PT-Päd

Fragenkatalog

Fragenkatalog


J. B.
Diese Karteikarten richten sich an Fachleute in der Berufslehre und behandeln die Versorgung und Behandlung von Frühchen, Säuglingen und Kindern. Sie konzentrieren sich auf Asymmetrien, Entwicklungsstadien, Therapieziele und -prinzipien, insbesondere bei Frühgeborenen. Die Lernkarten sind nützlich für medizinisches Personal, das sich auf die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen bei der Betreuung von Frühchen und Säuglingen spezialisiert.
Flashcards
13
Students
5
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
18.08.2018 / 23.08.2018

Flashcards

1. Nennen Sie für jedes Trimenon (1.-4.) jeweils 4 charakteristische Merkmale!

  1. Trimenon
    1. Orientierung zur Körperlängsachse
    2. Erreichen von Symmetrie
    3. Bewegen von Kopf + EX gegen Schwerkraft
    4. Hand-Hand-Koordination
  2. Trimenon
    1. Greifen über die Mittellinie
    2. Koordiniertes Drehen von RL in BL
    3. Drehen um Körperlängsachse
    4. Symmetrischer Handstütz
  3. Trimenon
    1. Robben
    2. Koordiniertes Drehen von BL zurück in RL
    3. Gartenzwergposition
    4. Krabbeln
    5. VFST (mittlere Position)
    6. Sitz
  4. Trimenon
    1. Fortbewegung
    2. zieht sich an Gegenständen nach oben zum Stand
    3. Schritte auf der Stelle und zur Seite
    4. erste Schritte an der Hand

2. Frühchen: Nennen Sie 4 Grundprinzipien der Behandlung von Frühchen.

  1. Ruhephasen des Kindes beachten
    • manchmal ist Ruhe wichtiger als Therapie
  2. Therapeut muss selber zur Ruhe kommen
    • sich innerlich auf Therapie einstellen bevor sie beginnt
  3. Das Kind beobachten
    • aktuellen Zustand des Kindes kennen
    • ist es wach, schläft es, ist es ruhig, zufrieden, Atmung, Kolorit
  4. Absprachen treffen mit dem Team der Neonatologie
    • um das Kind nicht in Ruhephasen zu stören

3. Frühchen: Nennen Sie 3 Schwerpunkte der Behandlung von Frühchen.

  1. Motorische Ruhe herstellen
  2. Toleranz für Außenreize verbessern
  3. Haltungsasymmetrien vorbeugen und behandeln
  4. Reizverarbeitung fördern z.B. durch Lagewechsel
  5. Körperwahrnehmung fördern
  6. Begrenzung fördern

4. Wichtige Prinzipien für die Therapiegestaltung mit Kindern allgemein:

- Was ist zu beachten in der Arbeit mit den Eltern, wenn diese stark verunsichert sind?

  • Übernahme eine Modelfunktion des PT für feinfühligen Umgang mit allen Beteiligten
  • Aufbau einer nicht konkurrierenden Beziehung
  • Stärkung der Elternrolle
  • Vermittlung von Erfolgserlebnissen
  • Berücksichtigung der emotionalen Situation der Eltern
  • Hilfe bei der Erstelleung eines Netzwerks für Eltern

Nennen Sie die Behandlungsziele bei Zerebralparese. Warum ist ein interdisziplinärer Ansatz wichtig?

Interdisziplinäre Therapie mit Ergo- Logo- Physio, Orthopäden, fördert das Erreichen von Zielen, diese sind:

  • Erhalten der Vitalfunktionen
  • Finden von veränderbaren Positionen zur
    • Erleichterung d. Nahrungsaufnahme
    • Beschäftigung mit sich selbst
    • Beschäftigung mit der Umwelt
    • Kommunikation
  • Verbesserte Grob- und Feinmotorik
  • Reduzierung von abnormen Bewegungsmustern
  • Regulierung des gestörten Muskeltonus
  • Erreichen von Mithilfe
    • beim Positionswechsel
    • in der Fortbewegung
  • Verringerung von Sekundärschäden im sensomotorischen Bereich

