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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 25.05.2018 / 03.12.2020
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Historischer Kontext (13)

  • Hohes Mittelalter à 11 – 14 Jahrhundert
  • In Europa wirtschaftlicher Aufschwung (11 JH) à vermehrt Landwirtschaft, Felderwirtschaft, Klimaverbesserung, grössere Fläche bewirtschaftet à mehr Erträge
  • Bevölkerungswachstum à Handel und Handwerk entfalten sich
  • Grundlage für Stadtgründung à Märkte und Fernhandel à kultureller, ökonomischer und gesellschaftlicher Wandel
  • Städte zunehmend autonomer
  • Bildung in Kloster-, Dom- und Kathedralschulen oder -Unis in Italien
  • Nur für reiche Männer und Geistliche
  • Mehrheit ist von Bildung ausgeschlossen à können weder lesen noch schreiben
  • Denken & Bildung durch christliche Philosophie geprägt
  • Schulrastik à Denk und Arbeitsweise mit Pro/Contra, Wissenschaft, Methode der Beweisführung, untersucht alte Schriften, Fragestellung, These, Antithese, Synthese
  • Armut à Krieg, Katastrophen, wenig Reiche, viele Arme (Bauern, Tagelöhner, Alte, unehrliche Berufe)
  • Hilfe von Familien oder Zünften / Almosen oder Spitäler
  • Hilfe gab es durch Familie, (beeinflusst seine Theorie). Als Familie galt damals als Familie auch bspw. Hofangestellte, also Familie in einem viel grösseren Sinn! Zünfte und Gilden. Leute die nicht auf dieses zugreifen konnten= Hilfe durch Almosen oder Spitälern. Spitäler waren Einrichtungen für solche die aufgrund körperlicher oder geistiger Gebrechen nicht ernähren konnten und bot denen Unterstützung. Keine Differenzierung der Hilfebedürftigen- geordnete Armenpflege war nicht bekannt. Die Fürsorge und Armenpflege war christlich geprägt. Bezüge zur SAR heute bspw. Caritas welche greifen wenn staatliche Organe versagen.
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Bigrafie (9)

  • Aus Neapel
  • Sohn eines Grafen, wohlhabend
  • Gute Bildung
  • 9 Jahre benediktinisches Kloster à 5 Jahre Erziehung; 9 Jahre Elementarunterricht
  • studierte freie Künste & Theologie
  • mit 17 in Bettelorden der Dominikaner à Familie wollte dies nicht à häusliche Haft
  • traf auf Albertus Magnus, wurde Mentor à Wegbegleite des christl. Aristotelismus
  • viele Reisen: Paris Magister der Theologie, Italien Studienhaus d. Dominikaner, Neapel stirbt da
  • verfasste viele Werke
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Heilige Ordnung

  • Klerus
  • Adel
  • Bürgerliche
  • Mittel- und Besitzlose
  • Notleidende

 

Abseits dieser Stände leben all jene Menschen, die als Ehrlos bezeichnet wurden. Die heilige Ordnung ist fix, es ist kein Aufstieg und theoretisch auch kein Abstieg möglich. Um Süden abzubauen, kann ich Almosen geben. Auch die Ehrenlosen haben Anspruch auf Almosen. Die heilige Ordnung ist gottgewollt und deshalb gut so wie sie ist. à Muss so bleiben, die Gebenden (obere Schichten) Busse tun, damit näher bei Gott. Die Bedürftigen sowieso schon nahe bei Gott. Aufrechterhaltung dieser Hierarchie, Stabilität ist ihm darum wichtig.

Reiche sind auf Arme angewiesen, die Armen stehen näher bei Gott als der Adel. Daher braucht der Adel/Klerus die Armen. Klerus muss dich erst verdienen/etwas tun um bei Gott näher sein. Daher der positive Aspekt der Armut. Ist nicht von materiellen Dingen abhängig / Seele frei von Materiellem.

àPositiv; Höherstehende verantwortlich für die unteren Schichten, Mittel- und Besitzlose + Notleidende gehören dazu! Haben bestimmte Funktion, Menschen die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind gehören nach Aquin nicht dazu.

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Verpflichtungsgrad (3)

Gebot à wenn jemand in Not ist/ wenn man im Überfluss lebt à religiöse Verpflichtung, immer geben, wenn einer zu viel hat

Rat à religiös, gemeinnützig/ wenn man tut, aber nicht muss à wenn man gerade genug gibt, aber nicht im Überfluss

Lobenswert à wenn man fast nichts hat und trotzdem Almosen gibt

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Armut

Armut und Besitzlosigkeit werden vom Glaubensbekenntnis her betrachtet und erhalten aus diesem heraus ihren Sinn. Armut ist „die Voraussetzung … um … ins Himmelreich“ zu kommen.

 

Die Armen werden über eine religiös-ethische Betrachtung zum Inhalt der Auseinandersetzungen.

 

Not und Armut werden grundsätzlich nicht in Frage gestellt. Armut hat eine „gesellschaftliche Funktion“ und erhält eine „theologische Wertschätzung“.

 

  • Armut ist Teil der Ordnung,
  • Almosen geben ist nicht an die Kirche gebunden, jedoch religiöser Hintergrund, da man damit Gott näher kommt.
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Armut - Probleme

Wenn jemand verhungert und ein anderer Überfluss hat, aber nichts gibt, dann legitimiert er es zu stehlen und dem Armen zu geben. Armut nicht ökonomisch betrachtet, sondern religiös-ethisch. Gibt kein Armutssystem, Hilfe über Gemeinschaft/Familie. Blieb daher nur Spital, Sammelbett für alle, und wurden irgendwie versorgt, keine Förderung, sondern mit Nahrung versorgt. Er will ja nichts verändert, Armut wichtige gesellschaftliche Funktion, wichtig diese Stabilität zu behalten.

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Betteln (8)

Nach Aquin gehört das Betteln zum Leben.

  • Betteln aus Bedürftigkeit à Er verbietet betten, wenn man keine Lust hat zu arbeiten
  • Betteln aus „religiösen Motiven“ à Bettelorden oder um Gott näher zu kommen
  • Betteln „für Einrichtungen des Gemeinwohls“ à bsp. Spitäler
  • bei Bedürftigen muss man spenden, sonst hat man Wahl ob man will oder nicht
  • Betteln aus Müssigkeit, Faulheit verboten, aus anderen Gründen als den oben genannten verpönt
  • Als Gebender ist es Pflicht, den Bettelnden aus Bedürftigkeit zu geben
  • Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis à Almosengeben stiess auf Wiederstand bei Adel und Klerus
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Gottes und Nächstenliebe

Gebot der Gottesliebe: „Du sollst deinen Herrn, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Stärke.“

 

Gebot der Nächstenliebe: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

 

Nächstenliebe à Barmherzigkeit à Wohltätigkeit à Almosen