Bon
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Flashcards
Beschreibe den modernen Nyönpa namens Chögyam Trungpa
- Gründete Shambala-Bewegung
- Ist eine anerkannte Wiedergeburt
- 1959 ist der mit dem Dalai Lama ins Exilgeflohen
- Hat in Schottland eines der ersten Meditationszentren gegründet
- Hat später seinen Mönchsstatus niedergelegt und geheiratet
- Schreib viele Bücher und eröffnete Schulen
- ABER: viele Alkoholexzesse, wechselnde Frauen usw.
- 1980 aufgrund seines starken Alkoholkonsums gestorben und sein Sohn übernahm
- sein Sohn war die erste anerkannte westliche Wiedergeburt
Beschreibe den Danzan Ravjaa, den "Trunkenbold aus der Gobi"
- ein Badarchi = Wandermönch (1803-1856)
- tantra-Praxis
- Viele Innovationen und anti-gesellschaftliche Handlungen:
- Klostergründungen in der Gobi
- (oft sozialkritischer) Dichter
- Begründung der mongolischen Oper
- Fördererung des mongolischen Theaters (Tsam)
- Vorkämper für die soziale Gleichstellung von Frauen
- Stellte die erste öffentliche Bibliothek zur Verfügung
- Auch er trank sehr viel Alkohol (um über die gesellschaftlichen Stränge zu schlagen)
Beschreibe den Ngagpa, den "Mantra-Kundigen"
- Erbliches Amt
- sozial dem lokalen Adel gleichgestellt (im Himalaya)
Beschreibe den Dorflama
- Laien mit religöser Ausbildung
- Ritualspezialisten
???Teilzeit-Lama
- Lamas die am Abend zu ihrer Familie gehen ?????
Familie kann man nicht im Stich lassen
Beschreibe die Zahlen der Mönche/ Lamas für Tibet, die Mongolei und für die Buryat-Mongolei
Tibet
- 20% Mönche in Tibet vor 1950 (leben jedoch nicht alle dauerhaft im Kloster)
- Zahl der Nonnen ist wesentlich geringer
- Klöster = überregionale Ausbildungsstätten
Mongolei
- 1918: 44.6% der Bevölkerung als Lamas registriert (davon nur 15% im Kloster)
- Registrierung als Lama = Jeder, der einmal im Kloster war
- Die meisten gingen mit 18 Jahren wieder aufs Land zurück und gründeten eine Familie
- Jedoch wurden auch in der Steppe religiöse Verrichtungen gemacht
- Bruch um 1928
Buryat-Mongolei
- Auch hier ein Bruch um 1928, jedoch am Anfang der Sozialisierung ein Anstieg
Beschreibe das tibetische Sprichwort „Auch wenn mein moralisches Verhalten schwach geworden ist, so stehe ich doch immer noch über einem gelehrten Mann, der nicht Mönch ist.“
hjkhjkhkjhjkh
Wer wird Mönch?
Gewollter Mönchsstand für die Massen (?)
- Je mehr Insassen eines Klosters, desto reicher werden sie (nicht gesichert)
- Texte, die gegen diese These sprechen
Gründe für einen Klostereintritt
- Ökonomische: ein Esser in der Familie weniger
- In Tibet seit dem 17. Jh. Steuer-Abgabe an das Kloster ("von drei Söhnen der mittlere")
- Religiöse: z.B. zur Erfüllung eines Gelübdes
--> Gilt nur für Männer. Frauen wollten möglichst schnell Heiraten und gingen nur ins Kloster um gesellschaftlichen Zwängen zu entfliehen
Wie ist ein grosses Kloster in Tibet organisiert?
