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Brennpunkt BWL (10): Finanzwirtschaftliche Zusammenhänge

Beschreibung zu den Begriffen aus der Lehrmittelreihe «Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft»

Beschreibung zu den Begriffen aus der Lehrmittelreihe «Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft»

Diese Lernkarten vermitteln grundlegende finanzwirtschaftliche Zusammenhänge für Unternehmungen auf Mittelschulniveau. Im Fokus stehen zentrale Begriffe wie Kapitalbedarf, Finanzierungsarten und Kennzahlen wie Cashflow oder Eigenkapitalrendite, die für die Bewertung von Investitionen und der finanziellen Stabilität entscheidend sind. Zudem werden Bilanzaufbau, Liquiditätsplanung und Geschäftsmodell-Elemente behandelt, um unternehmerische Entscheidungen fundiert zu treffen. Ideal für Lernende, die wirtschaftliche Grundlagen verstehen und anwenden möchten.
Cartes-fiches
67
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
19.04.2018 / 23.04.2026

Lot

Ce fichier est une partie du lot Brennpunkt Wirtschaft und Gesellschaft

Flashcards

Kapital

Finanzielle Mittel für Unternehmungstätigkeit

Investierung

Beschaffung von betrieblichem Vermögen

Finanzierungsprozesse

Investierung, Desinvestierung

Finanzierung, Definanzierung

Finanzplanung

Sicherung der laufenden Zahlungsbereitschaft (Liquidität) der Unternehmung

Anlagevermögen

Vermögensteile, die einer Unternehmung länger als 1 Jahr zur Verfügung stehen;z.B. Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien

Umlaufvermögen

Vermögensteile einer Unternehmung, die innerhalb 1 Jahres wieder in Geld umgewandelt werden kann, z.B. Liquide Mittel, Forderungen (Rechnungen an Kunden), Vorräte

Passiven

Kapital

Mittelherkunft

Schulden und Eigenkapital

Mittelverwendung

Vermögen (Umlaufvermögen und Anlagevermögen)

Definanzierung

Rückzahlung von Kapital

Desinvestierung

Veräusserung, Verkauf von betrieblichem Vermögen

Liquidität

Zahlungsbereitschaft

Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio)

Der Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio) setzt die flüssigen Mittel und die Kundenguthaben ins Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital und liefert damit eine statische Aussage zur Liquidität zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Formel: [(Flüssige Mittel + Kundenguthaben) x 100 / kurzfristiges Fremdkapital];

Richtwert: mind. 100% - max.120% (bei über 120% ist die Liquiditätsreserve übermässig gross; überschüssige Mittel werfen sehr wenig bis keinen Zins ab).

Kurzfristiges Fremdkapital

Schulden (Verbindlichkeiten), die innerhalb eines Jahres zurückbezahlt werden müssen

Langfristiges Fremdkapital

Schulden (Verbindlichkeiten), die nicht innerhalb eines Jahres zurückbezahlt werden müssen

Bilanz

Gegenüberstellung von Aktiven (= Vermögen) und Passiven (= Kapital, Schulden) einer Unternehmung (an einem bestimmten Stichtag).

Sicherheit

Finanzielle Unabhängigkeit

Eigenfinanzierungsgrad

Kennziffer zur Beurteilung der finanziellen Unabhängigkeit

Formel: [(Eigenkapital x 100) / Gesamtkapital]; Richtwert: 30 - 50%

Der Eigenfinanzierungsgrad ist neben dem Verschuldungsfaktor die wichtigste Kennzahl zur Überprüfung der finanziellen Unabhängigkeit

Verschuldungsfaktor

Kennziffer zur Beurteilung der finanziellen Unabhängigkeit

Formel: [(Fremdkapital – flüssige Mittel – Forderungen) / Cashflow]

Der Verschuldungsfaktor zeigt an, wie viele Jahre eine Unternehmung brauchen würde, um die gesamten Schulden aus dem Geldzufluss aus der Betriebstätigkeit (= Cashflow) zurückzahlen zu können. Ist neben dem Eigenfinanzierungsgrad die wichtigste Kennzahl zur Überprüfung der finanziellen Unabhängigkeit einer Unternehmung.

Goldene Bilanzregel

Die Goldene Bilanzregel sagt aus, dass langfristiges Vermögen (= Anlagevermögen) auch langfristig (= Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) finanziert werden soll.

