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A. T.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Architekturtheorie auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Themen wie Bekleidung, Evolution, Hygiene, Haushalt und Kosmopolitismus. Sie behandeln zentrale Konzepte von Theoretikern wie Semper, Loos und Kant, sowie die Rolle von Farbe, Material und Form in der Architektur. Ideal für Studierende und Architekturinteressierte, die sich mit den theoretischen Grundlagen und historischen Entwicklungen der Architektur vertraut machen möchten.
Karten
130
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.06.2018 / 03.07.2020

Lernkarten

Architekturtheorie I

Evolution

Charles Darwin, Evolutionstheorie

Darwin legte in diesem Werk zahlreiche Belege für seine Theorie vor, dass sich Tier- und Pflanzenarten durch natürliche Selektion im Laufe langer Zeiträume verändern und dass alle heute existierenden Lebewesen von gemeinsamen Vorfahren abstammen. 

Darwins Theorie der Evolution beruht auf Fakten und Schlussfolgerungen, die der Biologe Ernst Mayr folgendermaßen zusammenfasste:[1]

  • Jede Art bringt genügend Nachkommen hervor, sodass die Population wachsen würde, wenn alle Nachkommen überlebten (Tatsache).
  • Trotz (periodischer) Schwankungen bleiben Populationen stets etwa gleich groß (Tatsache).
  • Ressourcen wie Nahrung sind begrenzt und ihr Umfang im Verlauf gleich bleibend (Tatsache).
  • Daraus folgt ein Kampf ums Überleben (Schlussfolgerung).
  • Die Individuen einer Population unterscheiden sich deutlich voneinander (Tatsache).
  • Diese Variationen sind erblich (Tatsache).
  • Individuen, die weniger gut an ihre Umwelt angepasst sind, haben eine geringere Überlebenschance und weniger Nachkommen. Individuen, die besser an ihre Umwelt angepasst sind, haben eine höhere Überlebenschance und mehr Nachkommen. Sie vererben ihre Eigenschaften. Dies resultiert in einer natürlichen Selektion (Schlussfolgerung).
  • Dieser langsam voranschreitende Vorgang führt dazu, dass Populationen von Lebewesen besser an ihre Umwelt angepasst sind. Wenn sich Veränderungen anhäufen, entstehen neue Spezies (Schlussfolgerung).https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Artenhttps://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten

Architekturtheorie I

Evolution

Charles Darwin, Natürliche Selektion

als natürliche Selektion (früher auch natürliche Auslese) in der Reduzierung des Fortpflanzungserfolgs bestimmter Individuen einer Population mit der Folge, dass andere Individuen, die im Rückblick als „überlebenstüchtiger“ erkennbar sind, sich stärker vermehren. Die entscheidenden Einflüsse üben äußere Faktoren der Umwelt, sog. Selektionsfaktoren, aus. „Überlebenstüchtigkeit“ (Fitness) bedeutet nicht das „Überleben der Stärksten“. Sie kann auch Kooperation und Altruismus einschließen. Entscheidend ist, dass die Erbanlagen von Individuen nicht mit der gleichen Wahrscheinlichkeit weitergegeben werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Selektion_(Evolution)#Nat%C3%BCrliche_Selektion

Architekturtheorie I

Evolution

Charles Darwin, Taxonometrie

Eine Taxonomie (altgriechisch τάξις táxis ,Ordnung’ und νόμος nómos ,Gesetz’) ist ein einheitliches Verfahren oder Modell (Klassifikationsschema), mit dem Objekte nach bestimmten Kriterien klassifiziert, das heißt in Kategorien oder Klassen (auch Taxa genannt) eingeordnet werden.[1] Naturwissenschaftliche Disziplinen verwenden den Begriff der Taxonomie für eine in der Regel hierarchische Klassifikation (Klassen, Unterklassen usw.).

Taxonomien sind für die Entwicklung einer Wissenschaft von erheblicher Bedeutung: Sie erleichtern den Umgang mit Einzelfällen und ermöglichen summarische Aussagen, die bis hin zu einer Erklärung von Zusammenhängen führen können. Sie zwingen zur Klarheit über die Unterschiede zwischen den Kategorien und führen dadurch zu einem besseren Verständnis des Untersuchungsbereichs.

