Ökologie

Biologie III

Biologie III


C. M.
Diese Lernkarten behandeln ökologische Grundlagen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Arten, Populationen, Konkurrenz und Ökosysteme. Sie decken Themen wie Sukzession, Nahrungsnetze, Artenvielfalt und Schutzmaßnahmen ab. Ideal für Biologiestudierende und Umweltschützer, die sich mit ökologischen Zusammenhängen und Artenschutz vertiefen möchten.
Flashcards
133
Students
3
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
17.06.2018 / 04.03.2023

Flashcards

Zweck der Ökologie 

  • Nachhaltigkeit
  • Artenerhaltung
  • Auswirkung von eingriffen ins Ökosystem abschätzen 

Ebenen der Ökologie 

  1. Organismen
  2. Populationen (= Alle Organismen einer Art, die an einem Ort leben)
  3. Lebensgemeinschaften (= Alle Organismen die einem Ort leben)
  4. Ökosysteme (Lebensräume = Alle Organismen sowie Luft, Wasser und Boden)

Terrestische Lebensräume 

  • Abiotisch: Gestein, Grundwasser, Boden, Luft, Sonnenstrahlung
  • Biotisch: Produzenten, Destruenten, Konsumenten 

Biome Definition 

Gebiete der Welt mit gleicher zonaler Vegetation 

Wieso kommen die meisten Organismen nicht überall auf der Welt vor? 

  • Ungünstige Umweltbedingungen / Ressourcen
  • Ausschluss durch Fressfeinde und Konkurrenten
  • Art ist nie an diesen Ort gekommen 

Ökologische Nische Definition 

Ökologische Nische = Kombination von Umweltbedingungen, unter denen eine Art überleben, wachsen und sich fortpflanzen kann. Fortpflanzung brauch oft günstigere Bedingungen als reines Überleben 

Adaption 

Anpassungen von Populationen einer Organismenart über mehrere Generationen durch natürliche Selektion 

Es mpssen schon Individuen mit günstigen Eigenschaften da sein 

Akklimatisation 

Anpassung im Laufe des Lebens durch Veränderung morphologischer, anatomischer oder physiologischer Eigenschaften 

z.B. Einbau von Hitzeproteinen 

Ökosysteme Definition 

Gesamtheit der Lebewesen und unbelebten Dinge in einem bestimmten Raumvolumen. Enthalten bestimmte Menge Energie & Materie, können diese aufnehmen, umwandeln und abgeben. 

Ökosysteme sind offene Systeme, denn sie tauschen mit denen ihnen umgebenden Systeme Stoffe, Wärme etc aus

Sie befinden sich meist im Gleichgewicht

Produzenten 

  • Pflanzen und wenige Bakterien
  • Wandeln Kohlenstoffdioxid und Wasser mit Hilfe von Sonnennergie in Biomasse (organischer Substanz) um --> Photosynthese 

Konsumenten 

  • Menschen und Tiere
  • Sind direkt oder indirekt auf die Produktion der Biomasse angewieseb¨
  • Herbivore ernähren sich direkt von organischer Substanz und Karnivore ernähren sich von Herbivoren 

Destruenten

  • Regenwürmer, Asseln, Springschwänze
  • Zerkleinern und verdauen organische Substanzen, die in den Mineralböden eingearbeitet wird 

Reduzenten 

  • Bakterien und Pilze
  • Zerlegen die teilzersetzte Biomasse der Destruenten in ihre anorganischen Ausgangsstoffen (Magnesium, Calcium, Phosphor), die von den Produzenten wiederaufgenommen werden 

Kompartimente 

Ökosystemfunktionen 

  • Produktion von Nahrung und Rohstoffen
  • Regulation des Klimas und des Wasserhaushalts
  • Erhaltung von Luft- und Wasserqualität 
  • Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
  • Aufarbeitung von Abfällen 

Ökosystemforschung befasst sich mit: 

  • Mengen von Stoff und Energie, die sich in den verschiedenen Kompartimenten befinden 
  • Flüsse von Stoffen und Energie die zwischen dem Ökosystem und der Umgebung erfolgen
  • Beeinflussungen der Grösse von Kompartimente und Flüsse
  • Regulation der Kompartimente und Flüsse 

Massenbilanz für ein Ökosystem 

Summe der Einträge = Summe der Austräge + Änderung der gespeicherten Energie 

Massenbilanz beruht auf den Flüssen zwischen Ökosystem und Umgebung sowie die im gesamten Ökosystem gespeicherte Menge (Stoffe und Energie) 

Primärproduktion 

Durch Photosynthese gespeicherte Energie und Kohlenstoff (Biomasse der Produzenten) 

Brutto-Primärproduktion 

Gesamte Fixierung von Energie durch Photosynthese 

Netto-Primärproduktion 

Brutto-Primärproduktion - Atmung der Produzenten 

(Atmung der Produzenten = 30-60% Brutto-Primärproduktion) 

Netto-Ökosystemproduktivität

= Netto-Primärproduktion - Atmung der Konsumenten und Destruenten 

Produktion: Begrenzende Faktoren (Aquatische Ökosystem) 

