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M. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie und Arzneimitteltherapie. Sie konzentrieren sich auf die Anwendung, Wirkung und Verabreichung von Arzneistoffen, sowie auf deren Verteilung und Metabolismus im Organismus. Besonders behandelt werden auch die Bioverfügbarkeit, Plasmahalbwertszeit und die verschiedenen Ausscheidungswege über Niere, Leber und Darm. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, die ihr Wissen über Arzneimittel und deren Wirkmechanismen vertiefen möchten.
Karten
113
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
06.05.2018 / 06.05.2018

Lernkarten

perorale feste Arzneiform

Sie sind meist stabiler gegenüber Umwelteinflüssen als flüssige Arzneiformen. Wichtig ist, dass das Verfallsdatm des Arzneimittels gültig ist und in der Orgnialverpackung gelagert wurde. 
Tabletten die der Umverpackung entnommen wurden, können durch die Luftfeuchtigkeit zerfallen und so ihre Wirkung verliern.  

Sachgerechte Anwendung von Pulver und Granulaten

Pulver und Granulate sind zerkleinerte Arzneistoffe. Diese werden meist einzeldosiert in Beuteln angeboten, sodass eine genaue genaue Dosierung gewährleistet ist. Zum Einnehmen werden sie in Flüssigkeit gelöst oder eingerührt. (Hierbei entsteht eine Suspension)

Sachgerechte Anwendung von Tabletten / Kapseln zur Anwendung in der Mundhöhle mit oder ohne Umgebung des Magen-Darm-Trakts

Sublingual- bzw. Buccaltableten und Schmelztableten oder -filme, dürfen nicht geschluckt werden, sonder sollen unter der Zunge oder in der Wangentasche langsam zergehen gelassen werden. 

Zerbeisskapseln zur systemischen Wirkung werden im Mund zerbissen, um den Wirkstoff freizusetzen. Hiernach sollte man nicht sofort schlucken, essen oder trinken. Die Kapselhülle kann geschluckt oder ausgespuckt werden. 

Sachgerechte Anwendung von Tabletten und Kapseln

Tabletten oder Kapseln sollen grundsätzlich bevorzugt in aufrechter Haltung mit einem Glas Wasser eingenommen werden um zu vermeiden, dass das Arzneimittel in der Speiseröhre stecken bleibt und dort zu zerfallen beginnt. 

Zeitpunkt der Einnahme

Sollte anhand der Packungsbeilage beachtet werden, um die Wirksamkeit des Arzneimittels zu gewährleisten. So kann z.B. die Einnahme zu einer Mahlzeit zu einer verbesserten Verträglichkeit des Arzneimittels führen. Aber ebenso kann die Wirksamkeit des anderen Arzneimitteln dadurch herabgesetzt sein, da sich das Arzneimittel schon im Magen statt im Darm löst, wodurch die resorbierte Arzneistoffmenge reduziert wird. 

Nüchtern

Die EInnahme sollte ca. 30 Minuten vor der Mahlzeit oder frühstens 2 Stunden nach der Mahlzeit erfolgen.

Vor dem Essen

Die Einnahme sollte ca. 30 Minuten vor der Mahlzeit erfolgen. 

Zum Essen

Die Einnahme sollte während der Mahlzeit oder unmittelbar danach erfolgen.

Unabhängig von der Mahlzeit

Die Einnahme kann zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen.

säurefesten Überzug

Genau zu beachten sind Tabletten oder Kapseln, die ienen säurefesten Überzug besitzen. Diese werden als magensaftresistente Filmtabletten oder Kapseln bezeichnet und lösen sich nicht im stark sauren Magensaft, sondern erst nach der Magenpassgae im neutralen Darmsaft.

Diese Tabletten oder Kapseln dürfen nicht geteilt, gemörsert oder zerkaut werden. 

Arzneiform zur parenteralen Anwendung

Parenteral verabreichte Arzneimittel werden durch die Haut direkt ins Körperinnere gespritzt und erfordern daher grösste Vorsicht und gute Vorbereitung. EInerseits wird die HAutbarriere durchstochen, weshalb durch hygienische Massnahmen das Eindringen von Mikroorganismen in den Körper verhindert werden muss (Desinfektion, Kontrolle der Ampullen) 

Injektionen

Ist eine Einspritzung eines sterilen flüssigen Arzneimittels in den Körper. Im gegensatz zu einer Infusion wird bei der Injektion das Arzneimittel innerhalb von Sekunden bis zu wenigen Minuten verabreicht. 

