VMTA 2018


J. M.
Diese Lernkarten behandeln die Analyse und Bewertung von Milchprodukten auf Berufslehrniveau. Sie konzentrieren sich auf die Bestimmung von Milchinhaltsstoffen wie Fett, Eiweiß und Laktose, sowie auf mikrobiologische Nachweise und die Identifizierung von Keimen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Milchwirtschaftsexperten und Labortechniker, die sich mit der Qualitätskontrolle und Verarbeitung von Milch befassen.
Karten
298
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
27.08.2018 / 11.08.2020

Lernkarten

Wo und aus welchem Futterinhaltsstoff entsteht die aktivierte Essigsure?

Pansen aus Cellulose (MO bauen diese ab)

Wodurch wird das Fettmolekl in der Milch geschtzt?

Durch die umgebende Fettkgelchenmembran

Wie ist die Fettkgelchenmembran aufgebaut?

Besteht aus Phospholipiden (Lecithin), Cholesterin, Vit. A, gebundene Eiweiáe, Wasser

Vor welchen unerwnschten Reaktionen schtzt die Fettkgelchenmembran das Milchfett?

Hydrolyse der Esterbindung der Triglyceride durch Lipase (ranzig), Oxidation der DoBi der Fettsure durch O2 (ranzig), Zersetzungsreaktionen (tranig durch zB Lecithin-Abspaltung)

Warum wurde ohne nderung der Herstellungsbedingungen im Sommer weichere Butter als am Winter produziert werden?

Frische Gras (nicht gesprossen) enthlt mehr mehrfach ungesttigte Fettsuren als heu, da diese bei der Heuproduktion verloren gehen,? Je mehr ungesttigte Fettsuren (= je mehr Doppelbindungen), desto flssiger ist das fett (, da die ungesttigten Fettsuren sich aufgrund der gewinkelten cis-Konfiguration schwerer in ein Kristallgitter einordnen)

Welche Milcherzeugnisse besthen hauptschlich aus Milchfett?

Butter, Sahne, Creme fraiche

Wie unterscheidet sich Milchfett von Pflanzenfett?

Milchfett (weniger ungesttigte FS (vor allem kurz und mittelkettig); Pflanzenfett (viele ungesttigte (vorallem langkettig); ungesttigte FS gesnder da vermutlich essentielle (nicht vom Krper produzierbar)

Nenne die zwei wichtigsten Milcheiweiábestandteile

Casein, Molkeprotein

Wie viele AS sind im natrliche Eiweiá enthalten?

ca 20 - 21

In welcher milchwirtschaftlichen Einrichtung ist der Eiweiágehalt wichtiger als der Fettgehalt?

Kserei

Was ist Casein? Welche Funktion hat es?

Milcheiweá, Phosphprotein, mit Lab und Suren fllbar, Schutzkolloid, 80% des Milcheiweiá

Wie ist ein Casein-Micelle aufgebaut?

alpha und beta Casein an Ca2+im innern, k-casein bildet Schutzschicht inkulusive Glykoproteinen und Hydrathlle (=aus H2O)

Wie viel % macht die Casein-Fraktion am Gesamtproteinanteil aus?

ca 80%

Was passiert bei der Ansuerung oder Labfllung von Rohmilch?

Auftrennung der Eiweiáfraktionen in Casein und Molkenproteine (= ?-Lactalbumin, ?-Lactglobulin, Serumalbumin, immunglobuline)

Wird Eiweiá apokrin oder ekrin in das Alveolarlumen sezerniert? Was ebdeutet ekrin bzw. apokrin?

ekrine Sekretion: Verschmelzung mit Zellmembran der Eiweiáhaltigen Vakuolen (=Ausstlpung der Zellmembran)/ apokrin: Abschnrrung der Zellmembran unterhalbd er Vakuole -> Fettkgelchen

Warum ist das Milcheiweiá so gesund?

Hohe biologische Wertigkeit durch essentielle Aminosuren

Welche Reaktionen kennst du, um Milcheiweiá aufzutrennnen?

Suretrennung, Labtrennung, Elektrophorese

Was kann man aus Casein herstellen?

Labkse

Was ist Lab und woher bezieht man es?

Lab = Labmageninhalt des Kalbes, der die Verdauungsenzyme Renin und Chymosin enthlt (heute auch GVOs)

Woraus wird Milcheiweiá synthetisiert?

Aus Nahrungsproteinen, die im Dnndarm durch Proteasen aufgespalten werden, im Dickdarm resorbiert werden und ber das Gefásystem in die Euteralveolen gelangen

Wie entstehen die essentiellen Aminosuren im Organismus der Kuh?

Durch mirkobielle Proteasen im Pansen

Welche hauptschliche Bedeutung hat Laktose in der Milch?

Lactose dient als Nhrsubstrat fr verschiedene Milchsurebakterien bei der Herstellung von Dauermilch, Kse, Quark (eig. Ernhrung Kalb)

Was gibt die so genannte ?Chlorzuckerzahl? und wann/wofr wird sie ermittelt?

Chlorzuckerzahl = das Verhltnis von Chlorid- zu Milchzuckergehalt in Milch, ? Einsatz, wenn Zellzahl nicht bestimmbaro Laktosegehalt bei Milch euterkranker Tiere fllt von ca. 5% auf 4 % ab o Chloridgehalt steigt auf 20 mmol/l an o (Chlorzuckerzahl normal bei 0,5-2, bei Mastitis bei bis zu 15)

Welche Ursache kann eine verminderte Qualitt der Rohmilch haben?