In Zentraltibet sind grosse Klöster gegliedert in Kollegien / Dratsang
- semiautonome Einheiten, eigener Abt, eigene Administration und Einkünfte
- Dratsang: aufgeteilt in Hausgruppen/ Khamtsen
- Einige Klöster: nur Khamtsen, keine Dratsang
- grosse Klöster in Amdo haben oft nut Dratsang, keine Khamtsen
Hausgruppe/ Khamtsen
- definiert durch regionale Herkunft aufgrund der Sprache
- Mitgliedschaft automatisch und exklusiv
- Hausgruppen linguistisch und kulturell homogen
- Loyalität der Mönche zur Hausgruppe und Kolleg
- Teils politisches Engagement
- 1947 Aufstand des Sera Je-Kollegs gegen die Zentralregierung, welche vom Sera Me-Kolleg unterstützt wurde
- Untergliederung der Hausgruppe in Mitsen
Mitsen
- orientieren sich nich stärker an der lokalen Herkunft der Mönche
- Mönchshaushalte entweder allein oder in Wohngemeinschaften
Nenne 3 grosse Klöster in Tibet
Zentraltibet
- die "drei Residenzen": Ganden, Sera und Drepung
- Tshurphu, SItz des Karmapa (gegründet 1189)
Westzentraltibet
- Trashilhunpo, der Sitz des Panchen Lama (gegründet 1447)
- Sakya, Sitz der Sakya-Schule (gegründet 1073)
Osttibet (Amdo)
- Labrang (gegründet 1709)
- Kumbum (1583)
- Gge Lug-Köster
Beschreibe das Kloster Ganden
- Ca. 35 km im Osten von Lhasa gelegen
- Gegründet 1409 von Tsongkhapa
- Ca. 7‘000 Mönche im Jahr 1959
- zwei Kollegien (Dratsang):
- Shatse (shar rtse)
- Dschangtse (byang rtse)
Beschreibe das Kloster Drepung
- Ca. 6 km nordwestlich von Lhasa gelegen
- 1416 gegründet
- Ca. 13‘000 Mönche im Jahr 1959
- vier Kollegien (Dratsang):
- Loseling (Blo gsal gling)
- Gomang (sGo mang) → für die mongolischen Mönche
- Ngagpa (sNgags pa) (für tantrische Ausbildung)
- Deyang (bDe yangs)
Beschreibe das Kloster Sera
- 1419 gegründet
- Ca. 5 km nördlich von Lhasa gelegen
- 1959: ca. 10‘000 Mönche
- extrem Konservativ
- immer wieder kleine Boykottversuche z.B. gegen Nonnen
- drei Kollegien (Dratsang):
- Dsche (Byas)
- Me (sMad)
- Ngagpa (sNgags pa) (Tantra)
Beschreibe die Versorgung der Klöster füher (in Tibet vor 1959, in der Mongolei vor Ende der 20er Jahre)
- Erträge der Ländereien
- Tibet: Ackerbau
- Mongolei: Viehwirtschaft
- Kloster und Dorf waren aufeinander bezogen und eng miteinander verbunden
- Unterstützung durch die Zentralregierung in Lhasa (nach Anzahl der Mönche
- Buryatien: ein Teil der Lamas erhielt staatliche Unterstützung
Beschreibe die Versorgung der Klöster heute
Tibetisches Exil
- Keine so enge Bindung der lokalen Bevölkerung mehr --> Finanzierungsprobleme
- Wenig Unterstützung durch die Exilregierung (indische Regierung fühlt sich nicht zuständig)
- ausländische Hilfe aus westlichen Ländern
- führt zu Spannungen zwischen Indern und Tibetern
TAR
- Haupteinnahmequelle: Spenden der Gläubigen
- Bei Registrierung zusätzlich Recht auf Unterstützung, wird jedoch meist nicht gemacht
- bei Klöstern in Amdo zusätzlich Tourismuseinnahmen
Mongolei
- Staatliche Unterstützung sowie private Spenden
- ausländische Hilfe
Buryatische Republik
- Staatliche Unterstützung, da aus dem Ausland weniger Hilfe kommt
- private Spenden
Beschreibe die Tätigkeiten der Mönche
Me Dratsang von Sera
- insgesamt 2800 Mönche
- 800 Pechawa, "Bücherkundige"
- 2000 beschäftigten sich nicht mit "Bücherwissen", sondern hielten den Klosterbetrieb aufrecht und arbeiteten in der Verwaltung oder anderen Bereichen
- Maurer, Köche, Dachdecker, Schriftsetzer etc. etc,
- Beamte der Klosterverwaltung haben gewöhnlich keinen univeritären Rang
Beschreibe die Hierarchie im Kloster
1. Abt: für die spirituelle Leitung zuständig, beaufsichtigt z.B. Abnahme von Mönchsprüfungen oder Notengebung bei den Geshe-Examina