Brech-/ Glasampullen

Enthalten eine Einzeldosis, werden aufgebrochen oder mit einer Ampullensäge abgefeilt. 

Injektionslösung wird mit einer Spritze und einer Kanüle restlos aufgezogen.

Stechampullen / Vialis

Sie enthalten Einzel oder Mehrfachdosen. Die Ampulle ist mit einem Gummistopfen, Metallring und einem Kunsstoff- oder Metalldeckel verschlossen. Der Metall- oder Kunststoffdeckel wird vor Gabe entfernt und der Gummistopfen von dem Anstechen desinfiziert. 

Trockenampullen

Sie erhalten den Arzneistoff als Pulver, der unmittelbar vor dem Gebrauch vollständig gelöst wird. 

Fertigspritzen

Sie erhalten die applikationsfertige Lösung in einer Einmalspritze.

Zweikammerspritzeen / Zweikammerampullen

Sie bestehen aus zwei hintereinander geschalteten Kammern. Die eine enthält den Wirkstoff, die andere das Lösungsmittel.

Injektionsarten

Beschreiben den Ort bzw. das Gewebe, in welches das Arzneimittel injiziert wird.

Sachgerechte Anwendung von Injektion

Die Injektionslösung wird unter aseptischen (keimfreien) Bedingungen aus der Ampulle genommen und dem Patienten injiziert

Ampullen, die im Kühlschrank gelagert werden, sollen im Regelfall vor der Anwendung in der Hand auf Körpertemperatur erwärmt werden, da die Verabreichung kalter Lösunden schmerzhafter sind. 

Einstichstelle und Patient beobachten

Subcutane Injektion

Das Arzneimittel wird direkt ins Unterhautfettgewebe eingebracht. Körperregionen mit ausgeprägtem Unterhautfettgewebe sind dafür bevorzugt geeignet (z.B. Bauchdecke, Oberschenkel und Oberarme). DIe Gefahr, versehentlich in ein Blutgefäss zu Injizieren, ist relativ klein. 

Der Arzneistoff wird so über längere Zeit aus dem Unterhautfetgewebe resorbiert.

Intramuskuläre Injektion

Hier werden die Arzneistoffe schneller als bei einer Subcuanen Injektion aufgenommen, dennoch gibt es auch hier einen leichten Deoptdefekt. 

--> Gesäss oder Oberschenkelmuskel 

Intravenöse Injektion

Erfolgt direkt in venöse Blutgefässe. Diese Verabreichung wird gewählt, wenn ein schneller Wirkeintritt gewünscht ist oder sich keine andere Verabreichungsmöglichkeit anbietet. 

Wird grundsätzlich langsam (ca. 1ml/min.) injiziert. 

Infusionen

Unter Infusionen versteht man ein langsames (tropfenweise) Verabreichen von steriler (arzneimittelhaltiger) Flüssigkeit in eine Vene. Im Gegensatz zur Injektion kann dies über Minuten oder Stunden erfolgen. Daher kann die Infusion auch zur Aufrechterhaltung einer bestimmter Arzneistoffkonzentration im Blut verwendet werden. 

Kurzinfusionen

Wenn die Infusion maximal 3 Stunden dauert und meist ein kleines Volumen von 50-100 ml infundiert wird. 

Dauerinfusion

Mit einer Laufzeit von mehr als 3 Stunden und einem Volumen von 500 - 2000 ml. 

Diese können mittels Infusionspumpen oder Schwekraft auch über Tage laufen, z.B. über 2 Tage bei Verabreichung von parenteraler Ernährung

Sachgerechte Anwendung von Infusionen

Die Infusionslösung muss unter aseptischen BEdingungen verbreitet und angehängt werden. 

Die Infusionslösung sollte Raumtemperatur haben, um ein mögliches Auskühlen des Körpers oder Schmerzen bei der Verabreichung zu verhindern. 

Periphervenöse Infusion

Sie werden über oberfläche, kleinere Venen appliziert. Meist handelt sich es um Kurzinfusionen. 

Zentralvenöse Infusionen

Zur Verabreichung wird (von einem Arzt) ein zentraler Venenkatheter in die obere Hohlvene  vor dem rechten Herz platziert. 

Somit werden die Infusionen direkt in das zentralvenöse System verabreicht, 

Halbfeste Arzneiform

Salben, Cremes, Gele und Pasten

Sachgerechte Anwendung von Salben, Cremes, Gele und Pasten

Um eine Kontamination zu vermeiden, weden sie aus Mehrdosenbehältnissen wie Tuben mittels eines Spatels entnommen oder auf einen Tupfer gedrückt. --> darf nemals den Patienten oder kontaminierte Gegenstände berühren, Kontamination

flüssige Arzneiform

Umschläge

FEuchte Umschläge wendendet man zur Aufweichung von Krusten, zur Kühlung und zur Behandlung von entzpndlichen oder nässenden Dermatosen.