Anthropologische Untersuchungen zeigen, dass die in bestimmten Sprach- und Kulturräumen verwendeten Taxonomien in örtliche, kulturelle und soziale Systeme eingebettet sind und unterschiedlichen sozialen Zwecken dienen. Eine der bekanntesten und einflussreichsten Studien über Laien-Taxonomien (folk taxonomies) ist Émile Durkheims Die elementaren Formen des religiösen Lebens.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Taxonomie

Architekturtheorie I

Evolution

Gottfried Semper, Urtypen, Ursprungsformen 

Inspiriert von Georges Cuvier, der Typologien von Pflanzen und anatomischen Formen verglichen hat.

Dies war der ansatz für eine ähnliche Methologie der Stillehre. 

Die Urpflanze ist eine imaterielle Idealform. und ind der Natur findet man differenziere Erscheinungsformen dieses Urtypes. Jeder Teil alles pflanzen ist eine abwandlung eines Teiles der Urpflanze. Der Typus der Urpflanze ist also die Grundlage einer Klassifizierung von Pflanzen und zuständig für die Entwicklung von Subtypen.

Dieses Prinzip wendet Semper nun auf die Architektur an. Die Entwicklung der Architektur ist auf wenige Urtypen zurück zu führen.

Die Architektonische Urform ist "reiner Ausdruck der Idee" und wird in der Realität auf ihre Beschaffenheiten angepasst. Also auf Raum, Ort, Klima, Sitte, Zeit etc.

Die Urform ist von der Mode, Zeit udn Ort unabhängig.

Architekturtheorie I

Evolution

Ontogenese / Phylogenese

Ontogenese: Entwicklung des Individuums von der Eizelle zum geschlechtsreifen Zustand. Entwicklung eines Einzelwesens bzw. eines einzelnen Organismus verstanden im Gegensatz zur Stammesentwicklung (Phylogenese). 

ie stammesgeschichtlicheEntwicklung (Stammesgeschichte) der Gesamtheit aller Lebewesen als auch bestimmter Verwandtschaftsgruppen auf allen Ebenen der biologischen Systematik. 

Architekturtheorie I

Evolution

Ernst Haeckel

Ernst Heinrich Philipp August Haeckel war ein deutscher Mediziner, Zoologe, Philosophund Freidenker, der die Ideen von Charles Darwin zu einer speziellen Abstammungslehre ausbaute. Er trug durch seine populären Schriften sehr zur Verbreitung des Darwinismus in Deutschland bei

Haeckel postulierte erstmals den gemeinsamen Ursprung aller Organismen

Haeckels Beobachtungen der Parallelen zwischen individueller Entwicklung (Ontogenese) und Stammesentwicklung (Phylogenese) waren Grundlage für die Postulierung eines kausalen Zusammenhangs. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Haeckel#Evolution

Architekturtheorie I

Evolution

Stammbaum des Menschen nach Haeckel (1874)

  • Haeckel wendet in seiner Schrift Anthropogenie (1874, rund 730 Seiten) die in der Generellen Morphologie entwickelten Methoden auf den Menschen an.
  • Nach einer historischen Einleitung in die Geschichte der Evolutionstheorien untersucht er die Keimesgeschichte des Menschen, indem er die Eizelle, Befruchtung, die Anlage der Keimblätter und des Blutkreislaufes im Sinne der Ontogenesedarstellt.
  • Der dritte Abschnitt umfasst die Stammesgeschichte oder Phylogenie. Hier stellt Haeckel zunächst einfache Wirbeltiere vor, dann verschiedene Stufen der Ahnenreihe des Menschen:
  • Der vierte Abschnitt behandelt die Entwicklungsgeschichte einzelner Organsysteme: Hautdecke und Nervensystem, Sinnesorgane, Bewegungsorgane, Darmsystem, Gefäßsystem und Urogenitalsystem. Es folgt ein zusammenfassendes Kapitel, in welchem Haeckel die dualistische Auffassung, besonders den Schöpfungsglauben und die Auffassung von einer von den Hirnfunktionen unabhängigen Seele, für widerlegt erklärt und seinen Monismus in kurzen Zügen umreißt. (Nahezu zeitgleich zu Haeckels Buch erschien Darwins Schrift Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, die sich methodisch allerdings völlig anders ausrichtete.)
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Haeckel

