Konstruktionswerkstoffe

Konstruktionswerkstoffe Leibniz Universität Hannover 2018

Konstruktionswerkstoffe Leibniz Universität Hannover 2018


N. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Konstruktionswerkstoffe für Universitätsstudenten. Sie behandeln Stähle, Aluminium und deren Legierungen, sowie deren Bindungen, Festigkeiten und Verarbeitung. Die Karteikarten decken auch verschiedene Fügeverfahren, Beschichtungen, Keramik, Verbundwerkstoffe und Polymere ab. Praktiker und Ingenieure profitieren von den detaillierten Informationen zu Materialeigenschaften und Anwendungen, die für die Entwicklung und Optimierung von Konstruktionen entscheidend sind.
Karten
86
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.07.2018 / 19.09.2019

Lernkarten

Nennen sie die drei bekanntesten Gittersysteme (Abkürtzung)

KRZ KFZ HDP

Welches Gittersystem hat die meisten Gleitebenen und wieviele?

Was beschreibt die Allotropie?

Das auftreten von verschidenen Kristallgitterformen bein einem Metall abhänig von der Temperatur.

Nennen sie vier Gitterbaufehler

Nulldimensionale Fehler

Punktfehler z.B Leerstellen

Eindimensionale Fehler

Linienfehler z.B. Stufenversetzungen

Zweidimensionale Fehler

Flächenfehler z.B. Korngrenz

Dreidimensionale Fehler

Raumfehller z.B Ausscheidungen

Vorteil von Kristallbaufehlern

Diese Behindern die Bewegung von Versetzungen

Maximale Kohlenstoffgehalten in Eisen

in Alpha Eisen

In Gamma Eisen

Alpha Eisen liegt der Kohlenstoffgehalt bei 0,02 % bie 723 °C

Gamma Eisen 2,06 % bei 1147°C

Vorgehensweise beim Vergüten von Stahl

Austenitisieren und Abschrecken zur bildung von Martensit

Anschließendes Erwärmen auf 450 - 650 °C für 1 - 2 Stunden.

Welche wichtigen zwei Veränderungen sollen Legirungeselemente im Stahl bewirken

1. Die Ausweitung  des austenitischen Bereichs (Austenit-Bildner)

2. Die Einschnürung des austenitischen Bereichs (Ferrit-Bildner)

Nennen sie Tüpische Austenitbildner

Ni, C, Co, Mn, N

Nickel, Cobalt, Mangarn, Stickstoff

Nennen Sie Ferrit Bildner

Cr, Al, Ti, Ta, Si, Mo, V, W

Crom, Aluminium, Titan, Tantal, Silicium, Molybdän, Vanadium, Wolfram

Nennen sie die zwei Hauptreaktionen im Hochofenprozess

2C + O2  --> 2CO

CO + FeO --> Co2 + Fe

Bennen Sie die Kette an Arbeitschritten, welche für herstellung von Stahl nötig sind.

 

Hochofen

Konverterter

Sekundärmetallurgie

Strangussanlage

Wann spricht mann von Stahl

bis 2 Ma.-% C

Danach spricht mann von Gusseisen

Die Bezeichnungen der verschiednene Stahlsorten

Allgemeine Baustähle

Schweißgeegnete Feinkornstähle

Vergütungsstähle

Einsatzstähle

Automatenstähle

Werkzeugstähle

Schnellarbeitsstähle

Eigenschaften von Austenitischen Stählen

+ Große Zähigkeit

+ Hohe Verfestigung durch Kaltverformung

+ hochwarmfest

- niedrige Dehngrenze

- nicht Magnetisierbar

- evtl. grobes Korn schwer zu beseitigen

Schaefler-Diagramm

Crom Nickel Äquivalent

Genau so

Austenitische Cr - Ni Stähle

Enthalten um 18 Ma.-% Cr und 10 Ma.-% Nickel

Duch Lösungsglühen Absenkung von Nicelgehlat möglich

Nicht Härtbar

Festigkeitssteigerung nur durch Kaltverformung

Chemisch sehr beständig

kriechfest

nicht magnetisierbar

Fest

Eigenschaften von ferritischen Stählen

+ Warmfest

+ besondere magnetische Eigenschaften

- nicht abschreckbar

- neigt zur bildung von groben Korn

 

TRIP und TWIP Effekt

TRIP Transformation Iduced Plasticity --> Martensitbildung

 

