1. HS ZHAW


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bakteriologie, einschließlich der Diagnose und Behandlung von Infektionen. Sie decken Themen wie Hautinfektionen, Bakterienarten, Antibiotika und Prophylaxe ab. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen über bakterielle Erkrankungen und deren Management vertiefen möchten.
Karten
216
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.09.2018 / 19.09.2018

Lernkarten

Aufbau der Bakterien

  • Einzeller
  • 0,2- 05 um
  • Prokaryoten, haben keinen Zellkern
  • Vermehren sich durch Mitose
  • Teilweise Sporenbildner 

Äussere Form der Bakterien

  • Kokken (Kugelbakterien)
    • rund,
    • bilden charakteristische Verbände, z.B Trauben, Ketten o. Paare
  • Stäbchen
    • länglichen, gleichmässig oder ungleichmässig dicken Zellkörper
    • lang, kurz, plump oder schlank
  • gekrümmte Stäbchen
    • Vibrionen: gebogen, einfach gekrümmt
    • Spirochäten: Schraubenförmig gekrümmt 

Genom der Bakterien

  • ringförmig, doppelstängige DNS
  • von Membran umhüllt (Kernäquivalent)
  • enthält keine Introns 
  • können zusätzlich Plasmiden tragen
  • bilden selbst ihre RNS 

Eigenschaft der Bakterien

  • Prokaryoten
  • Erbsubstanz aus DNS
  • DNS liegt frei im Zytoplasma

Zytoplasma der Bakterien

  • Inhalt der Bakterienzelle
  • aus Wasser, Salzen, Proteinen und Nährstoffen (AS, Glukose, Fettsäuren)

Zytoplasmamembran der Bakterien

  • Semipermeabel
  • aus Lipoiden und Proteinen
  • Funktion: Stoffbariere, Stofftransport, Bildung der Zellwand 

Zellwand 

  • netzartige Struktur
  • aus Glykanen
  • über Aminosäureketten verbunden
  • Murein: Sackförmige Stützskelett
    • unterschiedlich dick, teilweise anfäbbar mit Gramfarbstoff --> Grampositive Bakterien
    • grammnegative Bakterien: nicht einfärbbar mit Grammfabstoff

Funktion der Zellwand 

stabilisiert die Form der Baktereinzelle

Kernäquivalent 

  • Ringförmig geschlossener DNA Doppel Strang 
  • dient als Erbsubstanz 
  • liegt frei im Zytoplasma 

Plasmide 

  • kleinste, ringförmige DNS Einheit
  • schwimmt im Zytoplasma

 

Geisseln

  • dünne Proteinfäden
  • an der Zellmembran verankert 
    • einzelne oder ganze Büschel oder ganz um die Zelle herum
  • dient der Fortbewegung durch Rotation 

 

Pili und Fimbrien

  • Pili
    • unbewegliche und kurze Eiweissfäden
    • zur Anheftung an der Oberfläche
  • Sexpili
    • etwas längere Fortsätze 
    • zum Austausch von genetischen Material, Konjugation 

Kapseln

  • schleimartige Zellwandauflagerung
  • schützen vor Phagozytose der LC
  • erleichtert die Ausbreitung 

Sporen

  • sehr resistent gegen Hitze, Austrocknung, Desinfektionsmittel und Antibiotika 
  • sichern dadurch ein jahrelanges bis jahrzentelanges überleben
    • Die Bakterien bilden sporen wenn sie auf ungüstige Lebensbedingungen treffen,
  • Die Sporen enthalten alles was die Bakterien auch enthalten. 

Vermehrungskurve der Bakterien

  • lag Phase: 
    • Anpassung an die Umgebung,
    • Keine Vermehrung 
  • log Phase
    • logarithmische Vermehrung 
  • Plateau Phase
    • Gleichgewicht zwischen Vermehrung und Absterbung 
  • Absterbephase 

Stoffwechsel der Bakterien

  • heterothroph
  • haben einen eigenen Stoffwechsel
    • nicht auf Wirte angewiesen (Ausnahme Chlamydien, Rickettsien)
  • respiratorische oder fermentative Kohlenhydratverwertung 

Einteilung der Bakterien anhand von 

  • Form 
  • Verhalten gegenüber Sauerstoff
  • Fähigkeit zur Sporenbildung 
  • Verhalten zur Gramfärbung 

Einteilung der Bakterien anhand des Verhalten gegenüber Sauerstoff

  • Aerobe Bakterien
    • Wachsen nur bei anwesenheit von Sauerstoff
  • fakulataiv anaerobe Bakterien
    • können mit und ohne Sauerstoff leben
  • obligate anaerobe Bakterien
    • Sauerstoff ist für sie ein Gift 

