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Lernende 130 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 04.08.2018 / 05.11.2021
Lizenzierung ©     (Ausführen medizinaltechnischer Verrichtungen 1/2: Handlungskompetenzbereich D 1/2. (2017). In Am-herd J., Plattner J.-M., Ruf S.,Snozzi N. (Eds.), Lehrmittel Fachfrau / Fachmann Gesundheit FaGe. Zürich: Careum Verlag. S. 72-77)
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Sie haben die Vene bei Fr. Neumann punktiert und setzten das erste Blutentnahmeröhrchen in das Abnahmesystem ein - der Blutfluss setzt jedoch nicht wie erwartet ein. Welche Ursachen könnte dies haben und wie gehen sie vor?

  • Kanülenschliff liegt an Venenwand an – Position der Kanüle ändern (evtl. Röhrchen entfernen, da das Vakuum im Röhrchen die Wand zusätzlich "ansaugt")
  • Kanülenschliff liegt an Venenklappe an – Kanülenposition verändern (evtl. Röhrchen abziehen)
  • Vene ist kollabiert – Venenenstau lockern und kurz warten, damit sich die Vene füllen kann
  • Kanüle ausserhalb bzw. neben der Vene – Kanüle weiter einführen (lt. Amherd et al, 2018, ist nach erneuter Lokalisation der Vene eine indirekte Punktion möglich) "stochern" ist zu vermeiden (Sarstedt, 2017)
  • Kanüle nur teilweise im Gewebe (Vakuum entweicht hörbar beim Einsetzen des Röhrchens) – Kanüle weiter einführen und Ersatzröhrchen verwenden
  • Vene komplett durchstochen – Kanüle evtl. unter Sog zurückziehen
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Wie sollten die Blutproben von Fr. Neumann gelagert und transportiert werden?

  • Proben sind dunkel und kühl zu lagern.
  • Die abgenommenen Röhrchen müssen so rasch wie möglich ins Labor gelangen.
  • In den meisten Institutionen werden die Untersuchungsmaterialen mehrmals pro Tag zu festgelegten Zeiten vom Transportdienst ins Labor gebracht. Bei ausserterminlichen Blutentnahmen muss ein entsprechender Transport organsiert oder die Laboruntersuchung mit der hauseigenen Rohrpost (sollte für den Transport von Blut geeignet sein) verschickt werden.
  • Die Untersuchungsmaterialien müssen für den jeweiligen Transport korrekt verpackt sein.

(Sarstedt, 2017)

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Stellen Sie sich vor: Sie hätten sich bei der Blutabnahme an einer mit Blut verschmierten Kanüle gestochen. Welche Massnahmen müssen Sie treffen?

  • Ablaufschema (hausinterne Richtlinien) der Institution beachten!
  • Sofortmassnahmen: Entfernung des Fremdkörpers, Wunde gründlich mit Wasser und Seife (flüssig) reinigen, Wunde nicht auspressen (=Wunde nicht zum Bluten bringen), Stelle desinfizieren (Amherd et al., 2018)
  • erweiterte Massnahmen: Beurteilung der Wunde, Beurteilung KlientIn, Kontaktaufnahme mit der verantwortlichen Stelle (Tagesbezugsperson, BerufsbildnerIn, Arzt), Blutabnahme bei betroffener Person um Antikörper gegen Infektionskrankheiten festzustellen (z.B. HIV, Hepatitis), Blutabnahme bei KlientIn erfordert Einverständnis, Gespräch über weiteres Vorgehen, erneute Blutentnahme bei betroffener Person nach drei Monaten um Infektion festzustellen (Amherd et al., 2018)
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Welche Laboruntersuchungen werden häufig durchgeführt und was wird dabei überprüft?

  • Blutbild (klein): Anzahl der Erytro, Thrombo und Leukozyten sowie Hämatokrit und Hämoglobin
  • Blutbild (gross): zusätzlich zum kleinen Blutbild werden die verschiedenen Arten von Leukozyten aufgeschlüsselt
  • Infektionszeichen: Leukozyten, CRP – je höher diese Werte desto schwerer die Entzündung
  • Gerinnung: Werte die hierüber aufschluss geben sind Quick und INR (international vergleichbarer Wert). Besonders relevant bei Operationen und bei Therapie mit Gerinnungshemmern z.B. Marcoumar®
  • Elektrolyte (Salze): z.B. Natrium, Kalium und Calcium
  • Organfunktionsparameter: Leber (GOT, GPT, GammaGT), Herz (Troponin-T, CK,CK-MB, Pro-BNP), Niere (Kreatinin)
  • Wirkstoffkonzentration von Medikamenten um eine Über- bzw Unterdosierung zu vermeiden
  • Antigene: Untersuchung gibt z.B. Aufschluss über Impfschutz
  • Blutkultur: Im Blut vorhandene Bakterien oder Pilze können bestimmt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden (z.B. Lithium und Schilddrüsenhormone)
  • Blutgruppe
  • Cholesterin, HDL, LDL, Triglyzeride
  • Glukose