2. Beamte: für gewöhnlich keinen universiären Rang
3. Mönche: Maurer, Köche, etc.
Beschreibe die besonderen Klosterregeln: Chayig
Vinaya und Chayig existieren unabhängig nebeneinander
- Besondere Form in einer Rolle, werden mündlich weitergegeben
- Beziehen sich auf ein bestimmtes Kloster und seine Bewohner (nur wenige für Nonnenklöster)
- Nicht nur Kommentare und Auslegungen des Vinaya
- Adressanten: unterschiedlich, z.B. Mönche, Verwaltung, Gemeinschaft
- Ständige Anpassung an wechselnde Gegebenheiten (z.B. Änderung des monastischen Kurrikulums)
- Regeln praktische Aspekte des Alltagslebens, inkl. der Laien (die zur monastischen Jurisdiktion gehörten
- z.B. Jagdverbote in Klosterumgebung
- z.B. Regeln darüber, wer wo wohnen darf
--> Von grösserer Bedeutung als der Vinaya und er bestimmt somit hauptsächlich das klösterliche Leben
Nenne einige Klosterämter
Khenpo: Abt
Umdze: "Vorsänder oder Vor-Rezitierer", steht der täglichen Ritualhandlung vor (für 3 Jahre gewählt)
Chipön: Klosterverwalter
Nyerpa: Verwalter der Klostervorräte
Drupön: geistlicher Leiter (Metaphysik)
Dorje Lobpön: "Vajrameister", zuständig für tantrische Initationen
Worum handelt es sich bei den Dabdob?
Dabdop = faul, träge
- 10-15% der Mönche --> Truppe
- organisiert als Verbindung, welche Ringkämpfe mit anderen Verbindungen aus anderen Klöster machen kann (sonst für Mönche verboten)
- Man wurde dann von einem alten Dabdop rekrutiert, wenn man kein besonderes Interesse an Schriften hatte
- besonders grosse Mönche mit Waffen
- Respektverschaffung durch sehr gefährliche Waffe (Schlüssel)
- waren geschminkt, um furchterregend auszusehen
- fungierten als Leibwächter für hohe Geistliche vor Räuber und Banditen
- bei grossen religiösen Festivitäten waren sie die Ordnungspolizei (hatten Ordnungsgewalt, welche sie auch ausübten)
- Haben Homosexualität (frei) ausgelebt
- War nur bei den Mönchen erlaubt (aber nicht frei ausgelebt), bei den Laien nicht
- Ringkämpfe oft einen homosexuellen Hintergrund
- Strafe bei zu offener Homosexualität: relativ sanfte Strafe mit hieben
- Dabdops haben öfters Jungen entführt um sie zu vergewaltigen
- Wurde selten aufgedeckt, da Homosexualität so verpöhnt war unter den Laien
- waren/sind berüchtigt, man weiss jedoch nicht sehr viel über sie, weil in tibetischen Quellen findet man nichts über sie. Wissen von Informanten durch Befragung und früheren Reisenden
Weshalb waren Dabdops gesellschaftlich so hoch angesehen, trotz der Gewalt und der Homosexualität?
Auch wenn sie die buddhistischen Tugenden eigentlich nicht erfüllten und eigentlich auch nicht wirklich glaubten (laut Zitat), waren sie trotzdem hoch angesehen, da:
- Sexualität nicht so verpöhnt war (ist?) im Buddhismus
- Haben grosse Tugenden da:
- Sie immer ehrlich sind und nichts verschleiern (Homosexualität)
- Die keinerlei Interesse an weltlichem Besitz haben (haben viel verschenkt)
Weshalb sind heute Dabdops nicht mehr so hoch gestellt?
