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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 25.05.2018 / 25.05.2018
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Historischer Kontext (8)

  • Zeitwende à Übergang von Mittelalter in die Neuzeit
    1. Entdeckung Amerikas
    2. Heliozentrisches Weltbild
    3. Buchdruck à Wissen konnte sehr viel schneller geteilt werden, Bibel wurde übersetzt und gedruckt, sodass sich Menschen ein eigenes Bild machen konnten à Reformation
  • Humanismus à Rechte, Freiheit, Allgemeinheit zur Würde des einzelnen Menschen
  • Armut, Krankheit, Seuchen à Verschlechterung der Lebensbedingungen. Tod und Armut à Landflucht, frühes Proletariat, Bettelplagen, schlimme hygienische Zustände
  • Landflucht à Stadt Bettelplage (Subsidiarprinzip an Grenzen)
  • Geldhandel gewinnt an Bedeutung
  • Humanismus à Wunsch des einzelnen Menschen zählt
  • Erasmus von Rotterdam (war lang in Basel, Zwilling war sein Schüler)
  • Kritik an Kirchenpraxis/Institution, Der Glaube blieb wichtig
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Biografie (14)

  • Jüdische Abstammung à Conversor, wurde gezwungen Christ zu werden, praktizierte zu Hause Judentum
  • Valencia à Gutes Elternhaus
  • Eltern Infolge der spanischen Inquisition verfolgt & zum Tode verurteilt
  • Vives selbst Katholike,
  • Studierte, jedoch kein Abschluss à kritisierte Bildungsinstitutionen, wollte Zugang für alle
  • Wohlhabende & unterstützende Eltern
  • War Privatlehrer, Prinzessin des engl. Königshof war seine Schülerin
  • Lebte in Brügge, heiratete
  • Setzte sich für Bildung von Frauen/Mädchen ein
  • Aus England verwiesen, da er Partei für die königl Frau ergriff
  • Werke mit theologischer, philosoph,, pädag, philologischer Bedeutung
  • Begründer der modernen Pädagogik
  • Erasmus von Rotterdam war sein Freund

à stark für weibl. Bildung, geprägt von Katholismus & Humanismus

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Sein Wirken

Er hatte Abhandlungen zu Sozialkritischen, Theologischen, Philosophischen und Pädagogischen Fragen erschaffen. Oft nimmt er dabei auch Bezug auf Johannes von Aquin. Spitäler waren zu dieser Zeit überfüllt und erbrachten nur Leistungen für die Bürger die darauf Anrecht hatten (Die, welche die Leistungen bezahlen). Daneben aber gab es viele Bürger der Unterschicht die auch litten und auf Hilfe angewiesen waren.

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Paradies und Sündenfall

  • Vives hat die Vorstellung, so Scherpner (1962), dass es den Menschen auch nach dem Sündenfall möglich ist, in friedlicher Koexistenz und Eintracht zu leben. (S. 84)
    Sündenfall= verdammt in Sünden zu leben, jedoch trotzdem möglich friedlich zu leben
  • ABER Die friedfertige Gesellschaft wird durch Gewinnsucht und Machtgier vernichtet. (Scherpner, 1962, S. 85)
  • „Diese Welt spiegelt für Vives keine göttliche Ordnung wider, sondern Chaos.“ à ohne Sündenfall wären wir perfekte, utopische Gesellschaft
  • Habgier und Hochmut führen dazu, dass in der Welt Krieg, Hunger, Armut und Ungleichheit herrscht
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Arbeiten und Helfen

Arbeiten und Helfen sind nach vives Triebe die im Menschen verankert sind. Das Arbeiten ist nach Vives daher auch eine Erklärung für die Sünde, denn im Paradies hätten wir nie Arbeiten müssen. Im Arbeiten sieht Vives eine Befriedigung für die Menschen. Arbeit wurde in der Reformation sehr hoch gewichtet und zu einem Lebensmotto (Im Gegensatz zur Antike wo vor allem körperliche Arbeit verpönt war). Er geht auch davon aus das die Arbeitsmoral im Menschen veranlagt ist. Wo diese Arbeitsmoral nicht besteht muss sie mit pädagogischen Massnahmen freigesetzt werden. Das Helfen entspringt auch für Vives aus der Nächsten Liebe.

  • „Menschliches Helfen“ entspringt „dem christlichen Hauptgebot der Liebe“.
  • Arbeit ist für Vives, so Engelke, Borrmann & Spatscheck (2014), einerseits „eine Strafe Gottes“ (à Aus Idee des Sündenfalls, müssen für Existenz arbeiten, kath. Einfluss), andererseits eine „Lebensnotwendigkeit“ “(àTugend, Humanistisch)

 

à Wir müssen nicht im Krieg leben, können dies verhindern. Somit nicht gottgewollt (Aquin sagt sei gottgewollt)

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Armenpflege

Arbeiten und Helfen sind nach vives Triebe die im Menschen verankert sind. Das Arbeiten ist nach Vives daher auch eine Erklärung für die Sünde, denn im Paradies hätten wir nie Arbeiten müssen. Im Arbeiten sieht Vives eine Befriedigung für die Menschen. Arbeit wurde in der Reformation sehr hoch gewichtet und zu einem Lebensmotto (Im Gegensatz zur Antike wo vor allem körperliche Arbeit verpönt war). Er geht auch davon aus das die Arbeitsmoral im Menschen veranlagt ist. Wo diese Arbeitsmoral nicht besteht muss sie mit pädagogischen Massnahmen freigesetzt werden. Das Helfen entspringt auch für Vives aus der Nächsten Liebe.

  • „Menschliches Helfen“ entspringt „dem christlichen Hauptgebot der Liebe“.
  • Arbeit ist für Vives, so Engelke, Borrmann & Spatscheck (2014), einerseits „eine Strafe Gottes“ (à Aus Idee des Sündenfalls, müssen für Existenz arbeiten, kath. Einfluss), andererseits eine „Lebensnotwendigkeit“ “(àTugend, Humanistisch)

à Wir müssen nicht im Krieg leben, können dies verhindern. Somit nicht gottgewollt (Aquin sagt sei gottgewollt)

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Forderungen für die städtische Armenpflege nach Vivies

  • Arbeitspflicht (S. 301ff.)
  • Individuelle Hilfe (S. 300-301)
  • Erziehung zum sittlichen und guten Leben à pädagogisch-christlicher Ansatz
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Arbeitspflicht

Für Vives hat Arbeit nicht in erster Linie einen wirtschaftlichen Nutzen es geht ihm mehr um die Beschäftigung. Die Arbeit soll lokal angesiedelt werden. Er sieht auch Ausbildungen vor. Seine Vorschläge müssen im Gegensatz zu Johannes von Aquin nicht unmittelbar sichtbar sein, sondern es kann sich entwickeln.

  • „Kein Armer, der nicht zu alt oder zu schwach ist, darf müssig gehen …“ (Vives, 2006, S. 301)
  • Es dürfen keine „Müssiggänger“ geduldet werden.