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Lernende 131 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 04.08.2018 / 05.11.2021
Lizenzierung ©     (Ausführen medizinaltechnischer Verrichtungen 1/2: Handlungskompetenzbereich D 1/2. (2017). In Am-herd J., Plattner J.-M., Ruf S.,Snozzi N. (Eds.), Lehrmittel Fachfrau / Fachmann Gesundheit FaGe. Zürich: Careum Verlag. S. 72-77)
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Worin unterscheiden sich die Systeme Vakuette und Monovette?

  • Die Vacuette funktioniert lediglich nach dem Vakuumprinzip. Die Blutentnahmeröhrchen enthalten dabei ein genau dosiertes Mass an "Sog" (Vakuum), welches bei korrekter Handhabung zu einer vollständigen Füllung des Probenröhrchens führt. Eine "Dosierung" des Soges ist nicht möglich
  • Die Monovette ermöglicht sowohl die Anwendung als Vacutainer-System als auch die Anwendung als Aspirationssystem. Bei letzterem wird der Sog durch das langsame Zurückziehen des Kolbens während der Blutentnahme erzeugt. Dies ermöglicht eine Dosierung des Soges und ist bei schlechten Venenverhältnissen (z.B. "dünne" Venen) indiziert. Damit das System als Vacutainer-system verwendet werden kann muss der Kolben vor der Punktion bis zum Anschlag zurückgezogen werden.
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Die Venen von Fr. Neumann lassen sich nur schwer darstellen. Welche Möglichkeiten kennen Sie um diese Situation zu verbessern?

  • Korrekt angelegte Venenstauung (Handbreit über Punktionsstelle, Druck <40mmHg) (Greiner Bio-One, 2015)
  • Leicht gebeugter Arm (Greiner Bio-One, 2015)
  • Herunterhängen des Armes und Positionierung auf stabiler Auflage (Greiner Bio-One, 2015)
  • Haut spannen (Greiner Bio-One, 2015)
  • Hand zur Faust ballen Wichtig: Nicht pumpen! (Greiner Bio-One, 2015)
  • Wärme zuführen (z.B. mittels Armabad) (Amherd et al, 2018)
  • Auf ausreichende Trinkmenge achten (Amherd et al., 2018)
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Welche üblichen Massnahmen zur besseren Darstellung der Venen sollten unbedingt vermieden werden? Begründen Sie die Aussage.

  • Pumpen – Veränderung des Kaliumwertes
  • Zu lange und zu starke Stauung – Veränderung des Kaliumwertes und Gefahr einer Hämolyse
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Weshalb sollte beim Anlegen der Venenstauung ein zu hoher Druck auf die Vene vermeiden werden.

  • Mit 40 mmHg Staudruck ist der venöse Gefäßdruck bereits überwunden und ein nahezu ungestörter arterieller Blutzufluss möglich. Auch für die Differenzierung und Priorisierung der Gefäße ist ein geringer Staudruck essentiell. Beim Ertasten der Gefäße ist bei einer Arterie der Puls spürbar, bei einem venösen Gefäß nicht. Je höher der Staudruck angelegt wird, umso flacher wird die Pulsationswelle, bis sie ab oder über dem systolischen Blutdruck gar nicht mehr tastbar ist
  • Wird der systolische Blutdruck überstiegen, kann sich die zu punktierende Vene nicht mehr füllen
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Wie lange darf die Stauung maximal aufrechterhalten werden? 

  • Eine Minute, besser 30 Sek. (Sarstedt,2018)
  • Lösen sobald Blut in das Röhrchen fliesst (Greiner Bio-One, 2015)
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Wie ist bei länger andauernder Stauung z.B. wegen ausgiebiger Venensuche vorzugehen?

  • Stauung für zwei Minuten lösen um eine zu hohe Hämokonzentration zu vermeiden.
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Welche erschwerenden Faktoren für eine Venenpunktion kennen Sie noch?

  • dünne Venen,
  • zarte Kindervenen,
  • brüchige Venen,
  • vielpunktierte Venen,
  • sklerosierte Venen,
  • Rollvenen, Angst,
  • Kälte,
  • Vasokonstriktion,
  • Volumenmangel,
  • Präschock / Schock,
  • lange Steroidbehandlung,
  • Kachexie (Greiner Bio-One, 2015)
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Sie haben eine geeignete Vene lokalisiert und beginnen mit der Blutentnahme bei Fr. Neumann. Worauf achten Sie während der Tätigkeit? Begründen Sie die Aussagen.

  • Beim Anlegen der Stauung die Haut mit einem Finger unter der Staubinde vor Einklemmung schützen
  • Punktionsstelle nicht mehr berühren (Vermeidung von Infektionen)
  • Kanüle passend zur Vene gewählt (Bei dünnen Kanülen ist die Gefahr der Hämolyse gegeben)
  • Haut spannen (fixiert Venen insbesondere Rollvenen, beugt Hämatomen vor
  • Kanüle im Winkel zwischen 10 und 30 Grad mit Schliff der Kanüle nach oben einstechen (Beugt dem durchstechen der Venenwand und dem ansaugen der Venenwand bei der Blutentnahme vor)
  • "Stochern" vermeiden (Hämolysegefahr)
  • Stauung lösen sobald Blut fliesst. Spätestens nach 1 Minute bzw. vor dem Entfernen der Kanüle (Veränderung der Kaliumwerte bei zu langer Stauung, Gefahr der Hämatom Bildung, wenn bei bestehender Stauung die Kanüle entfernt wird, Gefahr der Hämlyse)
  • Blutröhrchen immer bis zur Markierung füllen (besonders wichtig bei den Citrat-Röhrchen, damit das Verhältnis zwischen Zusatz und Blutvolumen stimmt und die Werte korrekt ausgegeben werden können.
  • Nach Beendigung der einzelnen Blutentnahmen sind die Röhrchen zu schwenken (Angaben Hersteller beachten! Monovette "gründlch", Vakuette 5x um 180 Grad und zurück) – nicht Schütteln Hämolysegefahr!
  • Blutentnahmeröhrchen (Serum) sind stehend zu lagern (erleichtert die automatische Probengewinnung im Labor)

(Amherd et al., 2018; Sarstedt, 2017; Greiner Bio-One 2015)