In der Moderne war das tibetische System grösserem Druck von aussen gegen die Homosexualität ausgesetzt.
--> Heute werden die Dabdops als monastische Auswüchse angesehen.
Weshalb waren Klöster meist sehr reich, die Mönche jedoch nicht?
Soziales Kapital der Wiedergeburten
- Man erbte alles von seinem Wiedergeburtsvorgänger
- Die Wiedergeburten lockten Pilger in die Klöster, wodurch sie Geld verdienen konnten
Logtso = verkehrter o. perverser Lebensunterhalt
- Die meisten Mönche waren keine berühmten Wiedergeburten und kamen aus armen Verhältnissen
- 1x am Tag gab es Tsampas, was eigentlich nicht genug war
- Die Mönche können durch Ritualvollzug Geld verdienen, um sich mehr Essen zu kaufen
- --> Die meisten Mönche sind weniger im Kloster am beten, und mehr unterwegs
- Es gibt jedoch auch andere Arbeiten (z.B. Druckerei)
???Weshalb waren Mönche so hoch angesehen ?
???
Beschreibe die Klöster in der Mongolei
- Süm-e/Süm: Tempel, Schrein; gewöhnlich unbewohnt, nur für Gebete oder Feste benutzt
- Küriy-e/khüree: wörtl. «Einzäunung, von einem Wall umgebenes Areal; Camp.» Kloster (Tempel mit Mönchsquartieren)
- Keyid/khiid: Einsiedelei
- Oft wahllose Verwendung der Termini
- grössere Klöster bestehen meist aus Yurten
- Ulaanbaatar war ursprünglich eine Klosterstadt
- Priviligierte Klöster unter Einfluss der Manjur-Dynastie: Kaiserliche Tempel und Klöster wie z.B. Amarbayasgalant khiid
Welche Möglichkeiten der religiösen Sukzession im buddhistischen Tibet und der Mongolei gibt es?
Familien-Sukzession: Erbfolge
- Verheiratete Lamas_ Vater-SOhn-Erbfolge
- zölibatäre Gemeinschaften: Onkel-Neffe-Erbfolge (wichtig bei den Sakyapa)
- Onkel-Neffe-Sukzession gibt es heute nicht mehr
Lehrer-Schüler-Sukzession: tantrische Initiation
- enorm wichtig für den Buddhismus
- der Tantra-Vater übernimmt die Funktion des biologischen Vaters in spirituellem Sinne
- es wird absoluter Gehorsam erwartet
Körper-Sukzession: Wiedergeburt
- Wiedergeburt in verschiedenen Körpern mit der gleichen Persönlichkeit
Was sind Wiedergeburten?
- Bedeutende religiöse Persönlichkeiten: Wiedergeburt in derseben sozio-religösen Position
- Biddhisattvagedanke: Eingehen ins Nirvana wird zurückgestellt
- tibetisches Konzept, belegt seit dem 11. Jh.
- Wiedergeburten aus (fast) allen gesellschaftlichen Schichten
- Erben derselben sozio-religiösen Stellung und des Besitzes (tib. labrang) des Vorgängers
- Attraktivität der Klöster mit Wiedergeburt: Möglichkeit zu mehr individuellem Verdiensterwerb
- Berührung der Wiedergeburt kann Möglichkeit für Verdiensterwerb sein
- Pilger strömen zu den Klöstern mit Wiedergeburten
- Politik und Religion: enge Verbindung im Konzept der Wiedergeburten
Beschreibe das Konzept des "Tulku"
- Wörtliche tibetische Übersetzung des Sanskrit-Begriffs "Nirmanakaya" ("Verwandlungskörper")
- Lehre der "Drei Körper des Buddha": Basis des Tulku-Konzepts
- Dharmakaya
- Sambhogakaya (Körper des Genusses, Erscheinung z.B. als Boddhisattva im Buddhafeld)
- Nirmanakaya (Historischer zeitloser Buddha, der physischa Gestalt in einem Menschen annimmt)
- Tulku = Nirmanakaya/ Erscheindungskörper eines Buddha oder Boddhisattva in unserer Welt
- Tulkus: Träger heilsrelevanten, in tantrischen Initiationen übermittelten Wissens
- Visualisierung der die tantirschen Rituale durchführenden Lamas als Erscheinungskörper eines Buddha/ Boddhisattvas
- Tulkus als Erscheinungskörper: dauerhafte Repräsentation des im Ritualprozess angestrebten Ziels; gewöhnliche Lamas: für die Dauer des Rituals als Erscheinungskörper anerkannt
Was ist ein Yangsi?
