BK 02 / BA 01
BK 02
BK 02
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Flashcards
Bakterien
Bakterien sind einzellige Mikroorganismen, die nur um Mikroskop sichtbar sind. Sie haben Zellgestalt aber keinen echten Zellkern, kommen überall vor. Bakterien vermehren sich durch die Zellteilung.
Die Bakterien können im Blut, bei einem Anstrich nachgewiesen werden. Sie können auch gezüchtete werden. Sie gehören zu den Prokaryoten (haben keinen Zellkern --> DAN – Zellwand hat keinen komplexen Aufbau)
obligat pathogene Bakterien
Führen immer zu einer Infektion
fakultativ pathogene Bakterien
Keime, die abhängig vom Ort ihres Auftretendes für uns unschädlich sind, aber auch eine Infektion auslösen können. Sie führen je nach Wirt zu einer Infektion.
apathogene Bakterien
sind harmlos
Haben viele apathogene Bakterien auf unserem Körper
aerob
Vermehrung nur mit Sauerstoff möglich
anerob
brauchen keinen Sauerstoff um zu leben.
Vermehren sich ohne Sauerstoff
fakultativ anerobe Bakterien
Können leben, auch wenn Sauerstoff vorhanden ist.
Vermehrung mit oder ohne Sauerstoff
Virus
Ein Virus besteht aus Eiweiss und Nukleinsäure, ist nur im Elektronenmikroskop sichtbar, sind zwischen 20 und 200 Millimikrometer (1 Millimikrometer = 1/1`000`000mm) und sind infektiöse Partikel.
Sind für unseren Körper pathogen, da sie unsere Zellen kaputt machen.
Virus Vermehrung
Kennzeichnendes Merkmal von Viren ist, dass sie sich nur innerhalb einer Wirtszelle vermehren können. Je nach Virustyp sind dies menschliche, tierische oder pflanzliche Zellen oder aber auch Bakterien.
Ziel eines Virus ist es, seine Erbinformation in die Wirtszelle zu übertragen und diese dazu zu bringen, die eingeschleuste Erbinformation abzulesen. Als Folge dieses Ablesens der Erbinformation werden in den Wirtszellen viele neue Viren produziert, die dann auf verschiedensten Wegen die Wirtszellen verlassen und wieder andere Zellen suchen um sich weiter zu vermehren. Ebenfalls verlassen sie auch den befallenen Organismus um Wirtszelle anderer Individuen zu infizieren. Dadurch, dass Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben, wirkt Antibiotika nicht.
Parasiten
Als Parasiten werden vor allem die verschiedenen den Menschen befallenden Würmer und humanopathogenen Einzeller (Protozoen) zusammengefasst. Sie leben in bzw. auf einem anderen Organismus (Wirt), ernährt sich von ihm und schaden ihm, indem er seine Organfunktionen beeinträchtigt, Zellen zerstört und ihm wichtige Nährstoffe entzieht, ihn aber normalerweise nicht tötet.
Hauptsäule der Parasitenabwehr sind die genannten Abwehrzellen, also Phagozyten, B- und T- Zellen. Daneben spielen Mastzellen, eosinophile Granulozyten sowie IgE- Antikörper eine Rolle
Pilze / Fungi
Pilze sind bakterienähnliche Mikroorganismen. Pilze besitzen echte Zellkerne. Kommen in der Umwelt wie auch auf dem Menschen vor. Infektionen kommen oft bei immungeschwächten Patientenvor (z.B. Soor bei HIV oder Malignom).
Dazu stehen Cremes (z.B. Cremes bei Fußpilz), Salben, Sprays oder auch Lacke zur Verfügung. Sind die Schleimhäute befallen, können Medikamente auch gelutscht, als Saft getrunken oder durch ein Zäpfchen verabreicht werden. In den meisten Fällen stellt sich schon innerhalb weniger Tage eine Besserung ein.
Prionen
«Infektiöse» Proteinpartikel, nach heutigem Kenntnisstand ohne Nukleinsäure, die ihnen ähnliche, körpereigene Proteine «umfallen» können.