Transdermale therapeutische Systeme

Sind pflasterähnliche Darreichungsformen für Azneimittel. 

Der in einem TTS enthaltenene Arzneistoff wird kontinuirlich über einen langen Zeitraum (12-96 Stunden) abgegeben. Er wird langsam durch dir Haut aufgenommen und gelangt so in den Blutkreilauf. Dadurch wir ein kontinuierlicher Wirkstoffspiegel über einen längeren Zeitraum erreicht. Häufig werden sie bei chronischen starken Schmerzen angewandt.

Sachgerechte Anwendung von Transdermale therapeutische Systeme

Immer zum gleichen ZEitpunkt wechseln

Pflaster nicht berühren --> Wirkstoff kann über die Haut aufgenommen werden

Nicht überkleben

immer verschiedene Hautstellen nehmen

Haut muss trocken sein, bevor das Pflaster aufgeklebt wird

vor direkten Sonneneinstrahlungen schützen

Pflaster nach dem aufkleben 30 Sec festdrücken

Suppositionen

Zäpfchen

bestehen aus einer festen Grundmasse, die bei Körpertemperatur schmilzt und den Arzneitsoff zur REsorption freigibt. SIe können eine lokale oder systemische Wirkung verursachen. Die Arzneistoffaufnahme aus dem Rektum erfolgt langsamer, mengenmässig geringer und unregelmässiger als aus dem Magen - Darm - Trakt

Sachgerechte Anwendung von Suppositionen 

Achtung Schamgefühl des Patienten beachten! --> ev. Patient Zäpfchen selber einführen

Ev. vor dem EInführen durch Anfeuchten mit Wasserm gleitfähiger machen und vorsichtig über den After einführen. Durch das Einführen eines Suppositoriums in den Enddarm ist es möglich, dass eine Defäktion (Stuhlgang)  ausgelöst wird. Dadurch kann die Wirkung teilweise oder vollständig verloren gehen. --> Rücksprache mit dem Arzt ev. erneute Gabe nötig.

Darmeinläufe und Klistiere

dienen Hautpsächlich zur darmreinigenden Stuhlentleerung. Bei Darmeinläufen und Klistieren wird durch den mechanischen Reiz und eventuell durch einen chemischen Reiz eine Entleerung des Darms erreicht. 

Sachgerechte Anwendung von Darmeinläufen und Klistieren

Auf das Schamgefühl des Patienten sollte Rücksicht genommen werden. Ev. Mitpatienten gebetet werden den Raum zu verlassen oder einen separaten Raum verwenden. Spühlflüssigkeit sollte Körpertemperatur haben. Der Ansatz- oder Gegenpresse wird mit Gleitgel versehen. 

Der Patient sollte die FLüssigkeit einige Minuten versuchen zu halten, um die Wirkstärke zu erhöhen

Arzneiformen zur vaginalen Anwendung

Vaginalsuppositorien, -kugeln, -kapseln oder -tabletten schelzen bei Körpertemperatur oder lösen sich im Vaginalsekret auf und wirken lokal in der Vagina. Systemische unerwünschte Wirkungen treten dafurch praktisch nicht auf. Darum können eine oder mehrere Arzneiformen gelcihzeitig  eingesetzt werden. 

Sagerechte Anwendung von Vaginalprodukte

Schamgefühl der Patientin achten

Vaginalkugeln, -kapseln, -tabletten, -suppositiorien werden häufig mit Hilfe eines Applikationsorts möglichs teif in die Scheide, vor den Gebärmutterhals, eingeführt.

Augentropfen / Augensalben

Augentropfen sind steril, wässrig oder ölige Lösungenzur tropfenweisen Anwendung in Auge. 

Da das Auge sehr empfindlich auf physikalische und chemishe Reize reagiert und schnell Tränenflüssigkeit schnell verkrümt oder aus dem Auge ausgeschwemmt. Somit kommt es zu einer Verkürzung der Kontaktzeit zwischen Arzneistoff und Auge. Augentropfen müssen aufgrund der Empfindlichkeit nicht nur steril, sondern auch weitgehend reizlos sein. 

Augensalben sind sehr weiche Salben, in denen Pulverartikel sehr fein verteilt sind. 

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