- Wörtlich: "erneute Existenz"
- Wiedergeburt einer historischen Persönlichkeit, meistens eines verstorbenen Lamas, die den persönlichen Besitz (Labrang), das Amt und den Status des Vorgängers erbt
- Labrang: autonomie Institution innerhalb eines Klosters
- Yangsi wird oft auch als "Tulku" angesprochen
- Yangsi-Konzept: genuin tibetisch, schon im 12./13. Jahrhundert belegt
Wie können ein Tulku und ein Yangsi Hand in Hand gehen?
- Häufige Verbindung beider Konzepte: Ein Tulku kann gleichzeitig auch ein Yangsi sein, oder ein Yangsi ein Tulku
- Bsp 1: Dalai Lama: Tulku des Avalokiteśvara, Yangsi des Abtes von Drepung
- Bsp 2: Panchen Lama: Tulku des Amitābha, Yangsi des Abtes von Tashilhunpo
- Ein Tulku ist nicht mehr an das Samsara gebunden, ein Yangsi jedoch schon (nach Kyabje Song Rinpoche, 1982)
Beschreibe die ökonomischen Aspekte der Sukzession durch Wiedergeburt
Kein Zugriff auf den Labrang eines Tulku/Yangsi durch das Kloster, aber:
- hoher sozio-religiöser Status des Tulku/Yangsi ist ökonomisch positiv für das Kloster
- Spende von Geld und Naturalien bei wichtigen Klosteranlässen (z.B. Neueintritte, Examina) durch die Tulku/Yangsi: Beitrag zum Klosterunterhalt
- Einnahmequelle für das Kloster: physische Präsenz (→ siehe auch das Konzept des ne!)
- erhöht das religiöse Kapital des Klosters,
- dadurch kommen mehr Gläubige (und damit mehr Spenden)
Wie findet man eine Wiedergeburt?
Traditionelle Methode
- Zufällig entstandene Zeichen und Omen
- Absichtlich herbeigeführte Zeichen und Visionen
- Verschiedene Tests, denen sich die Kandidaten unterziehen müssen (Ritualgegenstände heraussuchen, welche einem früher gehört haben)
- Politische Manipulationen im Auffinden einer Wiedergeburt (Oft Wiedergeburten in Adelsfamilien)
--> Wenn ein Dalai Lama stirbt, wird ein grosser Suchtrupp losgeschickt, der nach Zeichen sucht und diese Zeichen verfolgt. Am Ort der Zeichen werden dann besondere Kinder gesucht, wobei die Kinder dann getestet werden
Ab 1793
- Einführung der goldenen Urne durch den Qing Kaiser, aufgrund des Einfluss der Politik in die Wiedergeburten
- Die Namen der Kinder (aus allen Ständen) wurden in die Urne gegeben und
- Wurde nur selten eingesetzt
Wie wurde der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso wieder aufgefunden?
- Wollte nur mit seinem Lehrer (als Diener verkleidet) spielen und liess die Adeligen stehen
- Test mit Stock, Decken und Trommel
Was ist bei der Auffindung des 5. Dalai Lama so interessant?
- Die Tests scheinen nicht immer so abzulaufen, wie es scheint --> Er erkannte die Gegenstände nicht wirklich und wählte einfach richtig
- Gründete die Institution: Ganden Phodrang Regierung --> sicherte politische Macht
Wie spielen religiöse und weltliche Macht zusammen?