Architekturtheorie I

Evolution

Banister Fletcher's A Tree of Architecture, 1896

Banister Fletcher's "The Tree of Architecture" is a schematic diagram detailing what Fletcher identified as the "branches" of architectural style beginning with five periods (Peruvian, Egyptian, Greek, Assyrian, and Chinese and Japanese) and culminating in the Modern American style.

Fletcher suggests a cross-cultural and historical evolution of architectural styles through a series of successive branches, some of which terminate prior to the Modern period including Mexican and Indian, while other lineages can be traced through multiple generations into the final apex of Modern style. Recent scholarship has been critical of Fletcher's hierarchical emphasis on the primacy of Western European architectural traditions.

Architekturtheorie I

Evolution

Charles Darwin, Stammbaum des Lebens

Eine wichtige Grundlage für seine Überlegungen war der Gradualismus, wie er ihn aus Lyells Principles of Geology kannte. Die Veränderlichkeit der Arten und den Auslesemechanismus (künstliche Selektion)kannte Darwin aus der Tier- und Pflanzenzucht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin

Architekturtheorie I

Evolution

Genealogie

„Geschlechtsregister, Stammbaum“. bezeichnet im engeren Sinne die historische Hilfswissenschaft der Familiengeschichtsforschung, allgemeinsprachlich Ahnenforschung. befassen sich mit menschlichen Verwandtschaftsbeziehungen und ihrer Darstellung. Verallgemeinernd wird als Genealogie einer Person oder Familie die Auflistung ihrer namentlich bekannten Vorfahren verstanden.

Im weiteren Sinne bezeichnet Genealogie den genetischen Zusammenhang einer Gruppe von Lebewesen, die biologische Abstammung eines Lebewesens von anderen Lebewesen

Architekturtheorie I

Evolution

Diskutieren Sie, wie sich natürliche Organisationsprinzipien vermittelt durch die Architektur des Oxford Museum körperlich-sinnlich erfahren lassen. Welche Elemente erlauben diese insbesondere und warum? 

Alles Dekorative im Oxford museum ist gleichzeitig auch eine art Enzyklopedie der Natur. Alles ist naturgetreu abgebildet und soll nicht nur ästhetischen Wert sondern auch informativen Wert haben. Vorallem die Säulen Kapitelle sind besonders detailliert gebaut worden.(Handwerk, inspiriert vom Mittelalter, gegen die Maschiene!)

Auch die Materialien die sie benutzen enthalten wichtige gesteine oder Spezien die als im museum auch wieder zu finden sind. Die Säulen bestehen auch aus unterschiedlichen gestein arten. Die Art steht immer an der Basis der Säule.

Wie in der Natur ist jedes Teil ein Unikat und bildet erst im Zusammenhang mit allen anderen Teilen ein grosses Ganzes. 

Architekturtheorie I

Evolution

John Ruskin Prinzipien

Der Grundgedanke all seines Wirkens ist deshalb ein Zurückgehen zur Natur.  In diesem Sinne bekämpft er in erster Linie das Prinzip der Arbeitsteilung, das unserem heutigen gewerblichen Schaffen den Stempel aufdrückt.einer idealisierten Darstellung insbesondere der Gotik in Venedig einschließlich ihrer sozialen Begleitumstände geprägt. Anhand von sechs Eigenschaften wird versucht, die Gotik zu charakterisieren: 1. Rohheit, 2. Veränderlichkeit, Abwechslung, 3. Naturalismus, 4. Sinn für das Groteske, 5. Starrheit, 6. Überfülle. Zudem beinhalten die Stones sowohl im Text- wie auch im Bildteil präzise Darstellungen und Beschreibungen venezianischer Architektur und Malerei (besonders von Tintoretto), die für baugeschichtliche Analysen bis heute von größtem Interesse sind.

