Lernkontrolle


A. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Säure-Basen-Regulation und die Zellatmung, wobei die Glycolyse, der Citratzyklus, die Atmungskette und die Rolle von Coenzymen wie NAD+ und FAD im Fokus stehen. Sie eignen sich besonders für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis der Stoffwechselprozesse vertiefen möchten, insbesondere in Bezug auf die Regulation des pH-Werts im Blut und die Bedeutung von Sauerstoff und Wasserstoff in der Zellatmung.
Flashcards
21
Students
5
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
09.04.2018 / 10.09.2018

Flashcards

Wie werden eine Säure und eine Base definiert?

Eine Säure ist eine chemische Verbindung, die in Wasser oder einer wässrigen Lösung ein Proton (H+) abgibt.

Eine Base ist eine chemische Verbindung die in Wasser oder einer wässrigen Lösung ein Proton (H+)aufnimmt.

 

Was ist der pH-Wert ?

  • Der pH- Wert ist ein Mass für die „effektive“ H+ -IonenKonzentration in einer Lösung.  
  • pH = pondus Hydrogenii = Gewicht (im Sinne von Kraft) des Wasserstoffs in einem Liter Lösung.
  • Er ist definiert als der negative dekadische Logarithmus der Wasserstoffionen-Konzentration (H+ bzw. H3O+) in einer (wässrigen) Lösung.

    Der pH-Wert einer Lösung gibt auf einer Skala von 0 – 14 an, wie sauer oder basisch diese ist:

  • pH 0 Sehr sauer
  • pH 7 neutral
  • pH 14 Sehr basisch

Beschreibe einige pH-Werte, die in unserem Körper vorkommen

  • Haut 5.5
  • Darm 5.5-8 je nach Abschnitt,
  • Pankreas, Galle 7.8-8
  • Magen 1-3

Welcher pH-Wert hat unser Blut und warum muss er konstant gehalten werden?

Schon geringe Änderungen der H+ -Konzentration (also des
pH-Wertes) führen zu Änderungen des Protonierungs-Grades der Proteine. Dies führt zu Veränderungen der Konformation, d.h. ihrer 3-dimensionalen Struktur, so dass die so modifizierten Proteine ihre Aufgaben schlechter bzw. gar nicht mehr ausführen können. Reaktive Zentren von Enzymen sind dann nicht mehr so gut oder gar nicht mehr zugänglich. So können viele Stoffwechsel-Vorgänge in ihrer Effektivität stark beeinträchtigt werden. Dies kann bis zum Auftreten eines Komas gehen.

Welches Organ kann freie H+-Ionen ausscheiden?  

A + Frage (eine Aussage ist richtig, kreuze diese an)

Ein neutraler pH-Wert, wie z.B. reines Wasser, liegt bei …

A + Frage (eine Aussage ist richtig, kreuze diese an)

Wie funktioniert die Bikarbonatpufferung in unserem Blut?

H+  +  HCO3-    =>    H2CO3

Wie funktioniert die Bikarbonatpufferung in unserem Dünndarm?

HCL  + NaHCO3  = >  NaCl + H2O und CO2

(Hier steht HCl, weil der Speisebrei aus dem Magen mit HCl durchsetzt ist, wenn er in den Dünndarm gelangt.)

Wie funktioniert die Hämoglobinpufferung in unserem Blut?

H+ + HbO2  =  HHb+ + O2

In welcher Form kann die Niere unseren Säure- Basen- Haushalt beeinflussen?

  • Regulation der Bikarbonatausscheidung
  • Neubildung von Bikarbonat
  • Ausscheidung von H+-Ionen und Ammoniak bzw., Ammoniumchlorid

 

Welche Ursachen kann eine metabolische Azidose haben?

Prinzipiell kann eine metabolische Azidose durch eine Ansammlung von Säuren oder durch einen Verlust von Basen entstehen. Beides führt zu einem Anstieg der H+-Konzentration und somit zu einem Absinken des Blut-pH-Wertes.

  • Niereninsuffizienz      (=> zu wenig H+-Ausscheidung)
  • Vermehrte H+ Aufnahme        (=> Ernährung)
  • Vermehrter Fettabbau         (=> Ketonkörper)
  • Anaerobe Stoffwechsellage    (=> Laktat-Bildung)
  • Bicarbonatverlust       (=> Lang anhaltende Durchfälle)
  • Sepsis

Welches sind die Folgen einer metabolischen Azidose?

 

Der Körper hat 2 grundsätzliche Möglichkeiten, einer zu hohen H+-Konzentration im Blut entgegen zu wirken – nämlich über die Nieren und die Lunge:
     1. durch Ausscheidung von Säure oder
     2. durch Neutralisation der Säure

Kompensationsversuch der Lunge:
 - vertiefte (bis beschleunigte) Atmung (=> CO2-Abnahme)

Kompensationsversuch der Nieren:
 - Erhöhung der H+-Ausscheidung
 - Erhöhung der Rückresorption von HCO3-
 - Vermehrte Bildung von NH3 (Ammoniak)
 - Verstärkte Bildung von Phosphaten

 

Erkläre Ursache und Verlauf einer metabolischen Alkalose?

Ursachen:                           
Prinzipiell kann eine metabolische Alkalose durch eine Ansammlung von Basen oder durch einen Verlust von Säuren entstehen. Beides führt zu einem Sinken der H+-Konzentration und somit zu einem Anstieg des Blut-pH-Wertes.

