist die Membran nicht passierbar.
Lebensdauer und Abbau der Erythrozyten
Die mittlere Lebensdauer der Erys im peripheren Blut beträgt 10-120 Tage. überalterte Erythrozyten werden vor allem in der Milz und im Knochenmark abgebaut --> sog. Blutmauserung
Anämie: Definition
Mangel an Erythrozyten und/ oder Hämoglobin
Ursachen einer Anämie:
- Blutverlust : OP, Unfall, versch. Karzinome etc.
- verminderte Erythropoese: Eisenmangel--> starke Mestruation, Schwangerschaft, gestörte Resorption im Darm. Eisenverwertungsstörung --> Tumor, chronische Entzündung.Vit.B12- oder folsäuremangel. Erythropetinmangel bei Niereninsuffizienz.
- gesteigerte Hämolyse: Erbrankheiten, Infektionen, künstliche Herzklappen, Vergiftung, allergische Reaktionen, Autoimmunkrankheit
O2- Sättigung: Definition
Sauerstoffbeladene (oxygenierte) Anteil am Gesamt-Hämoglobin wird Sauerstoffsättigung genannt.
Thrombozyten: Definition
Funkion:
= Blutplättchen.
Besitzen wie die Erythrozyten keinen Kern. sind flach und rund
Funktion: hängt mit der primären und sekundären Hämostase (Blutstillung) zusammen
Hämostase
Blutstillung
Fibrinolyse
Auflösung von Blutgerinseln
Leukozyten: Definition:
Funktion:
Unterteilung:
Definition: weisse Blutkörperchen
Funktion: Abwehrfunktion
Unterteilung:
Granulozyten:
3 Untergruppen und ihre Funktionen
neutrophile Granulozyten:
- werden durch chemische Faktoren (Chemotaxine) angelockt
- Dringen ins Gewebe ein (Diapedese)
- Funktionieren als Fresszellen (Phagozyten)
Eosinophile Granulozyten:
- Abwehr von Parasiten (Würmer und Eizeller)
basophile Granulozyten:
- Vermitteln zwischen Immunreaktionen und Gefässreaktionen
Monozyten: Funktion
(gehören auch zu den Leukozyten)
vielfache Abwehrreaktionen (Antigenpräsentation, Phagozytose ganzer Zellen)
Makrophagen: Definition und Funktion
- entstehen aus Monozyten des Blutes
- wandern ins Gewebe wo sie 5-10 fache grösse annehmen
- verbessern dadurch ihre Phagozytosefähigkeit
- Koordinieren Immunreaktionen
Lymphozyten: Definition
3 Untergruppen:
Definition: Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie sind die eigentlichen Abwehrzellen des menschlichen Körpers.
3 Untergruppen:
Was ist ein Antigen?
Substanz, die vom Organimsus als fremd erkannt wird und eine spezifische Abwehrreaktion (Immunreaktion) auslöst.
(artfremder Eiweißstoff, der im Körper die Bildung von Antikörpern gegen sich selbst bewirkt)
Thymus: Definition:
Funktion:
Definition: Organ, welches an der Immunabwehr beteiligt ist.
Funktion: Im Thymus werden Thymozyten (Prä-T-Lymphozyten) in T-Lymphozyten (Syn. T-Zellen) umgewandelt. Die T-Lymphozyten-Vorläufer wandern aus dem Knochenmarküber die Blutbahn in die Läppchenrinde ein.
Knochenmark: Funktion bei der Immunabwehr
- Prägung bestimmter Lymphozyten --> B-Lymphozyten
Lymphknoten: Definition:
Ein Lymphknoten oder eine Lymphdrüse ist eine „Filterstation“ für die Lymphe (Gewebswasser) und gehört zum Lymphsystem. Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filtration der Lymphe einer Körperregion zuständig. Dieses gefilterte Areal wird tributäres Gebietgenannt, der Lymphknoten ist der regionäre Lymphknotendieses Gebiets.
Lymphknoten gehören zum Abwehrsystem (Immunsystem) eines Organismus.
Wie werden Abwehrmechanismen eingeteilt?
- äussere Abwehr: An der Körperoberfläche
- Innere Abwehr: Im Körperinneren
- Unspezifische
- Spezifische
- Angeborene (innate) Abwehrmechanismen
- Erworbene (adaptive) Abwehrmechanismen
was sind unspezifische Abwehrmechanismen
Sie sind gegen viele Krankheitserreger gerichtet, die gemeinsame Merkmale aufweisen
spezifische Immunität
Sind nur gegen bestimmten Krankheitserreger und ein spezifisches Merkmal gerichtet
Humorale Immunität
Bildung von Gegengiften --> Antikörpern durch B- Lymphozyten
Zellvermittelte Immunität
Wird von T-Lyphozyten getragen, die gelernt haben, körpereigenes und körperfremden Material zu unterscheiden.
Nenne die 3 Abwehrlinien des Menschen zur Infektabwehr
- intakte Haut/Schleimhaut, Säuremantel der Haut, Talgdrüsen,
- unspezifische Abwehrfaktoren des Blutes --> Serumbakterizide, Phygozytose, Entzündungsreaktion, Begrenzung derInfektion durch Eiter und Fibrinbildung
- Spezifische Abwehrreaktionen durch das Immunsystem
Unspezifische zelluläre Abwehr durch Makrophagen
Dieser Teil der Immunabwehr ist angeboren, und wird auch als nichtadaptiv bezeichnet. Diese Form der Abwehr besitzt keine Gedächtnisfunktion
Erkläre die Stimulierung der B-Zelle durch eine aktivierte T-Helferzelle
Die kativierte T-Helferzelle stimuliert eine B-Zelle durch Botenstoffe (Interleukine, Lymohokine). Dadurch wird die Bildung von Plasmazellen in Gang gebracht die Antikörper gegen das Bakterienantigen produzieren. Makrophagen werden durch die ANtigen-Antikörper-Komplexe auf der Bakterienoberfläche zur Phagozytose aktiviert (Opsonierung)
Erkläre die spezifische Humorale Abwehr durch B-Lymphozyten
Bildung von Antikörpern durch B-Lymphozyten 1. Antwort. Die B-Gedächtniszellen speichern die Information über den erfolgten Antigen-Antikörper-Kontakt so dass bei einer zweiten Exposition mit diesem Antigen eine schnellere und verstärkte Antikörperbildung stattfindet.