  • Opfer
  • Wahrheit
  • Macht
  • Schönheit
  • Leben
  • Errinerung
  • Gehorsam

Architekturtheorie I

Evolution

Unterschied Biene und Architekt

Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, daß er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut. Am Ende des Arbeitsprozesses kommt ein Resultat heraus, das beim Beginn desselben schon in der Vorstellung des Arbeiters, also schon ideell vorhanden war. (...) Außer der Anstrengung der Organe, die arbeiten, ist der zweckmäßige Wille, der sich als Aufmerksamkeit äußert, für die ganze Dauer der Arbeit erheischt, und um so mehr, je weniger sie durch den eignen Inhalt und die Art und Weise ihrer Ausführung den Arbeiter mit sich fortreißt, je weniger er sie daher als Spiel seiner eignen körperlichen und geistigen Kräfte genießt. 

Architekturtheorie I

Evolution

Weshalb kommt es in der Nachkriegszeit zu einem verstärktem Interesse am instinkthaften Bauen von Tieren? Woran wird dadurch Kritik geübt.

Karl Marx: Unterschied Biene und Architekt : Die Biene baut instinkthaft und der Bauer hat schon eine Idee im kopf wie er es bauen soll. Es ist nicht unbedingt seine Idee. Er braucht motivation für die Umsetzung.

Unterschied Tier und Mensch. Der Mensch benutz Werkzeuge für das Bauen. Tiere fast nur eigenen Körper.

Charles Dawin: Auch Bauen der Tiere zeigt eine anpassung an die Umwelt dar. Eine verbesserung der Evolution. Durch den Mensch ist aber nicht mehr nur anpassung sondern durch erfindungen wird die Umwelt auch Manipuliert (Im unterschied zu Tieren) Durch die Industrie hat der Mensch das natürliche Bauen vergessen.

Affen haben als erste eine Konstruktive Handelsfähigkeit. Sie können auch unter besonderen Umständen bauen und nicht nur instinkthaft. Vögel würden z.B Sterben wenn sie die gewohnte bauweise nicht ausführen können. Affen nicht weil sie sich den Umständen viel besser anpassen können. Sie können mit Zufälligen Situationen und neuen Materialien auch bauen. (Da ergibt sich der unterschied zwischen bauen und konstruieren). (Dies beruht auf die hoch entwickelten Gehirne). Von Natur bauen ensteht Kulturbauen.

  • Kritik an der Industrialierung. (Verlorengegangener Wert des Bauens)
  • Kritik am Nationalsozialismus durch missinterpretation der Evolutionstheorie
  • Ruskin: Sehnsucht nach dem usprünglichen (fast poetischen) vergangenheit wo alles noch besser war.
  • Angst vor der Zukunft durch Industrialisierung und Dummheit der Menschen (Karl Marx)
  • Kritik am Kapitalismus 

Architekturtheorie I

Evolution

Sublimierung (Stoffwechsel)

Sublimierung, Sublimation oder Sublimieren bedeutet ganz allgemein, dass etwas durch einen Veredelungsprozess auf eine höhere Stufe gebracht wird. Der gleiche Wortstamm wird auch in Wendungen wie „ein sublimer Einfall“ in der Bedeutung besonders fein, erhaben gebraucht.

 Sigmund Freud verstand unter Sublimierung eine Umwandlung oder Umlenkung von Libido in „sozial nützliche“ Errungenschaften, in eine geistige Leistung oder kulturell anerkannte Verhaltensweise (vor allem in den Bereichen wie Kreativität und Wissenschaft). Sie stellt ein Gegenstück zu den Abwehrmechanismen des Ichs dar, da sie als Aspekt der normalen Ich-Funktion gewertet wird.

Architekturtheorie I

Evolution

Stoffwechselthese

Das Verhältnis von Körper und Bekleidung kommt aus der Textilkunst. In der Textilkunst ist die Dekoration "erfunden" worden. Das ist das erste mal das der Mensch dekorativ handelt.