Mastitiden (Sekretionsstrung), Anwesenheit von Fremdstoffen (Antibiotika, Reinigungsmittel, Desinfekitonsmittel, Pestizide -> Milch suert langsamer), Vernderungen durch Futter (Geruchs und Geschmacksvernderungen), mikrobielle Kontamination (Geruch und Geschmacksnderung), Gefireren (Ausflocken der Proteine/Entmischen der Milch)

Welche Symptome treten zuerst bei einer klinischen Mastitis auf?

? Verminderte Milchleistung? Hochgradige Milchvernderung? Schwellung des Euters? (allgemein gilt, dass Milch von Khen dann nicht mehr fr die Lebensmittelgewinnung genutzt werden darf, wenn diese Khe irgendwelche klinischen Symptome zeigen. Das heiát auch die Milch einer humpelnden Kuh darf nicht verwendet werden)? Verminderte Milchleistung? Hochgradige Milchvernderung? Schwellung des Euters? (allgemein gilt, dass Milch von Khen dann nicht mehr fr die Lebensmittelgewinnung genutzt werden darf, wenn diese Khe irgendwelche klinischen Symptome zeigen. Das heiát auch die Milch einer humpelnden Kuh darf nicht verwendet werden)? Verminderte Milchleistung? Hochgradige Milchvernderung? Schwellung des Euters? (allgemein gilt, dass Milch von Khen dann nicht mehr fr die Lebensmittelgewinnung genutzt werden darf, wenn diese Khe irgendwelche klinischen Symptome zeigen. Das heiát auch die Milch einer humpelnden Kuh darf nicht verwendet werden)

Ab welchem Keimgehalt kommt es zu organoleptischen Vernderungen der Milch?

Ca. ab > 107 Keimen/ml

Welche Wirkung hat die Erhitzung > 85øC (= Hocherhitzung) auf die Enzyme in der Milch?

inaktiviert (alk. Phosphatase)

Welche Wirkung hat die Erhitzung > 85øC (= Hocherhitzung) auf Mineralstoffe?

? Dissoziation der Salze? Bildung des ?Milchsteins? (= Ca2(OP4)2 und CaHPO4 ) an den Erhitzerwnden? Sinken der Lslichkeit

Welche Wirkung hat die Erhitzung > 85øC (= Hocherhitzung) auf Laktose aus?

Reaktion von Laktose mit freien Aminosuren (MAILLARD-Reaktion) fhren zur Bildung so genannter Melainoidine (Karamellgeschmack/Kochgeschmack, Braunfrbung)

Welche Wirkung hat die Erhitzung > 85øC (= Hocherhitzung) auf Proteine?

Teilweise oder vollstndige Denaturierung der Molkenproteine (schchung der Labfhigkeiten

Welche Wirkung hat die Erhitzung > 85øC (= Hocherhitzung) bei der Aminosure Cystin?

Spaltung der Disulfidbrcken, Bildung von freien SH-Gruppen (Kochgeschmack)

Welche Hauptschritte werden bei der Herstellung von Milchpulverkonzentrat?

Annahmekontrolle, Zentrifugation, Homogenisierung, Konzentration, Trocknung

Definieren sie Starterkultur.

Starterkulturen sind aufgrund spezifischer Eigenschaften selektivierte lebensfhige Mikroorganismen in Reinkultur oder Mischkultur, die Lebensmittel mit der Absicht zugesetzt werden, das Aussehen, den Geruch, den Geschmack und die Haltbarkeit zu verbessern

Welche Aufgaben haben Starterkulturen in der menschlichen Ernhrung?

Verlgerung der Haltbarkeit, (Erregerkonkurrenzhemmung)

Welchem Emulsionstyp gehrt Butter an?

Wasser in l

Woraus besteht Butter?

Fett (82-84%), Wasser (ca.15%), Milchzucker, Milchsure, Eiweiá, Mineralstoffe, fettlsliche Vitamine (alle unter 1%)

Woraus besteht Buttermilch?

Wasser (92%) Lacose (3%), Eiweiá (3%), Fett(0,3%)

Was geschieht bei der Butterherstellung beim Vorgang der Rahmreifung?

Kristallation der Triglyceride (viele kleine Kristalle = weiche Butter; wenige groáe Kristalle = harte Butter)

Was geschieht bei der Butterung?

Durch rasche Abkhlung wird das Volumen der Fettkgelchen verringert und somit starker Druck auf die Membran aufgebt -> Membran reiát -> Phasenumkehr von Fett/l in Wasser (Rohmilch) nach Wasser in Fett/l (Butter)

Nenne die wesentlichen Schritte er Kseherstellung.

Milchvorbehandlung: zentrifugieren, pasteurisieren, einstellen des Fettgehalts, Surewecker. Bzw. Kulturzugabe, Vorreifung, CaCl2-Zugabe; Labzugabe; Burchbereitung und Bearbeitung; Teilablauf der Molke, Schpfen, Behandlung des Kses bis zur Reifung (Form, TRessung, Salzen, Wenden) Behandlung whrend der Reifung (Wenden, Wachen, Schmieren, Paraffinieren)

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