Kryobiologie

Winterschlaf Winterruhe Gefriertoleranz, -Intoleranz bei Tieren Gefrierpunktserniedrigung berechnen

Winterschlaf Winterruhe Gefriertoleranz, -Intoleranz bei Tieren Gefrierpunktserniedrigung berechnen


R. Z.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Kryobiologie für den Mittelschulbereich. Sie beleuchten, wie Tiere wie Murmeltiere, Fledermäuse und Igel den Winterschlaf nutzen, um Energie zu sparen, indem sie ihren Stoffwechsel reduzieren und ihre Körpertemperatur senken. Die Karteikarten erklären auch, wie Winterstarre und Winterruhe funktionieren, sowie die Rolle von Fett, Fell und Federn bei der Wärmeregulierung. Ideal für Schüler, die verstehen möchten, wie Tiere extreme Kälte überleben.
Flashcards
21
Students
3
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
09.03.2018 / 22.03.2022

Flashcards

Wegzug: wer macht das (zwei Beispiele) und warum (zwei Gründe)

Vögel, Rentiere

Futtermangel (wird vom Schnee überdeckt -> schlechte Erreichbarkeit, gedeiht nicht oder schlecht)

Kälte (spielt vorallem bei kleinen Tieren eine Rolle)

der Wegzug ist teilweise auch genetisch bedingt

warum genau hilft ein dichtes/dickes Fell bzw. ein dichtes/aufgeplustertes Federkleid Energie zu sparen

Haare oder Feder schlissen Luft ein, die gewärmt wird. Da dank dem Fell/ der Federn die Luft nicht ständig wieder weggeblasen wird, wie wenn das Tier nackt wäre, muss sie nur einmal gewärmt werden. 

Je dichter und dicker die Federn oder Haare den Körper umhüllen, desto besser die Einschlusswirkung. 

warum hilft Unterhautfett Energie zu sparen (2 Gründe)

  • Fett ist ein schlechter Wärmeleiter, Körperwärme kommt fast nicht an die Hautoberfläch
  • Fett wird nur von sehr wenigen Blutgefässen durchzogen, welche Körperwärme abgeben

Warum hilft körperliche Grösse, Energie zu sparen? (Stichwort: wie viel Wärme produzierendes Volumen steht hinter jedem Quadratmeter Oberfläche…).

Name der Regel kennen

je grösser ein Tier ist, desto kleiner ist das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen

Hinter jedem Quadratmeter Oberfläche stehen beim kleinen Tier ca. 2.5 mal weniger wärmeproduzierendes Volumen.

Volumen proportinal zu r3  

Oberfläche proportional zu r2

Bergmannsche Regel

Warum helfen kurze Extremitäten, Energie zu sparen?

Name der Regel

Je kürzer die Anhägsel (Beine, Ohre, Schwanz), desto kleiner wirt die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen.

Je kälter es ist, desto kleiner die Anhängsel.

Allensche Regel

Gegenstromprinzip und Abkürzungen skizzieren und beschriften können, je nachdem ob aussen kalt oder warm.

Sichtbar sollte sein:

  • Körperoberfläche, wo enge/ wo weite Blutgefässe
  • wo das Blut durchfliesst (dünne Pfeile, Bezeichnung Arterie bzw. Vene)
  • wo Wärme fliesst (dicke Pfeile).

Beispiel Seemöwe kennen

wenn kalt ziehen sich die oberflächennahen Gefässe zusammen, Blut fliesst weiter innen

wnn kalt liegen Venen und Arterien näher beieinander, damit die Arterie ihre wärme an Vene abgeben kann, bevor das Blut an der Oberfläche vorbei fliesst

geringfügiger Torpor als Energiesparmassnahme kennen

Gleichwarme Tiere können ihren Stoffwechsel etwas herunterfahren, wenn sie wegen der Kälte zu viel Energie verbrauchen. Sie versetzen sich in einen Torpor. In diesem Zustand verbrauchen sie weniger Energie, können aber sehr schnell wieder aufwachen, wenn Gefahr droht. Ein Torpor wird von kleineren säugetieren und Vögeln verwendet und dauert, anderts als ein Winterschlaf, nur ein paar Stunden an.

RGT-Regel

Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel

Pro 10°C verlangsamen b.z.w. verschnellern sich chemische Prozesse, wie z.B. der Stoffwechsel  2-3mal

Vorteil der Stoffwechselreduktion

Das Tier muss weniger Nahrung aufnehmen, da es weniger Energie für den Stoffwechsel braucht.