Gram Färbung 

  • Grampositive Bakterien erscheinen Blau
  • gramnegative Bakterien erscheinen rot 

1a) Kokken

  • grampositiv

Staphylokokken

  • Haufenkokken
  • Z.B Staphyloccocus aureus
  • Krankheiten: Osteomyleitis, Furunkel, Sepsis, Pneumonie

 

Streptokokken

  • Kettenkoken
  • Krankheiten: Scharlach, Erysipel

1b Kokken

  • rund
  • grammnegativ

Diplokokken

  • Doppelkokken
  • semmelförmig
    • z.B Gonokkoken, Neisseria gonorrhoe
      • Krankheiten: Gonorrhöe, Gonoblenorrhoe (Eintrige Infektion der Augen) bei Neugeborenen
    • Meningokokken, Neisseria meningitidis
      • Krankheit Meningitis
  • Lanzettförmig
    • Bilden eine Schleimkapsel
    • z.B Pneumokokken
      • Krankheiten: Pneumonie, Meningitis, Otitis medis, Sinusitis 

2a stäbchenförmige Bakterien

  • gramnegativ
  • Bordetella pertussis 
    • Keuchhusten, Pneumonie bei Neugeborenen
  • Hämophilus influenza
    • Meningitis, Epiglottitis
  • Salmonellen
    • Gastroenteritis, Typhus
  • Shigellen
    • Ruhr
  • Helicobacter pylori
    • chronische Gastritis, Ulcus ventriculi, Ulcus duodni
  • Vibrio cholerea
    • Cholera
  • e. Coli
    • HWI, Sepsis, Meningits des Neugeborenen
  • Pseudomonaden
    • Wundinfektion 

2b stäbchenförmige Bakterien

  • grapositiv
  • Clostridium botulinum
    • sporenbildend
    • Botulismus
  • Clostridium tetani
    • sporenbildend
    • Tetanus
  • Corynebacterium diphteriae
    • Diphterie
  • Mykobacterium tubercolosis
    • TB

spirochäten

  • schraubenförmig
  • Treponema pallidum
    • syphilliy
  • Borrelia burgdorferi
    • lyme- borreliose

Toxinproduktion der Bakterien

  • häufig verursachen die Toxine die Krankheit, nicht die Bakterien
  • Exotoxine
    • Toxine von lebenden Bakterien abgegebn
  • Endotoxine
    • Toxine von toten Bakterien abgegeben. z.B Lebensvergivtungen

Saprophyten

  • Fäulnisbewohner
  • leben durch den Abbau organischer Abfallstoffe
  • zB in der Erde 

Kommensalen

  • Mitesser
  • leben von stoffen eines anderen Organismus
  • nicht schädlich

Symbionten

  • Nützlingen
  • leben von stoffen eines anders Organismus 
  • sind für den Wirt nützlich
  • z.B Döderlein'sche Stäbchen 
    • leben in der Vagina 
    • bilden Milchsäure 

Parasiten

  • Schädlinge
  • leben von Stoffen eines bestimmten oder weniger bestimmten Organismus 
  • schädigen den Organismus 
  • Würmer, Zecken, Flöhe

Definition Antibiotika 

Gegen Bakterien wirksame Antiinfektiva, die das Wachstum von Bakterien hemmen (Bakteriostase) oder diese abtöten (Bakterizidie)

Antiinfektiva

Arzneimittel gegen die Erreger von Infektionserkrankheiten 

Tuberkolostatika 

  • antituberkulöse Arzneimittel
  • Sonderfall der Antibiotika

Behandlung bakterieller Infektionen

  • Kausal: Mikrooganismen abtöten durch Antibiotika 
  • Antitoxin: 
    • bei toxinproduzierenden Bakterien
    • z.B Diphterie
  • Symptomatische Massnahmen

Wirkmechanismus der Antibiotika 

  • Nutzen unterschiede im Stoffwechsel zwischen menschlicher und bakterieller Zelle 
  • z.B Penicillin
    • hemmt den Zellwandaufbau

 

Entstehung der Nebenwirkungen der Antibiotika 

  • entstehen oft durch Schädigungen der physiologischen Standortflora
  • z.B Darm, Haut, Schleimhaut, weiblichen Genitalien

Resistenz gegen Antibiotika 

  • Antibiotika kann den Erreger nicht schädigen
  • natürlich oder durch eine mutation Erworben

Grundsätze der Antibiotikatherapie

  • Idealfall: Auswahl des Präparats nach Erregeridentifizierung 
  • schweren Fällen: beginn der Therapie mit dem vermuteten Erreger 
    • lokalisation der Infektion ist wichtig 
  • Antibose wird in der vorgeschriebener Dosierung und länge durchgeführt. 

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