Definition Infektion
Eindringen von Krankheitserregern die in den Körper gelangen. Entsteht bei geschwächten Barriere oder Immunschwäche
Entzündung
Aktivierung des Immunsystems durch auslösenden Reiz.
Infektionkrankheit
Erkrankungen, dir durch Eindringen und Vermehrung von Mikroorganismen im Menschen entstehen, heissen Infektionskrankheiten. In der Klinik spricht man auch kurz vor Infektionen, obwohl dies nicht ganz korrekt ist, da Infektionen eigentlich die Übertragung, das Anhaften, Eindringen und die Vermehrung von Mikroorganismen oder Parasiten im Menschlichen Körper bezeichnet.
Verlauf einer Infektionskrankheit
Nicht jede Aufnahme von Erregern und nicht jeder Erregerkontakt führt zu einer erfolgreichen Vermehrung der betreffenden Erreger. Viele Erreger scheitern an der körpereigenen Abwehr und manchen fehlt es einfach an Virulenz, im eine Krankheit auszulösen. Hat der Erreger die körpereigene Abwehr aber erfolgreich überwunden, verlaufen viele Infektionskrankheiten nach dem gleichen Muster. Zunächst ist die Infektion unauffällig und wird oft nicht bemerkt, dann reagiert der Körper mit Krankheitssymptomen und meistens kommt es zu Heilung, gelegentlich zum Tod. Infektionskrankheiten können wie bei einer akuten Infektion plötzlich beginnen und in kurzer Zeit ausheilen, Krankheitserreger können aber auch mehrfach Symptome auslösen oder im Körper bleiben und lange anhaltende, chronische fortschreitende Erkrankungen hervorrufen.
Invasion (1)
Eindringen über Schleim-/Haut, Wunde. Verbreitung über Lymph- und Blutbahnen oder per continuitatem (übergehend, kontinuirlich) systemische Infektion
Invasion in Zellen, Vermehrung der Keime.
Inkubationszeit (2)
Zeit zwischen Eindringen und Auftreten der ersten Symptome
Erreger vermehren sich in dieser Zeit kann Stunden bis Jahre dauern.
Krankheitsphase (3)
Symptomatische Phase, z.B. Fieber, Huseten, Schnupfen
Rekonvaleszent (4)
Abklingen der Symptome
Elimmination von restlichen Erregern
Infektionskette
Art und Weise, wie ein Krankheitserreger zum Patienten gelangt.
Besteht aus drei Gliedern:
- Infektionsquelle
- Übertragungsweg
- Empfänger
Infekionsquelle
Woher kommt der Erreger / Keime
Damit Infektionskrankheit entstehen können, braucht es Reservoire, in denen sich die Erreger aufhalten können und als Infektionsquellen für die weitere Ausbreitung der Erreger dienen können:
· menschliche Infektionsquelle durch Keime
· tierische Infektionsquelle
· Mikroorganismen aus der Umwel
Exogene Infektionen
Der Erreger dringt von aussen (Umwelt) in den Körper ein.
Endogene Infektionen
werden durch körpereigene Keime hervorgerufen, die bei lokaler oser systemischer Abwehrschwäche in für die untypische Körperregion gelangen.
nosokominale Infektion
Im Spital erworben, Infektion findet in einer medizinischen Institution statt.
Übertragungswege
Die meisten Krankheitserreger haben einen typischen Übertragungsweg. Weiss man, wie ein Erreger übertragen wird, kann man Infektionen durch bestimmte Hygienemassnahmen vermeiden
Infektionskette
Der Erreger muss nicht nur zum Menschen kommen, sondern auch in ihn hinein. Die wichtigsten Eintrittspforten der Keime sind kleinste Wunden, intakte Schleimhäute oder Insektenstiche. Einige Erreger vermögen auch durch die intakte Haut einzudringen. Sie dringen durch die natürlichen Körperöffnungen ein. Auch durch Injektionen gelangen sie in unseren Körper.