  • Lichtmangel: Lichtintensität nimmt mit der Tiefe ab
  • Nährstoffmangel: Begrezt die Photosynthese Rate und die Zellteilung der Algen
  • Strömung: Begrezt die Ansiedlung von Produzenten 

Produktion: Begrezende Faktoren (Terretische Ökosystem) 

  • Kälte: Begrenzt Vegetationszeit
  • Trockenheit: Begrenzt Vegetationszeit und Blattfläche und CO2 Aufnahme
  • Nährstoffmangel: Begrenzt Blattfläche und Blattaktivität
  • Frass, Brände und Störungen: Reduziert Blattfläche, verändert Nährstoffverfügbarkeit
  • Effizienz der Pflanze: Begrenzt Produktion, wenn alle andere Faktoren optimal sind 

Sekundär Produktion 

Bildung von Biomasse durch Konsumenten 

Trophischer Transfereffizienz

  • Verhältnis von Sekundärproduktion zu Primärproduktion 
  • TE = KE * AE * PE 

KE: Konsumptionseffizienz

AE: Assimilationseffizienz

PE: Produktionseffizienz

Abbau Definition 

Konsum und Umwandlung von toter organischer Substanz durch Destruenten 

Es entsteht:

  • CO2 (Produkt der Atmung)
  • Mineralische Nährstoffe
  • Humus (Sehr langsam abbaubare Rückstände)

Messung vom Abbau

  • Abnahme der Masse des verbleibenden Detritus
  • Freisetzung von CO2 --> Atmung der Destruenten
  • Freisetzung von mineralischen Nährstoffen
  • Bildung von Humusstoffen 

Abbau Rate wird bestimmt durch

  1. Umgebungsbedingungen: Tempertaur, Feuchtigkeit, Sauerstoff, pH, Destruenten
  2. Qualität des Detritus: Gehalt löslicher Stoffe, Nährstoffgehalt, Energiegehalt, Ligningehalt, Oberfläche relativ zur Masse 

Abbau Reihenfolge 

  1. Lösliche, energie- und nährstoffreiche Verbindungen --> sehr schnell abgebaut
  2. Verbindungen wie Zellulose
  3. Resistenten Verbindungen wie Lignin und neugebildeten Humusstoffe 

Stoffkreislauf

Gesamtheit der Flüsse eines bestimmten Elementes (C,N,P,S) oder einer bestimmten Verbindung (H2O) innerhalb und zwischen Ökosystemen 

Stoffkeislauf 3 Ebenen 

  1. Lokal (Wiese, Waldstück): Im Vordergrund stehen biologische Prozesse (Primärproduktion, Sekundärproduktion und Abbau), cheische und mikrobielle Umwandlungen im Boden
  2. Regional (Flusseinzugsgebiet, Bergwälder in CH): Austauschprozesse zwischen Lebensgemeinschaften, Boden, Wasser und Atmosphäre
  3. Global (Ganze Erde): Summe der Austauschprozesse zwischen Lebensgemeinschaften, Boden und Atmosphäre 

Lokaler Kohlenstoff-Kreislauf

  • Gleich wie beim Energiefluss: Flüsse von Energie und Kohlenstoff sind gekoppelt
  • Lokaler Kohlenstoff Kreislauf im Meer wichtig: Austausch mit Atmosphäre und Ablagerung 

Globaler Kohlenstoff-Kreislauf

CO2 Freisetzung vom Menschen kommt dazu

Lokaler Stickstoff-Kreislauf

  • Mikrobielle Umwandlung und Aufnahme durch Pflanzenwurzeln sind entscheidend
  • Abbau der toten organischen Substanz werden Verbindungen (Proteine,DNA) durch Enzyme der Destruenten in kleinere Bestandteile aufgespalten (Aminosäuren)
  • Der Erhaltene Stickstoff kann in Ammonium und Nitrat umgewandelt werden 

Globaler Stickstoffkreislauf

Erdölverbrennung und Nutztierhaltung haben Stickstoffgehalt der Niedeschläge 5-10 fache erhöht --> negative Auswirkung auf Pflanzen, die an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind 

Lokaler Phosphor Kreislauf

Chemische Reaktionen im Boden wichgtiger als mikrobielle Umwandlungen 

Phosphormangel 

Weltweite Reserven in Mineralien, aus denen Dünger gewonnen werden kann sind begrenzt 

Phosphordünger wichtig für landwirtschaftliche Produktion 

Phosphorüberschuss Problem

Moderne intensive Tierproduktion beruht auf Einsatz phosphorreicher Kraftfutter zur Anreicherung landwirtschaftlicher Böden mit Phosphor. Jedoch wird es durch Auswaschung in Gewässer gespült --> Abnahme des O2 Gehalts --> Fischsterben 

Biomanipulation Definition 

Künstliche Einflussnahme auf eine Lebensgemeinschaft. 

Bsp. Erreicherung der Ursprungssituation nach Algenblüte in einem See durch Fischfang 

Populationsdynamik 

Theoretisch wächst eine Population exponetiell jedoch ist es in der Natur anders. Populationen sind limitiert oder reguliert

 

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