Medizin Aufbau_NHK - Einführung Zytologie/Histologie
Skripttexte Naturheilpraktiker TEN - NHK
Skripttexte Naturheilpraktiker TEN - NHK
-
- 1 / 27
-
Lernkarten
1.1
Die kleinste Funktionseinheit des Lebens ist die Zelle
1. Aus ca wie vielen besteht der Mensch?
2. Und wie viele versch. Zelltypen sind im Körper ca vorhanden?
1. ca. 100 Billionen
(1 Billion = 1000 Milliarden = 1.000 000 000 000) Zellen, wobei auch sein Körperwachstum mit einer ersten (verschmolzenen) Zelle begann.
2. ca. 200 verschiedene Zelltypen wie z.B. Leber-, Nieren-, Haut-, Knochen-, Fibro-, Darm-, Nerven-, Muskel- und Blutzellen differenziert, sich zu Geweben und Organen formiert, wächst, miteinander kommuniziert und zusammenarbeitet
1.1
Was ist eine Furchung?
- 2-, 4-, 8-Zell-Stadium
- nach 3-4 Tagen > Morula
- Zellteilung per Mitose: alle der Zygote folgenden Teilungen sind Klone
1.1
Die Kommunikation und Zusammenarbeit geschieht durch Informationsübertragung an Rezeptoren.
Nenne Beispiele von Schlüssel-Schloss-Prinzip der folgenden Systeme:
- Immunologie
- Hormonsystem
- Sinnessystem
- Regulations des inneren Milieus
- Nervernsystem
- Proliferation der Zellen
- Muskelkontraktion
- Immunologie: Boten sind z.B. Pyrogene, Antigene, Immunglobuline.... Rezeptoren sind z.B. Antikörper, MHC- Moleküle,
- Hormonsystem: Boten sind die Hormone, die an den Hormonrezeptoren andocken
- Sinnessystem: Boten sind Licht, Schall, Druck, Wärme, Duftmoleküle... Rezeptoren sind die Sinneszellen, welche die Reize aufnehmen.
- Regulation des inneren Milieus: Boten sind Stoffe, Drücke, Temperaturen, die von Rezeptoren gemessen werden
- Nervensystem: ein Nervenimpuls wird an der Synapse auf einen Neurotransmitter (= Bote) übertragen und an der Postsynapse von einem Rezeptor aufgenommen
- Proliferation der Zellen (Zellvermehrung und Wachstum): durch Hormone, Wachstumsfaktoren und dgl. , die an Rezeptoren andocken
- Muskelkontraktion: soll ein Muskel kontrahieren, so wird an der motorischen Endplatte Acetylcholin (Bote) ausgeschüttet, worauf dieses am Muskel andockt und die Kontraktion einleitet
- ...Natürlich alles nicht ohne die ordnenden Kräfte einer höheren Instanz, was aber nicht Thema dieser Lektionen ist!
1.1
Allgemeine Funktion einer Zelle
2
- Zellen gleicher Bauart bilden mit dazugehörenden Extrazellulärraum die verschiedenen Gewebe
- Zellen innerhalb eines Gewebes oder Organs bilden gewebespezifische/organspezifische Substanzen
1.1
Ein paar Zahlen und Fakten zur Zelle...
3
Grösste Zelle ist die Eizelle mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,2 mm, man kann sie mit blossem Auge erkennen
Nervenzellen können Ausläufer (Axone) haben, die über einen Meter lang sind, aber dennoch einen Durchmesser im Nanobereich haben.
Kleinste Zellen sind die Mikrogliazellen im Hirn, dicht gefolgt von den Spermien und Erythrozyten.
1.2
Zellmembran besteht aus
4
- Lipiddoppelschicht (Phospholipidmembran)
- Molekühle aus hydrophilen Phosphat-Anteilen und Fett-Anteilen
- Membranproteine
- Glycokalix
1.2
Die Zellmembran besteht im menschlichen Organismus in aller Regel aus einer Lipid-Doppelschicht (Phospholipidmembran), aneinander gereihte Moleküle aus hydrophilen Phosphat-Anteilen und Fett-Anteilen, die quasi schwimmen und somit eine grosse Flexibilität (keine starre Wand, „Fluid-Mosaik-Modell“) und schlechte mechanische Zerstörbarkeit erlauben.
Durch was wird sie fester und unbeweglich?
1
Ausnahme: je mehr Cholesterin in eine Zellmembran eingebaut ist,desto fester wird die Membran.
1.2
Zwei verschiedene Durchlässigkeiten der Zellmembran:
2
- Die Zellmembran ist innen lipophil („fettliebend") durch die ins Membraninnere gerichteten Lipidanteile der Phospholipide.