Alles weitere Dekorative in anderen technischen Künsten (insbesondere Baukunst) stammt von dieser Herkunft der Textilien ab. Es ist eine Sublimierung dieser ersten Erfindung. Das wird besonders sichtbar in der Mutation von verschiedenen Materialien und der damit verbundenen Transformation der technischen Gattung.

Stoffwechsel heisst: Emanzipation.

Architekturtheorie I

Bekleidung

Gottfried Semper, die vier Elemente der Baukunst

  1. Herd
  2. Dach
  3. Umfriedung
  4. Erdaufwurd

Architekturtheorie I

Bekleidung

Bekleidungstheorie

Zentraler Aspekt der Formenlehre

  • Wand kommt von Gewand -> Textil und Konstruktion haben gleichen Ursprung (Textilien sind der Ursprung vieler Konstruktionen)
  • Textil als Urkunst: Grundprizip für alle Arten der Dekoration. Aus dem Textilen wird das Verhältniss von Körper und der Bekleidung abgeleitet
  • Polychromie ist der Beweis für die Symbolik der Bekleidung und des Stoffes in der Antike

Architekturtheorie I

Bekleidung

Knoten

  • Er ist das älteste technische Symbil (älteste Ornament, dass es gibt)
  • Vom Knoten kommt man zum Netzt 
  • Vom Netz zum Flächten usw. (bis zur Wand)

Architekturtheorie I

Bekleidung

Stoffweckseltheorie

  • Sublimierung: heisst Etwicklung
  • Emanzipation vom Stoff auf andere Kunstgattungen
  • die Übertragung der charakteristischen Formen eines Materials auf einen anderen Stoff. Vitruvius behauptete in seinen „Zehn Büchern“, dass die Formen der Säulen und Gebälke des griechischen Tempels aus dem Holzbau hervorgegangen sind. 
  •  Für Semper war Stoffwechsel jedoch ein Prinzip, das den Objekten Erinnerungsfähigkeit, eine kulturelle Bedeutung gibt, die den Wert ihrer alltägliche Brauchbarkeit bei weitem übertrifft.

Architekturtheorie I

Bekleidung

Zeltdach der Nomadenstämme

  •  (vertikales Schutzelement) Teppich Eigenschaft als Wand

Architekturtheorie I

Bekleidung

Zaun

  • Flechten von Zweigen ist die ursprünglichste Art des Raumabschlusses
  • Aus ihnen entstehen die ältesten Formen des Ornamentes
  • Auch wenn man mit der Zeit sich vom Flechten hin zum mauern von Ziegeln entwickelt, bleibt die Idee des Textilen sichtbar in der Art der Ornamentik

Architekturtheorie I

Bekleidung

Teppich

  • Teppiche wurden oft wie Tapeten über Mauern gehänkt
  • Stukatur, Wandmalerei und Plastik an Wänden errinern bis heute an die Textile Kunst
  • Polychromie der Antike ist eng verbunden mit der Idee einer physischen Malerei und Reliefskulptur wie beim Stoff

Architekturtheorie I

Bekleidung

Maskieren

  • Nur wenn etwas in seiner Form durch das Material bestimmt bleibt kann dieses Material dass Stoffliche immitieren ohne dass es "kopiert" wird
  • Durch die Eigen- und Neuinterpretation hebt es sich von der Immitation ab
  • Die Antike Architektur hat das gut beherrscht

Architekturtheorie I

Bekleidung

Otto Wagner, Stil

  • jeder Stil ist allmählich aus fürheren Stilen entstanden, neue Materialien, aussichten, Konstrukitonen geben ihr eine neue Form
  • Stil ist Ausdruck einer Zeitperiode
  • Der heutige Stil (Zu seiner zeit) wiederspiegelt nicht den Zeitgeist, es besteht nur aus blindem Kopieren und immitieren alter Stile