TWIP Twinning Induced Plasticity --> Zwillingsbildung

Graues Gusseisen

Unterscheidung in

GJL

GJS

GJV

Gusseisen mit Lamellengraphit GJL

Graphit liegt in form von Lamellen vor

+ hoher C-Gehalt --> niedriger Schnelzpunkt

+ Schmelze dünnflüssig --> gut vormfüllend

+ Gut spanend bearbeitbar

- Geringe Zugfestigkeit

- Schlechte Schweißbarkeit

Gusseisen mit Kugelfraphit GJS

Freier Graphit ist Kugelförmig im Grundgefüge eigebettet

Grundgefüge Ferrit --> gute Duktilität und Bearbeitkbarkeit

Grundgefüge Perlit--> gute Härte und Festigkeit

gute Gießeigenschaften wie GJL Festikeiteswerte ähnlich wie Stahl

Gusseisen mit Vermiklulargraphit GJV

Vorteile gegenüber GJL

+ Höhere Festigkeit

+ gute Duktilität

+ gute Thermische Stabilität

+ geringe Oxidationsneigung

+ geringere Wanddickenabhänigkeit

 

Vorteile gegenüber GJS

+ niedeiger thermischer Ausdehnungskoeffizient

+ besseres Temperaturwechselverhalten

+ geringere Verzugneigung

+ höhere Wärmeleitfehigkeit

+ höheres Dämpfungsvermögen

Stahlguss GS Vor und Nachteile

+ hohe Duktilität

+ Scheiß und Schmiedbar

+ Tieftemperaturzähigkeit

+ Hitze und Zunderbeständig

+ gute Korrosions und Verschleißbeständigkeit

- schlecht gießbar

- große Erstarrungsschrumpfung und Schwindung

Eigenschaften Alluminium

Dichte: 2,7 g/cm^3

Schmelzpunkt: 660 °C

Gitterstruktur: Kubischflächenzentriert (KFZ)

Festigkeit: 150 - 350 MPa

 

Mögliche Ausscheidungsmorphologien

Inkohärent:

Die Ausscheidung wirkt sich strukturell nicht auf das umgebende Gitter aus. Sie besitzt bei Teilchen mit großem durchmesser eine unbahänige gitterstruktur und führt kaum zu einer Festikeitssteigerung.

Kohärent:

Es besteht eine Kopplung zwischen Matrix und Ausscheidungsgitter. Die ausscheidung wirkt sich festigkeitsteigernt auf das Gesammtgefüge aus.

 

Eigenschaften von Magnesium

Schmelzpunkt: 650 °C

Festigkeit 150 - 280 MPa

Dichte: 1,74 g/cm^3

Gitterstruktur HDP

Bei Raumtemperatur 2 Unabhänige Gleitsysteme

oberhalb von 225 °C 6 Gleitsysteme --> besser Umformbarkeit

Verformungsverhalten von Magnesium

Zug Druck Anisotropie

Zugfestikgeit höher als Druckfestigkeit

Legierungselemente von Magnesium

Festigkeitssteigernd:

Al ,Zn, Ca, Ag, Ce, Ga, Ni, Cu, Th

Duktilitätsstiegernd:

Th, Ga, Ag, Ce, Ca, Al, Ni, Cu

Modul Grundlagen Stahl

Stirnabschreckversuch

Stahlzylinder mit 100 mm Länge und 25 mm Durchmesser

Erwärmung auf Austenitisierungstemperatur

Abschrecken der Probe an der Strinfläche mit einem Wasserstrahl

--> Unterschiedlichen Gefügeentwicklung und Härte entlang der Probenachse durch unterschiedliche Abkühlrate

Modul  Stahl

Einteilung der Stähle

                                                                                Stähle

                                                                            C< 2 Ma.-%

 

                      Unlegierte Stähle                                                                         Legierte Stähle

 

Grundstähle Unlegierte Qualitätstähle Unlegierte Edelstähle         Legierte Qualitätsstähle   Legierte Edelstähle

Modul Stahl

Wärmebehandlung Unterschied Glühen und Härten

Glühen:

Wekrstoff wird erwärmt, Abkühlung erfolgt langsam, Thermodynamische ausgleichsvorgänge sollen ablaufen

 

Härten:

Werkstoff wird erwärmt, Abkühlung erfolgt schnell, Thermodynamische Auslgeichsvorgänge werden gezielt eingefroren.

 

Modul Stahl

Abschreckmedien

Die Härtbarkeit hängt vom Legierungsgehalt ab:

Unlegierte Stähle --> Wasserabschreckung

Niedriglegierte Stähle --> Wasserabschräkung oder erwärmtes Öl

Hochlegierte Stähle --> Abschreckung in erärmten Öl oder an Luft

Beurteilung erfolgt mittels ZTU Dieagramm

Modul StahZTU Diagramm

Verschiedene abschreckmedien

Dieses Diagramm genau lernen

Modul Stahl

Eisen Kohlenstoff Diagramm

Eisen Kohlenstoff Diagramm

Modul Stahl

Eigenschaftsänderung durch Wärmebehandlung

 

Ziel                                                                   Mögliche Wärmebehandlung

Verbesserung der spangebenden Bearbeitung     Weichglühen, Grobkornglühen

Erhöhen oder Verringern der Festigkeit                 Härten, Normalglühen, Weichglühen

Beseitigung der Auswirkung der Auswirkung der Kaltverformung   Rekristalasitionsglühen, Normalisieren

Beseitigung oder Verringerung von Seigerungen       Diffusionsglühen

Ändern der Korngröße                                          Normal, Rekristalisations und Grobkornglühen

Beseitigung von Eigenspannungen                      Spannungsarmglühen

Erzeugen bestimmter Gefügezustände                Normalisieren, Weichglühen, Härten

Modul Stahl

Verschiedene Arten moderner Feinblechstähle

TM (thermomechanische) gewalzte Güten

        Klassische Tiefziehbleche Feinkörniges Gefüge und kleine feinverteilte Ausscheidungen --> Festigkeitsteigerung

Mikrolegierte Stähle

       C unter 0,1 Ma.-% daher perlitfrei Festigkeitssteigerung durch Carbide der Mikrolegierungselemente --> Kornfeinung

Isotrope Stähle

       Geziehlte Steuerung der Kornfeinung durch Zugabe von Ti sowie Warmwalzen und Rekristalisationsglühen

Phosphorlegierte Stäle

      Mischkristallverfestigung durch Zugabe von Phosphor bis 0,12 Ma.-% --> relativ hohe Streckwertgrenze bei guter             Umformbarkeit, Einsatz im Automobielbau

BH Stähle (Bake-Hardening-Stähle)

      Verfestigung nach Umformung während Einbrennen des Lackes

IF Stähle (Interstital Free)

       ferritisches Gefüge ohne Perlit oder Zementit --> gute Streckziehbarkeit mit einem hohen Tiefziehvermögen

SULC Stähle (Supra Ultra Low Carbon)

       Sehr weiche Tiefzihstähle. Geringere Verfestigung gegenüber IF Stähle. Großer herstellungsaufwand.

MS Stähle (Martensitphasenstähle)

       Hochlegierte Nickelstähle mit extrem niedrigen c, Si, Mn Gehalten --> Festigkeit durch Ausscheidungshärten

CP-Stähle (Complexphasenstähle)

       Niedriglegierte Stähle mit extrem feinkörniger bainitischer Matrix --> sehr hohe Festigkeiten

Dualphasenstähle (Zweiphasen Stähle)

       Ferritischer Stahl mit 10 - 30 % Martensit, Hohe Festigkeit gute Verformungseigenschaften

TRIP-Stähle (TRansformation Induced Plasticity) / RA-Stahl

      Verformungssteigerung durch verformungsinduzierte Umwandlung des metastabilen RA zu alpha und gamma Martensit

TWIP-Stähle (TWInning Induced Plasticity)

     Verformungssteigerung durch starke zwillingsbildung --> Extrem große Bruchdehnung bis zu 95 %

Modul Stahl

TRIP TWIP Stähle

 

Entwicklung hochfester supraduktiler Manganleichtbaustähle

TRIP Effekt

      Transformation Induced Plasticity - spannungs und verformungsinduzierte Umwandlung

TWIP Effekt

       Twinnning Induced Plasticity, intensive Zwillingsbildung im verformten Gefüge durch gezielte Legeirungsoptimierung mit dem Element Slizium und Aluminium

Anwendungsgebiete:

       Strukturbauteile im automobielbau ...

 

Modul Grundlange Gusseisen

Gibb´sche Phasenregel

Gibb´sche Phasenregel

      Beschreibt die Rellation zwischen der Zahl der an einer Phasenbildung beteiligten Komponenten, der Zahl unter Gleichgewichtsbedingungen anuftretenden Phasen und der Zahl der Freiheitsgrade.

Qualitative Beschreibung der Existensbereiche von Phasen im gleichgewicht

F=n-P+2

F=n-P+1 P=Konstant

F= Anzahl der Freiheitsgrade bzw. Varibalen (Temperatur, Druck, Konzentration)

n= Anzahl der Komponenten (Elemente oder Verbindungen)

P= Anzahl der vorhandenen Phasen

Modul Grundlagen Gusseisen

Hbelgesetz

Nähere Betrachtung des Erstarrungsverlaufs zwischen Liquidus und Soliduslinie

Mk = b/(a+b)*m

Ms = a/(a+b)*m

Mk*a = ms*b

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