Ebenso soll das kurzfristige Vermögen (= Umlaufvermögen) kurzfristig finanziert werden.

Kennzahl zur ÜberprÜfung der goldenen Bilanzregel ist der Anlagedeckungsgrad 2

Anlagedeckungsgrad 2

Kennzahl zur Überprüfung der goldenen Bilanzregel

Formel: [(Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) x 100 / Anlagevermögen];

Richtwert: über 100% (je nach Branche bis 200%);

bei einem geringeren Wert besteht die Gefahr, dass zur Rückzahlung von langfristigen Schulden einzelne Teile des notwendigen Anlagevermögens verkauft werden müssen.

Rentabilität

Kennziffer zur Erfassung des Erfolges (= Gewinn) eines Unternehmens, gemessen am eingesetzten Kapital.Es gibt mehrere Rentabilitätskennzahlen:

- Eigenkapitalrendite (Richtwert 8% und mehr)

- Gesamtkapitalrendite (sollte deutlich unter EK-Rendite liegen)

- Umsatzrendite (Wert branchenabhängig)

Eigenkapitalrendite (Return on Equity)

Formel: [Reingewinn x 100 / (durchschnittliche) Eigenkapital];

Richtwert: 8% und mehr

(englisch ROE = Return On Equity)

Cashflow

Kennzahl, um die Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens zu beurteilen,sie zeigt, ob die selbst erarbeiteten Mittel ausreichen, um die Existenz der Firma langfristig zu sichern.Der Cashflow zeigt den Zufluss an flüssigen Mitteln aus der Betriebstätigkeit der Unternehmung. Er berechnet sich vereinfacht aus dem Jahresgewinn plus Abschreibungen.Der Cashflow sollte mindestens die Abschreibungen decken, damit die Substanz des Unternehmens erhalten bleibt. Der Cashflow von 3 Jahren sollte ausreichen, um das ganze Fremdkapital zurückzuzahlen.

Unternehmerisch denken

1. Verschiedene Ansprüche genau analysieren, Stärken und Schwächen ableiten

2. Entwicklungen in den Umweltsphären (Umfeld der Unternehmung) beobachten, Chancen und Gefahren ableiten

3. Zukünftige Entwicklung der Unternehmung festlegen, Unternehmungsstrategie formulieren

4. Führungs-, Geschäfts- und Supportprozesse planen

Unternehmerisch handeln

1. Finanzielle Mittel für die Umsetzung der Unternehmungsstrategie beschaffen

2. Stärken und Schwächen, Chancen und Gefahren, Führungs-, Geschäfts- und Supportprozesse laufend hinterfragen und Verbesserungsvorschläge umsetzen

Geschäftsmodell

Grundprinzipien, mit denen ein Projekt oder eine Unternehmung Geld verdienen will

Canvas

engl. Leinwand

Canvas Business Model

Geschäftsmodell mit 9 Schlüsselfaktoren:

WAS? (1): Kundennutzen

FÜR WEN? (2-4): Zielgruppe, Kundenbeziehungen, Vertriebskanäle

WIE? (5-7): Schlüsselaktivitäten, Schlüsselressourcen, Schlüsselpartnerschaften

WIE TEUER? (8-9): Kostenstruktur, Einnahmequellen

Kundennutzen

Welches Paket von Produkten und/oder Dienstleistungen bieten wir an?

Zielgruppe

Welche Kundensegmente wollen wir ansprechen?

Kundenbeziehungen

Wollen wir unsere Kundenbeziehungen eher persönlich oder eher automatisiert gestalten?

Vertriebskanäle

Wie erreichen wir unsere Kunden?

Einnahmequellen

Art der Kundenzahlungen, eher einmalig oder eher wiederkehrend (Abonnement)?

Schlüsselaktivitäten

Was genau sind unsere wichtigsten Tätigkeiten?

Schlüsselressourcen

Was benötigen wir alles?

Schlüsselpartnerschaften

Welches sind unsere Lieferanten und Partner?

Kostenstruktur

Welches sind die wichtigsten Kosten, die anfallen?

Businessplan

Darstellung der Machbarkeit und der Leistungsziele der Unternehmung

- Stärken- und Schwächen / Chancen und Gefahren

- Finanzielle Dimensionen des Vorhabens

- Persönlicher Hintergrund der entscheidenden Personen

Ziele eines Businessplans

- Machbarkeit des Vorhabens

- Dokument für Verhanldungen mit Investoren und Geschäftspartnern