Also:

-       Zu basische Ernährung

-       Zuviel Kalium-Ausscheidung

-       Zuviel Bicarbonat

-       Heftiges Erbrechen

 

Verlauf:
- Hypoventilation

  - Verstärkte Bicarbonat-Ausscheidung durch die Nieren

  - Vermehrter Bikarbonat-Verbrauch durch erhöhte Harnstoff-Produktion in der Leber

In welcher Form beeinflusst die Lunge den pH-Wert des Blutes?

Durch das Abatmen von CO2 und Einatmen von O2.

 

Was passiert, wenn die Lunge nicht mehr genug Kohlendioxid abatmen kann?

Das CO2 verbindet sich im Blut und Gewebe mit den vorhandenen Wassermolekülen und es entsteht Kohlensäure, welche in ein Bikarbonat(HCO3-) und ein Wasserstoffion (H+) dissoziiert. Wenn sich weiter anreichert, schaltet sich nach einigen Tagen die Niere ein und greift auf ihre Mechanismen zurück, in dem sie die H+ ausscheidet.

In welchem Zellteil wird am meisten ATP produziert?

A + Frage (eine Aussage ist richtig, kreuze diese an)

Warum braucht es Coenzym-Moleküle, um den frei werdenden Wasserstoff bei chemischen Reaktionen aufzunehmen?

Der an verschiedenen Stellen von Glycolyse und im Citratzyklus aus den Glucosefragmenten herausgelöste Wasserstoff ist extrem reaktiv und daher sehr gefährlich für fast alle Moleküle, die seinen Weg kreuzen.

(Wir erinnern uns an die Knallgas-Reaktion, in der sich Wasserstoff und Sauerstoff mit einer Explosion - einem lauten Knall – zu Wasser verbinden.)

Die Coenzyme NAD+ und FAD sind nun Moleküle, die diesen „aktiven Wasserstoff“ ohne Komplikation sehr gern aufnehmen (und dabei selber etwas stabiler werden…) und ihn so in eine ungefährliche Transportform überführen.

So kann der gefährliche Wasserstoff quasi in einem „Sicherheitstransporter“ zur Atmungskette gebracht werden.

In einer sehr komplizierten Reaktionskette wird dort die große Energie dieses Wasserstoffs in ungefährlichen, kleinen Portionen an andere Moleküle weiter gereicht, wobei jedes Mal ATP gebildet wird.

Die Energie der Knallgasreaktion wird so also dosiert in ungefährliche Bahnen gelenkt.

Bleibt noch zu sagen, dass die Coenzyme NAD+ und FAD sich auch wieder leicht „überreden lassen“, den aufgenommenen Wasserstoff wieder abzugeben.

 

Nenne die vier verschiedenen Begriffe die unter Zellatmung zusammengefasst werden

  • Glycolyse,
  • oxidative Decarboxylierung,
  • Citratzyklus und
  • Atmungkette
     

Die Gärung zur Energiegewinnung setzt ein, wenn welcher Stoff im Organismus fehlt?
A + Frage (eine Aussage ist richtig, kreuze diese an)

Nenne zwei Stoffe, die beim Abbau von Glucose frei werden.

H2O und CO2, und die dabei freiwerdende Energie, die in dem Molekül ATP gespeichert wird

(Als Zwischenprodukte, die jedoch wieder weiter verarbeitet werden, entstehen

  • Pyruvat aus der Glycolyse,
  • Acetyl-CoA aus der oxidativen Decarboxylierung,
  • Oxalacetat nach jedem Durchlauf durch den Citratzyklus.)

 

Beschreibe kurz die Begriffe Glycolyse und Citratzyklus.
 

Die Glycolyse findet als erster Schritt der vierstufigen Zellatmung im Zytoplasma ab. Sie erfolgt immer anaerob, d.h. ohne Beteiligung von Sauerstoff und liefert pro Glucose-Molekül in mehreren Schritten 2 Moleküle Pyruvat (das Säureanion der Brenztraubensäure) und 2 Moleküle ATP netto.

Die Glucosekette aus 6 C-Atomen wird bei der Glycolyse in 2 Dreier-Einheiten (Pyruvat) gespalten.

Weiterhin entsteht bei der Glycolyse sog. „aktivierter Wasserstoff“, der von dem Coenzym NAD+ aufgefangen wird und als NADH + H+ in die Mitochondrien in die Atmungskette eingespeist wird, sofern dort Sauerstoff anwesend ist.

Ein NADH/H+ liefert dann in der Atmungskette 2,7 Moleküle ATP.

Vor dem Citratzyklus findet als zweiter Schritt der Zellatmung in den Mitochondrien die oxidative Decarboxylierung zu Acetyl-CoA (einem C2-Baustein) statt – sofern der Zelle bzw. den Mitochondrien Sauerstoff zur Verfügung steht.

Der Citratzyklus läuft als dritter Schritt der Zellatmung im Mitochondrium ab.

Das Acetyl-CoA (C2-Baustein) wird in den Citratzyklus eingespeist und verbindet sich mit Oxalacetat (ein C4-Baustein)zu Citrat (C6), dem Säureanion der Zitronensäure, von dem dieser Prozessschritt seinen Namen hat.

In 8 Umwandlungsschritten wird aus dem Citrat zweimal CO2 abgespalten und wieder Oxalacetet generiert, welches so nach einem Zyklusdurchlauf wieder zur Verfügung steht, um ein neues Acetyl-CoA aufzunehmen …

 

 

 

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