- Nach außen, d.h. sowohl an der Außenseite der Zelle zum Extrazellulärraum als auch an der Innenseite zum Zytosol hin ist die Zellmembran hydrophil („wasserliebend") durch die Phosphatanteile der Phospholipide.
1.2
Dieser Aufbau führt zu einer unterschiedlichen Durchlässigkeit verschiedener Stoffe bzgl.
1. deren Molekülgröße,
2. Fettlöslichkeit (Lipophilie) und 3. elektrischer Ladung:
5
- Lipophile, fettlösliche Substanzen, wie z.B. Steroid- hormone, können die Membran praktisch ungehindert passieren
- Ebenso kleine (elektrisch) neutrale Moleküle, wie die Gase O2, CO2 oder N2
- Für hydrophile, kleine polare Moleküle wie Wasser oder auch Harnstoff ist der Durchgang in nur geringem Maß möglich
- Ionen (geladene Teilchen) können die Membran nicht passieren
- Für sehr große Moleküle wie Proteine ist die Passage nicht möglich
1.2
Faktoren für Zellkommunikation und Permeabilität
2
1. Membranproteine
bilden Transportelemente durch die Zellmembran, wie z.B. die Tunnelproteine und Ionenpumpen, Rezeptoren, Erkennungsmerkmale (MHC, HLA) oder Zellverbindungen/Zellverankerungen
2. Glycokalix (Zuckerverbindungen) bildet: Blutgruppen, Rhesusfaktoren, Antikörper.
Die Glycokalix bildet ferner einen schützenden Film über viele Zellarten (va. Darmzellen, siehe Bild) und hilft durch Anhaften der Stoffe bei der Stoffaufnahme.
1. Thight junctions: Barriere zum Diffusionsstopp zwischen Zellen. (verhindern in Epithelien nahe Oberfläche, dass Stoffe unkontrolliert durch Zwischenzellräume in die Tiefe dringen)
2. Gap junctions: freies Fliessen der Stoffe direkt von Zelle zu Zelle
Bsp.: Erregungsleitung der Herzmuskelzelle
3. Desmosomen: Gewebezusammenhalt
Bsp.: Stachelzellschicht der Haut
1.2
Aufgaben der Zellmembran
6
1. Sie bildet eine Begrenzung für Stoffe
2. Sie gewährt Durchlässigkeit für Stoffe (Aufnahme & Abgabe)
3. Sie empfängt Informationen aus dem Organismus
4. Sie kann Informationen aus Ihrem Inneren an die Oberfläche abgeben
5. Sie kann durch Kinozilien Stoffe entlang der äusseren Oberflächen transportieren
6. Sie gewährt ein Ungleichgewicht der Stoffe zwischen IZR & EZR, dass Transport und die Bioelektrizität ermöglicht
1.3
Zytoplasma = Grundsubstanz der Zelle aus zwei Einheiten
2
- Zytosol: der flüssige Anteil (80% Wasser) des Zytoplasmas, in dem viele gelöste Stoffe zu finden sind, die die Zellorganellen für ihre Aufgaben brauchen: KH, Fette, AS, Proteine, Nukleinsäuren, Elektrolyte, Spurenelemente...
- Zytoskelett: dem festeren und Struktur gebenden Anteil der Zelle durch Eiweiss- Fasern/Filamente, die im Zytoplasma oder in Membranausstülpungen liegen.
- Mikrotubuli: röhrenartige Mikrofilamente, bilden va. Transportwege für Vesikel, Spindelapparat ect., befestigen Zellorganellen und dienen auch für deren Bewegung, bilden Kinozilien
- Aktinfilamente: bilden/stabilisieren Mikrovilli und geben der gesamten Zellform Stabilität, befestigen Membranproteine, bilden mit Myosinfilamenten die kontraktilen Elemente der Muskelzellen, aber auch die Beweglichkeit einzelner Zellen
- Intermediärfilamente: dienen der Stabilisierung von va. Haut- und Nervenzellen
1.4
Besonderheit der Mitochondrien gegenüber anderen Zellorganellen
3
- Mitochondrien besitzen eine eigene Erbsubstanz, werden also nicht wie andere Zellorganellen aus der Zell-DNS gebaut, sondern schnüren eine eigene „Tochter" ab.
- So nehmen die Mitochondrien auch aus ihrer DNS alle Rezepte, die sie für ihre eigene Arbeit benötigen, zum Beispiel für den Enzymbau.
- Im Innern ist viel Kalzium gespeichert.
1.5
Wo sind die Ribosome zu finden?