Endogene und exogene Infektion
Der Übertragungsweg beginnt bei der Infektionsquelle. Am häufigsten stammt der Erreger aus der Infektionsquelle, man spricht von einer exogenen Infektion. Infiziert man sich mit körpereigenen Erregern, handelt es sich um eine endogene Infektion.
direkte und Indirekte Übertragung
Direkt bedeutet, die Erreger gehen direkt von einem Menschen auf den anderen über.
Indirekt wird eine Infektion dann weitergegeben, wenn sie über einen Zwischenträger übertragen wird. Zwischenträger können Staub, Wasser, Gegenstände, Lebensmittel, aber auch Vektoren und andere Personen sein.
Enterale und parenterale Infektion
Von enteraler Infektion spricht man, wenn die Erreger über den Verdauungstrakt bzw. über den Mund aufgenommen werden. Unter parentaler Infektion werden demnach alle Infektionen verstanden, bei denen die Aufnahme nicht über den Verdauungstrakt erfolgt. Hierzu gehören z.B. die Inhalationsinfektion, bei der die Erreger eingeatmet werden, die permuköse Infektion über die Schleimhaut oder die urogenitale Infektion über den Harntrakt
Tröpfcheninfektion
Der häufigste Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, bei der die Erreger über Sekrettröpfchen übertragen werden. Die erregerhaltigen Tröpfchen gelangen durch Sprechen, Niesen oder Husten in die Luft und können im Umkreis von 1 – 4 m von anderen Menschen über das Einatmen aufgenommen werden, in seltenen Fällen auch über Hautverletzungen.
Aerogene Infektion
Bei der aerogenen Infektion werden die Erreger über sehr kleine Sekrettröpfchen (Aerosole, Tröpfchenkerne) oder Staubpartikel durch die Luft übertragen werden und deswegen relativ weite Entfernungen zurücklegen können. Die Tröpfcheninfektion und die aerogene Infektion können auch unter aerogene Übertragung zusammengefasst werden, da die Übertragung bei beiden über die Luft erfolgt. Der Unterschied besteht im Prinzip nur in der Grösse der Tröpfchen.
Kontaktinfektion
Die Kontaktinfektion entsteht durch direkten oder indirekten Kontakt mit erregerhaltigem Material, das kann Stuhl, Urin, Sputum, Eiter oder Blut sein. Indirekt werden die Erreger über kontaminierte Gegenstände, Wasser oder Lebensmittel übertragen. Bei der Schmierinfektion werden die krankmachenden Erreger aus Stuhl, Blut, Sputum o. Ä. durch eine Kontamination der Hände auf Gegenstände geschmiert oder direkt in eine Eintrittspforte gebracht z.B. Mund oder Hautverletzung.
Einflussfaktoren auf die Entsthung einer Infektion
§ Inokulationsmenge (Menge der Erreger? Fragen im Schritt 7)
§ Virulenz ( Ausmass der Pathogenität (Fähigkeit eines Erregers krank machen zu können) eines Erregers, Bsp: Toxine, Fimibrien )
§ Integrität (Unverletzlichkeit) der Schleim-/ Haut
§ Alter
§ Ernährungsstatus
§ Immunstatus
§ Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) (z.B. gehäuft HIV bei Diabetes, Infektionsgefahr bei Fremdmaterial (Klappenersatz, Prothese))
Grundbegriffe der Epidemiologie
Epidemiologie befasst sich mit der Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung und den Folgen von Erkrankungen.
Alle Teilgebiete der Hygiene nutzen Instrumente der Epidemiologie, um Ursachen und Folgen sowie die Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Gruppen zu erforschen.
Es sind Faktoren die zur Gesundheit und Krankheit von Einzelpersonen und Populationen beitragen, diese werden in Untersuchungen zu Epidemien, von Umwelteinflüssen und der Gesundheitsförderung erforsch
Kontamination
Verunreinigung von Oberfläche mit Erregern oder Toxine.
z.B. Butentnahme
Kolonisation
Besiedlung der Haut und Schleimhäute (Normalflora)
Normale Flora hat Schutzfunktion