Architekturtheorie I

Bekleidung

Otto Wagner, Forderung an den Stil der Zeit

  • Alles Geschaffene muss an neue Materialien und Anforderungen entsprechen
  • Es muss unsere Ansichten wiederspiegeln und die technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften aufzeigen
  • Man "wählt" keinen Stil, Stil erkennt man immer erst im Nachhinein (über Generationen entwickelt sich ein bestimmter Stil der für diese Zeit typisch ist)
  • Man muss nach neuen Formen suchen die die Bedürfnisse der jetzigen Gesellschaft decken
  • Man darf nicht kopieren sondern nur neu interpretieren (Semper, Maskentheorie)

Architekturtheorie I

Bekleidung

Otto Wagner, Utilität

  • Bauen nach reinem Bedürfniss und Notwenigkeit reicht nicht aus!
  • Deshalb ensteht Kunst
  • Jede Bauform ist aus der Konstruktion her entstanden und nach und nach zu einer Kunstform geworden

Architekturtheorie I

Bekleidung

Otto Wagner, Unterschied zu Semper

  • Semper erklärt seine Theorie nicht abschliessend
  • Symbolik der Konstruktion ist nur Ausrede für sein Unwissen
  • Nicht die Symbolik sondern die Konstruktion ist der Ursprung jeder Form (Ohne Konstruktion keine Forn)
  • Es gibt einen Konflikt zwischen Ingenieur und Künstler (Gute Form entsteht nicht nur durch Ingenieur Berechnungen sondern braucht auch Künstlerisches Talent

Architekturtheorie I

Bekleidung

Adolf Loos, Das Prinzip der Bekleidung

  1. Man darf das zu Bekleidende Material nicht mit dem Bekleidungsmaterial verwechseln
  2. Stukaturen dürfen alle Ornamentik enthalten nur nicht das des Ziegelrohbaus
  3. Das Bekleiden, darf nicht das darunterliegende Material immitieren

Architekturtheorie I

Bekleidung

Adolf Loos, Unterschied Künstler und Architekt

Künstler:

  • Alle Materialien sind gleichwertig
  • Der Künstler/Architekt hat zuerst eine Idee wie der Raum wirken soll und baut den Raum erst im Nachhinein (Teppich kann nicht tragen, deshalb muss man lösung finden um ihn tragend zu machenw weil man diese Athmosphäre will)
  • Jedes Material hat seine eigene Formensprahe und kann dadurch kein anderes Immitieren

Richtige Herangehensweise Architekt:

  • Hat die Aufgabe eine bestimmte Athmosphäre zu schaffen
  • und muss dann eine Konstruktion erfinden um diese Athmosphäre zu schaffen (Raum kommt nach Athmosphäre)

Flasche Herangehensweise Architekt:

  • Bauen zuerst die Mauern und was übrig bleibt sind die Räume
  • Nachträglich werden diese Verkleidet so wie sie dem Architekt passend erscheinen (Raum kommt vor Athmosphäre)

Architekturtheorie I

Bekleidung

Adolf Loos, Konstruktion

  • Ein Material darf sich nie als ein anderes ausgeben als es ist! z.B Teppich kan zwar zur Bekleidung benutzt werden, weil es eine gewünschte Athmosphäre auslöst, aber sie darf das verkleidete Material darunter nicht immitien
  • Weder durch Farbe noch durch das Muster
  • Material muss zu sieiner Rolle stehen (Bekleidung oder Tragend) --> Ehrlichkeit

Architekturtheorie I

Bekleidung

Adolf Loos, Gründe für Bekleidung

  1. Schutz (hygiene etc.)
  2. Athmosphäre

Architekturtheorie I

Bekleidung

Smithsons und Baham, Brutalismus

  • Ehrlichkeit des Materials "Muss aufzeigen für was es gebraucht wird" Bsp. Wasserleitungen in der Hunsington School
  • Brutalismus geht vom Einzelnen Element aus die auf eine bestimmte Funktion spezialisiert ist, Einzelne Elemente werden zu einer gesamten unnendlich erweiterbaren Strukur zusammengefügt
  • Logik der Entwurfes und der Räumlichen Fügung soll nach Aussen ablesbar sein
  • Jedes Funktionselement ist ein autonomes Formenelement (und hat Ornamentalische Qualitäten)