Viele Dalai Lamas starben im Kindesalter oder ca. bei ihrem 18. Geburtstag (sind dann Regierungsberechtigt)
1. Geistliche und adlige Laien bilden zusammen die Regierung, an deren Spitze der Dalai Lama steht, der die weltliche und religiöse Macht in seiner Person vereint.
- Nur die wichtigsten Angelegenheiten dringen bis zum Dalai Lama hinauf
- Dem Dalai Lama steht ein Regent zur Seite, der in der Zeit seiner Unmündigkeit die Regierungsgeschäfte führt.
2. Einerseits: Trennung zwischen religiöser und politischer Sphäre; andererseits: religiöse Fundierung des idealen Staats (Tib. chos srid zung `brel)
3. Beziehung zwischen politischer Handlungskompetenz und Divination: die Institution des „Staatsorakels“
Beschreibe Tulkus als Regierende am Besipiel des Dalai Lamas
Vorteil
- Potentiell sozial ausgleichendes Moment: Dalai Lamas (wie Wiedergeburtslinien allgemein) können aus allen Bevölkerungsschichten stammen
- aber: wird erst seit 1792 durch ein Edikt des Qing-Kaisers Qianlong umgesetzt
Nachteil
- langes Interregnum (gewöhnlich 20 Jahre oder sogar mehr), in der die Regierung in den Händen eines Regenten liegt, der seit dem späten 18. Jh. aus den Reihen der Lamas der drei grossen Klosterinstitutionen kommt
- Anfällig für politische Manipulationen
Beschreibe das politische Einflussgebiet der Dalai Lamas seit dem 17. Jh.
- Traditioneller politischer Einflussbereich:
- Zentraltibet,
- mit Ausnahme der Territorien des Panchen Lama um Tashilhunpo in Westzentraltibet und des Sakya-Territoriums
- Ausserhalb des politischen Einflussbereichs:
- Gebiete im Osten und Nordosten, Kham und Amdo,
- Gebiete im Westen und Süden wie Zanskar und Ladakh:
Nenne einige tibetische Klöster im Exil
- Das Kloster Sera: in Bylakuppe (Karnataka)
- Das Kloster Drepung: Mundgod (Karnataka)
- Das Kloster Ganden: Mundgod (Karnataka)
- In Mundgod ca. 8.500 Mönche und 221 Nonnen (insgesamt gibt es 12 Klöster)
- Das Kloster Dharamsala:
- persönliches Kloster des Dalai Lama (rNam rgyal) sowie gNas chung-Kloster des Staatsorakels
Worum handelt es sich beim "grossen Shabi" in der Mongolei?
- Mongolisch shabi: "Schüler, Student, Novize" (Genereller Begriff für den Klöstern zugeeigneten Untertanen (Laien und Mönche)
- Der "grosse shabi": persönliche Untertanen und Besitz des Jibtsundamba Khutukhtu
- 1639: Beginn mit einer "Spende" von 108 Personen vom Khalkha-Adel an den 1. Jibtsundamba
- 1764: 69.698 Personen
- 1825: 111.466 Personen
- Pflichten der Shabi:
- jährliche Zahlungen an den Besitz des Bogd Gegen («Tee- Gabe»)
- Zahlungen in Warenform
- Arbeitsdienst
- unregelmässige Zahlungen bei besonderen Ereignissen
- Begleichung der privaten Schulden des Bogd Gegen
- Vorteil der Shabi:
- Bewegungsfreiheit für Laien-Shabi in den 4 Khalkha-Aimag
- Befreiung von Pflichten der Steuerzahler (albatu) (Postdienst, Wache, Militärdienst)
Worin bestanden hauptsächlich die Probleme im "Shabi-System"?
Die Zahl der Shabi wuchs an, was die Regierung nicht gerne sah, da die Zahl ihrer Untertanen schrumpfte
- Untertanen durften sich freier Bewegen
- Ausweg aus dem Post-Dilemma
--> 1900 gab es extreme soziale Probleme, da die Untertanen auch für die Schulden ihres Herrn gerade stehen mussten