Vertiefung


M. P.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über das Konsumentenverhalten und Modelle wie AIDA, die Kaufentscheidungen und Marketingstrategien erklären. Sie beleuchten Fragestellungen zu Kaufmotiven, Verhaltensmustern und der Bedeutung der Konsumentenverhaltensforschung für erfolgreiches Marketing. Ideal für Studierende, die vertiefte Einblicke in die psychologischen und praktischen Aspekte des Marketings gewinnen möchten.
Cartes-fiches
7
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Marketing
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
26.05.2018 / 28.10.2019

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 Zentrale Aufgabe des Marketings

Die zentrale Aufgabe des Marketings ist es, Austauschbeziehungen zwischen Anbietern und Konsumenten so effektiv und effizient wie möglich zu gestalten und den Kundennutzen zu optimieren. Dies ist aber nur dann möglich, wenn bekannt ist, worauf die Kunden besonderen Wert legen. Ein Tütensuppen-Hersteller aus Europa scheiterte beispielsweise in den USA trotz erfolgreicher Verkostungsstudien. Obwohl der Geschmack der Suppen den Konsumenten zusagte, kauften sie das Produkt nicht. Der Grund dafür war die Zubereitungszeit: Eine Suppe, die man 20 Minuten lang köcheln lassen musste, entsprach nicht der amerikanischen Vorstellung einer Fertigsuppe. Stattdessen sind dort Dosensuppen sehr beliebt, die man nur einige Sekunden in der Mikrowelle erwärmen muss.

Was ist wichtig um erfolgreiches Marketing zu betreiben?

Um erfolgreiches Marketing zu betreiben, ist es also unabdinglich, das Verhalten der Konsumenten genau zu kennen. Die Konsumentenverhaltensforschung liefert das dazu nötige differenzierte und theoretisch fundierte Wissen. Es geht dabei nicht nur darum, die Kaufentscheidung selbst zu erklären, sondern auch die komplexen Einflüsse vor und nach dem Kauf in den Blick zu nehmen. Das heißt, Konsumentenverhalten wird als kontinuierlicher Prozess verstanden, dessen Kenntnis wesentlich für den Markterfolg ist.

Was beschreibt das Konsumentenverhalten?

Konsumentenverhalten beschreibt das  Verhalten von Individuen oder Gruppen bezogen auf den Kauf, Gebrauch und die Entsorgung von Sachgütern und Dienstleistungen.

Um das Verhalten von Kunden so umfassend wie möglich beschreiben zu können, fasst das Paradigma des Kaufverhaltens folgende Fragestellungen zusammen:

Wer kauft? Diese Frage beschäftigt sich mit den Kaufakteuren und insbesondere den Trägern der Kaufentscheidung. Nicht immer ist es der Käufer oder die Käuferin selbst, die die Entscheidung treffen. Sowohl in Organisationen als auch in Familien sind verschiedene Personen an der Kaufentscheidung beteiligt. So mögen zwar die Eltern das Halloween-Kostüm kaufen, aber die Kinder entscheiden selbst, welche Grusel-Verkleidung es sein soll.
Was, wann und wie viel wird gekauft? Hier geht es um die Kaufobjekte, deren Menge sowie den Zeitpunkt und die Frequenz des Kaufs. Kundenkarten sind ein oft genutztes Werkzeug, um diese Fragen einfach und kostengünstig zu beantworten. Handelt es sich um geschäftsübergreifende Kundenkarten (zum Beispiel Payback), kann auch die nächste Frage (Wo?) sinnvoll einbezogen werden.
Wo wird gekauft? Welche Einkaufsstätten und Lieferanten werden von welchen Konsumenten bevorzugt? Während manche Leute gern alles unter einem Dach erwerben, bevorzugen andere vielleicht kleinere, spezialisierte Geschäfte. Wieder andere bestellen lieber im Internet.
Wie wird gekauft? Welche Kaufentscheidungsprozesse laufen ab und welche Praktiken führen zur Entscheidung? Ist es ein Impulskauf im Laden oder ein wohlüberlegter Schritt mit viel Recherche?
Warum wird gekauft? Die Frage nach den Kaufmotiven ist im Marketing von besonderer Bedeutung, da es Marketer interessiert, wie Konsumenten auf die eingesetzten Reize (Marketingmix) reagieren. Unternehmen, die die Verbraucherreaktion auf Produkteigenschaften, Preisanreize oder Werbung voraussagen können, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig ist die Frage nach den Kaufmotiven aber auch die schwierigste Frage, da die Antwort darauf im Bewusstsein der Konsumenten verborgen ist und selbst von diesen oftmals nicht klar artikuliert werden kann. Wer kann schon genau und rational erklären,warum man etwa eine bestimmte Waschmittelmarke bevorzugt? Um herauszufinden, was genau in der „Black Box“ Konsument geschieht, wurden von der Konsumentenverhaltensforschung eine Vielzahl von Modellen und Erklärungsansätzen entwickelt

Black Box

Als Black Box  wird allgemein  der Teil eines Systems bezeichnet, dessen inneren Aufbau man nicht kennt, sondern nur aus beobachtbaren Reaktionen erschließen kann.

 

der früheste Erklärungsansatz

Einer der frühesten Erklärungsansätze ist das AIDA-Modell, das die Phasen einer Kaufentscheidung (Attention – Interest – Desire – Action) darstellt. Wie alle älteren Modelle ist AIDA ein relativ einfaches Partialmodell

Was für ein Modell ist das AIDA Modell

Wie alle älteren Modelle ist AIDA ein relativ einfaches Partialmodell (Walsh/Deseniss/Kilian 2013). Das heißt, es (1) beschreibt nur einen bestimmten Ausschnitt des Konsumentenverhaltens und (2) basiert gedanklich auf behavioristischen Forschungsansätzen. Diese verstehen Marketinganreize als Signale (Stimuli), die zu sichtbaren Reaktionen (Responses) der Konsumenten führen. Alle Vorgänge innerhalb des Konsumenten werden dabei vernachlässigt. Eine einfache Anwendung der sogenannten S-R-Modelle wäre es zu fragen, wie Konsumenten auf ein neues Verpackungsdesign reagieren

Étudier