Psychiatrie HP
Fragen zur Selbstüberprüfung
Fragen zur Selbstüberprüfung
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Flashcards
Was sind organisch bedingte psychische Störungen?
akut = Delir - Durchgangs Syndrom - Korsakow - Syndrom - Amentielles Syndrom
chronisch = Demenz - Alzheimer - Vaskuläre Demenz - Morbus Pick - Creutzfeld- Jacob-Krankheit - Chorea Huntington - Schizophrenie
Was versteht man unter Demenz?
Fortschreitende irreversible Atrophie des Hirns mit Verlust der kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten bei erhaltenem Bewusstsein.
Was ist das Alzheimer Syndrom?
Demenz durch Hirnatrophie bedingt durch Fibrillen Veränderungen ( pathologische) Und Seniler Plaque Ablagerung im Hirn . Ursache unbekannt
Die senile Plaque besteht aus Amyloid- ß Peptiden und die Neurofibrillen aus TAU - Proteinen .
Wodurch ist ein Morbus Pick charakterisiert ?
scharf markierte fokale Hirnatrophie frontal , Zunächst Persönlichkeitsveränderung z. B. Gleichgültigkeit u. Kritiklosigkeit, Aphasien in d. Anfangsphase, Verlust höherer geistiger Fähigkeiten und des Urteilsvermögen , oft benutzte Stereotypen
Wie verläuft typischerweise die Schizophrenie ?
negativ - Symptome ( chronische Verläufe) = Antriebshemmung, Affektverflachung, Apathie, Sprachverarmung, Aufmerksamkeitsstörung, sozialer Rückzug, Verwahrlosung
positiv - Symptome ( akute Schübe) = Halluzinationen, Wahn, Ich- Störungen, Denkstörungen
Was sind affektive Störungen?
Störungen der Emotionen z.B. depressive Störungen, manische St. , Bipolar St. , rezidiv. depressive St., anhaltende depressiv. St.
Unterscheidung von manischen und depressiven Episoden !
Manie = gesteigerte Aktivitäten, motorische Unruhe, erhöhte Gesprächigkeit, Konzentrationsschwäche, vermind. Schlafbedürfniss, gesteigerte Libido, verantwortungslos, enthemmte Geselligkeit
Depression = gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, höhere Ermüdbarkeit, eingeschränkte Aktivitäten, Schlafstörungen, Schuldgefühle, vermindertes Selbstwertgefühl, negative Zukunftsaussichten, Suizidgedanken
Welche naturheilkundlichen Behandlungsmethoden bei Depressionen sind bekannt?
z.B. Homöopathie, Ordnungstherapie, Orthomolekulartherapie, Phytotherapie, Reflexzonenmassage, Psychotherapie, Bewegungstherapie, autogenes Training
Wie lautet die Definition der Abhängigkeit ?
Abhängigkeit ist eine an ein Mittel oder an ein Verhalten gebundene Erkrankung,
die im Verlauf zu erheblichen und spezifischen Schäden der körperlichen,
psychischen und sozialen Funktionen führt
Welche Abhängigkeitskriterien gibt es ?
1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen zu konsumieren.
2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und
der Menge des Konsums.
3. ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums
4. zunehmend höhere Dosierung, um erwünschte Wirkung zu erreichen sind
notwendig
5. Vernachlässigung anderer Interessen; erhöhter Zeitaufwand um die Substanz
zu besorgen
6. anhaltender Konsum trotz Nachweis seiner schädlichen Wirkung
Was sind dissoziative Persönlichkeitssstörungen ?
- paranoide PS - schizoide PS - schizotypische PS - dissoziale PS - Borderline PS - Histrionische PS - Narzisstische PS - selbstunsichere PS - abhängige PS - zwanghafte PS - depressive PS - passiv-aggressive PS
Wodurch ist eine Borderline Persönlichkeitsstörung gekennzeichnet ?
• Instabilität der Objektbeziehung
• intensive und zugleich instabile zwischenmenschliche Beziehungen
• impulsives und teils selbstdestruktives Verhalten
• deutliche Wechsel in der Stimmungslage und im Selbstbild
• Gefühl der inneren Leere und ständige Langeweile
Was ist eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung ?