5
- frei im Zytoplasma
- in Mitochondrien
- an Membran Zellorganellen
- an endopl. Retikulum
- an Golgi-Apparat
1.5
Aufgabe der Ribosome
1
- Herstellung von Eiweiss
- Zellinterne Proteine z.B. Enzyme, Membranprot., Hämoglobin, Fasern
- Export-Eiweisse z.B. Antikörper, Neurotransmitter, Hormone
1. Transkription: Erstellen von einem Negativ
Teil der DNS, der Anleitung des zu bauenden Proteins enthält, wird „geöffnet" und offenbart sein Rezept als eine spezielle Abfolge der zur DNS gehörenden Purinbasen Adenin A, Guanin G, Cytosin C und Thymin T.
Nun wird RNS gebildet, indem ein Enzym genau die Purinbasen an den DNS-Strang anlegt, der vorher von ihr gelöst wurde. Es wird quasi ein komplementärer Strang zur DNS gebaut, der Messenger-RNS, mRNS genannt wird (Unterschied: Uracil statt Thymin).
Hat die mRNS das Rezept für den Eiweissbau abgepaust, verlässt sie den Zellkern und wandert in die Ribosomen. Dort kommt es zum nächsten Schritt, der......
2. Translation: Übersetzung von DNS-Sprache in Protein-Sprache
Protein aus vielen Aminosäuren, teilt die mRNS genaue Abfolge der zu bauenden AS- Kette mit = Rezept oder Bauplan.
Drei aufeinanderfolgende Purinbasen ergeben den Code für eine bestimmte Aminosäure, was sich Triplett oder genetischer Code nennt.
Die tRNS (Transfer-RNS). Besteht aus nur einem Triplett, AS entsprechend geladen. Verschiedene tRNS wie verschiedene AS.
Rohbau des Eiweissmolekühls:
passende tRNS (A-U-G) lagert sich an die mRNS (U-A-C)
und gibt ihre AS ab, AS werden gemäss der Reihenfolge der mRNS zur AS-Kette zusammengeknüpft.
Molekül wandert nun weiter in andere Zellorganellen, um dort fertig gestellt zu werden.
16.
Aufgaben des rauen ER
3
1.
Eiweissherstellung in Ribosomen
2.
Weiterverarbeitung der Aminosäureketten in Membranhohlräumen
- Qualitätskontrolle
- Modifikation
> fertige Membranproteine oder
> Export-Eiweisse
3.
Nach Mitose
> neue Kernmembran
> Kalziumspeicher
17.
Aufgaben des glatten ER
2
1.
Lipidsynthese
- Phospholipiden
- Steroiden
2.
In Leberzellen:
- Glykolyse
- Teil der Zellentgiftung
- Kalziumspeicher
18.
Golgi-Apparat:
Der Golgi Apparat (8) ist im Prinzip ein ähnliches Membranenwerk wie das ER, nur dass er weder mit der Kern- noch mit der Zellmembran verbunden ist, aber sehr eng mit dem ER zusammenarbeitet.
Er stellt die Proteine der Zellmembran her, aber auch
Export bestimmte Proteine. weiterhin Vesikel, um alles Gebaute aus der Zelle auszuschleusen (Exozytose > die semipermeable Membran als Hindernis wird hier geschickt ausgetrickst). Enthält der Inhalt der Vesikel lytische Enzyme, so werden die Gebilde Lysosomen genannt. Sie kommen in allen Zellen vor, die der Auflösung von Eiweissen dienen (Maktophagen, Granulozyten, Tränendrüsenzellen....) und erst bei Bedarf freigesetzt werden dürfen, sonst kommt es zur Autolyse.
19.
Aufgaben & Aufbau des Zellkerns:
4
- Fast alle Zellen des menschlichen Organismus besitzen einen Zellkern (=Eukaryot, einzeln Eukaryonten Mehrzahl), der das Erbgut, die DNS, enthält.
- Der Zellkern ist durch eine Doppelmembran begrenzt, die äussere Hülle geht ins ER über und ist mit Ribosomen besetzt, die innere Hülle schützt die DNS, sie besteht aus Filamenten.
- Die Kernmembran weist Poren auf, durch die Stoffe ein- und austreten, auch die RNS.
- Im Innern des Zellkerns finden sich ein oder mehrere Kernkörperchen, sie enthalten die DNS für die Ribosomen und die RNS
20.
Wo können Mutationen vorkommen?
2
Und Wodurch?
3
bei:
- Zellteilung
- Ablesen der genetischen Info
durch:
- Stoffwechselprodukte
- Strahlung
- Chemikalien
21.
Welche Mutationsformen gibt es?
3
- Gen- oder Punktmutationen
- Chromosomenmutation
- Genommutation
22.
Was ist 1. Gewebe und was ist das 2. Parenchym?
- Zellverband mit gleicher Bauart und Funktion mit ihrer Zwischenzellsubstanz
- Funktionsgewebe eines Organs
23.
Die drei Keimblätter sind
3
- Ektoderm:
- Mesoderm:
- Endoderm: