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C. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Benutzerinteraktion mit interaktiven Systemen, geeignet für Studierende an Universitäten. Sie decken zentrale Konzepte wie Benutzer, Aufgaben, Anforderungen und Barrierefreiheit ab, wobei auch spezifische Aspekte wie Aufgabenmodelle, Dialogprinzipien und Affordances behandelt werden. Praktische Beispiele und Anwendungen helfen, das theoretische Wissen zu vertiefen. Ideal für Studierende der Informatik, die sich mit der Gestaltung nutzerfreundlicher Systeme beschäftigen.
Karten
9
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
24.02.2018 / 24.02.2018

Lernkarten

Affordance

Aspekte eines Objektes, die verdeutlichen, wie das Objekt benutzt werden kann.Anmerkung: Affordances und Selbstbeschreibungsfähigkeit sind Mittel, um interaktiveSysteme intuitiv bedienbar zu machen. Beispiele für Affordances: 1. Ein Henkel einer Teetasse stellt eine offensichtliche Handlungsanweisung dar, sie zu halten. 2. Ein Button auf einer Webseite bietet die Handlungsanweisung, auf ihn zu klicken. 3. Ein Firmenemblem in der oberen linken Ecke einer Webseite bietet eingeschränkte Handlungsanweisung, darauf zu klicken.

Anforderung

Eine Bedingung oder Fähigkeit, die ein interaktives System erfüllen oder besitzen muss, um einer Vereinbarung, einem Standard, einer Spezifikation oderanderen formal zugrunde gelegten Dokumenten zu genügen. Anmerkungen:1. Eine Anforderung sollte eine festgelegte Bedingung haben, mit der sie validiert werden kann.2. Dieses Glossar definiert die folgenden Arten von Anforderungen: a. Interessenvertreteranforderung,b. Marktanforderung,c. Organisatorische Anforderung,d. Nutzungsanforderung. 3. Dieses Glossar unterscheidet außerdem zwischen Qualitative Nutzungsanforderung undQuantitative Nutzungsanforderung.

Aufgabe

Aktivität, die erforderlich ist, um ein Ziel zu erreichen. Anmerkungen:1. Viele Aufgaben können in Teilaufgaben unterteilt werden.2. Viele Teilaufgaben führen zu Auswahlmöglichkeiten oder Eingaben des Benutzers während der Nutzung des interaktiven Systems. 3. Einige Teilaufgaben können in kleinere Teilaufgaben aufgeteilt werden. Beispiele für Aufgaben: 1. „Ein Auto mieten“ ist eine Aufgabe. 2. „Eine Reservierung stornieren“ ist eine Aufgabe. 3. „Sich auf der Webseite einer Autoverleihfirma registrieren“ ist eine Teilaufgabe. Registrierung ist vom Gesichtspunkt des Benutzers kein Ziel, sondern ein Ärgernis. 4. „Sich einloggen“ ist eine Teilaufgabe. Einloggen ist vom Gesichtspunkt des Benutzers kein Ziel, sondern ein Ärgernis. 5. Die Eingabe des Benutzernamens und das Drücken der Tabulatortaste ist eine von vielen Teilaufgaben, die erforderlich sind, um die Teilaufgabe ”Login” abzuschließen.

Aufgabenangemessenheit

DialogprinzipDie Eigenschaft eines interaktives Systems, den Benutzer zu unterstützen,seine Aufgabe zu erledigen, d.h., die Funktionalität und den Dialog an diecharakteristischen Eigenschaften der Aufgabe anzupassen, anstatt an die zurAufgabenerledigung eingesetzten Technologie. Empfehlungen zu Befolgung des Dialogprinzips: a. Der Dialog sollte dem Benutzer solche Informationen anzeigen, die imZusammenhang mit der erfolgreichen Erledigung der Aufgabe stehen. b. Der Dialog sollte dem Benutzer keine Informationen anzeigen, die nichtfür die erfolgreiche Erledigung relevanter Aufgaben benötigt werden. c. Die Form der Eingabe und Ausgabe sollte der Aufgabe angepasst sein. Wenn für eine Aufgabe ganz bestimmte Eingabewerte typisch sind,sollten diese Werte dem Benutzer automatisch als voreingestellte Werteverfügbar sein. d. Die vom interaktiven System verlangten Dialogschritte sollten zumArbeitsablauf passen, d.h. notwendige Dialogschritte sollten enthaltensein und unnötige Dialogschritte sollten vermieden werden.

Aufgabenmodell

Eine Beschreibung der Teilaufgaben, die erledigt werden müssen, um die Ziele des Benutzers zu erreichen.Anmerkung: Ein Aufgabenmodell beschreibt die Logik einer Aufgabe an sich, während ein Szenario die Erledigung einer oder mehrerer Aufgaben durch eine Persona beschreibt.

Barrierefreiheit

Die Attribute und Charakteristiken eines interaktiven Systems, die Menschen mit eingeschränkter Sicht, eingeschränktem Hören, eingeschränkter Geschicklichkeit, eingeschränkter Kognition oder eingeschränkter physischer Mobilität ermöglichen sollen, effektiv und effizient mit dem interaktiven System zu interagieren. Anmerkungen:1. Standards und Richtlinien für Barrierefreiheit sind verfügbar und in manchen Unternehmen oder Ländern gesetzlich zu erfüllen.2. Hilfsmittel zur Schaffung von Barrierefreiheit, wie z.B. Screenreader, können einem System hinzugefügt werden, um Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen, das System zu nutzen.

Benutzer

Person, die mit einem interaktiven System arbeitet, oder Daten, die vom System erzeugt werden, benutzt. Anmerkungen:1. „Benutzer“ werden unterteilt in: a. Direkter Benutzer: Interagiert mit dem interaktiven System.b. Indirekter Benutzer: Benutzt Daten, die vom interaktiven System erzeugt werden.c. Primärer Benutzer: Interagiert mit dem interaktiven System, um Ziele, die vom interaktiven System unterstützt werden, zu erreichen.d. Sekundärer Benutzer: Interagiert mit dem interaktiven System, um Unterstützung etc. zu geben. 2. Interessenvertreter können Benutzer sein oder auch nicht. Sie werden nicht als Benutzer betrachtet, wenn sie zwar durch das interaktive Systembeeinflusst werden, jedoch weder mit dem interaktiven System selbst interagieren noch das mit Hilfe des interaktiven Systems erzielte Arbeitsergebnis nutzen. Beispiele von Interessenvertretern, die keine Benutzer sind:1. Manager von Benutzern.2. Personen, die von Lärm, der von der Person, die das interaktive System benutzt, erzeugt wird, betroffen sind.3. Marketingfachleute, die von der Auswirkung der Ergebnisse auf die Markenbezeichnung betroffen sind.

Benutzerbefragung

Eine Evaluierung, bei der Benutzer subjektive Daten in einem Fragebogen angeben sollen, basierend auf ihren Erfahrungen bei der Benutzung eines interaktiven Systems. Anmerkung:1. Benutzerbefragungen können verwendet werden, um die Zufriedenstellung mit einem interaktiven System zu evaluieren und um Informationen über den Nutzungskontext zu sammeln. 2. Bei korrekter Ausführung können Benutzerbefragungen einen höheren Grad an Sicherheit bei Evaluierungsergebnissen erzielen als jede andere qualitative Untersuchungsmethode.

Benutzerdokumentation

Für Benutzer geschriebene oder andere Anleitungen zu dem interaktiven System, wie es funktioniert und wie man es bedient.Anmerkung: Benutzerdokumentation ist eine Form der Benutzerunterstützung.

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