• Detailorientierter Perfektionismus, übertriebene Sorgfalt auf Kosten persönlicher
Flexibilität, Aufgeschlossenheit und Effi zienz
• Ordentlichkeit wird dann zur Persönlichkeitsstörung, wenn die Gliederung
der Aufgabe nach Prioritäten nicht mehr gelingt ständige Beschäftigung
mit Details, Unfähigkeit, sich von wertlosen oder belastenden Dingen zu
trennen
Beschreiben Sie eine Anorexia nervosa !
A. Gewichtsverlust oder bei Kindern fehlende Gewichtszunahme. Gewicht
um 15% unter Norm.
B. Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von „fett machenden“
Speisen.
C. Selbstwahrnehmung als „zu fett“ verbunden mit einer sich aufdrängenden
Furcht zu dick zu werden. Die Betroff enen legen für sich eine sehr geringe
Gewichtsschwelle fest.
D. Umfassende endokrine Störung der Achse Hypothalamus-Hypophyse-
Gonaden.
E. Frauen: Amenorrhoe; Männer: Libido- und Potenzverlust
Unterscheiden Sie Anorexie und Bulimie !
Anorexie :
Essensverweigerung, Abnehmen wollen, Leidensdruck gering (Verleugnung), immer Untergewichtig, kein Therapieverlangen, eng an Familie gebunden, Furcht vor Vereinnahmung, wird von Familie zum Arzt gebracht, "komm mir nicht zu nahe"
Bulimie :
Heisshungerattacken, will nicht zunehmen, Normalgewichtig, grosser Leidensdruck, starkes Therapieverlangen, gerne früh Autonom, Angst vor Ablehnung, sucht Arzt selbständig nach jahrelangen Selbstheilungsversuchen , "hilf mir, aber verändere nichts"
Was sind Phobien ?
• stabile Kopplung zwischen Angst und angstauslösender Situation
• Agoraphobie – Angst in einer Menschenmenge
• Tierphobien
• Angst vor Zahnarztbesuch, vor Blut,
• Angst in engen oder geschlossenen Räumen
• soziale Phobien: Angst vor prüfender Betrachtung (Warteschlange, Vortrag...)
Definition des Begriffes Posttraumatische Belastungsstörung PTBS !
Ist eine psychische Störung als Folge nach einem außergewöhnlichen belastenden,
einmaligen oder sich über einen bestimmten Zeitraum erstreckenden
traumatischen Ereignis, wie z.B.
Katastrophe, Krieg, Folter, Lagerhaft, Gewalt, Nahtodeserlebnis, Missbrauch...
Nennen Sie Symptome der PTBS, Posttraumatischen Belastungsstörung !
• stark belastende Tagträume
• sich aufdrängende Erinnerungen
• Erinnerungen können zu dissoziativem Zustand führen
• Erinnerung an das Trauma ist selbst wieder traumatisierend
• sozialer Rückzug
• Mutismus
• Reinszenierung des Traumas in Wiederholungsspielen (Kriegsspiele von
Kindern)
• Depression
• Angsterkrankungen
• Alpträume
• Hilfl osigkeit wird oft versucht, durch magisches Denken zu kompensieren
• psychosomatische Begleitsymptome wie Schlafstörungen, Bauch- und
Kopfschmerzen,
• Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Aggression
• hohe Missbrauchsgefahr von psychotropen Substanzen
Welche Symptome weisen auf Suizidgefährdung hin ?
Risikofaktoren :
• psychosoziale Krisen (in der subjektiven Bewertung wird Ereignis als nicht
zu bewältigen eingeschätzt);
• häufi g unverheiratet, geschieden;
• depressive Störungen;
• interpersonelle Konfl ikte;
• Gefühle von Aggression, Feindseligkeit, Hoff nungslosigkeit, Hilfl osigkeit;
• problematische Arbeitsvergangenheit (lange Phasen der Arbeitslosigkeit);
• Alkohol- und Medikamentenmissbrauch;
• Suizide in der Familiengeschichte;
• „gebrochene“ Familienverhältnisse
Symptome :
1. zunehmende Einengung
• Einseitige Ausrichtung der Verhaltensmuster, der Aff ekte und der Abwehrmechanismen
• Einengung der zwischenmenschlichen Beziehungen
• Einengung der Wertewelt
2. Aggressionsstauung und Wendung der Aggression gegen die eigene Person
3. Selbstmordphantasien