 

 

7. Welche Auswirkungen können Asymmetrien aufgrund eines Torti Collis weiterlaufend haben? Machen Sie eine Liste!

Das Siebener Syndrom nach Mau:

  • LF, Rot + Reklination des Kopfes
  • Schädelverformung, Gesichtsasymmetrie
  • Persistierender ATNR
  • Achsabweichung der WS
  • Beckenschiefstand
  • Asymmetrische Hüftgelenksentwicklung
  • Fußfehlstellung

Folge: Asymmetrische Gesamtentwicklung -> Störung der gesamt Entwicklung des Kindes aus einem lokalen Problem heraus!

8. Nennen Sie das Therapieziel bei Morbus Perthes!

  • Verhinderung der Deformierung während der Phase der verminderten Belastbarkeit des Hüftkopfes
  • Die Wiederherstellung der Gelenkknogruenz bei bereits eingetretenen Deformierungen

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

a) Nennen Sie 2 charakteristische Merkmale des 1. Trimenon.

a)

  • Erreichen von Symmetrie
  • Heben des Kopfes + EX gegen die Schwerkraft
  • Orientierung zur Körperlängsachse
  • Hand-Hand-Koordination

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

b) Ein Schwerpunkt in der Behandlung von Frühchen ist das Vorbeugen bzw. Behandeln von Haltungsasymmetrien. Wie ist das Vorgehen im Stadium des Frühchens in diesem Fall? Welche Schritte der Beobachtung erfolgen? Woran orientiert man sich? Wie wählt man die richtige Maßnahme?

b)

  • Was kann das Kind?
  • Welche Auffälligkeiten gibt es?
  • Gibt es sichtbaren + spürbaren Tonus?
  • Wie verhalten sich EX in RL, BL, SL?
  • Gestik, Laute?
  • Verhalten beim geben von Sielzeug, verfolgt es?
  • Steuerung der Körperlage?
  • Wie orientiert es sich?
  • Koordination in BL?

Maßnahmen: Reaktion auf das Verhalten vom Kind richten.

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

c) In der ambulanten Praxis wird das Frühchen weiter versorgt. Es wird an weiteren Entwicklungsschritten gearbeitet. Nennen Sie 2 charakteristische Merkmale des 2. Trimenon

c)

  • Koordiniertes Drehen von RL in BL
  • Symmetrischer Handstütz
  • Drehen um die Körperlängsachse
  • Greifen über die Mittellinie

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

d) Warum ist das Tolerieren der BL für einen Säugling so wichtig?

d)

  • komplette dorsale Muskelkette wird in BL aktiviert
  • erlernt eigenhändig den Stütz, ventrale Kette + dorsale Kette
  • weitere Entwicklungsschritte: VFST, Robben, Krabbeln

-> Vertikalisierung

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

e) Das Kind hat im Rumpf rechts eine Konvexität. Wie kann sich dies auf die angrenzenden Hüftgelenke auswirken? Wie auf den Kopf und Nacken?

Hüfte: re ADD; li ABD -> Asymmetrische Hüftgelenksentwicklung, Beckenschiefstand

Nacken + Kopf: Latflex li, Rot re, Reklination des Kopfes

9. Fall: Sie behandeln ein Frühchen im Akuthaus. In der 30.SSW wurde der Säugling per Notsectio zur Welt gebracht. Es ist jetzt seit 3 Wochen auf der Welt.

f) Wie soll das Umfeld gestaltet werden, damit die Asymmetrie des Nackens ausgeglichen werden kann? Nennen Sie 2 Beispiele für die Umfeldgestaltung.

f)

  • Fenster auf li. Seite
  • Spieluhr auf li. Seite
  • Mama spricht Kind von li an
  • Füttern von li
  • Hand-Mund-Koordination li fördern
  • Hinterhauptseite massieren

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