Energie wird gespart, bis zu 96%

Energiespeicher (Fett) werden weniger schnell abgebaut (in Energie umgewandelt

Wofür wird das braune Fettgewebe gebraucht?

Das braune Fettgewebe kann ohne Sauerstoff und sehr schnell abgebaut werden. Es wird zu Beginn der Aufwachphase gebraucht um den Körper schnell aufzuheizen. Später wird dieses Aufheizen von Muskelzittern unterstützt.

fünf Tierarten, welche einen Winterschlaf machen

  • Fledermaus
  • Igel
  • Hamste
  • Haselmaus
  • Murmeltier
  • Winternachtsschwalb

Zwei Verhaltensänderungen kurz vor dem Winterschlaf

  • Gesteigerte Nahrungsaufnahme (Speicherung von Fett und Glykogen)
  • Eintragen von Nahrungsvorräten in ien geschütztes Winterschlafquartier (Energie fürs Aufwachen, während Schlaf wird nicht gefressen)
  • suchen Winterquartiere

Vier Eigenschaften von Winterquartieren von Fledermäusen

Drei Orte für winterquartiere von Fledermäusen

  • frostsicher
  • ungestört
  • 3-9°C
  • hohe Luftfeuchtigkeit (damit Flughäute nicht austrocknen)
 
  • Felshöhlen
  • Baumhöhlen
  • Gebäude (Dachstöcke, Schäunen

Schlaf-, Wachphasen skizzieren

Schlafphasen: 20 Tage, Energieverbrauch ca. 5 kcal pro Tag

Wachphasen: 1-2 Tag, Energieverbrauch ca. 90 kcal pro Tag

Energieverbrauch, wenn es den Winter wach bliebe: ca. 150 kcal pro Tag

Was verbraucht etwadie Hälfte des Energiebudgets im Winterschlaf?

Die Aufwachvorgänge

Warum können Tiere im Winterschlaf nicht erfrieren?

Bei Umgebungstemperaturen von 5 -15 °C haben die Tiere eine um 1°C höhere Körpertemperatur. Wenn die Temperaturen in die gefährlichen Bereiche sinken, dann erhöhen die Tiere ihre Stoffwechselrate, damit sie die Körpertemperatur auf etwa 5°C halten können oder aufwachen. So können sie nicht erfrieren, weil ihre Körpertemperatur nie in die kritischen Bereiche sinkt.

Rückgang der Herzarbeit im Winterschlaf in Prozent (Schlagfraquenz, Schlagvolumen)

Murmeltiere:

  • Schlagfrequenz: von ca. 200 auf 5 - 20 Schlägen/min -> Rückgang von 90 - 98.5%
  • Schlagvolumen: bleibt ungefähr gleic

Vier Unterschiede Winterruhe - Winterschlaf

  • Körpertemperatur: 
    • Winterruhe: sinkt nur um wenige Grad ab
    • Winterschlaf: sinkt auf ein Grad mehr als die Umgebungstemperatur ab (auf Minimal 5°C)
  • Nahrungsaufnahme:
    • Winterruhe: findet statt
    • Winterschlaf: findet nicht statt
  • Wehrhaftigkeit:
    • Winterruhe: können schnell wieder aufwachen, sich also bei Gefahr verteidigen
    • Winterschlaf: wenn sie aufgespührt weden, sind sie Wehrlos
  • Weg der Energieersparnis:
    • Winterruhe: Durch das Ruhen und der geringen Absenkung der Körpertemperatur können sie ein wenig Energie beim Stoffwechsel einsparen
    • Winterschlaf: Durch den Rückgang des Stoffwechsels können sie bis zu 96% an Energie einspare

Unterschiede Winterstarre - Winterschlaf

Winterschlaf: Endotherme, Körpertemperatur bleibt über 5°C, können durch äussere Reize geweckt werden

Winterstarre: Ektotherme, lassen sich gefrieren, können nicht durch äussere Reize geweckt werde

Drei Arten von Schäden (indirekte und direkte) duch Gefrieren

  • direkte Schäden: (durch Gefrieren)
    • messerscharfe Eiskristalle durchstechen zarte Strukturen, z.B von aussen Zellmembranen oder in den Zellen Organell-Membranen
    • Proteine und Enzyme können ihre Funktion nicht mehr optimal ausführen und werden langsamer -> Stoffwechsel erlahmt
  • indirekte Schäden: (Stoffwechselschäden)
    • Austrocknen von Zellen durch osmotischen Stress (hohe Teilchenkonzentration im Zelläusseren wegen Einbildung)

gefriertolerant - gefrierintolerant

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Study