Architekturtheorie I

Bekleidung

Smithsons und Baham, Image

  • Gebäude löst im betrachter ein gewisses Bild aus
  • Städte in Bilderabfolgen betrachten

 

Architekturtheorie I

Bekleidung

Smithsons und Baham, As found

Material soll so verwendet werden wie es auch vorgefunden wird (Rohe Materialität ohne veredelung)

Architekturtheorie I

Masse

Massengesellschaft

  • Unpersönliche Gesellschaft, in der der einzelne keine Rolle mehr spielt
  • Durch grossen Bevölkerungswachstum nach der Industrialisierung
  • Kommunikation durch Massenmedien (gefahr der Manipulation)
  • Massengesellschaft in Städten, Verstädterung
  • Massenkultur durch Stadien riesigen Theater, Einkaufshallen etc. Patriotische gefühle

Dadurch konnte der Sozialsozialimus einfach durchgesetzt werden

  • Ein gutes Beispiel hierfür ist die Politik, hier spielten bald die Gewerkschaften und Verbände die wichtigste Rolle, da die Menschen sich nicht trauten ihre eigene Meinung zu vertreten, da sie so keine Chance hatten, sondern sich einer Gruppe Gleichgesinnter anschlossen, um in der Masse ihre Interessen zu vertreten. 
  • Bei der Arbeit merkten die Arbeiter wie wichtig die Leistung für einen guten Verdienst war und begannen beim Sport die Zeit zu messen, zu vergleichen und spornten sich so gegenseitig an, aus diesem Ansporn wurde nach und nach der Wettkampf. 
  • Der Sport zog natürlich nicht nur die Faszination der Aktiven an, sondern auch die der Massen. Es wurde also Stadien erbaut, um den Menschen das Zuschauen zu ermöglichen. 

Architekturtheorie I

Masse

george grosz metropolis

  • Stadt die sich transformiert inspitert Künstler dieser Zeit
  • Sie versuchen die schnellen konstanten Veränderungen in Gemälde fest zu halten
  • Expressionistische zeichnung der Stadt währen dem 1. WK
  • Rot ist die dominante Farbe, alles erscheint gestresst und negativ geladen

Architekturtheorie I

Masse

georg simmel die großstädte und das geistesleben, Blasiertheit 

Das tiefste Problem des modernen Lebens ist nach Georg Simmel der Anspruch des Individuums nach der Selbstständigkeit und Eigenart seines Daseins gegen die Übermächte der Gesellschaft, das geschichtlich Ererbte der äußerlichen Kultur und Technik des Lebens zu bewahren.

Der Großstädter ist – im Gegensatz zum Kleinstädter – einer „Steigerung des Nervenlebens“ ausgesetzt. Darin besteht die Basis für den Typus großstädtischer Individualität.

Die Notwendigkeit und gleichzeitige Unfähigkeit den ununterbrochenen Strom der Großstadtreize zu verarbeiten, führt zum gesteigerten „intellektuellen Charakter“ des Großstädters und zu der ihm zugeschriebenen „Blasiertheit“.

Erkennbar wird die Blasiertheit in der Abstumpfung gegenüber dem Unterscheiden der Dinge. Durch zeitliche Präzision, den intellektuellen Charakter und Blasiertheit kommt es zur Reserviertheit und zu einem „Gebilde höchster Unpersönlichkeit“.

Architekturtheorie I

Masse

Siegfried Kracauer, Ornament der Masse, selbstzweck

  • Zweck, der in etwas selbst liegt, der nicht auf etwas außerhalb Bestehendes abzielt "etwas ist [zum] Selbstzweck geworden (hat sich von seinem eigentlichen Ziel losgelöst)"
  • Das Ornament als Selbstzweck 
  • Die Masse als Selbstzweck

Architekturtheorie I

Masse

Hans Poelzik

Architekt typische Bauten der Massengesellschaft (Kino, Oper, Funkstation)

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