Examen Serologie Fragenkatalog
Examen VMTA 2018
Examen VMTA 2018
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Lernkarten
Erläutern Sie das Funktionsprinzip des SLA.
Nachweis von Antikörpern
Patientenserum wird mit Ag gemischt
positiv: Netzartige Agglutination (gleichmäßiger Bodensatz)
negativ: Absinken des Ag auf den Boden (Knopfbildung)
-> Sichtbarmachung durch Farbstoffe (z.B. Safranin)
- Titerbestimmung über Serumverdünnungsreihe
Welche Urachen gibt es für ein positives serologische Testergebnis?
Ak bzw. Ag Nachweis
- Ag/Ak nach Infektion/Impfung
- maternale Ak
falsch positiv:
- Kreuzreaktion verwandter Erreger
- unspezifische Reaktion
Welche Ursachen gibt es für ein negatives serologische Testergebnis?
- kein Ak/Ag in Probe vorhanden (Patient gesund)
falsch negativ:
- unterhalb der Nachweisgrenze
- Testantigen entspricht nicht dem Feldstamm
- Imuntoleranz des Patienten
- Mängel bei Testdurchführung
Welche Kontrollen benötigt man um einen ELISA auswerten zu können?
Positiv Kontrolle: sicher positives Testserum
Negativ Kontrolle: sicher negatives Testserum
Leerwert: Ohne Serumprobe oder Kontrollserum
Was ist ein Konjugat (ELISA)?
Antikörper + Enzym
Welche Techniken zum Antikörper Nachweis beruhen auf einer Markierung von Antigen oder Antikörper?
- ELISA
- Imunhistochemie
- Immunoblot
- FACS
- Imunfluoreszenz
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip der Immunfluoreszenz.
diagnostische Methode der Immunhistochemie
- Betrachtung im Fluoreszenzmikroskop
indirekt:
- primär Antikörper bindet an Antigen (z.B. Virusablagerungen im Gehirn)
- sekundär Antikörper mit Flurochrom bindet an primär Antikörper
direkt:
- primär Antikörper mit Flurochrom bindet an Antigen
Beschreiben Sie das Funktionsprinzip des Immunoblots.
Nachweis erregerspezifischer Serumantikörper
- Größenauftrennung der Proteine (SDS-PAGE (Sodium-Dodecly-Sulfat-Poly-Acrilamid-Gel-Elektrophorese)
- Transfer auf Nitrocellulose-Membran
- Inkubation der Membran mit Ag der Nachzuweisenden erregerspezifischen Antikörper
- anschließende Inkubation mit Enzymmarkierten Ak gegen Ag
- Zugabe von Substrat und Sichtbarmachung mittels Chemilumineszenz
Erklären Sie das Prinzip der Impung.
passive Immunisierung: direkte Gabe von erregerspezifischen Antikörpern
-> keine Immunantwort -> keine Gedächtniszellen
Subunit Vakzine
aktive Immunisierung: Gabe von Tot- oder Lebendimpfstoffen
Totimpfstoffe: abgetötete MO -> keine Vermehrung im Patienten
- meist Boosterimpfung nötig
- keine orale Gabe möglich
Lebendimpstoffe: attenuierte Erreger; avirulente Stämme oder Ausnutzung der Kreuzprotektiviät ähnlicher Errger -> Vermehrungsfähig
-> hervorrufen einer Immunantwort und Bildung von Gedächtniszellen
Was ist ein Adjuvants?
Zusatzstoff, der die Impfwirkung verstärken soll
- Depoteffekt und langsame Freisetzung des Ag -> längere Stimulation des Immunsystems
- Aktivierung von Makrophagen und Lymphozyten
(
Ein Adjuvanz ist ein Zusatzstoff der selbst (therapeutisch) unwirksam ist, aber bei Impfungen zum Beispiel die Wirkung (humorale und/oder zellvermittelte Immunantwort (zellvermittelte Immunität) verstärkt. Im allgemeinen handelt es sich um Substanzen, wie z. B. Aluminiumhydroxid, Emulsionen von Mineralölen,Saponine, Siliciumverbindungen, Thioharnstoff oder um Endotoxine gramnegativer und Exotoxinegrampositiver Bakterien.
Der Wirkungsmechanismus des Adjuvans beruht einerseits darauf, daß das Antigen in dem Adjuvans in einer Emulsion vorliegt und deswegen langsam und kontinuierlich freigegeben wird (Depot-Effekt), andererseits darauf, daß die in manchen Adjuvantien auftretenden mikrobiellen Produkte zu einer unspezifischen Aktivierung der Makrophagen führen.)
Beschreiben Sie die Entwicklung der natürlichen Immunantwort.
- Ag dringt in Körper ein
- Kontakt mit dendritischen Zellen -> Erkennung als körperfremd
- Aufnahme des Ags durch dendritische Zellen
- dendritische Zelle wandert in Lymphknoten ein
- Präsentation von Ag-Bestandteilen mittels MCH II-Molekülen
- Erkennung durch T-Helferzellen -> aktivieren B-Zellen
- Differenzierung der B-Zelllen zu Plasmazellen -> Ak Produktion
- Elimination des Ag
Erstkontakt: Elimination und Bildung von Gedächtniszellen
Zweitkontakt: Reaktivierung der Gedächtniszellen -> schnellere Elimination des Ag
Was ist ein Antikörpertiter?
- relatives Maß für die Antikörperkonzentration im Testserum
- Ermittlung durch fortlaufende Verdünnung -> Kehrwert der höchsten Verdünnungsstufe, bei der noch eine positive Reaktion nachweisbar ist
Beschreiben Sie den Mechanismus der Latexagglutination.
Nachweis von spezifischen Serumantikörpern bzw. Antigenen
Bindung des komplementären Ag/Ak an Latexpartikel und Zugabe des Patientenserums
Positiv: Antikörper und Antigen vernetzen miteinander (Agglutination) -> sichtbares Präzipitat -> Bestimmung im Photometer
Beschreiben Sie den Agargeldifussionstest nach Outcherlony.
- qualtitativer Ag-/Ak-Nachweis
Doppeldiffusion: Antigen und Antikörper diffundieren im Agargel aufeinander zu und bilden ein Präzipitat in der Äquivalenzzone
Agargel mit Stanzlöchern
Wie funktioniert ein kompetitiver ELISA?
Nachweis von Antikörpern
- Ag- beschichtete Platte
- Ak aus der Probe konkurrieren mit markierten ELISA-Antikörpern
-> Konkurrieren um Bingung an Ag (natürliche Ak haben eine höhere Affinität)
- Zugabe von Enzymsubstrat nach Waschschritten -> Farbumschlag
positiv: kein Farbumschlag (native Ak ohne Enzym)
negativ: Farbumschlag ( markierte ELISA-Antikörper)